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is gespaltenen Borgiszeile oder deren Raum Pfennige. Kleinere Insertionsbeträge sind der Kürze halber dem Auftrage beizufügen.
Leipzig, Donnerstag,
Bore ersehen een Donnerstag. Sämmtliche Postanstalten und Buchhandlungen nehmen Abonnements zum Preise von Mk. 1,50 pro Quartal entgegen; wo.der Postbezug auf Hindernisse stösst, ist die „Insekten-Börse‘‘ direkt per Kreuzband durch die Expedition gegen Vergütung nn des Portos von 40 Pfg. für las Inland und von 70 Pfg. für das Auslaud pro Quartal zu beziehen.
Expedition und Redaction: Leipzig, Langestrasse 14.
Gebühren
für Beilagen, welche das normale Versandporto | nicht überschreiten, betragen 10 .#. |
den 4. Januar 1900.
17. Jahrgang.
Autoren, welche ihre Arbeiten im „Börsenbericht‘‘ besprochen ‚u haben wünschen, werden gebeten, die betr. Arbeiten an die daction der „Insekten - Börse‘‘ einzusenden. — Für die ın den elnen, von den Verfassern namentlich unterzeichneten Auf- zen niedergelegten Ansichten übernimmt die Redaction keine wortung.
_ Um so viel als möglich Fehler in den Bezeichnungen der Thiere zu vermeiden, ersuchen wir die geehrten Herren Einsender von ıcen um recht deutliche Schreibweise derselben wie auch der der Einsender. Die Expedition.
früh jeder Woche.
rbitten wir uns spätestens bis Dienstag et. Die Expedition.
Zum 1. Januar 1900.
ählich anwachsend ist aus dem einfachen Anzeigenblatte, s die „Insekten-Börse“ 1884 begründet wurde, ein text- ausgestattetes Wochenblatt geworden, welches auf dem irische des Fachgelehrten ebensowohl seinen Platz seit Jahren auptet, als auf dem Frühstückstische des Entomophilen, in dem
sich mit der Insektenkunde beschäftigt oder für _ Interesse hat, wöchentlich einen unparteiischen eberblick über Alles zu bieten, was im entomologischen
ar na der Mitgliedschaft wissenschaftlich geleiteter Fachvereine
sprechenden Nutzen zu haben; nur die in den grösseren Städten hnenden von den Vereinsmitgliedern wiederum erfahren regel- ‚ von dem, was in den Sitzungen verhandelt und gesprochen, ) oder Jenem brieflich zugetragen wurde, Hier tritt die en-Börse ein Und dass sie ihren Zweck nicht nur zu er- bestrebt gewesen ist, sondern ihn auch erfüllt hat, zeigt die sich lich vergrössernde weiteste Verbreitung ebensowohl der
‚der Abonnenten nach, als auch ihrem Wohnsitze
nach. Die Insekten-Börse ist seit Jahren de facto ‚„inter- national“.
So werden wir auch ım neuen Jahre auf der beschrittenen Bahn vorwärts gehen.
Unser „Börsenbericht‘“ wird über alle — irgendwo auf ar Erde „auf den Markt“ kommenden, d. h. ausge- botenen Insekten-Sammlungen, Sammlerausbeuten, Zusammen- stellungen und Einzelheiten, soweit sie ein allgemeineres Interesse bieten, über alle erscheinenden Händlerpreislisten und über bemerkenswerthe Preisschwankungen gewissenhafte und nöthigenfalls ausführliche Meldung machen ;
er wird von der Entsendung und dem Verlaufe wissenschaft- licher und kaufmännisch - entomologischer Expeditionen Kenntniss geben, um Forschern und Specialsammlern die Möglich- keit zu bieten, sich die direkte Lieferung von erwünschtem Material zu sichern ;
über alle beachtlichen Entdeckungen und Forschungs- ergebnisse, welche die Lebensweise, den Bau, die Systematik und die Nomenclatur der Insekten betreffen, über die Veröffent- lichungen der grösseren entomologischen Vereine, umfangreichere wissenschaftliche und die Wissenschaft dem Laien zugänglich machende Werke, sowie Einzelpublikationen, welche für einen zahlreicheren Leserkreis bestimmt sind, über neuerfundene oder verbesserte Fang- und Präparationswerkzeuge, Conservirungs- mittel u. s. w. wird kurz berichtet;
und schliesslich finden alle sonstigen Ereignisse auf ento- mologischem Gebiete, Sammlungsverkäufe, Museumsberichte, Per- sonalien, Todesfälle und Notizen über Insaktenschäden entsprechende Beachtung.
Die Abfassung des Börsenberichtes ruht in den Händen eines unabhängigen, hervorragenden Fachmannes, dem die hauptsächlichen Erscheinungen der Literatur aller Erdtheile zur Verfügung stehen; die grössere Zahl der Händler hat sich daran gewöhnt, uns mit Nachrichten über bei ihnen eingehenden Waaren an die Hand zu gehen, und so mancher freiwillige Mit- arbeiter aus Entomologen- und Entomophilenkreisen stellt sich in den Dienst der guten Sache, die Arbeit der Gelehrten zu po- pularisiren. Möge es uns auch für die Folge nicht an helfenden Freunden fehlen.
Durch Beschluss des Berliner entomologischen Ver- eines ist die Insekten-Börse zu dessen Vereinsorgan erwählt worden und berichtet regelmässig über die wissenschaftlichen Verhandlungen während der Sitzungen dieser, bekanntlich vor- nehmsten deutschen Fachgesellschaft’
Eine nicht unbedeutende Sammlung von Photographien setzte uns in die Lage, im 1899er Jahrgang wiederum die Portraits mehrerer verdienstvoller Insektenkenner zu bringen. (Wir empfehlen unseren Aufruf, uns Photographien und Lebensskizzen einzusenden, im Interesse unserer Leser, auch hier den Entomologen | zur freundlichen Beachtung!) Auch sonst werden wir die Aufsätze hin und wieder illustriren. ;
Jede Nummer der „Insekten-Börse“ wird mehrere gemein- verständlich gehaltene Aufsätze aus allen Gebieten der Insektenkunde und aus der Feder tüchtiger Fachleute oder berufener Schriftsteller enthalten; ausserdem aber unter der Rubrik
„Entomologische Mittheilungen“ unseren Lesern Ge-
legenheit bieten, ihre Erfahrungen über Fang, Zucht, Aberrationen, Hybriden, Beobachtungen über Lebensgewohnheiten oder einzelne
Begebnisse u. s. w. u. s. w. zur allgemeinen Kenntniss zu bringen.
Jeder Entomologe und Entomophile ist eingeladen, diese Spalte zu bereichern! schaft durch Mittheilung von Thatsachen wichtige Dienste erwiesen,
Ein „Briefkasten“ soll den Abonnenten in fachlichen An- gelegenheiten kostenlos Rath ertheilen.
Endlich vermittelt eine Fülle von Anzeigen Verkauf und Kauf Tausch und jederlei Verkehr unter den Sammlern aller Länder.
So hoffen wir denn, dass der „Insekten-Börse‘“, dem ältesten und billigsten aller jetzt bestehenden populär gehaltenen ento- mologischen Zeitungen, dem einzigen jetzt existirenden der Entomo- logie gewidmeten Wochenblatt, nach wie vor das Wohlwollen der Sammlerwelt nicht fehlen wird. Möge Jeder, dem die Insekten- kunde am Herzen liegt, sein Theil dazu beitragen, diese zu fördern, indem er die „Insekten-Börse‘“ fördert durch Abonne- ment, Weiterempfehlung, durch Benutzung des Inseratentheils und durch Mitarbeit.
Börsen bericht. (Nachdruck verboten.)
Seiner Tagschmetterlingslistte bat Wilhelm Neuburger- Berlin S. 42 nunmehr das Preisverzeichniss verkäuflicher Noctuae und Geometrae der paläarktischen Fauna folgen lassen. Es enthält eine ganze Anzahl besserer Sachen und wird deshalb auch vor- geschritteneren Sammlern einsehenswerth erscheinen. Die Neuburger’-. schen Listen haben den Vorzug, dass der Satz des Druckes nicht zusammengepresst, sondern mit dem für das Auge erwünschten „Spatium“ ausgestattet ist und dass die Thiere in Familien einge- theilt sind. Dies Letztere und der Umstand, dass die Species sämmtlich mit den Autornamen versehen sind, wie solches früher allgemein üblich war, zeigt das Bestreben der Neuzeit, das Schmetterlingssammeln wieder etwas wissenschaftlicher anzuhauchen, was bekanntlich durchaus nichts schaden kann. eine recht hübsche Anzahl nordamerikanischer und mexikanischer lebender Puppen ausgeboten.
Anlässlich des Jahreswechsels bringt sich die alte berühmte Firma Ross Ltd., Manufacturing Opticians, London W,, 111, New Bondstreet, durch Versendung von Prospekten in Erinnerung. Wenn wir Deutschen, die wir in Zeiss-Jena und
anderen wissenschaftlich hervorragenden Instituten die besten Be- im Auslande, zu kaufen, tritt an den Specialisten doch hin und wieder das Be-,
zugsquellen besitzen, meist auch nicht nöthig kaben,
dürfniss nach dieser oder jener Verbesserung seiner Hilfsmittel heran und deshalb wird ihm das Studium dieser Kataloge von Ross immer von Nutzen sein.
Bereits die Monographen de Marseul und Baudi di Selve haben darauf hingewiesen, dass bei den Arten der Gattung Cantharis ein
Polychroismus vorkommt, insofern es verschiedenfach gefärbte oder angefärbte Halsschilder giebt. A. Fiori nimmt diesen Polychrois- mus jetzt ausschliesslich für die Weibchen in Beschlag und be- gründet dies in einem ausführlichen, in der Rivista italiana di Scienze naturali erschienenen Aufsatze an der Hand grösseren Materiales
von drei Species: Cantharis tristis F. mit den Aberrationen Q morio
Baudi und @ bicolor nom. nov., nigricans mit ab. © decolor n. n. und versicolor Baudi mit ab. Oo rufithorax n. n.
Die progressive Reduction der Variabilität und ihre Borelse zum Aussterben und zur Erstehung der Art betitelt sich eine 132 Seiten starke in Clausen’s Verlag zu Turin erschienene,: in italienischer Sprache abgefasste Arbeit Daniele Rosa’s.
Schon mancher ungelehrte Sammler hat der Wissen-
, Mittel gegen die Reblaus eingereicht.
Jahre eine Anzahl Congresse veranstaltet. essiren davon mehrere, wenigstens theilweise. ler Congres inter- dapest 1896, Lausanne 1898) wird vom. 13. bis 16. Juni 1900 tagen. Dabei referirt Pierre Viala über die Krankheiten pflanz- licher wie thierischer Art des Weinstockes; das Referat ist also in guten Händen. Vom 4. bis 7. Juni tagt der Congr&s international de Sylviculture (Waldkultur). Das Programm weist nur einen ento- mologischen Punkt auf: Vertilgung des Kiefernprocessionsspinners.
Dr. John B. Smith hat die Schildlausliteratur durch Bulletin 140 der New Jersey Agricultural Experiment Station um eine neuc, wenn auch eben nichts Neues enthaltende Arbeit, vermehrt. Er bespricht Mytilaspis pomorum, Chionaspis furfurus und Aspidiottus perniciosus.
Geh. Medicinalrath Prof. Dr. Dönitz ist von Frankfurt a. M. wieder nach Berlin versetzt und zum Vorsteher der Kranken- abtheilung am Institut für Infectionskrankheiten befördert worden.
Mit Bedauern hören wir von dem Hinscheiden des hoch-
|
‚| verdienten Dipterologen F. M. van der Wulp im Haag.
Verheissung.
Ich geizte mit der letzten Rose,
Der Schmelz des Sommers schwand dahin, Der Wiesen zarte Herbstzeitlose,
Ich pflückte sie mit ernstem Sinn, —
Sie ist das Zeichen, dass der Felder Goldgarben eingetragen sind,
Und dass der grüne Schmuck der Wälder Hernieder fällt im rauhen Wind.
Noch gab es sonnenhelle Tage, —
— Des Herbstes Regiment ist mild, — Noch zeigte sich in Forst und Hage Der Landschaft anmuthsvolles Bild, Noch gab es Früchte für den Armen, Der Brombeerstrauch stand übervoll, Und auch der Obstbaum aus E:barmen Bot dem Bedüıft’gen seinen Zul].
Noch huschte um's Gebälk der Scheunen Die Schwalb> mit gewandtem Flug,
Der Letzten Eine, wenn die kleinen Vögel bereit zum Wanderzug, —
Wenn sich im Dorf die Staare sammeln, Eh’ ihre Sclaar nach Süden kehrt,
Und ihre Dankesgrüsse stammeln
Den Fluren, die sie treu genährt!
— Züchter finden |
| |
Noch flog, dass sie an Blumen nippe, Am Rain Vanessa cardui,
Und mehr der Andern ihrer Sippe, Bunt, wie der Specht, die spät und früh Uns auf der Julifahrt begleiten
Und noch nicht scheiden mochten! Hängt Jeder an des Daseins Freuden Und schlürft sie bis zum kleinsten Rest.
Fest
Dann aber, als auch sie geschieden, — Martini, die Brumata-Zeit,
Nahm uns den schönen Waldesfrieden, Und auf den Jubel kam das Leid.
Der Frost, ein Dieb der schlimmsten Sorte, Beraubt die Au’n der letzten Pracht,
Der Stürme räuberische Horde
Fegt beutesuchend durch die Nacht.
„O Herr, der Du regierst das Leben
„In Flur und Hain, in Feld und Strom, ‚In Deine Hand sei es gegeben, == Schütz’ unsrer Wälder heil’gen Dom, —
„ Beschirme, die sich Dir vertraun, „Lass Deiner Gnade Born nicht enden, „Lass uns auf’s Neu’ den Frühling schau’ ni“
Es wird gescheh’'n! Die ew’ge Liebe, Sie ruft ıhn wieder an das Licht, Erwachen werden alle Triebe
In Veilchen und Vergissmeinnicht. Die Decke hebt sich, — es entsteigen Die bunten Falter ohne Zahl,
In vollem Glanze sich zu zeigen
In Frühlingsluft und Sonnenstrahl!
ee Morici hat der Kgl. Akademie zu Rom ein neues
Gelegentlich der Weltausstellung werden in Paris in ne . Uns An om inter-
national de viticulture (Paris 1889, Haag 1891, Brüssel 1895, Bu-
"Mit Deinen väterlichen Händen ie!
Ja, heut’ an des Jahrhunderts Grenze Seh’n wir voraus der Zukunft Glück: Der Vogel kehrt, es kehrt im Lenze
Die alte Herrlichkeit zurück!
Liegt auch der Wald, ins Herz getroffen, Leblos, vom Feinde übermannt, — Es kommt die Zeit, die wir erhoffen, - Max Fingerling.
e Wie Moses das gelobte Lani!
F et Tagebuchblätter.
ir Von H. Fruhstorfer.
h | (Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Nun eilte ich ch dem Michigan-See und liess mich auf die
Plattform des „Auditoriums“, ca. 18 oder 19 Stockwerke hoch, hisıaufbefördern. Der herrliche Rundblick auf den ungeheueren, klaren, hellgrünen See, welcher bei Chicago ca. 45 englische Meilen “breit ist, und die grandiose Umschau auf die Millionenstadt, ent- E: mich schnell für die erlebten Blutscenen. Hoch über den Strassen der Stadt erheben sich kühn und festgefügt die Dächer und Plattformen der Wolkenkratzer, als wollten © sie der Ewigkeit trotzen. Ueber ihren Schornsteinen kräuselte sich _ weisser Dampf in der heute ausnahmsweise klaren Luft, der den a natürlichem Gas ‚geheizten Maschinen entströmt. Dieses na- türliche Gas, welches sich in fast allen Petroleumlagern findet, wird aus weiter Ferne in Röhren nach Chicago geleitet. Gleich einem breiten, braunen Band lag die Hochbahn tief zu
3
r “den Füssen des Beschauers, während sich der Haupteomplex der
| Stadt in der nordsüdlichen Richtung erstreckt. Der Westen re- präsentirt, eine Ausnahme unter den Grossstädten, den ärmeren Stadttheil. In keiner europäischen Stadt würde eine solche An- jäufung von Schmutz entgegen allen Anforderungen der Hygiene _ gestattet sein. Das Pflaster von Chicago W. ist stellenweise ver- unken, zum Theil von Schlammpfützen bedeckt. Der trockene Theil der Strassen gleicht einem Unrathhaufen aus Pferdedünger, Ziegelsteinen, Holztrümmern, Blechbüchsen, Papierabiällen etc.
Und gerade hier wohnt die Mehrzahl der ca. 400 000 Deut- © schen, welche Chicago besiedeln, und unter ihnen etwa 80 000 Böhmen. mich zu einer befreundeten Familie, und war es interessant für
ea zu lernen, welche sich von unserer dadurch unterscheidet, auch die > mit Tapeten bekleidet ist und alle Zimmer
anz verschieden von unseren Gewohnheiten sind die Chica- 2? Apotheken, meist „Drugstore‘‘ genannt. In ihnen werden ar Medikamenten auch Cigarren. und Galauteriewaaren verkauft,
A > an elarben. Hinter dem Geschäft befindet sich ein „Parlour“,
h al 5—6 Aerzte ihre Sprechstunden abhalten. ber Name
Sonntag, 9. Ik,
Gegen Mittag. unternahm ich von Neuem eine Fahrt mit der ıbahn nach dem Süden der Stadt und stieg im Jackson Park, m Terrain der „World’s Fair“ aus. Im Park tummelten ah Riesen der hiesigen Falterwelt, Danais archippus, und ge- ich liess sich auch ein W issling blicken. Im Gegensatz zu uhe am Freitag schwirrte es heute von Radfahrern und dito , welche die günstigen Wege ausnutzen. Photographen mit 00 k’s (You press the bottom, we do the rest) und noch gefähr- heren Apparaten standen an allen Brücken, und im Grase, im en in- und ausländischer Bäume frühstückten kleine Gruppen
er Picknicker.
haftesten war die Auffahrt rings um den Pavillon der deutschen Ausstellung, welcher wegen der herrlichen ge am Ufer des Sees und seiner malerischen Bauart, ausser dem Museum, an einzige Gebäude blieb, das der Demolirung
Br,
ausenden S mellen sich hier die Räder, und stets ver- ' das bewegte Bild modernen Sports, wie es flotter
Von meiner luftigen Ze herabgestiegen, begab ich
ich, die äussere Einrichtung eines amerikanischen Bürgerhauses
Ichem der Reihe nach zu verschiedenen Stunden 2—3, ja
- aus.der Stadt“
meinem lieben schönen Brüssel, oder am Kurfürstendamm in Berlin beobachtet werden kann.
Den Rest des Nachmittages verbrachte ich wieder im Museum, um die auf der flaggengeschmückten Galerie des oberen Stnck- weıkes untergebrachte botanische Abtheilung und die gleichfalls dort befindliche Schädelsammlung zu betrachten. Interessant war mir auch eine Serie von Gypsmodellen von Insulanerköpfen aus dem pacifischen und malayischen Gebiet.
Mit einem Ueberblick der dem Andenken Columbus und der ersten Pioniere der ueuen Welt gewidmeten Karten, Bilder und Do- kumente schloss der Rundgang.
Um 8 Uhr verliess ich mit dem Nachtzug der Burlington- Bahn das ‚„Union-Depot“, wie der Hauptbahnhof hier genannt wird. Für den Schlafwagen hatte ich noch 10 Mk. nachzuzahlen.
Ich war froh, die Häusermasse Chicagos hinter mir zu haben. Durch Flachland ging es die ganze Nacht westwärts.
10. Juli.
Am frühen Morgen erblickten wir die trüben Fluthen des Missouri, welcher auf einer langen eisernen Brücke passirt wird, und gegen 9 Uhr war Omaha erreicht.
Omaha ist die Hauptstadt des Ackerbaustaates Nebraska und zählt ca. 150 000 Einwohner.
Nach einer kurzen Örientierungsfahrt in den lebhaften Strassen, trug mich ein elektrischer Car nach einer Anhöhe im Westen der Stadt. Von hier aus hatte ich einen prächtigen Blick auf den über eine halbe Meile breiten Missouri und dessen hügelige, mit spärlicher Baumvegetation bekleidete Ufer. Ein mit Holzbohlen belegter Fussweg führte thalwärts an kleinen Landhäuschen vorüber
‚und war von hohem, dichten Luzernengebüsch umsäumt, dessen ı weisse Blüthen die Luft mit süssem Wohlgeruch erfüllten.
Trotz dieser verlockenden Umgebung nur ein paar Fliegen, und von Schmetterlingen Pyr. cardui, welcher Erinnerungen an heimathliche Gefilde wachrief.
Aus diesen wurde ich durch ein deutsches: „So früh schon erweckt, welches sich zwei Frauen, die sich vor mir begegneten, zuriefen.
- So unbedeutend diese Episode auch erscheinen mag, so erfreute sie mich doch in dieser ländlichen Idylle im Herzen der neuen Welt, und der goldige Morgen erschien mir nun doppelt schön.
Der Weg führte später seitab über Wiesen und an Baum- gruppen vorbei, dem „River Side Park“. Colias philodice und der
„Ueberall und Nirgends“: Danais archippus tummelten sich an allen
Rändern, und als ich, einen Bachlauf verfolgend, einen schattigen ı Hohlweg erreichte, kamen einige grössere Argynnis angesegelt. Leider hielten sie sich in. unerreichbarer Höhe, ebenso wie ein riesiger Papilio rutulus. Vor mir im Gebüsch verkroch sich ein anaeaartiger, scheuer Vogel, welcher sich mit zusammengeklappten Flügeln auf die Unterseite der Zweige setzte. Es war die in Amerika überall häufige Grapta interrogationis. Einige Lycaeniden und ein mir unbekanntes, Phyciodes ähnliches Geschöpf geriethen noch ins Netz.
Als gegen Mittag die Sonne ehrlicher brannte, erschienen noch einige Apaturen, und als ich mich wieder der Stadt zuwandte, konnte ich gerade eine Seifenschale mit dem Fange des Vormittags füllen. Ein sehr dürftiges Resultat, aber in einem durch trockenes Klima bekannten Gebiete, in welchem der Baumwuchs erst durch Menschenhand vermehrt werden musste, nicht zu verwundern, um so mehr, als jedes Fleckchen Erde Spuren früherer Agricultur verräth.
Auf dem Heimwege gerieth ich noch in den Zoologischen Garten im Osten des „Parkes‘“, in dem einige zahme Büffel grasten. Zwei Bären in einem von stinkendem Schlamm umgebenen Käfig, ein paar Füchse, eine Wildkatze, sowie einige Raubvögel bildeten den übrigen Bestand.
Omaha selbst hat ausser dem Post-Office und dem Gerichts-
gebäude, welches eine Anhöhe krönt, keine Sehenswürdigkeit. Sie sind alle entsetzlich nüchtern, diese amerikanischen Städte. Nach einem einfachen, kräftigen Frühstück in einem Ausschank der
Brauerei „Schlitz“, deren Bier „Milwaukee berühmt macht‘, wie die Reklame besagt, ging es nach der „Greater America Exposition‘. Infolge der Gluthitze befanden sich kaum ein Dutzend Besucher in der Ausstellung. Die Baulichkeiten selbst sind pompös und aus Mimiery-Marmor aufgeführt, d. h. aus einem Holzbau n.it Stuck
im Bois du Boulogne, dem Bois du Cambre, nahe |und Kalkver kleisterung.
Zwischen den Gebäuden liegt der berühmte See, welcher auch der Berliner Gewerbeausstellung nicht fehlen durfte.
Die Exposition krankt an der chronischen Unfertigkeit aller Ausstellungen; im übrigen ist der Inhalt für einen Europäer höchst unbedeutend.
Schliesslich aber entdeckte ich in dem Sammelsurium von modernem Fabrikschund und Soda- und Eiswasserbutiken (Bier ist wie bei allen öffentlichen Veranstaltungen hier streng verpönt) doch etwas wirklich Sehenswerthes und zwar in der „Colonial- Abtheilung.“ Es war eine Sammlung von Vögeln der Philippinen und eine prächtige Collection von Land- und Seeschnecken eben- daher. Einige Glaskasten mit Ethnographica von Mindanao, und Photographien diverser Tagalenstämme formten den Schluss der „ersten amerikanischen Colonialausstellung‘“. Die naturgeschicht- lichen Objecte waren alle vorzüglich erhalten und mit Namen ver- sehen und von der „Menage Scientific-Expedition in the Philippine Islands“ zusammengebracht. Ueber die Menage’sche Reise hoffe ich in Washington noch etwas Näheres zu erfahren.
Bei allen Fahrten in der Stadt machte sich D. archippus be- merklich, ja er setzt sich sans göne sogar auf das Asphaltpflaster, um mit zusammengelegten Flügeln auszuruhen. In Amerika ist er Hausthier geworden und der Reisende wird durch seinen fort- währenden und immer stolzen Anblick zu dem Glauben verleitet, dass man nur ins Freie zu gehen brauche um ein paar Dutzend davon und von zahllosen anderen Faltern zu fangen, eine Täu- schung, welche, wie meine heutige Erfahrung zeigt, nicht allzu lange anhält.
11. Juli. ,
Der Abendexpresszug fuhr gegen !/,4 Uhr aus dem modern aber unbequem eingerichteten Bahnhof von Omaha und brauste durch Flachland, mit Maisfeldern bestanden, und an einsamen Far- men vorüber. Für das Bett hatte ich einen Zuschlag von 14 Mk. zu entrichten und musste trotzdem mit dem letzten noch freige- bliebenen Platz fürlieb nehmen. Es herrschte an allen Stationen ein solcher Zudrang von Reisenden, welche dem heissen Tiefland entwischen und das Gebirge erreichen wollten, dass wir in Denver mit zwei Stunden Verspätung ankamen. Als ich gegen 6 Uhr Morgens aufwachte, hatte sich die Gegend verändert. Statt der Getreide- und Maisfelder nur ein endloser Grasdistriet mit monoton braungrünen, in Büscheln zusammenstehenden Halmen. Die Bahn stieg unmerklich und durchfuhr weite Strecken unbewohnten Landes. Erst gegen 7 Uhr wurden einzelne einsam gelegene, einfache Holz- bauten, von Stacheldrahtzäunen umgeben, sichtbar und damit zu- gleich die Rocky-Mountains. Diese präsentirten sich als eine schein- bar wenig hohe, schwarzblaue Felsenkette von Schneefalten unter- brochen. In Denver herrschte trotz der frühen Morgenstunde eine Tropenhitze, welche in dem eigenthümlich gebauten Albany-Hotel doppelt fühlbar wurde. Im Hotel liegen die meisten Zimmer nach innen über einem von hohem Glasdach überwölbten Hofe, in den man von drei Gallerien aus, wie in einem Theater, hinabsehen konnte. Im Parterre befindet sich der Empfangsraum, ein Cigarren- lager, ein solches für Zeitungen, ein Tisch mit Remingtonschreib- maschine und mehrere Lederpolster-Sophas. Eine Treppe tiefer liegt der Waschraum, in welchem auch die Schuhe geputzt werden und im Keller sind ebenfalls Bade- und Barbierstuben untergebracht. Für 75 ct = 3 Mk. werden Herren- und Damenkleider aufgebügelt.
. Neben dem Empfangsbureau führte eine Thür zum Bar, der Trinkhalle. Ein grosser Raum mit 12 elektrisch beleuchteten Schreibpulten und grossem Tisch mit aufliegenden Zeitungen diente der Bequemlichkeit der Herren, während ein reich möblirter Salon mit eigenem Eingang für die Ladies reservirt ist.
(Fortsetzung folgt.)
Entoemologische Mittheilungen.
1) Gewinnung und Zubereitung der Maoka. Es ist bekannt, dass die Maoka, von den Ureinwohnern Süd-Amerikas Aduk- kuma, von den Holländern Palmiet-worm, von den Engländern Cabish-worm, von den Franzosen Ver du palmiste und von dem Naturwissenschaftler larva Calandra palmarum genannt, für das südliche Amerika, Surinam, Cayenne und Westindien einen wahren Leckerbissen bildet. Der Rüssler legt seine Eier in Palmenstämme, namentlich in die der Areka-Palme. Um ihm dieses Geschäft zu erleichtern, haut man die Bäume mit der Axt an, so dass er ohne
viele Hindernisse zum Marke gelangen kann. In das Mark werden | es enthält Alles, was ein Schmetterlingssammler wissen muss.
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die Eier gelegt, welche Larven ergeben, die sich binnen 6 Woch von der Grösse der Käsemade bis zu einer Länge von 2-3 Zoll entwickeln und dann Fingerdieke erreicht haben. Der Stamm wird dann gespalten und die schwarzköpfigen, fetten Larven hera gerommen; wird der rechte Zeitpunkt versäumt, dann geht d 1) Larve zur Verpuppung in die Erde. Hat man sie aber erwischt, so wird sie mit Leidensgenossen sogleich auf der Stelle zubereitet. _ Zu diesem Zwecke steckt man sie auf einen kleinen Holzspiess, bestreut sie, sobald sie am Feuer heiss werden, mit einer Mischung von geriebenem Brot, Salz, Pfeffer und Muskatnuss, wobei sich
infolge des ausschwitzenden Fettes eine schöne Kruste bildet, und
richtet sie, sobald sie völlig gar sind, mit einer Zitronen- und
Pomeranzen-Sauce an. Sie gleichen dann annähernd einem Klumpen
Kapaunfett, der mit einer dünnen Haut umhüllt ist und sollen vortrefflich schmecken, selbst dem Europäer, nachdem er den Wider- willen gegen die Maoka überwunden hat. Bisweilen dünstet man die Maokas auch mit Wein, etwas Gewürz, feinen Kräutern und Orangeschalen, und auch in dieser Zubereitung finden sie Beifall.
Die Neger auf Jamaika, San Dominge u. s. w. stellen sogar eine
Art Schmalz oder Butter daraus her, ein Präparat, das frisch nicht
übel schmecken soll, aber sehr schnell ranzig wird. RI
2) Schlaffsucht der Nonnenraupe. Unter den Nonnen- raupen, welche im verflossenen Sommer in den Kieferwaldungen | der Provinz Östpreussen verderblich auftraten, ist — wie zue- warten war — die Schlaffsucht ausgebrochen, dieselbe Krankheit, welche auch gelegentlich früherer Massenvermehrungen der Nonne besonders in Schlesien und Bayern sich gezeigt hat. Die Krank- heitserscheinung besteht darin, dass die halbwüchsigen oder älteren Nonnenraupen plötzlich aufhören zu fressen, an Stamm oder Nadel ruhig sitzend den Tod erwarten, oder von Unruhe getrieben die äussersten Zweige und höchsten Spitzen erklimmen, wo sie, oft massenhaft zusammen gedrängt, der „Wipfelkrankheit“ zum Opfer fallen. Nach dem Tode haften sie nur mit einem ihrer Hinter- beine fest, während der schlaff herabhängende Körper einem mit übelriechender Jauche gleicht. In dieser Janche finden sich zahl- reiche Bakterien, unter welchen man einen gewissen, beweglichen, kurzen, stabförmigen Bacillus als Krankheitserreger gefunden zu haben glaubte. Professor Eckstein-Eberswalde ist auf Grund neuer Untersuchungen zu der Ueberzeugung gekommen, dass jenen seit jeher als Schlaffsuchterreger angesehenen Bakterien nicht die in- fektiöse Kraft innewohnt, sondern dass die Mikroorganismen sekun- där auftreten, während andere Gebilde, „Körperchen“ genannt, welche man seither auch schon bei kranken Nonnenraupen fand, ihnen indess weniger Bedeutung beilegte, als Ursache der Krank- heit angesehen werden müssen. Diese „Körperchen“ sind identisch mit den Erregern der Pebrine, einer die Seidenraupe befallende Krankheit. Den Beweis hierfür zu erbringen, glückte Prof. Eckstein dadurch, dass er aus Italien und Frankreich pebrinekranke Eier des Seidenspinners bezog, sie zur Entwicklung brachte und mit den aus den erkrankten Raupen in Reinkulturen isolirten „Körper- chen“ Nonnenraupen infizirte. In den bald darauf unter typischen (8 Schlaffsuchtserscheinungen gestorbenen Raupen wurden wiederum
die Pebrinekörperchen nachgewiesen. X 38 5
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Briefkasten.
Herrn Lehrer $. in Z. — Das Aufweichen von Dütenfaltern beschreibt Prof. Standfuss in seinem Handbuch der paläarkt. Grossschmetterlinge (Jena, G. Fischer's Verlag) wie folgt (in excerpto!): die Thiere werden so auf feuch- ten Sand gesteckt, dass allein Thorax und Leib, nicht aber die Flügel selhst den Sand berühren. Bei sehr starkleibigen Arten ist es gut, deren Körper bis zu halber Höhe in den Sand zu betten. Der Sand soll nicht zu nass gemacht werden, nur stark zäh soll er sein, aber nicht dünnbreige. Um Schimmel zu vermeiden, streut man Naphthalin auf den Sand. Und die Schüssel wird mit einer Glasglocke überdeckt. — Die Probe, ob ein Thier genügend geweicht ist, wird so gemacht, dass man mit einer feinen Pincette | an den Vorderrand der Vorderflügel drückt; geben die Flügel leicht nach, so ist der Falter spannbar. Wird er zu früh präparirt, so verzieht er sich wieder. — Beim Spannen wähle man den Papierstreifen (Präparirbsand) nicht zu schmal, da ein breiter Streifen den Flügel weit fester bält und ein Zurückweichen besser verhindert. Aufgeweichte Falter werden auf Spannbrette zum Trocknen am besten etwa 12 Stunden einer Tempe von 35—40° R. ausgesetzt, doch ist dann der gesammte äussere Flü ganz besonders sorgfältig durch Glastafeln oder straffe Ueberstreifen zu So behandelte Thiere müssen schliesslich auf dem Brett noch Stunden vollkommen auskühlen, bevor sie abgenommen werden. — Wir w Ihnen übrigens dringend empfehlen, sich ‘dieses Handbuch zu kaufen
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Insekten -Börse erscheint jeden Donnerstag. Sämmtliche Postanstalten und Buchhandlungen nehmen Abonnements zum Preise von Mk. 1,50 pro Quartal entgegen; wo der Postbezug auf Hindernisse stösst, ist die „Insekten-Börse‘‘ direkt per Kreuzband durch die Expedition gegen Vergütung 3 des Portos von 40 Pfg. für las Inland und von 70 Pfr. für das Ausland pro Quartal zu beziehen.
Expedition und Redaction: Leipzig, Langestrasse 14.
Leipzig, Donnerstag, den I8. Januar 1900.
Gebuhren
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1%. Jahrgang.
utoren, welche ihre Arbeiten im „Börsenbericht‘‘ besprochen en wünschen, werden gebeten, die betr. Arbeiten an die on der „Insekten-Börse“ einzusenden. — Für die in den elnen, von den Verfassern namentlich unterzeichneten Auf- niedergelegten Ansichten übernimmt die Redaction. keine
o viel als möglich Fehler in den Bezeichnungen der Thiere iden, ersuchen wir die geehrten Herren Einsender von um recht deutliche Schreibweise derselben wie auch der 1 Die Expedition.
Inserate für die nächste Nummer der Insekten-Börse ten wir uns spätestens bis Dienstag früh jeder Woche. Die Expedition.
Börsenbericht.
(Nachdruck verboten.)
tdamerıkanischer Schmetterlinge bildetein 3200 Arten umfassendes ss nordamerikanischer Käfer, welche John D. Sherman jr. 9. 1554 New York City, N. Y., zu verkaufen hat.
ng von Insekten aus Cuba erbietet sich R. J. Crew, : O0. Cuba. |
or Kurzem berichteten wir eingehend über das Plankton der nd seine Bedeutung im Haushalte der Natur. Wer sich
ebiet weiter interes chi auf eine in J. Neumann’s Verlag
ımm erschienene Broc üre aufmerksam gemacht, betitelt: n und die praktisch verwendbaren Methoden der quanti- tsuchung der Fischnahrung. Verfasser ist Dr. E, Walter.
asser hat namentlich, mit Hülfe des Mikroskopes, auf photo- em Wege eine Reihe von Gruppenbildern hergestellt, durch ' sich der Laie einen Begriff vom Plankton zu machen
‚ist, El |
ıerikaner haben an der mysteriösen kissing bug nicht tn durch ihre Tages-Zeitungen läuft jetzt auch noch trangling bug, Würgwanze, welche man verdächtigt, ihre Opfer ı Hals zu stechen. Als solche ist eine harmlose Wasserwanze us griseus, von den Amerikanern bisher „water boatman“, aber weil sie im Juli in Massen vom elektrischen Lichte angelockt „electric light bug“ genannt, nunmehr zur Berühmtheit anst. Wie es mit der kissing bug „Humbug“ war (Vergl. torfers Tagebuchblätter), so erst recht mit der strangling bug.
‚haben bisher immer negative Resultate gezeitigt. erzielt wurde, war eine Missfärbung, ein krankhaftes Kleid. Kürzlich
Für alle Seuchen macht man jetzt die Fliegen verantwortlich Auch die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche legt ein Kieler Professor den Fliegen zur Last.
Die mannichfachen früheren Versuche, durch unnatürliche Fütterung der Raupen die Farben der Schmetterlinge zu verändern, Das einzige, was
hat die Eutomologin Dr. Gräfin M. von Linden in Bonn die Sache von Neuem, aber geschickter als frühere Experimentatoren in die Hand genommen. Sie giebt als Resultate etwa Folgendes an. Die Schmetterlingsraupen nehmen mit den verschiedensten Substanzen bestrichenes Futter gern an und gedeihen trotz ‘der Zuführung ziemlich grosser Dosen ihrem Organismus fremder Stoffe, ja sogar in ihrer Giftwirkung bekannter Mittel im allgemeinen sehr gut. Bisenalbuminat und Silberkasein regen beide die Fresslust an und beschleunigen das Wachsthum; mit ihnen wurden die grössten Falter erzielt. Als wirksamer Bestandtheil ist die in den Präparaten enthaltene Eiweissverbindung anzusehen. Kräftigere und glänzendere Farben erzeugte die Fütterung mit. Fisenalbuminat, Zucker, Lupulin. Heller gefärbte Thiere ergab Fütterung mit Blut, auffallende Verdunkelung der Grundfarbe trat bei (namentlich längerer) Fütterung mit Argonin und Morphium ein. Die als Raupen mit Morphiumlösung gefütterten, übrigens sehr klein gebliebenen, Falter zeigten grössere Beimischung von Roth. Auch die mit auf Nessel übertragenem alkoholisch-ätherischen Auszug von Capsicum gefütterten Raupen von Vanessa urticae sind ziemlich dunkel aus- gefallen. — Auch in der Zeichnung nimmt Gräfin von Linden Veränderungen wahr, wie Reduktion der schwarzen Flecke in den Seitenrandzellen, der blauen Randflecke und der gelben Schuppen im Seitenrand der Vorderflügel, weiter Verbreiterung des schwarzen Randes und Verdüsterung der Flügelspitze. Die Versuche sind noch nicht abgeschlossen.
Seinen Arbeiten über Oleriden hat Sigm. Schenkling eine neue hinzugefügt; sie handelt von malayischen Arten.
R. Ottolengui, 115 Madison avenue, New York City, bereitet eine Monographie der nordamerikanischen Plusien vor und bittet um Unterstützung durch Darleihung von Material und Mittheilungen.
„Laboratorium und Museum“ betitelt sich eine neue „drei- sprachliche Monatsschrift für wissenschaftliche Instrumente und für Naturalien“. Dieselbe erscheint in Berlin NW.
In der am 18. December v. J. stattgehabten öffentlichen Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschaften ist die Vertheilung der Preise für 1899 erfolgt. Von denselben interessiren mehrere uns Entomologen. Der Prix Savigny (975 Franken) wurde an Guillaume
Grandidier für seine Erforschung von Madagaskar verliehen, den Prix Petit d’Ormoy (sciences physiques) in der Föhe von 10 000 Franken erhielt Professor Alfred Giard für seine Gesammt- arbeit und den Prix Saintour M. Lecaillon für seine Studien über die Entwicklung von Käfern, namentlich der Chrysomeliden.
Der Lepidopterensammler M. C.. Stevenson in Salt Lake City, Utah, ist gestorben.
Entomologisches aus Australien. Von ©. Kalt-Reuleaux.
In den australischen Kolonien hat sich das Sammelinteresse für Lepidopteren, Coleopteren, ÖOrthopteren u. s. w. seit den achtziger Jahren in ganz hervorragender Weise gehoben, ja zu einer Höhe entwickelt, die man in Deutschland nicht ahnt, sonst würde man dem Tauschgeschäfte und dem Exporte von Centurien und grossen, zusammengestellten Sammlungen europäischer, insbesondere specifisch deutscher Arten grösseres Interesse schenken. Dieses letztere zu heben, in praktische Handelsanbahnung einzutreten, halte ich für eine wichtige Aufgabe von entomologischen Fach- zeitungen. Die Vermittelung des Austausches zwischen Liebhabern in verschiedenen Ländern und Erdtheilen, mag dieser Vertausch sich im Laufe der Zeit noch so lebhaft gestalten, wird und kann niemals die geschäftlichen Beziehungen der entomologischen Handels- welt beeinträchtigen, muss jene vielmehr entschieden fördern. Das
(Nachdruck verboten).
Angebot erregt erst die Nachfrage, wie es vorwiegend meistens im
deutschen Blumengeschäft der Fall war und wie wir es auch in den letzten Jalırzehnten in dem Geflügel- und Hundesport erfahren haben. Erst die Verbreitung der einschlägigen Zeitschriften in die weiteren Kreise des Volkes mit ihren zahllosen Kauf-, Verkauf- und Tauschgesuchen hat in alle Schichten der Bevölkerung zuerst Interesse und später Verständniss für die Zuchtbestrebungen hinein- getragen. Die Literatur für Briefmaıken und Münzkunde bewirkte ähnliche Erscheinungen, und daher erfreuen sich auch deren Press- organe der weitestgehenden Unterstützung der betreffenden Händler.
In Deutschland steht die entomrlogische Sammellust noch auf ver- hältnissmässig niedrigem Standpunkte*), obwohl sie entschieden vor-
theilh Bo Volkspuldums on wakı £ die Volkswirth- | Pa Silhafter ‚auf die Volksbuldung einwirkt, sogar auf di 'fieirbaren Missbrauch des geschenkten Vertrauens, redete aber nur
schaft einen segensreichen Einfluss ausübt, als der übrige Sammel- sport. Entomologen sind unter dem Volke der Denker aber wohl in der Hauptsache nur deshalb seltenere Erscheinungen, als es wünschenswerth dünkt, weil die Händler nicht zum Volke herab- gestiegen sind, auf dem Kothurn wissenschaftlicher Forschung und Saımmelweise verharrend, anstatt unablässig bestrebt zu sein, ihre Wissenskunde, ihren Zweig der Naturwissenschaft zu populari- siren. In dieser Beziehung trifft auck die Schule eine harte Schuld der Unterlassungssünde, die Lehrer regen blos in der Botanik den Sammeleifer der Zöglinge an, obschon gerade die Käferwelt tausend- fach reichere Einblicke in das Wesen der Natur gestattet und vor Allem die Beobachtungsgabe der Jugend schärft. Eine eingehendere Anleitung zur Beobachtung und Erforschung der so mannichfaltigen und in ihrem Einzelleben so interessanten Insektenwelt würde die Jugend ganz anders anmuthen, als das so allgemein beliebte Studium der für die jugendlichen Gemüther in ihrer äusseren Wesenbethätigung leblosen Pflanzenwelt. Soll doch selbst Lessing von letzterer in hypochondrischer Stimmung behauptet haben, sie langweile ihn mit ihrem beständigen Grün, sie könne ja doch zur Abwechslung auch einmal ein rothes Kleid tragen.
In Australien nimmt der Lehrerstand in dieser Beziehung einen anderen Standpunkt ein, sucht der heranwachsenden Gene- ration Interesse für die Natur vom Thierreich erst auf die dem unge- lernten Auge leblose Pflanzen- und Steinwelt zu führen. Die grosse und allgemein verbreitete Vorliebe für die Entomologie in Australien verdankt diesem Umstande wohl in erster Linie ihre Entstehung.
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Dr. George Eliott, der eifrigste Entomologe Sydneys, dessen Samm-
ı Rest den Motten zum Opfer gefallen, so schlecht war die Ver
auf die höhere Thierwelt, jene der fortgeschritteneren auf die In- sekten und erst jene der ältesten auf das Pflanzen- und Mineral- ‚reich. Ich will nun durchaus nicht behaupten, dass die Samm- $ lungen der Schüler selbst jene der älteren Generation durch- weg einen wissenschaftlichen Werth besitzen, aber es besteht das7 9 lebhafte Interesse zu sammeln und vor allen Dingen zu beobachten. Ausserdem ist es bei der Jugend Regel, Larven und Puppen Zu sammeln, diese aufzufüttern und zur vollen Entwicklung zu bringen. Zumeist erhält man dadurch tadellosere Exemplare der Lepidopteren,
als der Fänger ihrer habhaft zu werden vermag. In den oberen 3 Klassen der Grammar schools, wo die naturwissenschaftlichen Lehrer X durchweg passionirte Sammler sind und auch auf wissenschaftliche hi Klassifieirung der gesammelten Insekten und nach Möglichkeit auf Entwicklung derselben ab ovo etc. bestehen, trifft man sehr voll- i ständige Sammlungen der Lepidopteren und Coleopteren der einzelnen * Gebiete, wo die Schulen liegen, und jeder Zögling tritt die Doubletten x an die Klassensammlung ab, aus deren besten Exemplaren dann :
die Schulcollection zusammengestellt wird. Zwischen den einzelnen staatlichen und privaten Anstalten vermitteln die Naturlehrer den Austausch, so dass fast jede bessere Schule eine sehr reichhaltige Collection der australischen Insekten, auch der Hemipteren und Hymenopteren besitzt. Es ist nun Bestreben dieser Lehranstalten und in noch erweitertem Massstabe, der kolonialen Universitäten, theils durch Austausch, theils durch Ankauf aus den jährlich zu diesem Zwecke bewilligten, sehr umfangreichen Baarmitteln der Collection Artengenossen anderer Erdtheile anzugliedern. Man kauft theils ganze Serien einzelner Länder, theils einzelne Exem- plare, jedoch weniger Zuchtmaterial. Letzteres ist bisher durch- weg im schlechten Zustande angelangt; auch waren mit den direk- i ten Bezügen vom europäischen Festlande, von Asien und Südamerika weder die privaten Sammler noch die Körperschaften zufrieden.
lung von australischen Lepidopteren und Coleopteren auf 40.00 £ geschätzt wird, hatte z. B. in Berlin deutsche Schmetterlinge, präpar. Raupen und lebende Puppen im Werthe von 320 £ beordert und Vorausbezahlung durch Cheque auf Deutsche Bank geleistet. 70 Pro- zent der eingetroffenen Exemplare waren minderwerthig und der
packung. Der ‚Australian Entomologist“ besprach diesen unquali-
von „German‘‘ Traders und brachte dadurch den gesammten deut- ' schen entomologischen Handel in Misskredit. Thatsache ist es, dass der Australier alle ausländischen Insekten lieber von London als von dem Ursprungslande bezieht, ungeachtet der erhöhten Kosten, Der englische Händler fordert einen anständigen Preis, liefert aber nur fehlerfreie Sachen in bester Verpackung, so dass der Besteller mit Zuversicht der Sendung entgegensehen kann. Geld spielt in Australien eben nicht die grosse Rolle wie in Deutschland, wo vielfach auf Entomologen die Worte des Frebonius zu Unkel Bräsig in Fritz Reuter’s „Abenteuer des Entspekter Bräsig“ passen: „Eur ganzes bedrängtes Verhältniss stammt sich aus Eurem baaren Geldmangel. Glaubt mich das zu! Ein Mensch ohne Geld ist wie ein Schiff ohne Ballast.“ Der Engländer kennt diese Landesverhältnisse und trägt ihm Rechnung. Der Deutsche hält das Schlechteste erst gut genug für das überseeische Ausland, i schätzt einen augenblicklichen kleinen Vortheil höher als den Ge- winn, der erspriesslichen, langjährigen Handelsverbindungen ent- springt.
Wenn also der deutsche Händler oder Sammler mit austra- lischen Entomologen in Verbindung tritt, so beachte er stets das Sprichwort: „honesty is the best policy!“ Sein Korrespondent bei unseren Gegenfüsslern wird ihm stets genau angeben, was er wünscht, welche Arten und in welcher Qualität er diese beziehen möchte Diesen Instruktionen muss man sich mit peinlichster Genauigkeit anpassen, braucht aber den Preis nicht herunter zu schrauben. Die Verpackung erfordert die grösste Aufmerksamkeit, denn pracht-
An Sonnabenden fällt in Australien der Schulunterricht in allen Lehranstalten aus und diese Freizeit benutzt die Schülerschaft in der Regel, um unter Führung der Lehrer Ausflüge in die noch jungfräuliche Urwaldnatur der Nachbarschaft zu machen. Die Lehrer lenken dabei die Aufmerksamkeit der jüngeren Zöglinge fast nur
*) 2 D. Red. — Es dürfte dieser, wie mancher andere Satz des Auf- satzes unsere Leser befremden, jedenfalls ist es aber von Interesse, zu er- fahren, wie man im fünften Hrdtheile über Deutschlands Händler und Sammler denkt, weshalb wir dem Artikel ohne jede Kürzung Raum gaben.
volle Exemplare können durch den Temperaturwechsel beim Passiren N: des Aequators und nachher durch das Eindringen von Raupen und anderen schädlichen Insekten vernichtet oder doch entwerthet werden. | Ausserdem büssen Collectionen, die in alten unsaubern Kasten ver‘ | schifft werden, bedeutend an Schönheitseffekt beim Auspacken ein, beleidigen theilweise sogar das Kennerauge. Bei jedem Versandt | achte man darauf, nur neue Packungen zu verwenden, auf der eg innerer Zinkbekleidung die Korkplatten. vermittelst Schrauben be- j festigt sind. Die Kampferkonservirung kann nicht stark genug sein.
1: 2 Ri letzter Zeit ist die Anlegung von Lepidopterensammlungen
unter der Plutokratie der Grossgrundbesitzer Mode geworden, und, wenn diese Pfundmillionäre bei der Wahl der Exemplare dem de- a korativen Momente einen etwas ungebührenden Spielraum gewähren, so muss man die Worte Macaulay’s bedenken, dass Fleiss und Ge- 'schmack an geistigen Genüssen bei Männern, die sich ein müssiges Leben gestatten können und manchen Zerstreuungen ausgesetzt ' sind, besonders achtungswertä wären. Einmal wöchentlich treffen ‚mehrere Sammler eines Geleites auf einer Züchterei einander, wozu Be häufig ein Ritt von 30-50 km erforderlich ist, und streifen dann y ‚mit Netz, Büchse und Astschüttler das Gelände nach Larven, Raupen " und Käfern ab, und nach Beendigung des Diners um 8 Uhr Abends F beginnt dann Ne Licht der Blendlaterne die Jagd auf Nachtfalter. _ Alle zum Sammlerwerke benöthigten Geräthschaften, Kasten, FR. Nadeln u. s. f. bezieht man nur von den Firmen Eliott Bros. und The American Novelty Company zu Sydney, Mac Brair Bros zu Brisbane und John Sands & Co. zu Melbourne. Ein grosser Bruch- F2 'theil des Materials soll deutscher Herkunft sein, gelangt aber blos
Hier thut in national-
= über London in den australischen Handel.
_ wirthschaftlichem Interesse Abhilfe Noth. Wenn nun deutsche Händler und Sammler mit australischen - Interessenten in Verbindung treten wollen, so ist die obenerwähnte Beobachtung der Versandtrücksichten eine conditio sine qua non, dann aber muss man sich eben auch gegen Uebervortheilung oder FE Ausbeutung seitens unserer Gegenfüssler sichern, indem man vor- erst Eıkundigung bei dem deutschen Consulate. in den Colonial- 4 hauptstädten über die Correspondenten einzieht und bei direkten " Bestellungen von Belang Accreditive bei einer deutschen Bank ver- langt. Sammler in Australien sind übrigens nur allzu geneigt, 5 _ Ansichtssendungen gegen Tausch zu machen, trotz der so häufigen bitteren Erfahrungen. Nach meinen, während eines zehnjährigen _ Aufenthaltes in Australien als Entomologe gewonnen Erfahrungen _ bietet ein Tausch- oder Handelsverkehr mit den Antipoden die | besten Aussichten, und „wer muthig will, der hat die Welt ge- R onnen!*
ER
_ Eine Aberration von Trachea atriplieis.
3 Herr Bischof, hier, erbeutete im nunmehr verflossenen Jahre 9 hier im Wildpark am Köder eine interessante Aberration von chea atriplieis. Bei diesem Stücke fehlt der bei normalen
| röthlich - gelbe Splitterstrich vollständig. Die Oberflügel nd also in ihrer ganzen Ausdehnung moosgrün, mit den sonst 'h vorhandenen violetten Querlinien.
Der Schmetterling hat durch das Fehlen des charakteristischen, langen, weisslichen Fleckes ein fremdartiges Aussehen.
Karlsruhe i. B,, 3. 1. 1900. H. Gauckler.
Tagebuchblätter. Von H. Fruhstorfer. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.)
Zeit genug, um alle diese mir neuen Erscheinungen zu be- bachten, liess mir mein Grauthier, welches durch kein Kunststück bewegen war, den gewohnten Eselstritt zu verändern und in zu fallen. In Silverplume nahm es an allem Anstoss und ite mich durch häufiges Stillstehen, ja selbst durch eine von nem Arbeiter nach ihm geworfene Latte war es nicht zum Aus- reifen zu bringen. Ich war nur froh, dass ich von keinem der hner, welche eben aus dem Federn krochen, gehänselt wurde. nn hätte ich mich mit meinem Faulthier nicht sehen lassen
aus einem bunten Geflecht bestehend, unserem modernen ln nicht entsprach. Hier im wilden Westen kennt man
ie Mitmenschen; jeder sagt: „Help yourself“,
_ Der Weg, welcher so breit angelegt war, dass eben ein Wagen ren konnte, führte mich‘ ‚ausserhalb der Stadt an einigen ver-
ge ü ‚dessen Wasser rauschend und schäumend durch die Mi Isohle hi ndurch tobten,
a)
'der hiess es nur:
Bald verlor sich der Weg in einem lichten Wäldchen von mir unbekannten, schmucken Coniferen und Zitterpappeln. Von Lepidopteren zeigten sich hier auch die ersten Spuren, eine scheue Melitaea und ein paar Weisslinge. Einige Bergleute, die zu Pferd ihre fern abgelegene Arbeitsstätte erreichen wollten, trabten an mir vorüber und ihre umgehängten Frühstücksbehälter blinkten in der Sonne. Auch begegneten mir einige Karren mit Holz beladen. Sonst war die Landschaft sehr einsam, kein Vogelgesang und nicht einmal das Zirpen der Grillen, welches unsere heimathlichen Fluren belebt. Der Weg stieg allmählich und wurde immer pittoresker. Steile Felswände traten heran und auch die Flora wurde inter- essanter. Johannisbeersträucher und Weiden bildeten das lichte Gebüsch, über das dunkelgrüne Pinien emporragten. Die wunder- volle, beinahe handgrosse weisse Blüthe einer Anemone, und dunkel- blauer Salbei schmückten im Verein mit süssduftenden Potentilla die Abhänge.
Gegen 10 Uhr kam ich nach Graymont, einem armseligen Dorfe, welches früher Eisenbahnstation war, aber aus Mangel an Verkehr verlassen wurde.
Hohe, schneebedeckte Berge überragten jetzt das Thal. Mein Pfad führte bergaufwärts.” Ich befand mich nun schon auf ca. 9800 Fuss Höhe und die Vegetation nahm einen immer lieblicheren und zugleich bunteren Character an. Ein grossblumiger, lilafarbiger Rittersporn war recht zahlreich neben den tiefgelben Köpfen einer Arnica, und carminrothe und gelbe Köpfe einer Art Läusekraut sprossten aus dem saftigen Grün hervor. Gelegentlich liess sich eine Anthocharis auf den Blumen nieder, eine scheue hellblaue Lycaenide flatterte darüber hin. Verwundert war ich über den Mangel an Orthopteren, welche anscheinend Regionen über 5000 oder 6000 Fuss nicht lieben. Gegen 11 Uhr umfing mich lichter Wald, aus hochstämmigen Pinien zusammengesetzt, und das Panorama nahm jetzt Hochgebirgscharacter an. Nach Osten zu erhob sich die schwarze Gesteinmasse des ca. 14300 Fuss hohen Torrey’s Peak, dessen Falten mit blinkenden Schneestreifen bedeckt waren, und neben ihm ein anderer Bergriese, welcher aber bis zur Kuppe hell- grün gepolstert erschien. Versteckt unter den Coniferen lagen verstreute Hütten emsiger Sillbersucher, welche das Gebirge bis nahe an den Gipfel angebohrt und mit weissen Schuttmassen ge- fleckt hatten. Nachdem ich etwa um 12 Uhr den Wald verlassen hatte, betrat ich eine Lichtung und erblickte nun ein neues gross- artiges Bild. Gegen Osten der breite Rücken des Gray’s Peak, mein ersehntes Reiseziel, dessen Schneefelder sich tief in’s Thal senkten, und nach Westen ca. 12000 Fuss hohe, öde kahle Wände ohne jede Spur von Vegetation. Vor mir lagen einige Blockhäuser, Minern zugehörig, die auch den Schrecken dieser Wildniss trotzen, und selbst das Dach des Gebirges angebohrt haben. In einer der Hütten, welche ich betrat, weil es zu hageln anfing, bat ich um die Erlaubniss, mein Reitthier zurücklassen zu dürfen, und „Jack“ wurde ohne weiteres an einen Baumstrunk angebunden. Nach einem eiligen Frühstück fragte ich meinen Wirtz nach dem Weg
|zum Gipfel des Mount Gray oder Gray’s Peak, wie er gewöhnlich
genannt wird. Er meinte, ich sollte mich nur etwas rechts halten und sonst immer gerade aus, aber es wäre ein „terrible trail“. Wenn dies ein wetterfester Bergminer sagt, muss es in der That eine schaurige Tour sein, aber ohne mich lange zu besinnen, eilte ich vorwärts!
In einer der Hütten unter der höchsten Mine, West Argentine genannt, versuchte ich nochmals Auskunft zu bekommen, aber wie- Gehen Sie über den Fluss und dann können Sie entweder dorthin oder hierher gehen. Ich setzte nun, von Stein zu Stein springend, über den rauschenden Bach, und gelangte in ein hochalpines Gebiet, das man am besten mit einem Moor vergleicht. Ringsum kriechende Weiden und eine Art struppiger Heidelbeere, und gelegentlich latschenartige, ebenfalls kriechende Coniferen, dazwischen Sumpf und üppige Grasflächen. Etwa eine Stunde irrte ich durch diese Einöde, ohne eine Spur von einem Pfade zu entdecken, wurde aber für die Mühsale des Umherstolperns durch den Fang einer Erebia entschädigt, welche so eilig dahin- zitterte, dass ich während des Fluges ihre rothen Vorderflügelmakeln nicht sehen konnte, sondern mir der ganze Falter schwarz vorkam, Eine roth und gelbe Melitaea, welche eilig dahinschoss, entging mir leider, dagegen fing ich wieder einige scheue Lycaeniden, die einer vor zwei Jahren auf dem Penegall in Tirol beobachteten Art nahe- kommt. Ich gerieth nun in Schneefelder, welche ich zu umgehen versuchte, und hatte zahlreiche, diesen entströmende Flüsschen zu
my
passiren. Eine weissblumige Ranunculacee und eine prächtige, rothblühende Primula erfreuten :mich für das Herumpatschen im Wasser, und als ich einen der vielen herumliegenden flechten- bedeckten Steine umdrehte, gewahrte ich einen schwarzen ÜOarabus.
Hocherfreut über diesen Fund, vergass ich alle Vorsicht, stürmte |
mit frischem Muth vorwärts und gerieth nun an zwei Miniatur- Beergseen mit dunkelgrünem Wasser, an deren Ufer ein mir: in seinen Bewegungen unbekanzier gelber Falter mit einem zweiten grauen kämpfte. Ich schlug zu und erwischte den gelben, welcher sich als eine pikfeine, dunkelorange Colias mit breitem, schwarzen Rande entpuppte. Das Umdrehen von Hunderten von Steinen brachte mir noch ein Pärchen Carabus, ferner fing ich etwa ein
Rücken. Gelegentlich krümmte sich noch ein Scolopender, oder eine graue Erdspinne verkroch sich in ihrer Höhle, wenn ich einen
Ameisenkolonien ausgenommen.
Des Suchens deshalb bald müde, bemühte ich mich nun, die
Spuren eines Weges zu finden. Ueber eine mit Steinen durchsetzte, von den Schneefeldern herabströmende, "breite, stellenweise mit Ge- strüpp überwachsene Wassermasse hinwegpatschend, entdeckte ich solche endlich auf einer Anhöhe. Es ging sofort steil bergauf, das Steingeröll nahm zu und die Strauchvegetation blieb zurück. Da- gegen erschienen jetzt echte Alpenpflanzen, welche aus der Stein- wüste hervorlugten, Steinbrech, Alpenklee, Zwergranunkeln, Primeln und eine Anzahl mir gänzlich unbekannter Blüthen in lila, blau, roth und weiss.
Ueber Hunderttausende von scharfkantigen Steinbrocken ging’s nun hinweg. Rechts von mir den wildaufragenden Torrey’s Peak mit langen Schneefalten und einem kleinen Sturzbächlein, und über mir die ‚graue, steile, grausame Steinmasse des Mount Gray. Der Silberbergmann sollte Recht bekommen, es war ein schauerlicher Aufstieg über das unter meinen Tritten hinwegrollende Gestein; welches da, wo es fest lag, den Fuss verwundete und meine vor- züglichen, in Norwegen gekauften Bergschuhe zerschnitt und zer- franste. Aber selbst diese Folterqualen erschienen mir erträglich ; denn über den süssduftenden Pflänzchen summten gelegentlich prächtig gelb und orange behaarte Bombiden, welche eine leichte Beute wurden. Aergerlich und neugierig zugleich betrachtete mich ‘ein aus seiner Einsamkeit aufgescheuchtes, rattenähnliches Erdnage- thierchen, und kleine Vögelchen, welche sich piepsend anlockten, nahmen selbst dieser Gegend das Gefühl der trostlosen Ver- lassenheit.
Gegen '/,4 Uhr umzog sich der Himmel mit düsteren Wolken und es fing an zu schneien. Ich war sehr besorgt, dass mir alle Aussicht abgeschnitten sein würde, stieg aber dennoch höher und hatte, nachdem ich nach einer weiteren Stunde dem Gipfel nahe kam, und noch einige glatte leichtgefrorene Schneemassen glücklich überschritten, die Freude, zu bemerken, dass ein flotter Wind die Wolkenmassen wegtrieb.
(Fortsetzung. folgt.)
Entomologische Mittheilungen.
1) Moskitos und Fieber. Eine deutsche chemische Fabrik brachte vor etwa Jahresfrist gegen die lästige Moskitoplage in den Tropen ein Präparat (versuchsweise) in den Handel. Dasselbe besteht aus einer Verdunstungsflüssigkeit und einer Salbe, die beide in allen wichtigen Staaten durch Patente geschützt sind. Zu der Verdunstungsflüssigkeit wird ein Verdampftöpfchen geliefert, welches eine ausgehöhlte Glühkohle von nebenstehender Form aufnimmt: Euren Sind Moskitos, Stechflügler, überhaupt Kerfe, also
auch Termiten, in geschlossene Räume eingedrungen, so hat man diese Kohle unten anzuzünden, in das Verdampftöpfchen zu stellen und die Verdunstungsflüssigkeit, das unter der Schutzmarke Matamoskin vertriebene Präparat, in den hohlen Raum einzugiessen. Die Wirkung ist eine augenblickliche. Alles Ungeziefer, welches sich im Zimmer, in den Fugen der
Wände u. s. w. befindet, beginnt, sofern es einen Ausweg findet, zu flüchten oder es geht zu Grunde.
Der grosse Vorzug des Matamoskins ist der, dass das Mittel Menschen und warmblütigen Säugethieren nicht schadet, sondern im Gegentheil auch parasitäre Keime tödtet, so dass an Lungen- und Rachenaffektionen Leidende dasselbe kräftig einathmen sollten. '
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20
gelben Fiebers, von Dr. Desider Stapler in S. Paolo, Brasilien
erregt, wie geschrieben zu dem obigen Thema erscheint. Dutzend Harpalus und Anchomenus, beide schwarz mit braunem | | schreibt Dr. Stapler, dass alle Infektionen ihren Weg durch die Haut nehmen. Stein hochhob, sonst leider keine Spur von Insektenleben, zahlreiche
'schaftlicher Seite behaurtet wird, ‘so bleibt doch die Infektion
—
die etwa eine halbe Minute nach dem Auftragen auf die verletzte Hautstelle eine eisigkühlende Wirkung äussert und etwa in Haut- risse eingedrungene Giftkeime sofort abtödtet. Der letztere Umstand wird namentlich den Tropensammler interessieren und er wird das Mittel als eisernen Bestand mit sich führen. a
Wir betonen dies, weil eine Sonderschrift: Zur Antiologie des
(Separatabdruck aus der „Wiener medizinischen Wochenschrift‘‘) über die grössere Infektionshäufigkeit des gelben Fiebars nach Sonnen- untergang, welche die Aufmerksamkeit der medizinischen Welt
Vielleicht wird es in nächster Zeit nachzuweisen gelingen,
Ob die Krankheitskeime nun durch kleine, bereits # vorhandene Wunden, oder solche, die gesetzt werden, wie z.B. Stich und Biss der Insekten, eindringen, rückt ebenfalls der näheren % Entscheidung heran. Es waren wohl zuerst englische Aerzte, die in den indischen Kolonien sich mit der Frage der Infektionswege der Malaria beschäftigten. Sie fanden, dass die Moskitos, die in den Sümpfen ihre Brutstätten haben, dort das Licht der Welt E erblicken, aber dort auch zu Grunde gehen, die Krankheit ver- breiten. Die Moskitos, die sich mit plasmodienhaltigem Blute Fieberkranker vollsaugen und ‚dann sterben, tragen somit zu colossaler Vermehrung der Plasmodien in den Sümpfen bei. Die dort ausschlüpfende Mückenbrut infieirt dann durch Stich die e Menschen. ro
Ist nun diese Moskitotheorie richtig, so kann man es leicht erklären, weshalb in den Fiebergegenden Italiens, in den Niederungen der Tiber, der Sonnenuntergang mit nahezu sicherer Malariainfektion gleichbedeutend ist. Da die Moskitos namentlich bei Sonnenunter- gang ihre feuchten Schlupfwinkel verlassen,.werden sie gerade um diese Zeit die Vorübergehenden überfallen und infieiren.
Es ist diese Erklärung viel wahrscheinlicher als die Annahme einer Infektion durch Einathmung der ‚Fieberluft“. Wenn die Krankheitskeime wirklich in der Luft lägen, würden die Winde sie doch über weite Länderstrecken verbreiten, wie wir es bei den Influenzaepidemien sehen. Dies ist aber nicht der Fall; wir wissen vielmehr, dass die Malaria stets nur auf kleine Fieberdistrikte beschränkt bleibt. | | $;
So Dr. Stapler. Ist nur eine entfernte Möglichkeit vorhanden, dass seine Theorie richtig ist, so bietet das von der chemischen Fabrik Reinal in Güsten (Anhalt) fabrieirte Präparat geradezu ein ; Versicherungsmittel gegen die Gefahren der Malaria und durch Controlversuche wird namentlich der Hospitalarzt in den Tropen an der Hand des neuen Mittels feststellen können, wie weit Stapler’s Theorie begründet ist. i
Trifft aber die Theorie der Uebertragung durch Moskitos nicht in dem Umfange zu, wie es verschiedentlich von autoritärer wissen-
durch sonstige Fieberkeime bestehen, und da ist von grösster Tragweite, dass das Moskitomittel der chemischen Fabrik Reinal diese Keime in wenigen Minuten abtödtet und jedes Schlafzimmer für eine Nacht keimfrei macht. IH Das Mittel wird in Kistchen verkauft, welche enthalten: ein L Verdampftöpfehen, 2 Dutzend Glühkohlen, eine Flasche (100 8). Moskitin, 2 Dosen Salbe und im Einzelkauf 5,50 .% kosten. F RR
2) Die Reblaus im Kanton Waadt. Das verflossene Jahr
war im Kanton Waadt der Entwickelung der Reblaus, wahrsch ein lich infolge der hohen Temperaturverhältnisse, sehr günstig. Die mit grosser Genauigkeit betriebenen Nachsuchungen der m Behörden führten zu der Zerstörung von infieirten Weinbergen mit einem Areal von 11 Hektaren, welche nunmehr während einer Periode von 3 Jahren nicht mit Reben bepflanzt werden dürfen Seit dem ersten bemerkbaren Auftreten der Reblaus im Jahre 1886 sind bis heute 34 Hektare Weinberge ausgerottet und davon ' inzwischen 11 Hektare wieder angebaut worden, so dass sich ein Netto-Verminderung von 23 Hektaren ergiebt, das ist ka 1/, Procent der gesamten Rebenkultur des Kantons. Nach dis Resultaten wäre man geneigt zu glauben, dass das System | Bekämpfung sich ausgezeichnet bewährt hätte, allein die Zukunf erscheint in einem weniger rosigen Lichte in Anbetracht der
ar
aufhaltsamen Vermehrung der Infektionsstellen über die Gegend, die in der Entwickelung der Reblaus im laufenden
mr 2 | Ü | eine vielsagende Bestätigung erhielt. Die bisherige Taktik gegen die Reblaus- schloss die Anpflanzung der amerikanischen Rebe, ausser für bestimmte und beschränkte Versuche, gänzlich aus. Von dieser absoluten Methode soll nunmehr in den am, meisten mitgenommenen _ Gegenden (an der Grenze des Kantons Genf) durch die Erlaubniss grösserer Verwendung der amerikanischen Rebe mit einheimischen Pfröpflingen eine Ausnahme gemacht werden. Während jedoch in "Frankreich der ganze Wiederanbau der zerstörten Reben durch die "Beschädigten selbst erfolgte, wird im Waadt die Regierung selbst die amerikanischen Setzlinge den Privaten liefern und wie seither “so auch fernerhin die neuen Rebanlagen genau beaufsichtigen. Die 4 Bekämpfung der Reblaus bildet im Kanton Waadt ein wesentliches - Attribut des Staates und indem dieser durch gesetzliche Vorschriften - die individuelle Freiheit der Weinbergsbesitzer beschränkt, ist er auch genöthigt, ihnen Schadenersatz zu leisten für die Zerstörung der Reben und das Verbot der Wiederanpflanzung. Für diese _ Ausgaben besteht eine Versicherungskasse, zu welcher der Bund, der Kanton und die Interessenten beisteuern. Wenn aber die _ Reblaus ihre verheerende Thätigkeit nicht einstellt, dann liegt der _ Augenbliek der Unzulänglichkeit der Versicherungskasse nicht mehr fern, und es fragt sich, ob eine weitere Erhöhung der Versicherungs- _ Prämie und der Reblaus-Subventionen durchführbar ist. Schliesslich bleibt wohl nichts übrig, als es jedem Betheiligten zu überlassen, ge. Interessen zu vertkeidigen und die Intervention des Staates auf die blosse höhere Beaufsichtigung der Neuanpflanzungen zu beschränken. - BED
ee
ner] RER.
Nachrichten
aus dem
Berliner Entomolegischen Verein.
‚Sitzung vom 7. December 1899.
1 tzungen finden an jedem Donnerstag Abends 8!/, Uhr im Restaurant . Lin enhötel, Berlin NW., Kl. Kirchgasse 2/3 (Unter den Linden), statt. —
ı Theilen solcher, unter sachlichen Bemerkungen vor. Derselbe zeigt sodann die gynandromorphe Bildung einer Chlo- ‚pe vacuna Gdt. aus Paraguay. Wegen des geschlechtlichen Dimor- smus der Art ist der betreffende Zwitter besonders auffallend und werth- oll. Die rechte Seite ist normal männlich ausgebildet. Die orangegelbe _ Fleckenbinde des Vorderflügels, die auch bei normalen Stücken an Aus- ehnung und Intensität varürt, ist etwas trübe und schmal, die Grundfarbe in normales, etwas changirendes dunkles Violettblau. Die linke Seite ist ich, übertrifft die rechte an Grösse, ist ihrer Natur nach sanfter ge- ıdet und trägt auf brauner, stumpfer Grundfarbe in dem Vorderflügel die Ibliche Binde des typischen ©. Der Hinterflügel ist ebenfalls vor- i d weiblich, nur im unteren Theile der Zelle erstreckt sich von der Wurzel aus ein schmaler, dunkelviolett gefärbter Strahl längs der Mediana ‚bis zum Aussenrand. Wenn das @ der Art an sich schon verhältnissmässig ‚seltener ist als der 4, so ist die vorliegende Zwitterbildung als ein ungemein erkenswerther Fall zu betrachten. Herr Rey setzt einige Aporia crataegi L. in Umlauf, von denen ännliches Exemplar dadurch auffällig ist, dass es in Folge schwarzer Scha rungen an den Ausläufen der Adern und dunkel angelegten Discocellu- aren der Vorderflügel den Eindruck eines Q macht, nur sind die Vorder- fügel nicht ganz so dicht beschuppt wie bei einem solchen. lerr G. I. Schulz lest die von ihm gezüchteten Bombyx populi ina Stgr., deren Puppen bez. Raupe er, wie vor einiger Zeit berichtet as-Grund aufgefunden hat, in zwei prächtigen Pärchen vor. Seinen
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Notizen über die Entwicklung ist zu entnehmen, dass am 23. Juli vier Puppen und eine Raupe; die sich kurz darauf verpuppte, gefunden wurden und dass von den erhaltenen vier Faltern ein Stück am 12. October, die anderen zwischen den 2. bis 12. November geschlüpft sind.
Herr Ziegler zeigt einige seltene Schmetterlinge und Aberrationen aus seiner Sammlung: eine Deilephila euphorbiae L. von sehr dunkelem Kolorit, ein zweites Stück sehr hell in der Farbe, bei dem die Mittelbinde der Hinterflügel fast verschwunden ist, es ähnelt der Art tithymali B.; im Vergleich hierzu: Deil. zygophylli Hb. aus Ost-Russland. Ferner Argynnis aglaia L., oberseits fast gänzlich melanistisch verfärbt, nur am Saum und an der Wurzel trübe bräunlich, ein weiteres Exemplar derseiben Art oberseits bis auf den schwärzlichen Saum typisch gefärbt, unterseits, wie auch das ersterwähnte Stück, mit zusammengeflossenen Silberflecken an der Hinterflügelbasis. Beide Stücke aus Waltueros b. Bergün. Ferner Melitaea didyma L. aus Krossen a. O., oberseits theilweise schwärzlich verdunkelt, unterseits in auffälligem Kontrast auf den Hinterflügeln fast weiss mit reducirten Diskalzeichnungen. Endlich ein Argynnis selene 8.V, mit zusammengeflossener Mittelbinde.
Herr G. L. Schulz berichtet über Zucht von Cidaria nobiliaria H.S., von welcher Art er in den Alpen Copula und Eiablage erzielt hat. Die Raupen, die in der Freiheit überwinteren, wurden mit Rosenblüthenblättern gefüttert. Einige Tage aus Anlass einer Reise ohne Pflege, hatte sich am Boden des Behälters zwischen den Blätterresten ein starker Schimmel ge- bildet, in dem sich die Raupen, die zum Theil schon erwachsen waren, sehr wohl befanden. Einige derselben sind nun ohne Veränderung ihrer sehr mässigen Pflege schon verpuppt und werden voraussichtlich noch im laufenden Monat den Falter ergeben; andere fressen noch fleissig.
Herr Rey setzt eine Anzahl exotischer Schmetterlinge mit auffälligem Saisondimorphismus in Umlauf, und zwar: Papilio bianor, Regenzeitform, grösser, robuster als Sommerform, Papilioxuthus und xuthulus China, Japan, Hypolymnas bolina L., im Wesentlichen Grössenunterschiede. Cynthia erota Fab. Assam, Trockenzeitform, sehr klein und hell gegen die intensivere und grosse Regenzeitform. Junonia lemonias L., Assam: Grössenkontrast. Junonia orithya L., derselbe Fall. Junonia ablites, Assam, die Regenzeitform grösser und lebhafter. Ixias evippe, Assam, Regenzeitform grösser, mehr schwarze Zeichnungsanlage im Apex und breiten schwarzen Saum der Hinterflügel, der bei der Sommerform fehlt. Melan. Leda L. und Ismene, letztere, die Trockenzeitform einfarbiger als erstere. Iphthima indicora, Assam, die Trockenzeitform durch den Mangel der Ocellen auf der Hinterflügelunterseite kenntlich. Micalesis mineus L. Assam, Regenzeitform mit grossen, gekernten Augen auf_den Vorderflügeln, die der Stammform fehlen. Endlich: Precis octavia natalensis Stgr. und Sesamus Trim., über welche in der Sitzung vom 23. Nov. die nöthigen Erläuterungen gegeben worden sind. Zur näheren Informirung über die Feststellungen der Artzusammengehörigkeit zeigt Herr Rey eine vom bri-
‚tischen Museum ausgegebene photographische Tafel mit den Abbildungen der
Marshall’schen Sammel- und Zuchtresultate von beiden Thieren. ;
Herr Stichel bemerkt dazu, dass die Zusammengehörigkeit dieser beiden äusserlich so verschiedenen Thiere bereits durch Trimen 1887 in „South African butterflies‘‘ publieirt worden ist, wie auch Poulton in Proc. Ent. Soc. 1898, p. 24, erwähnt. Trimen hat bereits Uebergänge von der blauen in die rothe Form gekannt und beide in copula beobachtet, es liegt hıer derselbe Fall vor, wie bei der westafrikanischen Prec. amestris Dr., die, wie Dewitz in der Berl. entom. Zeitschrift 1885, p. 142, veröffentlicht hat, auch in der blauen und rothen Form und in allen Uebergängen vor- handen. Dewitz war der Ausicht, dass die ihm vorliegende rothe Am est- ris-Form aus Centralafrika specifisch von P. octavia Cr. aus Sierra Leone verschieden sei. Beim Vergleich der Abbildungen möchte man aber zu der Ansicht neigen, dass es sich bei all diesen Thieren nur um Formen ein und derselben Art handelt. Als Type der Species müsste dann die am längsten beschriebene Form Octavia Cram. (Pap. ex. Il. t. 135 B. C., 1779) gelten. An der Westküste und in Centralafrika erscheint dieselbe auch als Octavia amestris Don., in Südafrika als Octavia sesamus Trim. und Octavia natalensis Stgr.
Herr Thieme, der dieser Erklärung beipflichtet, erweitert sie dahin, dass man im vorliegenden Falle von der Bezeichnung Saisondimorphismus im gebräuchlichen Sinne des Worts absehen müsste Der Saisondimorphismus bedingt eine zeitliche und figürliche Trennung der Variationsstufen, die hier nicht vorliegt, denn beide Formen, jeder der Lokalrassen, die blaue und die rothe, fliegen zu gewissen Zeiten neben einander, liefern alle Uebergänge und aus dem Gelege eines blauen Sesamus erzog Marshall rothe und blaue Nachkommen. St.
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Herausgabe von setbstständigen entomologischen Werken ıd den continentalen Mächten über. Ein solches ist die awaliensis; or the Zoology of the Sandwich Isles“, Von
hr avid Sharp herausgegebenen Buche sind 1899 enen. Vol. I behandelt die Hymenoptera aculeata
und hat R. C. L. Perkins und A. Forel zu Verfassern, in Vol. II bearbeitet Perkins allein die Orthoptera und Neuroptera.: Sieben Tafeln begleiten das 300 Seiten starke Werk. Das umfang-' reiche zu Grunde liegende Material ist von Perkins während mehrerer Jahre Aufenthaltes auf den interessanten Inseln zusammen- getragen worden. Verleger ist die Cambridge University Press.
Einen leider etwas kurz gefassten, in: seinen Einzelnheiten: recht beachtlichen Artikel hat Dr. S. Prowazek-Wienin der Naturw. Wochenschr. (XV. 2) veröffentlicht. Er betitelt sich: Zur Naturgeschichte des Rapserdflohes (Psylliodes chrysocephala). Prowazek beschreibt und bildet ab den Darmtractus und dessen Inhalt, zu dem auch als Schmarotzer kleine. zierliche Nematoden. gehören. Der Käfer ist an und für sich bei weitem nicht so ge- frässig, wie es beim ersten Anblick erscheinen würde; wurden mehrere, ordentlich angefressene Individuen abgesperrt gehalten, so vollzog sich bei ihnen die letzte Verdauung in etwa 36 Stunden, was durch Sektion einzelner Individuen festgestellt wurde. Die Anderen wurden sodann gefüttert, doch verzehrten sienach mehreren Stunden nur 1—1!/, mm Blattsubstanz.
Aus Vlotho wird mitgetheilt, dass die dortigen herrlichen Buchenwaldungen zur Zeit durch Chermes fagi, die Buchenwolllaus sehr gefährdet sind, nachdem sie vor zwei Jahren bereits die Nammer Forsten geschädigt hat. Die Forstverwaltung ist dabei, die befallenen Bäume zu fällen,
Tagebuehblätter.. Von H. Fruhstorfer. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.)
Um 1/,5 Uhr erreichte ich den Gipfel und hatte nun ein nie gesehenes Panorama von unendlicher Majestät vor mir. Der Blick überflog Tausende von engl, Quadratmeilen von schneebedeckten Bergen und das 5000 Fuss-Hochplateau von Denver mit seinen Prairien, über. welchen leichte Nebelmassen lagen.
Die blinkenden Gipfel (der sonst tiefblauschwarzen Rocky- Mountains erschienen fast alle gleich hoch und lassen sich mit einem Meere vergleichen, dessen Wellen erstarrt sind. Nur wenige menschliche Siedelungen waren zu entdecken, weil die grösseren Orte alle tief in den Schluchten versteckt liegen, und dies trug nur dazu bei, die Grossartigkeit und .Erhabenheit der Landschaft zu erhöhen,
Um 5 Uhr verliess ich mit schwerem Herzen dies Götterbild und stolperte bergwärts, Trotzdem ich in Folge der ungewohnten Anstrengung einer Ohnmacht nahe war, liess mir der Sammelteufel
keine Ruhe, und ich begann in der Nähe des breiten Schneewasser- flusses wieder Hunderte von Steinen zu wenden und erwischte noch zwei Caraben und wenige kleine, meist schwarze Läufer.
Ein klägliches Resultat in Anbetracht der aufgewandten Mühe, und
Herr Paul Born, dessen gewandte und anschaulichen Alpenberichte ich so gern lese, wird mich gewiss nicht beneiden, dagegen wohl verstehen!
Ich verfolgte nun den wirklichen, von Menschen und Pferden ausgetretenen Weg, welcher wegen der Schneeschmelze übrigens zum grössten Theil in einen Wasserlauf verwandelt war, und hatte dann noch drei grössere Schneefelder zu passiren, um am Ende auf Spuren einer weggeschwemmten Brücke zu stossen. Der Fluss war mir zum Durchwaten zu tief und reissend, und musste ich wieder bergwärts, bis ich eine steinige, zum Ueberspringen ge- eignete Stelle fand. Gegen 7 Uhr begann es in Strömen zu regnen, und ich war deshalb froh, in einer veriassenen Hütte Unterschlupf zu finden.
Kurz nach 7 Uhr traf ich wieder bei meinem Eselein ein, der mir einen Blick zuwarf, welcher wohl sagen sollte: Aha, jetzt geht die Rackerei wieder los.
In der Hütte selbst strahlte ein kleiner eiserner Ofen behag- liche Wärme aus, die meinen steifgefrorenen Fingern sehr gut be- kam, und in herzlichster Weise wurde mir warmes Tomaten- gemüse zu den mitgebrachten Eiern und Schinken vorgesetzt. Das war ein Mahl!
Das Faulthier war inzwischen gesattelt, und ich ritt nun voll Behagen, in einen langen Regen-Gummimantel gehüllt, den mir mein Wirth von Georgetown mitgegeben und auf den Esel gebunden hatte, in die vom Regen geklärte, geradezu paradiesische Abend- landschaft hinein. Der Mond diente mir als Laterne, und den Clear-Creek, aus dessen Quellen ich heute getrunken, tief unter mir rauschen hörend, folgte ich seinen Krümmungen thalwärts. Gegen 1/,9 Uhr war ich in Graymont. Regenwolken verhüllten wieder das Himmelszelt, ich fand aber die Strasse und bog in den Wald ein. Als ich an den oben erwähnten Felspartien vorüberritt, trat Luna wieder hervor und übergoss das pittoreske, wildroman- tische Thal mit ihrem Silberschein. Kein Laut drang aus dem Walde und gespenstergleich, fast lautlos ging es vorwärts.
Um 10 Uhr etwa blinkten die elektrischen Lichter von Silver- plume aus der dunklen Ferne und ersetzten den wieder verschwun- denen Mond. Im Städtchen selbst betrug. sich mein Jack sehr feige, scheute vor jeder Pfütze und jedem vorüberrieselnden Bächlein, und als nun gar eine Locomotive zu zischen und pfeifen anfing, wollte er wieder bergwärts und mich absetzen.
Er gewöhnte sich jedoch an die Schrecken der Civilisation, und als wir die letzten Erzmühlen und beleuchteten „Salons“ (Trink- häuser) des mir bei Nacht unendlich lang vorkommenden Städtchens hinter uns hatten, witterte er etwas wie Stallluft, und trabte un- gebeten fürbass.
Gegen !/,12 Uhr erschienen auch die Lichter von Georgetown, welches in einem tiefen Kessel eingebettet liegt, ringsum von hohen und steilen Bergwänden umgeben. Als wir näher kamen, blendete mich der aus der Tiefe heraufblitzende Lichterglanz dermassen, dass ich den Weg nicht mehr erkennen konnte und es vorzog, ab- zusteigen. Um 12 Uhr war ich wieder in meinem Hotel, und war somit 11 Stunden im Sattel und 7 zu Fuss. In dem stolzen Ge- fühl, einen der höchsten Berge Nordamerikas und der Rocky-Moun- tains bestiegen und die continentale Wasserscheide zwischen dem atlandischen und dem pacifischen Ocean überschritten, sowie in Montblanc-Höhe, auf 14500 Fuss Höhe, alle Freuden und Leiden eines glühenden Naturfreundes genossen zu haben, ergab ich mich einem erquickenden Schlummer.
16. Juli.
Der Vormittag galt dem Tagebuch, und um 245 verliess ich das friedliche Georgetown mit seinen im englischen Cottagestyl er- bauten Häuschen, unter welche sich auch einige Blockhäuser im Lederstrumpfstyl mischen, sowie ganz leichthin gebaute Wohnstätten, nur aus dünnen Bretterwänden bestehend.
Kinder boten in Pappschachteln kleine Collectionen von Erzen
an, den Reichthum der Umgebung an Eisen, Kupfer, Blei, Zink und Silber veranschaulichend. Der bis auf den letzten Platz gefüllte Zug war grösstentheils von Ausflüglern aus Denver besetzt, welche mit dem Morgenzuge nach Silverplume fuhren und jetzt zurück- kehrten, um die Wunder des Clear Creek Cannon anzustaunen.
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holen und die Flora der Schlucht bewundern zu können.
Sobald wir die Berge hinter uns hatten und die Ebene erreichten, änderte sich der Vegetationscharakter. Malvaceen mit fast Ha grossen weissen Blumen und rosenfarbene Schmetterlingsblüthler traten auf und vor Allem eine ungemein häufige Compositee, .ca, "a m hoch, die mir durch ihre leuchtend gelhen Blüthenköpfe, gleich einer Sonnenblume, auf !/; Grösse reducirt, auffiel. % Infolge des Mittags niedergeströmten Regens hatte sich auch in Denver die Luft abgekühlt, und die wonnige Temperatur verlockte zu einer Spazierfahrt nach Ellitet Zoological Garten. e
Soweit ich bei Nacht erkennen konnte, repräsentirten 3 Bären die Zoologie, sonst nur Cafös, Conditor- und Sodawasserbuden und im Hintergrund ein Theater. Trotzdem ich an der Casse bereits 1/ı £ erlegt hatte, sollte hier für Sitzplätze ein neuer Tribut bezahlt werden. Jedem Besucher stand aber frei, auf einer Treppe an der Aussenseite des Musentempels kostenlos auf die Gallerie zu gelangen. Von allen Uebeln wählte ich das letztere, schon der frischen Brise wegen. „Madame Sans Gene,“ denn diese wurde aufgeführt, kniete sich in ihre Rolle mit einer etwas zu übertriebenen Naivetät hinein. Das süsse Publikum aber lechzte förmlich nach derben Gesten und } Worten und klatschte nach jeder kräftigen Aeusserung wüthend Beifall, andere pfiffen, trunken vor Seligkeit, also ganz wie bei uns im Cirkus Busch oder Renz seligen Andenkens. j
Um das Volksleben mehr ä la Weissensee oder Hasenheide kennen zu lernen, bestieg ich nochmals eine „Car“ und gelangte so nach „Berkeley’s Lake“, wo ich etwas zu erleben dachte. Der Wagen hielt vor einer engen Pforte, welche für einen Bärenzwinger passte, dann eine Pfanne mit einigen Gasflammen rings umher, und aus dem Hintergrunde eines dunklen Parkes Lichtschimmer, Weiter drinnen erklang etwas wie Musik aus einer niederen, schlecht beleuchteten Hütte. ) i
Auf einem Bretterpodium ein Geiger und noch ein Künstler, vor sich ein Piano. An der Decke einige bunte Lappen mit dem Sternenbanner und dazu etwa ein Dutzend sich drehender Paare. Getanzt wurde auf dem sandigen bei jedem Tritt knirschenden, einfach glatt gehobelten, nicht etwa gebohnten, Boden. : Es war dieselbe schleifende Weise, wie sie in Washington Mode, nur dass man sich hier mehr gehen liess und Stellungen einnahm, wie ein auf dem Sofa aus dem Liebesrausch erwachtes Pärchen.
Das Radfahrcostüm war vorherrschend, es fehlte indess auch nicht an Hüten, welche an die schwebenden Gärten der Semiramis erinnerten.
Jenseits von Gut und Böse war wiederum ein fades Soda- wasserzelt.e. Das war also das Grünau und Rixdorf von Denver. So schnell als ich konnte, verliess ich diesen Hort des Sonntags- vergnügens, um das wir altbackenen Europäer unsere hiesigen Vettern nicht beneiden.
Während der Rückfahrt bot sich Gelegenheit, über die ver- schwenderische Reclame-Illumination der Denverschen Geschäfts- häuser zu staunen, von denen einige alle Etagen und selbst des Daches Kante mit Glühlichtguirlanden umzogen hatten, wie wir es von Wertheim an Kaiser’s Geburtstag gewöhnt sind. Eines der Waarenhäuser kam auf die Idee, die Wagen mehrerer electrischer Bahnlinien ringsum und auf dem Dache mit bunten electrischen Birnen auszuschmücken, eine originelle und effectvolle Annonce, welche von den Kindern jauchzend begrüsst wurde. i
Ich freute mich, jetzt bei Tageslicht die malerische Fahrt wo |
17. Juli.
Verbrachte den ganzen Tag mit Schreiben. Gegen Abend besuchte ich eines der grossen Waarenhäuser, welche insofern von unseren abweichen, als der Verkäufer den gekauften Gegenstand in einen Korb legt, welcher dann mittelst eines sinnreichen Flaschen- zuges nach einem, über dem Waarenraum gleich einem Rettungs- boot aufgehängten Verpackraum spedirt wird. Der bezahlte Betrag wird in eine Blechbüchse gelegt und mitgesandtes eventuelles Retour- Wechselgeld kommt dann mit der emballirten Waare auf demselben Wege wieder zurück. ”
Die köstliche Abendluft lockte viele Radfahrer und auch mich nach dem City-Park, einer von breiten Alleen durchzogenen Anlage mit prächtigen Blumenbeeten und einem Pavillon, dessen ganzes Dach mit zierlichen Pflanzen ausgestattet ist. Die Radfahrer haben selbst zwischen den Blumenbeeten volle Freiheit. Den Abend { beschloss danı eine gemüthliche Kneiperei mit dem Hospitalarzt 3 und einem Wiener Dichterling, welche ich zufällig in einem Bar kennen lernte. a.
2.08 0 hl
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18. Juli. Um 2 Uhr ging der Zug der Denver and Rio-Grande “ Railroad, der „Scenic Line“ der Welt, südwärts, durch das blumige ' Plateau von Denver und an erseilen. welche mit kurzgrasigen
Wiesen abwechseln, vorüber. Nach etwa einstündiger Fahrt nähert sich die Bahn den Rocky-Mountains, deren Vorberge in Gestalt eines hohen und ziemlich kahlen Dammes hier nach Osten abfallen. Ein breiter sandiger, fast wasserloser Flusslauf windet sich durch ein, auf höchst pittoreske Weise mit Ulmen, Weiden, Pappeln und Coniferen bewachsenes Thal.
Höher hinauf nimmt die Landschaft Hochlandscharacter an, in welcher Coniferen dominiren, die Laubbäume selten werden und der Fluss nur noch mit en Strauchwerk garnirt ist. In der Nähe der Station Larkspur tritt der Baumwuchs ganz zurück, um einem Weideland Platz zu machen, von welchem 22 000 Acres zu einer einzigen Farm gehören. Grosse Rinderherden weiden auf ‘ dem mit kurzem Büffel- und Büschelgras besetzten Gelände.
1 Gegen 1/,4 Uhr wird Palm Lake erreicht, eine vielbesuchte
_ Sommerfrische auf ca. 7500 Fuss Höhe. Die Scenerie hier ist hochpoetisch und erscheint im Gegensatz zu der zurückgelegten, | düster grünen Strecke, in lebhaften Farben. Allerliebste gelb- | gestrichene Cottages mit rothen Dächern und untermischt mit grossen, } weissen Zelten, welche die Amerikaner auf ihren Sommerreisen so }) gerne mit sich führen, sind über einen, mit sattgrünen Pinien be- } standenen Bergabhang hingestreut, der sich in einem dunkelgrünen ‚ Miniatursee spiegelt. Von den Bergwänden herab leuchtet rother ‘ Sandstein und in der Ferne ist das Massiv der Rocky Mountains ‚sichtbar.
“ Hinter dem kleinen Ort tritt die Bahn in einen Coniferen- Wald und senkt sich dann nach dem Davos des Westens, dem |: ‚Städtchen Colorado Springs.
‚Die Reisenden im Zuge hatten allesammt Arizonakiker- und
Antikikermaniren und erinnerten mich nur zu. sehr daran, dass ich | mich im „wilden Westen‘ befand. Ich glaube nicht, dass je ein ie ‚Segelschiffmatrose eine grössere Rohheit im Kauen von Tabak und ‚in Herumlümmelei von Füssen entwickelt hat, als diese, meine Nachbarn. ‚Verglichen mit diesen ungehobelten Gesellen, welche | Be entang), hinter ihren bartlosen Negerlippen hen und bohren und selbst während des Sprechens das Holz halb ver- schlingen und zerbeissen, erschienen mir meine celebischen, halb-
nackten ‚Bergbuginesen als elegante Dandies.
A ‚Unter strömendem Regen fuhren wir in Colorado Springs ein,
; ‘wo ich einen Wagen nahm, um den beutegierigen Expressagenten
zu entgehen, welche für Beförderung eines kleinen Gepäckstückes
' vom Bahnhof nach dem Hotel 2 .% fordern.
N Hotelwagen giebt es nicht im freien praktischen Amerika.
% ‚Nach ‚etwa einstündiger Fahrt durch rothen Urschlamm landete ich in der vielgerühmten Hügelstadt Manitou, welche nach den
_ Renommistereien der Zeitungen die Perle, der Welt bedeuten solite, Als ich im Hotel ankam, begriff ich aber sofort, warum die wohlhabenderen Amerikaner unsere apa enens Sommerfrischen Er Zehen.
\ _ Das aus Brettern und Balken zusammengezimmerte Haus er-
Mbitlörte bei jedem Schritt, fadenscheinige Teppiche auf den Fluren,
| und Schlafräume, kahl ldlan gepfändeten Studentenzimmern. Dazu das Zahnstocherpublikum , ‚ausgerüstet mit Pfundsohlen an den se unbehauenen Stiefeln. 2 _ Eine rühmliche Ausnahme durch ihre Erscheinung machen die Ladies, ganz gleich aus welcher socialen Schicht. Sie imponiren mir alle durch ihre einfache, geschmackvolle Tracht und ihr genirtes und dabei doch selbstbewusstes Benehmen.
Im Speisesaal herrschte ein entsetzliches Tohu-wabohu. Ich ü wurde neben die angehende Leiche einer der vielen hier „Genesung“ N ‚suchenden Schwindsüchtigen gesetzt. Ich versuchte zu schlafen, ı was mir schwer gelang, weil bis gegen 12 Uhr auf einer Guitarre _ gejammert wurde, und gegen den grauenden Morgen hörte ich über ' mir die berühmten Kanonenstiefel, so dass die ganze Bude wackelte wie eines der kleinen norwerischen Hotels, welche auch aus- schliesslich aus Holz gebaut sind.
Einen grossen Vorzug vor unseren Hotels aber will ich _ gerechterweise gerne constatiren, den der Reichhaltigkeit des Frühstücks, welches von 7—9 Uhr servirt wird. Es ist dies ein completes na und übertrifft sogar die üppigen „Outbyt“-Tafeln der, mir sehr liebgewordenen, holländischen Hotels. Man sucht ich auf einer Karte aus: Früchte auf Eis, Beefsteak mit gebratenen
We
Dal
Kartoffeln, Schaffleisch oder Schinken, Omelette, ausserdem noch süsse Speise, Brot und Butter im Ueberfluss und hat dann noch die Wahl zwischen Thee, Caffee, Milch, Cacao und Sodawasser,
(Fortsetzung folgt.)
Eıntomologische Mittheilungen.
1) Ein schönes Beispiel von Altruismus der Ameisen erfuhr der Australienreisende Dr. Semon. Der Gelehrte hatte in den Steppen Australiens viel von der Naschhaftigkeit dieser Insekten zu leiden, welche von allen Seiten, augenscheinlich durch den Ge- ruch der mitgeführten Proviantvorräthe, angelockt wurden. Um sie fern zu halten, kam Dr. Semon auf die Idee, die Wege der ab- und zugehenden Ameisen mit kleinen Stückchen Cyankaliums zu bestreuen. Das Resultat dieser Massregel war indessen, wenn auch ein überraschendes, so doch ein negatives. Binnen kurzer Zeit waren die Wege mit unzähligen Ameisenleichen bedeckt, so dass das Terrain den Anblick gewährte, als hätte auf demselben eine Ameisenschlacht stattgefunden. Die ausgestreuten Stückchen des ge- fährlichen Giftes aber waren verschwunden. Mehr als die Hälfte aller Ameisen hatte freilich den Tod gefunden bei den Bemühungen, ein Hinderniss aus dem Wege zu räumen, dessen Berührung die schreck- lichste Schmerzempfindung verursacht haben muss. Rücksichtslos das eigene Wohl und die Lebensgefahr verschmähend, hatten sıch stets mehrere der tapferen Geschöpfe zu gemeinsamer Arbeit verbunden, um die verderbenbringenden Mineralstückchen aus dem Wege zu räumen. Obgleich nach Zurücklegung von nur wenigen Centimetern diese Helden ihre Bemühungen mit dem Tode büssten, fanden sich doch sofort wieder Freiwillige, die ungeduldig darauf zu warten schienen, das angefangene Werk zu vollenden, um auch ihrerseits den Heldentod für das Wohl des Gemeinwesens zu sterben. So wurde denn thatsächlich das Gift weit genug vom Wege fortgeräumt und derartig mit Blättern und Holzstückchen bedeckt, dass es den überlebenden Brüdern keine Gefahr mehr bringen no x
2) Die Rache einer Wespe. Im Sommer vorigen Jahres hatte ich Gelegenheit, in Polchraditz, einem Dorfe unweit von Auspitz, folgenden Vorfall zu beobachten, der mich sehr interessirt hat: In einem Obstgarten waren drei Kinder, zwei Knaben und ein Mädchen, damit beschäftigt, Aepfel von einem herrlichen Apfel- baume, der am Rande eines Baches stand, herunterzuschütteln. Sie schüttelten mit einem wahren Feuereifer und freuten sich jedes Mal so recht aus Herzensgrunde, wenn viele schöne Aepfel vom Baume herunterfielen. Auf einmal fiel ein überaus grosser Apfel in den Bach. Die Kinder waren ganz bestürzt darüber, weil sie nicht mehr hofften, diesen prächtigen Apfel, auf den sie sich so innig gefreut hatten, zu erlangen. Doch das Schicksal hatte es anders beschlossen. Sie sollten diesen bereits verlorenen Apfel dennoch bekommen und sich an ihm laben. Ein Knabe, der an dem gegenüberliegenden Ufer des Baches stand, fischte mit einem Stabe den Apfel aus dem Wasser heraus und warf ihn den drei Kindern hinüber. Heller Jubel herrschte unter ihnen, als sie im Besitze dieses Prachtexemplares eines Apfels waren. Sie begannen ihn sofort zu zertheilen und zu verzehren. Allein „des Lebens un- gemischte Freude ward keinem Sterblichen zu Theil.“ Auch ihre Freude sollte leider nicht ungetrübt bleiben. Was hatte es für eine Bewandtniss mit dem Apfel? War er vielleicht im Innern angefault? O nein! Die Sache war ganz anders. „Das hat mit ihrem Stachel die böse Wespe gethan!‘
Solange dieser Apfel noch ruhig auf dem Baume hing, sass auf demselben friedlich und heiter eine Wespe und sog gierig voll Behagen den Saft aus demselben. Plötzlich fiel der Apfel herunter, die Wespe hielt sich an ihm fest und fiel mit ihm in das Wasser, jedoch so, dass sie sich auf demjenigen Theile des Apfels befand, welcher unter dem Wasser war. Die kluge Wespe wusste sich jedoch zu helfen. Sie kroch langsam auf den Apfel hinauf und sass ganz gemüthlich oben auf dem Apfel wie in einem bequemen Boote, das jetzt im Bache schwamm. Da ihre Flügel noch nass waren, konnte sie nicht gleich auffliegen. Sie liess sich ihre Flügel von der allgütigen Sonne trocknen, reckte sie hin und her und machte Versuche, sich wieder in die Höhe zu heben. Bei dieser Beschäftigung wurde sie von demjenigen Knaben gestört, der den Apfel aus dem Wasser fischte. Erschrocken, flog sie unter An- spannung aller ihrer Kräfte auf und nahm in der Luft eine be-
obachtende, zuwartende Stellung ein. Sie wollte offenbar erfahren, :wer.:den ihr so lieb gewordenen Apfel nunmehr besitzen wird. So- bald sie sah, dass: der Knabe den Apfel den Kindern am anderen Ufer hinüberwarf, welche denselben auffingen und sofort lustig zu verzehren begannen, da ergrimmte das brave Wespenherz, und wüthend über den Verlust des Apfels flog sie zu den Kindern hin- über. Heftig summend, zögerte sie nicht lange, stach die beiden nichtsahnenden Knaben und das Mädchen rasch hintereinander und flog „siegesbewusst und Stolz in der Brust‘‘ nach gestilltem Rachedurste davon. —
So hatten es die armen Kinder zu büssen, weil sie eine in ihrem Vergnügen und Genusse gestört hatten.
Ich staunte jedoch über die Intelligenz dieser Wespe, welche die Räuber ihres Glückes mit sicherem Blicke erkannt hatte und sie wegen dieses Raubes auf der Stelle bestrafte.
Dr. Oswald Plawina.
3) Der’Gehörsinn der Ameisen. Obwohl Landois schon vor vielen Jahren an den Hinterleibsringen gewisser Ameisen eigen- thümliche Reibleisten zur Hervorbringung von Geräuschen auf- ‘gefunden und Lubbock an den Beinen anderer das Vorhandensein "gewisser Organe nachgewiesen hat, die er als Gehörwerkzeuge deutete, hat doch durch die Versuche verschiedener Beobachter ‚nicht festgestellt werden können, dass Ameisen durch laute und schrille Töne im Geringsten beeinflusst worden wären. Ein amerikanischer Forscher, Le Roy D. Wald, theilt nun in der „Science“ eine Anzahl von Versuchen mit, die er an vier Ameisen- arten der Gattungen Lasius, Formica, Cremastogaster und Aphaeno- 'gaster angestellt hat und deren Ergebniss die Empfänglichkeit wenigstens dieser Arten gegen Tonschwingungen schlagend beweist. Die Töne wurden auf verschiedene Weise hervorgebracht, z. B. durch scharfes Anblasen von Pfeifen oder kleinen Flaschen, oder dadurch,, dass ein dicht über der Ameise hängendes Stück Pappe mit einer Stimmgabel berührt wurde. Der Beobachter trug dabei Sorge, dass der Schall sich nur durch die Luft, nicht etwa durch feste Körper fortpflanzte, und dass beim Pfeifen die Ameise nicht angeblasen wurde. Die Thiere bezeugten augenblicklich die Wahr- nehmung des Schalles durch plötzliche Bewegungen der Fühler, des Kopfes oder des Hinterleibes. Sie bewegten sich sogar in einigen Fällen in der Richtung, von der der Schall herkam. Wenn Wald über einem mit einer Glasplatte bedeckten Neste von Formica ..nitidiventris schrille Töne hervorbrachte, legte die ganze Colonie stets durch rasche Bewegungen nach allen Richtungen unverkennbare Anzeichen von Aufregung und Unruhe an den Tag. Aus diesen Beobachtungen geht hervor, dass die Ameisen, oder wenigstens einige Arten von ihnen, im Stande sind, Schwingungen wahr- zunehmen, die durch die Luft übertragen und von dem menschlichen Ohr als Schall vernommen werden. Auf welche Weise diese Wahr- nehmung geschieht, konnte bislang noch nicht festgestellt werden.
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4) Heuschreckenplage in Argentinien. Nach einem Berichte des argentinischen Ackerbau-Ministeriums bereiten die Heuschrecken der dortigen Landwirthschaft den grössten Schaden. Dies hat mehrmals schon Anregung zu Versuchen gegeben, dieser wahren Landplage ein Ende zu bereiten. So wurde vorgeschlagen, da die Heuschrecken nicht im Lande, wenigstens nicht in bewohnten ‚Gegenden überwintern, ihre Brutstätten, die man hoch im Norden, .in:Chaco, und zwar in dem zu Bolivia gehörenden Theil, ver- ; muthet, aufzusuchen und die Brut, bevor sie ihre verheerenden Züge nach dem Süden unternimmt, auszurotten. Es wurde auch .zu diesem Zweck eine Expedition ausgesandt, die jedoch fruchtlos ‘verlief. Vor etwa drei Jahren bildete sich auf Anregung einiger ‚grosser argentinischer Exportfirmen in Buenos-Ayres eine Commission ‚des Handelsstandes zur Abwendung weiterer Heuschreckengefahr. Man berief den nordamerikanischen Specialisten Brunner, aber Wesentliches wurde von diesem nicht geleistet. Schliesslich sah sich die Bundesregierung veranlasst, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen. Es wurde eine Centralbehörde für das ganze ‚Land mit sehr zahlreichen Unterabtheilungen ernannt, durch den Congress ein Gesetz. erlassen, welches der Commission eine grosse Machtvollkommenheit einräumt und allen Bewohnern der bedrohten Gegenden Zwangsdienste auflegt. Ferner wurden reichliche Mittel, zuerst 4 Millionen, dann noch einmal 2 Millionen Pesos angewiesen, und thatsächlich sind auch im vergangenen Jahre so grosse Massen von Heuschrecken getödtet, und deren Eier vernichtet worden, dass
Wespe
Brünn.
Erscheinen der Heuschrecken veranlasst hätte.
in Anregung gebracht werden konnte, an geeigneten Orten Anstalten ‚zu errichten, welche die ungeheure Menge der. getöteten Insekten und deren Eier industriell zu verarbeiten beziehungsweise zu ver- werten hätten. Ferner berief die Regierung zu dauernder Stellung den französischen Specialisten D’Hereulais, der auf diesem Gebiet in Afrika Erfahrungen erworben haben soll. In diesem Jahre sind an vielen Stellen zwar auch Heuschreckenschwärme aufgetreten, bedeutenderen Schaden haben sie aber bis jetzt nicht verursacht und scheint die Gefahr für dieses Jahr beseitigt zu sein. Ob aber dieser günstige Verlauf als Folge der erwähnten Gegenmassregeln aufzufassen ist, lässt sich noch nicht erkennen und wird vielfach bezweifelt. Von sachverständiger Seite wird vielmehr darauf auf- merksam gemacht, dass, da die Witterung bis Anfang November eine ungewöhnlich kalte war, dieser Umstand das verspätete
5) Die Biene. Das neue Deutsche Bürgerliche Gesetzbuch unterscheidet wilde, zahme und gezähmte Thiere.. Merkwürdiger Weise gehört die Biene im Bürgerlichen Gesetzbuch zu den wilden Thieren. Die Biene hat, so klein sie ist, von jeher, weil sie die Gewohnheit bat, auszuwandern und sich wo anders niederzulassen, dem Gesetzgeber Schwierigkeiten bereitet und hat eine besondere gesetzliche Behandlung erfahren. Schon die Römer hatten ein besonderes Bienenrecht. Die alten deutschen Volksquellen bezeichnen sie als „en wilt Worm“. Das haben die Juristen bis in unsere Tage nachgesprochen, und das ist die kleine Biene, unbekümmert um die Naturwissenschaft, auch im Bürgerlichen Gesetzbuch ge- blieben, wo ihr die Paragraphen 961—964 gewidmet sind. Die Frage, ob die Biene ein „zahmes‘“ oder Hausthier, oder ein wildes Thier ist, hat grosse Bedeutung für den Erwerb und Verlust des Bienenschwarmes. An Hausthieren, wie Hund und Katze, geht das . Eigenthum, wenn sie sich verlaufen, nicht verloren. An wilden Thieren verliert man aber das Eigenthum, wenn sie in die natür- liche Freiheit zurückgekehrt sind, es sei denn, dass der Higen- thümer das Thier unverzüglich verfolgt. Mit dem Moment aber, wo er die Verfolgung aufgiebt, hört sein Eigenthum auf und das Thier wird herrenlos. So soll es mit der Biene sein. Wenn der Schwarm entweicht, muss man ihn verfolgen und kann ihn heraus- verlangen, wenn er in eine fremde Bienenwohnung, die unbesetzt ist, einzieht. Man kann dabei auch fremde Grundstücke betreten, “ kann die fremde Wohnung zum Zwecke des Einfangens Öffnen und hat nur den Schaden zu ersetzen. Denn man verfolgt sein Bigen- thumsrecht, ‘wonach man nur zum Ersatze des ökonomischen
Schadens verpflichtet ist. Ist aber die fremde Bienenwohnung besetzt, kann man seinen Bienenschwarm nicht mehr herausver-
langen. Der alte Schwarm ist der Herr in seiner Wohnung, der die fremde Biene in sich aufgenommen hat.
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Nachrichten aus dem
Berliner Entomologischen Verein. Sitzung vom I4. December 1899.
(Sitzungen finden an jedem Donnerstag Abends 8'/; Uhr im Restaurant Lindenhötel, Berlin NW., Kl. Kirchgasse 2/3 (Unter den Linden), statt. — Gäste willkommen !)
Herr Honig macht einige Mittheilungen über seine Erfahrungen bei Kälteexperimenten mit Schmetterlingspuppen. Der Schwerpunkt liegt nicht in der Erzielung eines besonders hohen Kältegrades, sondern darin, dass eine mässige Kälte längere Zeit auf die Puppe einwirkt. Er hat gefunden, dass bei einer Temperatur von —10°C. das Experiment in der Regel miss- | glückt, weil ‘die Thiere absterben, eine Kälte von 5—6° wird dagegen gut ertragen und man erzielt bei gleichmässiger Einwirkung auf 8-10 Stunden recht schöne Aberrationen. Schwierig ist es, diese gleichmässig niedrige Temperatur auf längere Zeit zu halten, dies ist ihm mit Hilfe eines besonders konstruirten Apparates gelungen, in dem er die Kälte auf ca. 24 Stunden langsam steigend unter 0° zu erhalten im Stande ist. Neben diesem Um- stand ist natürlich auch das Alter der Puppe von Einfluss. 2
Herr H. berichtet ferner, dass er im verflossenen Sommer bei Herings- dorf Agrotis castanea Esp. und Polia polymita L. am Köder ge- fangen hat. R En.
Herr Belling zeigt Pap. machaon ab. bimaculatus Eimer, ge- zogen aus einer Raupe aus der Nähe von-Posch. Die Bildung des Rundfleckens in der sogen. Untergabelzelle ist eine bei machaon selten beobachtete Er- scheinung, tritt aber bei den ostasiatischen nahen Verwandten xuthus und xuthulus als Regel auf. 5 Se
Herr Hensel lässt einen Kasten wit nordamerikanischen Catocalen eirkuliren. ee ; er ”
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6 Herr Br zeigt die in Zeichnung und Färbung ausserordentlich ähn- Fr liehen Limenitis Pryeri Moore (Helmanni Led. var.) und Athyma idita ‚Moore, sowie Limenit. albomaculata Leech und Athyma punctata eech. Derselbe setzt ein Kästehen mit einem getrockneten Zweige von Scro- phularia nodosa L. mit reifen Früchten in Umlauf. Auf dieser bei Leip- Er nicht seltenen Pflanze lebt die Larve des Rüsselkäfers Cionus scre- rn Eee: iae L. und verpuppt sich an den Zweigen in kleinen rundlichen Cocons, _ welche von den Früchten der Pflanze kaum zu unterscheiden sind, wie das mitgebrachte Präparat zeigt. St.
Sitzung vom 21. December 1899.
zu .$ Im Anschluss an die Mittheilungen des Herrn Honig in verflossener Sitzung über Frostexperimente mit Lepidopteren-Puppen bemerkt Herr 'Stiehel unter Vorlage der bezüglichen Literatur, dass sich die Erfahrungen - in gewissen Punkten nicht mit den von Prof. Standfuss-Zürich ver- öffentlichten decken. In den von letzterem ausser dem Handbuch für Samm- ler der europäischen Grossschmetterlinge (1891) erschienenen Aufsätzen (In- sekten-Börse 1894: Ueber die Gründe der Variation und Aberration des _ Ralterstadiums) war der Kälte- bezw. erniedrigte Temperaturgrad nicht an- ac es war nur gesagt, dass die Puppen in den Eiskasten$bezw. auf Eis ‚gebracht wurden. Man kann annehmen, dass die Temperatur hierbei keines- _ wegs unter 0°C. gewesen ist; dieses wird von Standfuss später (in: Ex- perimentelle zoolog. Studien, Neus Denkschrift d. allg. schweiz. Gesellsch. Fr u gesammten Naturwiss. 1898) bestätigt und die Temperatur auf 4-4° bis +8C. bezeichnet. Die Puppen wurden dieser mässigen Temperatur auf eine längere Reihe von Tagen (48—42) ausgesetzt und erwies sich das Re- sultat bei verschieden langer Einwirkung auch verschieden. Im Jahre 1896 - bis 97 erniedrigte Standfuss die Temperatur in einem geeignet construirten - Apparate bis auf 0° und —2°C., und da zeigte sich der von dem Experi- 'mentator in seinem „Handbuch“ 1896 schon früher ausgesprochene Schluss "bestätigt, dass eine Aberration von dem Typus, d.i. eine Convergenz an _ phylogenetisch ältere Typen nur bis zu einer bestimmten Intensität der . Einwirkung hervorgerufen, bei Steigerung der Kälte aber wieder eine Diver- _ genz verglichen mit phylogenetisch älteren Typen, bezw. mit den vorher er- haltenen aberrativen Formen erreicht wird: Alle gesunden Puppen ergaben normale Falter, sowohl bei ein- als bei mehrmaliger stundenweiser Ein- wirkung an einem Tage. Bei noch weiterer Steigerung der Kälte bis zu — 5°C. erzielte St. aus 12 Serien der einheimischen Vanessa-Arten, d.h. ea 500 Puppen nur 12 Falter, unter denen nur zwei Antiopa- - Aberrationen und einige ‚Uebergänge von Van. io zur ab. belisaria Obth. vorhanden
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- Brunei (Nord-Borneo) ‚hochf. Ornithoptera, Papilio,. Is ete., determinirt [1365 Mark 15.—. Hermann Rolle,
_ Naturhistorisches Institut,
in N. Elsasser Str. 47/48.
aller Art. — Palaearkten. — Ankaueı —
| zu kaufen gesucht.
Eine vollständige Sammlung v. 'asserkäfern, sowie sonstigen der schzucht und Fischen schäd- hen Insekten, wissenschaftlich
Amerika, Australien.
in einem frischen Pärchen in Umlauf. ‚färbung der; benannten Zeitformen dieser Art entbehrt die vorliegende Ab-
Demgegenüber haben die Experimente des Herrn Honig ergeben, dass Puppen, einer Kälte von — 5 bis — 6° C., auf 1—2 Tage ausgesetzt, diese gut vertrugen und procentual reichlich und intensiv ausgeprägte "Aberrationen ergaben. Herr Honig stellt nähere Mittheilungen und Bekanntgabe von Zahlenmaterial in Aussicht,
Herr Rey bemerkt, dass Herr Hermann in Frankfurt a. O., der in jüngster Zeit diese Kälteaberrationen in u: Menge producirt, angeblich eine Temperatur von — 12 bis — 16° C. auf kurze Zeit wirken lässt und da- bei 60—75% aberrative Stücke erzielt.
Herr Honig lässt unter sachlichen Erläuterungen die Bunttafeln aus dem Eimer’schen Werk: „Ueber die Artbildung und Verwandtschaft der Schmetterlinge‘ ceirkuliren.
Herr Rey hat ein weiteres Beispiel der Nachahmungstheorie mitge- bracht: die Chalcoside Conergis resumpta und die Geometride Eu- schema exceubitor Moore von Nord-India.
Herr Stichel führt aus, dass ein Gegengewicht zur Mimikrytheorie in den Standfuss’schen Wärmeexperimenten geboten ist. Standfuss hat durch Einwirkung von Wärme auf die Puppe von Rhodocera rhamni weibliche Falter mit hochgelber männlicher Färbung erhalten. Hieraus er- klärt sich zunächst der sexuelle Dimorphismus der Art dadurch, dass der 5 den erdgeschichtlich-jüngeren, das weibliche Individuum den älteren Typus darstellt. Der ältere Typus wurde durch das Experiment in den jüngeren übergeführt. Mimikry kommt vorzugsweise bei Arten mit Geschlechtsdimor- phismus vor, wobei der & dem sogenannten Modell unähnlich, das 2 ihm ähnlich ist. Letzteres ist demnach in der Entwickelung der Art aufgebalten, bezw. zurückgeblieben und gleicht dem phylogenetisch älteren „Modell“. Es bliebe hierbei nur zu beweisen, dass dieses Modell auch wirklich die ältere, regressive Art, bezw. Form ist. Jedenfalls ist die Erklärung äusserst be-
| greif lich und näher liegend als die Theorie von der S« hutzfärbung.
Herr Thiele setzt eine Aberration von Lasiocampa populifolia Entgegen der melanistischen Ver-
‚art fast aller Zeichnungen und ist von weisslich-gelber Grundfärbung. Fund-
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wuch schon Binzelheiton aus dor neuen st nicht nur oino Pflicht der Dankbarkeit, wonn wir unsoro dio sich zur Zeit an den frischen und ktihn hingeworfonon buch- Aufzeichnungen I'ruhstorfors orfrouon, auf dieno Nouheiton ulmerksam machen. A Manuol do la Escoalora ist über Bassorn, Bombay, Oonun ” Paris in Madrid wieder eingetroffen. Durch Mesopotamion hat er sich in dio Borge von Südwest-Persien begeben und diese Gegend mit Erfolg abgesammelt. Don ganzen Sommer hat or un den (Quollon Be Tiünnee verweilt, wo or eine onorme Trockenheit durch- Nur ein einziges Mal, -im April, flel ein halb- dig: Dio Vogetation fehlt hier fast gänzlich, nackte en und Armuth an Insokten; 'solbst die „gemeinen“ ind nur gering an Individuonzahl,. In der Susianischen one ist die Vegetation ebenfalls »pärlich;, doch baut man an zormansen. zu bewüssernden Stellen Getreide, sonnt int ringsum
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T, von Taohitscherine bogiobt nich nach Madapankan, um dio Borggopond im Norden dor Innel ontomologinch wu durah fornchon,
Dr, O, Sohmiodoknocht, Blankonburg, Thür, in diosom Jahre ontomologisoho Gonolluchaftareinon voranntalton und
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zwar 1, nach »ioilion und Malta und 9 nach Spanlen und den P’yronlion, Itllokreino über Paris, Zu dom 1899 8, 248 von uns borthrten Thoma über Ano
motropismun und vorwandto Wrncheinungen bei den Innokten bringt (dio onglinoho Zeitschrift „Nature“ in mohroron Nummern vom Do combor 1800 einiges Beiträge, David Wilnon-Barkor aun Ursen hitho berichtet, dans or beim Photographiron lobonder Bohmettor linge immer die Boobaohlung machte, dann dio nloh vom Wluge oben niodorlansendon Bohmottorlingo niomala die auorat oingenommeno Bitzutollung beibohlolten, nondern vogelmianig gleich darauf ihre Stellung Andorton, Als mulhmannlicho Urmaoho dienen nondorbaren Vorhaltons lobt Barker an, dans dor Bohmettorling noinen Körper in oino nolcho Lage zu bringen, «dann dermelbe oinon
bontrobt nel,
nöglichst Iklleinon Sohatton wirft, Wins Ahnlioho Gewohnheit be obachtolo W, Parkinson an gewinnen Diploron, Dienslbon nitzon gorn in Truppn bei heisnom Bonnonnchoino auf dem Geblinch von Zoit zu Zeit vorlanmmon mio «dio Ituhontätte, nohwärmen blita schnell und stonnweinoe in dev Luft umher und Iannon nich dann ungellihr an domnelbon Orte nieder, don mio vorher oinnahmen, (iloich nachdem nio nich gonetlzt haben, drohon no den Körpern nach der Boito, von der no angellogen kamen, Alle auf dem solbon Goblinch nitzenden Mliogen halten dann den; Kopl nach
dorselben Bello gerichtet, Don Haltioidon spricht Dr, Prowazol
in der lotzthin orwiihnton Arbeit oinon „ponitiven Ieliotropinmun
kombinirt mit nopgativen Gootropiamun zu, Iir schreibt „Von (dieser ihrer Wähigkeit kann man nich Joicht überzeugen, wenn man’ mohroro Individuen in ein Oylindorglisohon oinnperrt und
dann diesos untor manniglacher Vornuchnvarintion Immer theilwoine
bodeokt; aus leicht erklärlichen Orlinden int diene Wigennohalt ihnen von lwsonderem Vorthoil, weil wio durch (on Tropinmun dorart gotri-Vbon, wohr bald wieder zum lockeren Mahle ge langen,“ — Mit Kocht wirft abor P, Bpoinor in der „Naturw,
Wochenschr.‘‘ die Frage auf, ob die Einführung solcher Bezeich- nungen, wie sie M. Wheeler mit dem Worte ‚‚Anemotropismus“ geschaffen hat, für Bewegungen von Thieren, welche diese Stellungen und Bewegungen willkürlich aufzugeben und zu ändern befähigt sind, nothwendig, oder auch nur ebenso gerechtfertigt sei, wie die Begriffe „Heliotropismus“, „Geotropismus“, „‚Chemotropismus‘ wu. 8. w. in der Pflanzenphysiologie. Bei den Pflanzen. handele: es-sich ja doch um ganz elementare Funktionen der specifischen Zellen oder Gewebe. ie
In einer ausführlichen Ausarbeitung empfiehlt Dr. med. E. Fischer allen Züchtern von Raupen eine Desinfektion der Zucht- . kästen mit Formalin (= Formol). Das Verfahren besteht, kurz zu- sammengefasst, in Folgendem: Man verschaffe sich einen sogenannten Zerstäuber (Refraichisseur) mit Doppel - Ballon '(Richardson’schem Gummigebläse) und fülle das dazu gehörende Fläschchen mit fol- gender, von Dr. Fischer als zweckmässig Beunnan am: eseen jeweilen frisch zu bereitender Mischung:
Formalin (40 %, wieim -
Handel) ... 10 }
Damit wird der Kasten aussen und besonders innen überall (an Boden, Wänden, in allen Winkeln und Ecken) so lange be- sprüht, bis er sichtlich benetzt erscheint, was in kürzester Zeit er- folgt ist, worauf er zum Trocknen so lange im Freien, am besten in Zugluft oder im Winde, aufgestellt wird, bis er den Formalin- geruch verloren hat. Dies ist meistens nach einigen Stunden der Fall. Damit ist die Desinfektion fertig und der Kasten wieder für die Zucht verwendbar. — Noch weist Dr.:Fischer darauf hin, dass auch alle Gegenstände, die mit durch Seuchen. inficirten.. Kästen oder kranken Raupen in irgendwelche Berührung kamen, mit der Lösung desinficirt werden möchten, so die Erfrischungsgläser aussen und innen (das Formalin ist nach ca. 1 Stunde mit Wasser wieder abzuspülen), vor allem auch die Hände des Züchters nach jeder Beschäftigung mit kranken Raupen (30 Tropfen in das Waschwasser, doch hüte man sich, Wunden mit Formol zu netzen). — Gegen- über Sublimat (das wegen seiner Giftigkeit und in Berührung, mit Metall Zersetzlichkeit verworfen wird), Soda- und Chlorkalklösung, sowie kochendem Wasser (wegen Schädigung der Gaze und Holz- theile und Auflösung des Leimes, Wasser übrigens auch: wegen der ungenügenden Dauer der Temperaturerhöhung), Carbolsäure (des lang andauernden Geruches halber) und Calcium permanganatum (wegen Fleckenbildung) hat Dr. Fischer Formol als das derzeit. beste Desinfektionsmittel befunden. — Nur zu einem Punkte (6) der Aus- führungen haben wir etwas zu erinnern, nämlich, dass Formol bei Verdunstung sich keineswegs völlig verflüchtigt, sondern einen weissen Pulverrückstand hinterlässt, also bei 4% Anwendung immer noch in Mikrokrystallform nach Trocknung der desinficirten Kästen in diesen nachzuweisen sein wird.
In Paris starb Paul Tertin, Präparator am ontomologischen Laboratorium des Museums für Naturgeschichte.:
Nachträglich sei noch des am 21. Oktober 1899 erfoläten
Wasser (gewöhnliches) 40 ccm Alkohol (90— 96%)... 50
”
4 %ige Formaldehydlösung.
”
34 7
Todes Dr. Wilhelm Zenker’s in Berlin gedacht, der im Anfange:
seiner wissenschaftlichen Laufbahn mehrere: Arbeiten über. Krebse verfasst hat, so Studien über die Geschlechtsverhältnisse der Gattung: Cypris, über die Daphniden u. s: w.
Photographie und der Astronomie zu.
‘ Er war:1829 in ‚Berlin\ge- boren. di FE Ro
'' Später, als Lehrer an .der: Kgl. Realschule in Berlin, wandte er sich der wissenschaftlichen:
kaner bauen können, hindurch. Wenige Minuten nachher erreichte ich das’ „Cog-Depot“, die Station der Zahnradbahn Pikes-Peake, welche: ‘die höchstgehende der Erde sein dürfte, aber, soweit ich es heute beurtheilen' lernte, technisch leichter durchführbar war, als die Rigibahn. In einem aus zierlichen Eichen, mit gauz zer- franzten, gefiederten Blättern, Coniferen und wilden Johannisbeeren zusammengesetzten Busch, "fing ich eine niedliche Buprestide, so- wie eine Limenitis artemis, eine der stolzesten Erscheinungen der hiesigen Falterwelt, welche sich gerne mit halbausgebreiteten Flügeln auf Steine, 'weitabstehende, von der Sonne grell beschienene Zweige oder gelegentlich auf den Sand des Weges setzt. |
Ich folgte nun den Schienen der Bergbahn und bewegte mich auf dem sehr steilen, ziemlich kahlen Abhang mühsam aufwärts. Zu fangen gab es einstweilen, des traurigen Wetters halber, gar nichts. - Vor: und‘ hinter ‘mir marschirten kleinere und grössere Truppen Sommerfrischler und ist es ganz selbstverständlich, dass sich unter einer solchen Gesellschaft von Amerikanern die aben- teuerlichsten Gestalten und putzigsten Genre-Bilder befinden. Jeder schleppte ‘irgend etwas, nur nieLt das Allernöthigste, einen kräf- tigen Bergstock. Viele hatten Fischangeln und Blecheimer mit, um Fische zu fangen, die es auf dem Berge nicht giebt, und Beeren zu suchen, :welche oben auf dem Pik nicht wachsen.
Eine Lady führte: eine ungeheure Schaufel mit sich, wahr- scheinlich um Gold zu graben, weil sie aber keines fand, bepnübte sie sich mit Regenwürmern. ;
Am zahlreichsten waren natürlich die Photographen mit „Press the bottun, we do the rest“-Kodaks.
Die meisten gondelten im Radfahrkostüm, andere in an Regenmänteln, viele waren auch beritten auf kleinen, gräuen, trägen Eseln''und trugen Strohhüte ä& la Chinoise.
Mein Netz fiel sehr auf, doch wurde ich selten durchschaut; denn die meisten glaubten, ich wollte „fischen“. Heute hatte ich, entgegen meinen gestrigen Erfahrungen, alle Ursache, mit dem Be- tragen. der Umgebung zufrieden zu sein. Ich wurde sehr artig be- grüsst und hatte keine einzige der hämischen Bemerkungen und mitleidigen Blicke zu erdulden, mit denen Insektenjäger in Europa und Indien bedient werden. Die Schlucht nahm allmählig an Wild- heit zu, Bäume waren spärlich, dafür aber genug Steine und Fels- blöcke, oft haushoch zwei und drei aufeinandergethürmt und in ge- fahrdrohender Weise Aueh nee kurz es sah aus wie ein Kampf- gebiet von. Titanen.
Längs der Bahn fanden sich viele Himbeeren. welche ich mir wohlschmecken liess, und dabei zu meiner allergrössten Befriedigung reizende Bombiden aufstöberte, auf welche ich sofort mit aller Force Jagd machte. Wilde, allerdings schon verblühte, sehr dickstämmige Rosen und eine Spiraea spec. brachte weniger ein. In meinem letzten Bericht habe ich des schönsten Schmuckes der Berge bei Georgetown vergessen, prächtiger, sehr niedriger, aber grossklumiger Rosensträucher, welche am Green-Lake bis 10000 Fuss, am Grays Pik bis zu 12000 Fuss hinaufgehen und den Reisenden mit ihren rosigen Augen vergnügt anlachen. |
..Je.höher:ich heute kam, desto lieblicher wurde wiederum die Vegetation. : Eine: Art-Lilie trat auf, sowie grosse Disteln, jedes- mal- von’ mir sehr willkommenen Insekten besucht. Im Allgemeinen stand jedoch der heutige Tag im. Zeichen des Epilobiums. In meiner Heimath, im: bayerischen Walde, ist diese schöne Pflanze eine häufige Erscheinung, aber nirgeudswo tritt sie in dieser Menge auf‘ wie. hier..: Die ganze Landschaft: war durch sie in eine Fluth von Röthlich-violett gekleidet. Ich hatte alle Hände voll zu thun,
um die darauf herumsummenden Hymenopteren diversester Species
zu haschen, um so mehr als gegen ‘12 Uhr die Sonne sieghaft vor-
.|drang.- Grosse Argynnis, sowie meine liebe artemis kamen nun
Tagebuchblätter. Von H. Fruhstorfer. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.
19. Juli,
Gegen 9 Uhr wandte ich mich bergwärts, ohne. besondere Hoffnung, etwas auszurichten; denn der Himmel: machte :ein trübes Gesicht.
Holzstücke verkauft, welche aussehen wie Obersteiner Achate. Mein:
Pfad führte mich unter einer hohen, luftigen,-leichten..und zier-...schmunzelte,:-als ich | ‚gegen. 1/33 Uhr. im sogenannten „Halbwege- lichen Eisenbahnbrücke, wie sie bene kühn and sehon nur: Au hause“ ankam ee nach gaen ee meine enalze a
N a E25 Tate)
Manitou ergiebt sich ganz und gar. dem Fremdenkultus| und der Fremdenindustrie. Ausser allem möglichen Schund werden. auch wundervolle Bergkrystalle, Erze und versteinerte, ‚oben. polirte!l:
zum. Vorschein, und erstere zierten die silberweissen Distelköpfe mit!ihren gelben Röcken. Drei- Arten Thecla, eine ultramarin- blaue, eine dunkelbraune und eine feuriggelbe, wanderten in die Umhängetasche. Einer ‘der Distelköpfe lieferte mir eine gelb- behaarte: grosse Cetonide (Gymnetis), und auf den Umbelliferen, be- sonders ‚an feuchten. Stellen, ‚liessen. sich Dutzende von Zeal in3——4 Species greifen. 7 So gestaltete ‚sich:..der anscheinen so rühe Tag zu einer ‚wahren entomologischen Orgie. - Es lässt sich schwer feststellen, wie-viele dergelb- und rothgeringelten Bombiden tagsüber in meine ‚Flasche - wanderten, - ich will- aber. ausplaudern, dass ich vergnügt
En 3 Uhr war Ach, er BE, N. one um. ach her: ‚zu steigen. Es ging durch..eine ‚enge Schlucht, ‚überragt: von: un- 'geheuren Granitmassen; ‚dann .veränderte sich . auf.‚einem Plateau ; die Vegetation zu. meinen. T/ngunsten. 'Coniferenbestand ohne jedes Unterholz!. Auf. ‚einer Epilobiumblüthe, mit, welcher der Falter sehr, contrastirte, erwischte ieh.ınoch ‚einen ‚der hochseltenen Colias harfordi, und: nun ‚stieg ich, wieder ‚bergab. ; Zum zweiten Male. füllte sich. meine,Flasche mit. Gerambyeiden und Hymenopteren, und, auf Hieracium ähnlichen Pflanzen erbeutete ich | noch ein paar Buprestiden. ....- Gegen 7 Uhr war ich, ie im. Hotel wo. mir eine. Mahlzeit in homöopathischen. Dosen gereicht wurde, welehe ich später unten
‚hier aus der Erde sprudelt., wie.. die warme. Lauge-in Wiesbaden.
genannten. Hofburg „Lauff’s“, sondern man schöpft sich .das heil- kräftige ‚Nass mit ganz gewöhnlichen. ‚Blechnäpfen. ‚aus. den aus- erten. Cisternen. ‚Diese Näpfe sind..an Jangen- Eisenketten tigt wie, die Trinkbecher an den geweihten Brunnen katho- ischer Wallfahrtsorte. ir In der Stadt war. das Postgebäude an. es. okbint F nach Londoner Vorbilde in, irgend einem .Milchgeschäft oder einer Conditorei untergebracht . ‚zu sein,. Während. gestern. wegen. .der Kühle im Hotel die. Dampfheizung . funktionirte, herrschte, heute ‚eine ganz erkleckliche Wärme, und als ich Licht. ‚machte,. fand ich die ganze. Decke schwarz.von Fliegen. Ich schlief somit unter einem entomologischen. Himmel! . . 2er . Einen neuen und sehr nachahmenswerthen . Tan für. Damen ee ich. während der Abendvisite in Manitou noch. ‚kennen, ‚und zwar den. des Figaro! Eine Mulattin in langen, . weissen Kleidern seifte eben einen behaglich ausgestreckten Delinquenten ein!: Welche | Zukunft hätte dieser Erverbezweig für kunlige weibliche Hände in en
Nun für heute suto Nacht, Fräulein Seifenschaum! er 20. Juli. :
3 FH
ıten Half- Way. eine beträchtliche, Steigung . zu. über- gelangt jedoch hinter diesem, auf ein ziemlich flaches mit un und einzelnen Tannen. ‚bestanden. -«Wir:; ‚sind
und , dieser ‚Rasse, Ds Namen den werden im, ae auf ‚vertheilten Formularen ver-
m zu steigen. . Am ‚sogenannten Wiady Pointe WO. für die Bahn ein Hohlweg zwischen den Granitblöcken hindurch ‚gearbeitet | wurde, - wird ‚ein. ‚kurzer, ‚Halt, ‚gemacht, ‚um. Wasser einzunehmen.
ter uns liegenden. Borerücken, Be ‚einen im. Tannangsün ver-
See. Dieser lacht dem Beschauer. nicht so freundlich :ent- unsere Alpenseen, sondern verleiht der Scenerie, seines Wassers wegen, ein düsteres Aussehen... ‚vor 11 Uhr, nach. ungefähr. zweistündiger Fahrt, ist- der 88 ‚hohe Gipfel erreicht, der aus ‚einer. ungeheuren . ‚Stein- besteht und sich aus Milliarden ‚von Granitblöcken zusammen- an Pik. krönt. ein „Aussichjstburan, in welehe, das ver- „In
\ En. und verkauft Kuchen und Hier ‚oder Kaffce . per Portion ä& 15 cts., nicht ‚zu viel; -für -eine ...so-.ab- > Gegend. . ‚In einem , Kramladen ., ‚werden Photographien sitäten feilgeboten. . ‚Also. tout comme .chez. nous! Rings ebäude liegt noch etwas Schnee, und war. eg, entsprechend he en Lage, ‘empfindlich kalt. Ein ea Re LEent- Bist 10H
icht vom, Berge, soll ea. 50 080 en Nuadın-
ügste, der Welt angepriesen.
»
ıZitterpappeln.. «und. :lichter |.
in der Stadt mit 3. oder; 4 Bechern ‚Sodawasser. - ‚auffrischte, :das.
Leider. giebt es hier. kein luxuriöges; Kurhaus, wie.:in der eben |: :
‚soweit das reichen.
‚wie rasend. dahinsausen und mich, bergauf kommend,
‚meine Jagd. darauf beginnen konnte.
)
zweifelsohne imposant; machte mir aber nicht entfernt den maje-
stätischen Eindruck, als jene von Gray’s Pik, weil die Schneegipfel der Rocky-Mountains zu: weit in die Ferne gerückt sind.
‚1: Am..schönsten war. ‘der Blick auf das Hochland von Colorado, ‚welches sich gleich einem Ocean präsentirte, mit hellgrünen Wellen Grasland , und dunkelgrünen, soweit Tannenwälder Zu‘ ‚unseren: Füssen liegt auch die Stadt Colorado-City, ‘welche mit ihren Landhäusern und geradlinigen Strassen wie ein
:Blumenbeet,.von Sandwegen durchschnitten, aussah. Mich litt es ‚nicht lange hier: oben, denn ich war zu begierig, das Insektenleben ‚kennen zu lernen, und so wanderte ich schnurstracks bergab. Erst
stiess ich nur auf Noctuiden, welche, wie alle Falter hier oben, täuschten; denn. vom:-Zuge. aus. glaubte ich Satyriden fliegen zu sehen.
Erst bei Windy-Point waren die Abhänge einigermassen geröll- frei, und. über eine breite Schlucht zog sich eine, anscheinend dürre, mit kurzem:Gras, Potentilla, einem dunkelblauen Vergissmeinnicht ‚und::einem weisslichen :Polygonum bewachsen. Eigentliche Alpen- pflanzen, rosa Steinbrech und Bergklee ausgenommen, gab es nicht. ‚Hier sah ich vom Wege aus einige weisse Falter fliegen, und als ich. hinabstieg, bemerkte ich zu meinem Entzücken, dass es Par- nassier waren. Leider sind diese Zierden des Hochgebirges sehr scheu und der Vormittag, also ihre Hauptflugzeit vorüber, als ich Parnassius sminthus, denn diesen hatte: ich .attrapirt, liebt es, minutenlang zu fliegen, in un- regelmässigen Zügen zu kreuzen und querüber dem Winde entgegen zu steuern.:: Nur selten ‘setzen sich die Vögel zu kurzer Rast auf den. Erdboden, .:und in dieser Stellung überrascht, sind sie dann leicht zu fangen. Behri war keineswegs häufig; denn nach zwei- stündiger, angestrengter Hetzjagd hatte ich nur 6 J’g' und 2Q Q zusammen. :Die schönen Falter neigen zu Extravaganzen; keiner gleicht: dem andern, und die Flecken der Hinterflügel wechseln von gelblich: bis zu roth und sind in der Grösse verschieden. Wie bei vielen anderen Parnassiern variirt auch die Fleckung der Flügel- unterseite. Das allermerkwürdigste an den Thierchen aber ist, dass ihre g'g'. ganz penetrant- „mauseln“, d. h. wie Mäuse riechen oder besser: gesagt stinken. Es wäre: wünschenswerth, zu erfahren, ob auch:;bei: europäischen Parnassiern ein ähnlicher oder überhaupt ein Geruch wahrzunehmen ist.
Neben diesem Edelwild ee ich auf dieser luftigen Höhe auch :den. gemeinen: Vagabunden cardui, und zwar in einer recht farbensatten, grossen, feisten Rasse.
Sonst sah. ich nur: noch eine kleine, rasend fliegende Argyn- nis und ‚ein feurig oranges -Falterchen, wahrscheinlich eine Lycae- nide,:.sowie kleine, hastig dahintaumelnde Lycaeniden. Gegen 1/,3 Uhr musste ich an den Abstieg denken. Ich hatte nun einen steinigen,. zum Theil mit Gras bedeckten und steil abfallenden oe zu passiren, der nur mit weitläufig stehenden Coniferen be- wachsen war.:
Unterwegs ah es nichts zu fangen und desshalb lief ich mehr als ich ging. Nachdem ich so ca. 4000 Fuss hinter mir gelassen, traf ich, in. der Nähe der Bergzeitung wieder auf Epilobium, welches einen schmalen ‚Bachlauf verzierte. An trockenen Stellen wucherte eine fettblättrige, unserem Symphitum ähnliche Pflanze mit blauen Blüthen, welche sehr honigreich sein müssen; denn sie waren von Apiden dieser. Gattungen umschwärmt, an denen ich wiederum reiche Ernte hielt. Auch die so sehr geschätzten Chrysiden lockten diese ‚prächtigen Blüthen an.
Aus der Region der Parnassier war ich jetzt in diejenige der Colias gelangt. Im Vorbeigehen erwischte ich auf Epilobium, trotz der vorgerückten Stunde, noch einige C.harfordi 5191. Ich warf nun noch einen letzten Blick auf den jetzt wie in einen duftigen, blauen Schleier gehüllten Berg,. welcher mit dem wolkenlosen Firmament verschmolzeü schien. Dann thürmte sich die hohe Mauer zweier schroff abfallender. Granitberge: auf, durch welche sich die Bahn- strecke:-hindurchwindet. | Jenseits dieser Felsenenge erreichte ich Halfway-House, ein aus Balken festgefügtes Blockhaus, in dem ich
‚übernachtete.:
Trotz: der einsamen Lage und der primitiven Bauart elek- trisches.:Lieht in demselben, eine mir höchst angenehme Zugabe, denn ich musste nun des Dee Fang umdüten und wollte Notizen u
„Gegen..& Uhr, als es anfing stark zu dunkeln, kamen noch
sen und. ‚wird, ‚Von, ‚den. Eisenbahngesellschaften. ‚als. die. Touristen aus Manitou:auf Eselsrücken an, zwei Hasen und zwei Die Fernsicht ist ja auch! Damen.
Sie hatten den abenteuerlichen Plan, eine Mondschein-
partie auf den Gipfel zu machen, und schleppten in grossen Papp- schachteln Proviant, welcher für eine Woche ausreichen konnte, zu diesem Zweck mit sich.
Ein grosser Fliegenschnäpper kam wie eine Fledermaus an- geflogen, um sich nach kurzem Fluge mit angezogenen Füssen auf den Erdboden niederzulassen.
Die höhere Zoologie auf dem Berge war sonst nur durch einen smarten Esel vertreten, welcher des Dienstes ewig gleichgestellter Uhr im Auf- und Abladen von Touristen müde war, seinem Herrn hier ausriss und sich auf Berges-Höhen flüchtete. Ich sah ihn nahe dem Gipfel, wo er die spärlichen Alpenkräuter abgraste. Früher gab es hier flinke Bergschafe und eine Verwandte unserer Gemse, von den Amerikanern Antilope genannt. >
21. Juli.
So schön wie heute bin ich selten in meinem Leben erwacht. Des Himmels Sonne trieb mir den Schlaf aus den Augen, und als ich ins Freie trat, ringsum Waldesgrün, vor der Thüre Ranuncula- ceen und weisse und rosa Geranien. Kein Laut zu vernehmen, nur das Murmeln eines Bächleins. Schon in aller Frühe tummelte sich im Garten eine unseren Zygaeniden verwandte schwarzweisse Glaucopide mit hyalinen Flügeln. Nachdem ich meine gestern ge- sammelten Schätze der Sonne ausgesetzt und mich an herrlicher Milch beim Frühstück delectirt, folgte ich meinem plapperndem Bächlein. An den Umbelliferen konnte ich mehrere Dutzend schlankleibiger Leptura in 3—4 Arten ablesen, welche ganz wie bei uns die weissen Blüthenköpfe einer Art Schierling besuchten.
Argynnis idalia naschte an Distelköpfen, und die immerschöne Limenitis artemis wurde von exponirten Zweigen heruntergeholt. Die übrige Ausbeute entsprach sonst der vorgestrigen, nur dass heute Dipteren zahlreich auftraten. Fast jede grössere Hymeno- pteren-Species hat Verwandte unter ihnen, so dass es auch in diesem Theil der neuen Welt nicht an Mimetikern fehlt. _ Leider waren auch hier, wie überall, die Copien unendlich viel seltener als das Modell.
Es kamen viele Damen den Berg hass, welche mich ganz ungenirt ansprachen und fragten, ob ich Glück auf der Jagd habe. Durch Zufall erwischte ich kurz vorher einen Parnassius, welcher sich hierher verirrt haben musste. Als Beweis des fein
ausgebildeten Schönheitssinnes dieser Damen will ich anführen, dass sie den Parnassier viel hübscher fanden als silberfleckige Ar- gynnis.
Abends musste ich nach Manitou zurück, um mir Kleider zu holen. Ich leistete mir den Luxus eines Bades in Sodawasser, welches hier in mehreren Quellen aus der Erde sprudelt.
Sonnabend, 22. Juli
Wiederum wolkenloser Himmel, und so fuhr ich ohne Zögern noch einmal bergwärts und stieg diesmal gleich in der Parnassier- Schlucht aus. Der erste Falter, welcher mir heute ins Netz ge- rieth, war mein scheuer, rother Vogel, der unlängst meine Neu- gierde durch seinen rasanten Flug dermassen erregt hatte, dass ich in beständiger Unruhe lebte und ihn coute que coute zu er- obern gedachte.
Das Thierchen entpuppte sich als eine \Charinantd Colias, dunkel- orange mit grünlicher, moosartig melirter Unterseite und dem be- kannten lieblichen rosa Flügelsaum.
Mit aller Energie wurde nun auch den wie besehaen dahin- segelnden Parnassiern nachgestellt, von denen es mir gelang, ein Dutzend einzuheimsen. Wieder fing ich eine Suite von Varietäten, darunter ein Q' mit ganz weissen, nur rothumrandeten Hinter- flügel-Augen und mehrere QO. i
(Fortsetzung folgt.)
Entoemologische Mittheilungen.
1) Ueber das Wandern von Schmetterlingen schreibt C. A. Teich im Correspondenzblatt des Naturtorscher- Vereins zu Riga Folgendes: Dass am Rigaer Strande bisweilen grosse Mengen verschiedenartiger Insekten, darunter zahlreiche Schmetterlinge, vom Meere ausgeworfen werden, ist schon wieder- holt beobachtet worden, so Pieris brassicae im Jahre 1879, Gnophria rubricollis 1885. Bei Niederbartau wurde auch Deilephila nerii vom Meere angespült. In diesem Falle handelt es sich offenbar
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—
geworfen wurde,
seine südeuropäische Heimat verlässt, in Deutschland
vinzen ausdehnt,: wo er sogar noch in Jurjew beobachtet wurde.
Der ganze Habitus der Sphinx- und Deilephila-Arten lässt übrigens
unschwer erkennen, dass sie brillante Flieger sein müssen, und so kann es nicht allzusehr Wunder nehmen, dass einige von ihnen geradezu erstaunlich weite Reisen machen, ja sogar sich über das Meer wagen. So berichtet G. Koch, dass die an der Ostküste von
Nordamerika einheimischen Schwärmerarten Sphinx carolina, quinque-
maculata und Anceryx plebeia in anhaltend warmen Sommern wiederholt in England gefangen, die beiden ersten Arten sogar daselbst aus der Raupe gezogen wurden. Einer meiner Neffen theilte mir mit, dass auf einem Schiffe, welches mehrere Meilen von der Brasilanischen Küste entfernt war, in der Nacht grosse Schmetterlinge zum Lichte geflogen kamen. Es werden wohl auch Sphingiden oder Eulen aus den sehr kräftigen Gattungen Thysania, Erebus, Letis, Syrmia u. s. w. gewesen sein. (Vergl. hierzu frühere Mittheilungen von Dönitz, Pagenstecher u. s. w.)
2) Bienen und die Witterungskunde. Ein belgischer Meteorologe, de Ridder, hat die Beobachtung gemacht, dass seine Fachgenossen an den Bienen eine eigenthümliche Concurrenz haben. Der Gelehrte steht mit seiner Wahrnehmung durchaus nicht allein da und jeder aufmerksame Bienenzüchter wird einen Beitrag zu der Kenntniss der Witterungskunde der Bienen liefern können. Das Bienengeschlecht hat hauptsächlich daran ein Interesse, die Annäherung eines Regenwetters rechtzeitig zu erfahren und sich vor ihm in Sicherheit zu bringen. Man kann sich denken, dass ein Regenguss, der’ einen Bienenschwarm heim Honigsammeln über- raschen würde, ihn nicht nur um einen Theil des mühsam er- beuteten Blüthenstaubes, sondern vielleicht auch zu ernstem Schaden an seinem eigenen Leibe brächte. Daher haben die Bienen eine Art von Sicherheitsdienst eingerichtet, der sie vor derartigen Zufällen schützen soll. Ist der Himmel trübe, bewölkt oder nebelig, so verlassen die Bienen niemals im ganzen Schwarm ihre Behausung, sondern‘. man sieht nur einige Individuen ihren Morgenausflug antreten. Es ist, als ob die Königin zunächst einige Patrouillen auf Kundschaft aussendet, um sich eine Sicherheit darüber zu ver- schaffen, dass man mit dem ganzen Heere ausrücken könne. Liegt das Herannahen eines Regens im Bereich der Möglichkeit, so bleibt
Nerii ist überhaupt gleichsam ein Zugvogel- unter den Schmetterlingen, der, durch günstige Witterungsverhält- nisse oder vielleicht auch durch Wäanderlust veranlasst, nicht selten ziemlich häufig auftaucht und seine Excursionen bis zu den baltischen „Pro-
das Volk lieber im Bienenstock, unablässig nach dem Himmel aus-
schauend, ob sich die Wolken verziehen und erst dann erfolgt ein Ausflug in die Felder und ganze Bataillone rüsten sich zum Angriff gegen den Nektar der Blüthen. Auch bei Nebel fliegen die Bienen
nicht aus, wahrscheinlich aus einem doppelten Grunde: erstens der
Kälte und zweitens der Feuchtigkeit wegen, die von den Bienen beide als Todfeinde ‘betrachtet werden. Die Abneigung der Bienen gegen den Nebel ist so ausgeprägt, dass man nach der Häufigkeit von Nebeln im Frühjahr, ohne sonst etwas von der Bienenzucht
zu verstehen, geradezu die Güte der nächsten Honigernte voraussagen
kann. Auch wenn nicht gerade Nebel eintreten, so hat ein kaltes und nasses Frühjahr in jedem Falle einen nachtheiligen Einfluss auf die Honigernte, nicht nur weil die Blüthen dadurch zurück- bleiben, sondern auch weil die Bienen eben das kalte und nasse Wetter fürchten. Die Wetterkunde der Bienen hat ihre Stärke in der Wettervoraussage, da die Insekten sich, wie gesagt, möglichst vor unangenehmen Ueberraschungen seitens des Wetters schützen müssen. Die Wachsamkeit der Bienen schlummert nıe, weder im Bienenstock noch im Felde, und stets wird das Gesicht, das Gehör und der Geruch dazu angewandt, um das Leben des einzelnen und des ganzen Bienenstaates zu erhalten und zu schützen. Wenn eine dicke Wolke die Sonne verschleiert, so kann man oft eine plötzliche Rückkehr der Bienenschwärme zu ihrer Behausung beobachten, auch wenn sich noch gar kein Regen einstellt. Man sieht dann Hunderte von Bienen aus allen Richtungen heranfliegen, die sich
zum Haupteingang des Stockes drängen, um diesen nicht weniger
eilig zu verlassen, wenn sich die Besorgniss als unnöthig erwiesen hat. Aber auch die Bienen sind in ihrer Witterungskunde nicht unfehlbar, gerade wie die Menschen auch, und sie lassen sich trotz aller Wachsamkeit zuweilen von einem Gewitter überraschen und erleiden dann sicherlich grossen Schaden.
Wenn z. B. am Morgen um ein Thier, welches, von oder über Deutschland kommend, auf|ein Gewitter aus SW. oder NW. aufzieht und erst dann zum seinen nächtlichen Streifereien vom Sturme erfasst und in das Meer | Ausbruch kommt, wenn die äussersten Gewitterwolken bis über den >
Hälfte des Himmels ahrenddessen unverhüllt bleibt,
& ‚sicheren Hafen zu gewinnen.
ı,” ee it Ten.
Zenith hinauf gestiegen sind, so fehlt den Bienen ‚scheinbar die Möglichkeit, die Gefahr zu erkennen, weil die Sonne auf der anderen bis das ‘ Unwetter wirklich begonnen hat. Dasselbe kann naar, wenn amı Nachmittag unter ähnlichen Bedingungen ein Gewitter aus O. oder NO. plötzlich hereinbricht. Bewölkt sich der Himiel aber langsam und verschwindet die Sonne allmählich hinter einer Wolkenbank, oder setzt ein Unwetter schon in grösserer Ferne mit grollendem Donner ein, so verstehen die Bienen sofort die warnenden Zeichen und machen sich eiligst von dannen, um bei Zeiten den
x
Nachrichten aus dem
herliner Entomologischen Verein. Sitzung vom 28. December 1899.
- (Sitzungen finden an jedem Donnerstag Abends 8!/, Uhr im Restaurant Lindenhötel, Berlin NW., Kl. Kirchgasse 2/3 (Unter den Linden), statt. — Gäste willkommen !)
a7
Himbeere, Erdbeere und Birke, dann mit Eicte und endlich mit E»heu ge- füttert, welche letzteren sie im Anfang widerstrebend, daun aber besser an- nahmen. Wenn schon die jungen Raupen recht verschieden von der hiesigen Form aussehen, so macht sich bei den ausgewachsenen noch ganz besonders bemerkbar, dass auf jedem der schwarzen Segmentiinge ein weisser Punkt steht uni dass die Haarspitzen weisslich gefärbt sind. Auffällig ist auch das Gesp'nnst. Die Raupa verfertigt sich ein loses Hinzegespinnst, in dem die Puppe ruht,
H.rr G.L. Schulz, welcher die Bier für die erwähnte Zucht aus den Alpen gesendet hat, bemerkt zur Entwicklungsgeschichte dieser Varietät Folgendes: In der Natur schlüpft dia Raupe im August, überwintert klein, gewöhnlich unter dem Schnee, liefert die Puppe im Juli - August des nü.h- sten Jahres, diese überwintert wiederum und der Falt.r erscheint im Juni des dritten Jahres. Dieser natürlichen Entwicklung gegenüber ist Jdas Zucht-
resultat des Herrn Kloss besonders beachtensweıth.
Herr Hensel lässt Papilio podalirius ab. undecimlineatus Eim. & cirkuliren. Ohne Weiteres sind an solcher Abart nur 8 Binden zu constatiren, bei genauerer Untersuchung, namentlich aber bei Betrachtung der Unterseite kann man deren 11 unterscheiden, nämlich 1 Marginal-, 2 zu- sammenfliessende Submarginal-, 6 Mittel-, 2 Bisalbinden, deren letzte eigent- lich nur den schwarz verfärbten Wuızeliheil des Vorderflügels darstellt. Eimer nennt diese Bindenzeichnung Längsstreijfung. Dies widerspricht dem natür- lichen Gefühl und der Gewohnheit. Man spricht von der Länge eines Flügels, d. h. die Entfernung von der Wurzel zur Spitze. Hiernach müssen als Längs- streifen solche Zeichnungen angesehen werden, die in derselben Richtung, d.i. ın der Richtung des Vorderrandes, bezw. in der Richtung der Haupt-
adern laufen,
5. 2
= Suche
‚noch einige überseeische
‚Insekten-Sammler
_ zwecks Ankauf ihrer eigenen Aus- _ beuten. Hauptsächlich Schmetter-
‚linge und Käfer erwünscht. - Gefällige Offerten erbittet
Martin Brauner, Zabrze 0/8. & ML (Deutschland).
Lebende Puppen: Papilio ajax _Nordam. a 70, promethea ä 20, Sph. pinastri 8, P. piniperda 9 dr en pp- 30 d. Eier: Polia xanthomista Dtzd. # 2 monacha 10, 100 Stck. 50, mori 5, 100 Stck. 25 4, Porto 10 J. 100 Prachtwanzen von Kame- a run, bestimmt, 10 Arten #4 12.— 100 diverse Insekten von Kamerun, dabei grüner Goliath-
; äfer A 12.— =, 100 alas von Chile, dabei Chiasogn. granti g' M 15. —
= 100 desgl. von Windhoek, Dtsch.- Südwestafr ika MID
_ Tadellose Dütenfalter e. 1.,
4 Ohile: Eudelia canenılla nur ; MI. 6.—, Eud. rufescens % 2.—, Colias Be ehtieri Paar 2% I
leria auripennis 4 1.— b Käfer: Ceroglossus ne 400, darwini 150, gueitoensis 300, _ suturalis 150, sybarita 200, castro- önsis 125, andestus 125, salhli- _ viae 100 d, alle 8 Steck. 4 14. — _ passable Stücke 1/, Preis. hie, Sogn. granti GQ' Riesen M% 2.75, kleiner % 1.25, pass. 1/, Preis. rto und Packung 30 J. 100 bestimmte Falter, Nord- rika, in Düten, 30 Arten, da-
bei viele Saturnien, Ab Di in 50 Arten MM 15.—. Porto pp. En fall
A. Voelschow, Schwerin, Meckl. TREE
Herr Kloss theilt mit, dass er in seiner Zucht von Bombyx quer- cus yar. alpina schon jetzt eine Anzahl Puppen erhalten hat.
DIENEN SE NENNE IENSNENENENELEEEG
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Viele der G'g' waren mit so intensivem Mausegeruch behaftet, dass meine Finger mintenlang nicht davon befreit werden konnten,
Auch zwei der scheuen Argynnis, mit deren Beobachtung ich mich vorgestern begnügen musste, wurden erwischt, und erwiesen sich als deliciöse Falter von hoch alpinem Habitus und ähneln halb- wegs unserer Argynnis pales aus dem Wallis, Mein Weidmanns- glück war — helas! — nur von kurzer Dauer. Gegen 12 Uhr zogen sich finstere Wolken über mir zusammen und liessen eiskalten Regen und Hagel herniederrauschen. Die Sonne kam zwar später noch für kurze Augenblicke zum Vorschein, aber mit dem Schmetter- lingstreiben war es doch zu Ende. Einige Parnassier überraschte ich trotzdem noch in Ruhestellung. Sie sassen auf dem Erdboden oder lagen a'ıf den Kräutern mit halboffenen Flügeln, die Vorder- flügel etwa: nach hinten geschoben und mit gesenkten Fühlern, resignirt in ihr Schicksal ergeben. Auch die eben noch so turbu- lenten Colias verbargen sich jetzt unter den Blüthen der Potentillen
mit zusammengeschlagenen Flügeln und waren so zahm, dass ich sie mit den Fingern greifen konnte. Nur die zu vielen Tausenden auf den Blüthen herumschwirrenden Fliegen liessen sich in ihrem Lebensgenuss nicht stören, und durch Köschern erlangte ich davon und von Haltieiden eine grosse Anzahl. Gegen 2 Uhr fing es von Neuem an zu regnen und nun begann ich Steine zu wenden, ein schwieriges und ziemlich betrübendes Geschäft; denn kaum nach 25 oder 30 Steinen hatte ich einen Carabus als Resultat. Diese varliren etwas in der Grösse und Sculptur, viele sind granulirt, andere ziemlich glatt. Gleich Raubrittern schienen sie in ihrer Nähe keinen Kumpan zu dulden und beherrschten für sıch allein ein weites Terrain. Merkwürdiger Weise fand sich gelegentlich eine rothleibige, blauflügelige Ichneumide unter demselben Stein. Sollte eine Symbiose diese ungleichen Freunde zusammenführen???
Die Caraben, wahrscheinlich agassizi, fanden sich ausschliess- lich unter flachen, dem Grase aufliegenden Granitplatten. Unter kleineren Steinen holte ich dann noch einige braunrothe Ancho- menus hervor, auch waren zierliche Scolopendriden und eine graue Erdspinne mit blauem Eiersack nicht selten.
Sehr verwundert war ich über die Erscheinung von Tipuliden, welche sowohl hier, als auch am Grays Pık bis nahe auf 14000 Fuss vorkommen.
Die Nacht wollte ich im Halfway-House verbringen, wo ich gegen 5 Uhr ankam. Somit blieb mir noch Zeit zu einem Abend- Ausflug, welcher mir noch ein paar Dutzend Longicornier, von Schierlingsblüthen herabgeholt, einbrachte. Gegen 7 Uhr begann die mir wohlbekannte, in den europäischen Sammlungen vielfach verbreitete Deilephila lineata zu schwärmen. . Gleich Colibris um- schwirrten diese Sphingiden die Blüthen des Epilobiums in solcher Eile, dass es unmöglich war, die herrliche Färbung der Hinterflügel zu erkennen, und sie als eine zitternde, graue Masse erschienen. Zwei des Weges kommende Amerikaner glaubten bestimmt, es seien kleine Vögel.
Als ich am späten Abend die heutige Ausbeute sortirte und verpackte, fand ich, dass 12 Parnassier, 9 Colias und mehrere hundert Musciden zur Strecke gekommen waren.
Sonntag, 23. Juli.
Der frühe Morgen brachte mir einige Argynnis, drei Limenitis artemis, sowie eine grosse Zahl von Bombiden. Trotz des stechenden Sonnenscheins raste als pathologische und ungewohnte Erscheinung eine Deilephila lineata von einem Epilobiumbestand zum andern:
Gegen 11 Uhr setzte Gewitterregen ein, und hatte ich nun so recht Gelegenheit, die günstige Lage meines derzeitigen Quartiers kennen zu lernen. Mit leichter Mühe liessen sich selbst während des Regens ca. 30 Glaucopiden fangen, welche vom Garten und Walde aus an das Blockhaus herangeflogen kamen und das Dach desselben umgankelten, so dass ich die Veranda mit keinem Schritt zu verlassen brauchte.
Auch einem Botaniker würde der Peak eine Quelle nie Ueberraschungen sein. Jeder Spaziergang erschliesst neue Pflanzen, und neben Tigerlilien, Rittersporn, wilden Rosen und violetten Daisies spriesst in tropischer Schönheit die grossblumige, bleich- lilafarbene Mariposa-Lilie, wahrscheinlich noch von den Spaniern mit diesem poetischen Namen bedacht, der „Schmetterlingslilie‘“ be- ‚deutet.
Den ganzen Nachmittag regnete es in Strömen und freute ich mich von Herzen über die unfreiwillige Muse. Zwei Damen aus Chicago, Miss Reasoner und ihre Schwester Mrs. Forster, welche meine Nachbarinnen im Blockhaus sind, interessiren sich sehr leb- haft für meine Sammlungen und möchten gerne den „Kissingbug“ ‘kennen lernen: Der Kissingbug ist so eine Art „Seeschlange auf dem Land“ und wird von den hiesigen Sensationsblättern als will- kommene Jinte eingefangen, gepflegt und illustrirt. Die Figuren machen der Phantasie der Künstler alle Ehre, meistens sind es Hemipteren mit Polypenarmen anstatt Fühlern, welche dem Pubh- kum als Kissingbug, d. h. „Küssender Käfer“ vorgestellt werden, und neun Zehntel aller Damen können aus Angst vor dem neu- entdeckten Ungeheuer nicht mehr ruhig schlafen. Die Wahrheit von dem ganzen Lärm ist etwa folgende: In Washington wurde eines Narlıts eine Dame von einer zufällig ins Schlafzimmer ge- flogenen Rıubwanze in die Unterlippe gestochen, und diese schwoll etwas au. Am nächsten Morgen hatte sich die Reporterphantasie des harınlosen Unfalls bemächtigt, und jede Zeitung brachte spalten- lange Abhandlungen und schaudererregende Holzschnitte.
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Mich begleitete der „Kissingbug“ bisher etappenweise von New York bis auf die Berge Colorados und bringt für mich das Angenehme mit sich, dass die „Entomologie‘‘ und der „Entomologiste‘ oder Bugologiste, wie Spassvögel letzteren auf amerikanisch DEDDE populär geworden sind. .
Leider ist mir noch keine dieser Raubwanzen hier vorgekommen, sonst würde ich eine Schaustellung des Ungeheuers veranstalten und als Entr&e einen Kuss von jeder hübschen Lady verlangen, von den Gentlemen dagegen das Ablegen der Zahnstocher.
Montag, 24. Juli.
Der gestrige Regen hatte die Atmosphäre gereinigt und heute stand den ganzen Tag auch kein Wölkchen am Himmel. Ein Aus- flug nach dem sogenannten Ruxton Park brachte mir 3 Species Coenonympha, welche sich auf Gräser an feuchten Stellen setzen, und ein paar Dutzend reizende Theclas, die Blüthen von Ranun- culaceen und Potentilla besuchen, ein. Der Zitterpappelbestand des Parkes ist mit Tausenden von Raupennestern bedeckt, welche wahrscheinlich einer Lymantride angehören, die des Abends in Manitou und auch hier ans Licht geflogen kommt.
Nachmittags, als ich wieder dabei war, schönbehaarte Hummeln zu fangen, stellte sich mir ein vorübergehender Tourist als Schüler des Orthopterologen Brunner in Lincoln vor. Er kannte einige von den herumfliegenden Hymenopteren, aber viel wichtiger waren mir seine botanischen Kenntnisse. So erfuhr ich denn, dass die Favorit- pflanze der Bombide mit den unlängst erwähnten tiefblauen Blüthen: „Prictstemon coeruleus“ und die schöne Mariposa-Lilie „Calochortus mutallii“ heisst, die hier wachsenden Coniferen wahrscheinlich Abies pungens und Pinus engelmanni angehören.
Dienstag 25. Juli.
Um 1/,10 Uhr entführte mich der Zug, um mich an Windy- Point, der Parnassierecke, zu bringen. Die Sonne hielt heute wacker Stand und erfreute das „Hochwild‘“ bis gegen 2 Uhr mit ihrem ehrlichen Schein. Und so hatte ich endlich einen voll- kommenen Sieg zu verzeichnen. Das Resultat des Tages bestand in ca. 50 Parnassiern und 30 Colias, und das durch das unaus- gesetzte Bergab- und Bergauflaufen verursachte Herzklopfen und die totale Erschöpfung nach ca. 7stündiger Hetzjagd waren infolge- dessen schnell vergessen. Als ganz neu ist die Erbeutung eines riesigen gelben Colias C zu verzeichnen, mit ausgedehnten, schwarzen Flecken, wahrscheinlich der Bergform des auf 9 und 10000 Fuss nicht sehr seltenen Colias harfordi. Sehr überaschend kam das Auftauchen des Hausthieres „Danais archippus“ sowie der Deile- phila lineata“ in der Höhe von ca. 13000 Fuss. HErsterer hatte sich wohl nur zufällig nach dem Bergesgipfel verirrt, während lineata ziemlich häufig war. Von was mag sich wohl die Raupe hier oben nähren? u
Die Blüthen einer Art Arnica waren gelegentlich von einer lieblichen Melitaea spec. besucht, und einige reizende Lycaeniden vervollständigen das alpine Bild.
Der Abhang, der all diese Kostbarkeiten lieferte, führt in einen weiten Bergkessel, welcher früher vergletschert gewesen sein muss. Gewaltige Granitmassen unterhalb seines Südufers tragen auf ihren abgeschliffenen und gerundeten Kuppen noch deutlich die Spuren des früheren Eisstromes. Die Aussicht von der Höhe meines Fang- platzes auf die in der Ferne Blau in Blau verschwimmende Haupt- kette der Rocky-Mountains und das Hochland mit seinen hellgrünen von der Sonne beschienenen und dunkelblauen, von den Wolken beschatteten Gefilden war heute besonders umfassend. Die Land- schaft stimmt in ihrer Farbenarmuth und ihrem Grün und Blau etwas melancholisch.
(Fortsetzung folgt.)
Einige Bauten von Hautflüglern.. Von Prof. Dr. Rudow. (Nachdruck verboten.)
In dieser Zeitschrift habe ich seiner Zeit den von mir auf- gefundenen Bau von der blauen Biene Ceratina albilabris beschreiben können, nachdem bis dahin diese Biene als nicht selbstbauend an- gesehen war, weil sie, wegen mangelnder Behaarung, unter die, Einmieter oder Schmarotzer gezählt wurde. Der Bau befand sich. in einem dürren Stengel von Tanacetum und füllte die Markhöhle fingerlang mit länglichen Zellen und fast kugelrunden Pupp 1 hüllen aus.
Von meinem Freunde Herrn ©. Kopp erhielt ich aus dem südlichen Württemberg einen im Herbste gesammelten Brombeer- - stengel, welcher sich als bewohnt von Ceratina coerulea Vill., der kleinsten deutschen. Art, erwies. Dieser Bau ist von dem vorher erwähnten sehr verschieden, so dass man ganz verschiedene Gattungen als Bewohner muthmassen kann, wenn die ausgeschlüpften Bienen nicht jede Irrung aufhöben.
Das Stück Brombeerzweig von der Dicke eines Mannesfingers ist von seinem abgeschnittenen Ende an bis zur Länge von zwölf Centimetern genau in der Mitte regelmässig walzenförmig, dem Leibesumfange der Biene entsprechend, ausgehöhlt und in gleich grosse Zellen abgetheilt, welche durch Zwischenwände von Mark- mehl, von sehr lockerer Beschaffenheit, getrennt sind. Die Puppen- hüllen sind bei dieser Art länglich, den Wandungen fest anliegend,. sehr dünn, durchsichtig, leicht zerreissend und beim Ausschlüpfen der Bienen nur in kleinen Stückchen übrigbleibend. Das Larven- futter besteht aus kleinen, gelben, bröcklichen Kügelchen von Blütenstaub aus Tanacetum und Achillea, vermischt mit wenig Honig und erkennbar an dem charakteristischen Geruche dieser Pflanzen. Die Futterklümpchen werden von den Bienen mit dem nach unten gekrümmten Hinterleibe zum Bau getragen, aber ebenso mit den Beinen gesammelt, wie von anderen Arten, und an den kurzen Borsten befestigt.
Eine andere Gattung, Prosopis, meist nur kleine Arten von schwarzer Farbe enthaltend, die in der Gestalt Ceratina ähneln, wurde auch oft als Schmarotzerbiene angesehen, ist aber von mir und meinem Freunde neuerdings wiederholt mit ihrem selbstge- fertigten Baue aufgefunden worden. Pr. variegata Fbr. habe ich im südlichen Tirol auf Höhen von über 500 Metern wiederholt in Doldenstengeln wohnend angetroffen und schon beschrieben, auch verlassene Bauten anderer Holzbewohner benutzend gefunden. Pros. communis Nyl., annulata L., signata Pz., dilatata Kb. sind aus Pflanzenstengeln auskriechend erhalten, ohne dass andere Bienen als Mitbewohner angetroffen wurden.
Neuerdings zeigte sich ein Brombeerzweig als von Prosopis bewohnt und entliess eine ausgezeichnete Art, welche wahrscheinlich noch neu ist. Sie gehört zur Gruppe derer, wo die Männchen dreieckig verbreiterte Grundglieder der Fühler besitzen, welche bei dieser Art doppelt so breit oben als unten sind. Die Fühler sind bei beiden Geschlechtern einfarbig. schwefelgelb und fallen durch dieses Merkmal sofort ins Auge. Das Gesicht ist beim Männchen fast ganz schwarz bis auf einen gelben Fleck über den Oberkiefern, beim Weibchen schmal gelbgestreift an den Augen, die Beine sind hellgelb gefärbt von den Knien an. Der Grösse nach gehört die Biene zu den kleineren Arten der Gattung. Sie mag unter den " Namen flavicornis gehen.
Der Bau nimmt eine Länge von sechs Centimetern in der _ Markhöhle ein, und hat den Durchmesser. einer mässig dicken 3 Be aeknadel, besteht aus sechs Zellen, von einander durch lockeres Markmehl getrennt. Die Püppenkallen sind fein, weiss glänzend, _ durchsichtig, regelmässig walzenförmig und am annila durch eine \ dichtere Decke von Haut und Speiseresten verschlossen, was sonst
bei Anthophiliden nicht oft vorkommt. Der Eingang führt von oben
her durch das weiche Mark und ist durch einen längeren Pfropfen ' von Holzmehl locker verschlossen. Futterreste sind hellgelb gefärbt, - krümlich und geschmacklos.
Colletes marginata L. wurde gefunden in einem Steine von Granit zwischen Geröll am Südabhange einer Kiesgrube. Da der Stein oberflächlich verwittert war, hatte die Wespe in ihn hinein _ regelmässige, walzige Gruben gebohrt, aus denen die Zellen zu einem Drittel herausragen. Auffallend sind die dicken Wandungen von derber, brauner Haut, welche die Höhlungen auskleiden, und in denen seh erst als Iinmeerrernlaes die bekannten Seidenhüllen be- nden. Man könnte den Bau für den einer Osmia halten, wenn nicht die Biene unzweifelhaft als Bewohnerin feststände, denn bei _ den anderen Wohnungen dieser und verwandten Arten fehlt die - diehte Schutzhülle. Aus Erdzellen von mehreren Arten Odynerus, ‚besonders Hoplopus, auch aus Rohrstengeln ohne besondere Erd- zellen, nur mit Scheidewänden von kleinen Steinchen, erhielt ich neben den bekannten Schmarotzern auch eine schöne, bunte Cryptus- art, sowohl aus Tiroler, als auch süd- und norddeutschen Nestern. Die Art ist von mittlerer Grösse, steht der zierlichen Cr. flagitator Rsı. nahe, ist aber viel lebhatter gefärbt, am ganzen Vorderleibe - hellroth, dem Hinterleibe blauschwarz mit viel weiss und. roth, mit | breit weiss geringelten Fühlern und Beinen und ist noch unbe-
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schrieben, weshalb sie Cr. illustris genannt werden möge. Nähere Beschreibungen beider neuen Arten werden später erfolgen.
Osmia parvula Duf.' in. Brombeerstengeln in verschiedenen Gegenden Deutschlands nistend gefunden, wohnt auch in Rohr und legt drei bis vier Zellen neben einander an. Die Puppenhüllen sind verhältnissmässig gross zur Gestalt der Bieneundvon fast kugel- runder Form, dickwandig, hellbraun, aber von ähnlichen Arten nicht abweichend. Das Larvenfutter ist gelb gefärbt, in kleinen Ballen von wenig zusammenhängender Beschaffenheit vorhanden und geruch- los. Die Bauten, welche schon von den Bewohnern verlassen waren, wurden von vielen kleinen schwarzen Schmarotzeıfliegen bewohnt, deren Larven, immer zu Dutzenden in einer Zelle vor- handen, deren Inhalt völlig aufzehren und ein feines, gelbes Fulver zurücklassen. Daher kommt es, dass immer nur wenige Bienen sich regelmässig in einem Baue entwickeln.
Von ausländischen Bienenwohnungen erhielt ich die von Pelopoeus laetus Sm., eine der buntesten uod stattlichsten Arten Australiens aus Neu Guinea. Der Bau hat die Grösse einer Mannesfaust, besteht aus fester, grobkörniger, gelber Lehmerde und war einer glatten Wand angefügt, deren Mörtelbewurf noch an der glatt abgetrennten Unterseite beinerkbar ist.
Von der Wand hebt sich der Erdklumpen ungefähr fünf Centimeter ab und bildet eine zwölf Centimeter lauge und vier Centimeter breite harte Masse, welche nach oben flach abgerundet erscheint. Bei der Ankunft war der Bau völlig geschlossen, da aber selbst nach mehreren Wochen keine Wespen ausschlüpften, wurde er angebohrt, um die Zellen bloszulegen und zur Unter- suchung tauglich zu machen. Dabei wurden einige, fertig ent- wickelte, wenn auch tote Wespen erhalten, wodurch die Art der Erbauer zweifellos festgestellt werden konnte, während andere Zellen flügellose Wespen und noch unentwickelte Puppen lieferten. Noch andere Zellen waren angefüllt mit fünf bis sieben langbeinigen Spinnen, noch wohlerhalten aber so leicht zerbrechlich, dass sie nicht ganzbeinig herauszubekommen waren. Die Zellen sind mit einer festen, glänzenden, in Wasser unlöslichen Schicht ausgekleidet, die Larvenhüllen hellgelb gefärbt, sehr dünn und leicht zerreissend. Schmarotzer fanden sich nur Stilbum calens Db. und splendidım L., in immer grün gefärbter Abart vor. Die Anzahl der Zellen dürfte nahe an zwanzig reichen, eine genaue Zählung lässt sich aber ohne völlige Zerstörung des Baues nicht vornehmen. Die Wohnungen von Pelopoeus fistularis DIb. und figulus Dlb. habe ich in mehreren, wohlerhaltenen Stöcken aus Brasilien vorliegend. Beide Arten stimmen auffallend im Nestbau überein, so dass man, ohne aus- schlüpfende Wespen keinen Unterschied machen kann. Die Nester, alle aus gelbgrauer, grobkörniger, thonartiger Erde bestehend, haben eine Grösse, wechselnd von Hühnerei bis zur kleinen Faust. Sie sind entweder mit einer geraden Fläche an einem Steine oder einer Wand angeheftet oder einem Baumstamme angefügt, dessen Rinden- furchen mit Erde ausgefüttert sind. Die Zellen sind in derselben Weise, wie bei allen bisher bekannten Arten eingerichtet, immer durch feste, breite Zwischenwände völlig getrennt und öffnen sich nach aussen in kreisrunden, scharfkantigen, grossen Löchern.
Einige vollendete und mehrere noch flügellose, immer tote Wespen wurden aus den Zellen herausgezogen nebst dem üblichen Larvenfutter von Spinnen verschiedener Art und Färbung, welche aber alle sehr zerbrechliche Stücke darbieten. Mehrere Musciden, von der Grösse der Stubenfliege und ebensolcher Färbung ent- wickelten sich aus braunen, matten Puppen als einzige lebende Be- wohner des Baues.
Abweichend von der beschriebenen Form ist ein Erdbau, welcher derselben Art figulus zugehört. Er ist rund um einen dünnen Zweig angeheftet, so dass dieser fast die Mitte des Erd- ballens durchbohrt und fest mit ihm verbunden ist. Von der Grösse eines starken Hühnereies. hat das Nest eine fast regelmässige, bienen- förmige Gestalt, am verjüngten Ende mit vorragender Spitze, welche aber nicht den Eingang darstellt, sondern massiv ist.
Farbe und Beschaffenheit ist wie vorher, die Zellen liegen ziemlich regelmässig vertheilt und sind nach aussen hin durch dicke Wandungen abgeschlossen. Inhalt und Larvenfutter weichen nicht von denen der anderen Arten ab. Der Bau hat grosse Aehnlich- keit mit denen gewisser Chalicodoma-Arten, welche auch sehr ver- schieden gestaltet sind, und wäre am leichtesten mit dem von Ch.
‚sicula zu verwechseln, von welcher ähnliche Gebilde an Zweigen
bekannt sind,
Aberrationen von Agrotis fimbria L. Von H. Gauckler. (Nachdruck verboten.)
Agrotis fimbria ist eine in der Färbung der Oberflügel un- gemein abändernde Art. Die Unterflügel variiren nur äusserst selten in ihrer Färbung, )
Es kommen die nachfolgenden Farben-Aberrationen der Ober- flügel vor:
I. Gruppe: olivbraun, röthlichbraun, braungrau, braungelb. II. Gruppe: ockergelb, weissgelb. III. Gruppe: olivgrün, blaugrün.
Die zu Gruppe I gehörigen Thiere werden am häufigsten ge- fangen und erzogen, während die zu den Gruppen II und III zu zählenden Falter seltener sind.
I. Gruppe.
Die (olivbraunen und röthlichbraunen) Thiere weisen meist scharfe Zeichnung auf. Das Wurzelfeld ist stark verdunkelt, das Mittelfeld etwas aufgehellt, das Saumfeld meist noch heller be- schuppt; hierdurch tritt die dunkle, breite, eckige Binde scharf hervor, ebenso der in der Nähe der Flügelspitze am Kostalrande stehende dunkle Fleck. Kopf und Thorax sind meist hellbraun.
Il. Gruppe.
Bei den hierher gehörigen sehr hellen Stücken tritt die Zeichnung oft sehr wenig scharf hervor; namentlich verschwindet bei solchen Faltern zuweilen gänzlich der nahe der Flügelspitze stehende dunkle, nach innen verwaschene Fleck; auch tritt die breite braune Querbinde nur wenig hervor, zuweilen erscheint sie nur noch als schwacher Schatten. Die Oberflügel erscheinen dann nahezu einfarbig.
Bei solch’ ganz hellen Stücken ist auch der Thorax und Kopf meist so hell gefärbt wie die Oberflügel. Die Makeln sind oft ganz undeutlich.
III. Gruppe. Hierher gehören die schönsten Falter. Bei diesen ist das Wurzelfeld, wie auch besonders das Saumfeld schön oliv — oder
blaugrün gefärbt; während die breite, nach aussen, etwa in der Flügelmitte, eckig vorspringende, durch eine helle Linie gesäumte Binde meist bräunlich bleibt, zuweilen aber auch grünlich an- geflogen ist.
Recht scharf hebt sich hier der braune, nach der Flügelspitze am Kostalrande stehende Fleck ab, der bei diesen Faltern ebenfalls oft grün überflogen ist.
Das Mittelfeld der Oberflügel zeigt wenig Neigung grün zu werden, es ist nach dem Kostalrande zu meist hellbräunlichgrau, nach dem Innenrande sich verdunkelnd.
Kopf und Thorax haben nur schwache, grünliche Färbung. Die Makeln treten bei den grünen Stücken in Folge ihrer hellen Um- randung scharf hervor.
Die Unterseite der Oberflügel ist bei allen angeführten Aber- rationen schwarz beschuppt, einen breiten hellen Aussenrand frei- lassend.
Zuweilen kommt es wohl vor, dass die schwarze Färbung in der Nähe der Flügelwurzel stark aufgehellt ist, so dass die Grund- farbe der Oberflügel in einem länglichen Fleck zum Vorschein kommt.
Der Leib ist oberhalb orangegelb wie die Unterflügel, unter- seits stets weiss, ebenso die Beine,
In der Grösse variirt fimbria äusserst selten und züchtet und fängt man meist nur normal grosse Thiere.
Agrotis fimbria ist leicht zu erziehen, die Raupe überwintert klein in der Natur, lässt sich aber im Zimmer treiben und mit Salat- und Kohlarten zur Verwandlung bringen.
Im Freien findet man dieselbe am häufigsten im Frühjahre an Primeln. Trotzdem sie bei Tage versteckt lebt, ist sie in der Nähe der Primelpflanzen in trocknen zusammergerollten Blättern unschwer zu suchen, in denen sie sich gern verbirgt. Da Primula veris eine der ersten grünenden Pflanzen ist, so kann man die einzelnen, Frassspuren zeigenden Büsche und deren Umgebung nach Raupen absuchen.
In wenigen Stunden lassen sich bisweilen deren 30 bis 40 Stück einsammeln. Die beste Zeit hierzu ist Mitte April, da zu dieser Zeit die meisten Raupen nahezu erwachsen sind und die weitere Zucht keine grosse Mühe verursacht.
Eintomologische Mittheilungen.
1) Die Gartenhaarmücke, Bibio hortulanus L., ist schon seit langer Zeit dadurch bekannt, dass ihre Larve an den Wurzeln und Knollen der Feld- und Gartengewächse schädlich auftritt. Die Mücke wird 8—9 mm lang, das Männchen sieht schwarz aus. und ist schwach weisslich behaart, hei dem Weibchen ist die Oberseite des Thorax und der ganze Hinterleib gelbroth gefärbt. Im April und Mai kann man diese Fliege, wie auch die nahestehende April- fliege, Bibio marci L., oft zu Tausenden an demselben Orte an- treffen; bei schönem Wetter fliegen sie langsam umher, indem sie ihre Beine lang herabhängen lassen, bei Kälte und Nässe sitzen sie träge an den Pflanzen. — Neuerdiugs traten die Larven der Gartenhaarmücke in besonders schädlicher Weise auf den Feldern und in den Gärten der Prittitzer Flur, zwischen Zeitz und Weissen- fels, auf; die Thiere wurden durch die Versuchsstation für Pflanzen- schutz zu Halle an der Saale als zur genannten Art gehörig fest- gestellt. Schon im Jahre 1894 waren dieLarven in dortiger Gegend, bei Friedeburg an der Saale, konstatirt worden. Das Weibchen legt etwa eine Woche nach der Paarung gegen 150 Eier in die Erde, vorzugsweise in solche, die mit verrottetem Dünger vermischt ist. Im Juli und August kriechen die Larven aus, dieselben sind walzenförmig und sehen schmutzig graubraun aus, die Oberseite ist deutlich quergerunzelt; Beine fehlen der Larve, an deren Stelle hat sie feine, nach hinten gerichtete Dornen, von denen je einer seitlich an jedem Körpersegment sitzt. Bis zur Verpuppung, die erst im nächsten Jahre erfolgt, erreichen die Larven eine Länge von 15 mm. Die Larven aus einem Eigelege bleiben stets nahe bei einander in der Erde, infolgedessen beschränkt sich ihre schäd- liche Wirkung anch meist auf mehr oder weniger scharf begrenzte Flächen. Sie fressen sowohl allerlei verwesende organische Stoffe als die lebenden Wurzeln verschiedener Pflanzen; kleine Löcher und Erdhäufchen zeigen ihre Gegenwart im Boden an. Als Gegen- mittel hat sich tiefes Pflügen des Bodens bewährt; noch sicherer erscheint das Wegfangen der Fliegen, die an trüben Tagen in der Morgenfrühe mit einem Kätscher leicht an den Pflanzen abzustreifen sind, ja mit der Hand abgelesen werden können. S. Sch.
2) Eine zweite Generation von Arctia caja hat nach _ C. A, Teich’s Mittheilung Sintenis erzogen, Dieser züchtete den Falter aus den Eiern; dıe Raupen fütterte er mit Symphoricarpus racemosus. Nach den ersten Häutungen (Ende Juli) wuchs eine Anzahl Raupen schneller als die Mehrzahl und verpuppte sich Ende August. Die Mehrzahl blieb so klein, wie sie im Freien um diese Zeit vorzukommen pflegt, und überwinterte. Die verpuppten Thiere lieferten im September und Oktober gegen 80 Falter, welche kleiner und merklich dunkler waren als gewöhnlich. Aus den überwinterten Raupen entwickelten sich typische Schmetterlinge. Bisher ist wohl noch niemals eine zweite Generation von caja be- obachtet worden, eine solche dürfte sich auch im Freien schwer- lich entwickeln. Die dunklere Farbe derselben schreibt Sintenis € dem Futter, die geringere Grösse der schnelleren Entwicklung zu. Letzteres dürfte zweifellos richtig sein, da bekanntlich die Thiere der zweiten und dritten Generation (bei künstlicher Zimmerzucht) von Lasiocampa-Arten ebenfalls bedeutend kleiner ausfallen, als bei der natürlichen. Entwicklung im Freien.
Nachrichten ö aus dem A
Berliner Entomologischen Verein. h
Sitzung vom 4. Januar 1900.
(Sitzungen finden an jedem Donnerstag Abends 8'/, Uhr im Restaurant Lindenhötel, Berlin NW., Kl. Kirchgasse 2/3 (Unter den Linden), statt. — : Gäste willkommen!)
Herr Stichel lässt einige Colias Heldreichi Stgr. vom Parnass (Griechenland) cirkuliren. Die typischen & & dieser, als Varietät von auro- rina H. S. geltenden, Form sind ziemlich konstant in der Zeichnung, während die seltneren @ @ sehr variabel erscheinen. Eines der vorliegenden Exem- plare ist auffällig durch starke schwärzliche Bestäubung im Diskus der Vorderflügel. ERERE a
Derselbe zeigt ferner unter Erläuterung der charakteristischen Merk- male Satyrus fatua Frr. &Q von Chelmos im Vergleich mit Sat. stati- linus v. allionia F. aus derselben Gegend, die sich auf den ersten Blick ungemein ähneln. Allionia ist jedoch durchweg kleiner und besitzt nicht f den scharf ausgeprägten Duftfleck der Vorderflügel, durch den sich fatua
Re.
iR
60:0. betrug.
auszeichnet. Ferner: Satyr. anthelea Bsd. von Klein-Asien und var. amalthea Frid. von Chelmos (Griechenland, sowie einige dunkele Mela- narg. larissa H.-G. und Vanessa F-album Esp. im Vergleich mit c- "album L. und Egea Cr. sämmtlich aus derselben Gegend.
Herr Thiele legt ein gynandromorphes Exemplar von Lasio-
N eampa pini vor. Liuke Seite männlich, rechts weiblich in der Farbe einer
rostrothen Aberration. Entgegen der Erfahrung in anderen Fällen s'nd aber die Fühler nicht mit den verschiedenen geschlechtlichen Hälften korrespon- dirend, denn der linke Fühler ist schwächer, der rechte kräftiger gekämmt. Die Theilung ist vollkommen, d.h. sie beginnt in der Längsachse des Leibes derart, dass die eine Hälfte den männlichen, die entsprechende andere in Be- haarung und Farbe den weiblichen Typus angenommen hat. Das interessante Thier ist bei: Gross-Lichterfelde (Berlin) gespiesst worden.
Herr Runge setzt einiga selbst gezüchtete Sphinx