Nachrichtsblatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. Siebenter Jahrgang. 1875. Rredı vo ırt von Dr. W. Kobelt. FRANKFURT A. M. Nerlas vw on\.O MH AN NS AH: Di ! YES AR N 7 SET ü N B aaO . h h h # Na tun ! RN { H ENNIINEN URN ja Kl Inhaltsverzeichniss. Zur Molluskenfauna der Insel Wollin, von F. Wiegmann S. 1. Beiträge zur Molluskenfauna von Elsass-Lothringen, von f! Meyer S. 9. Studien zur Systematik der Clausilien, von Dr. O. v. Möllendorf 8. 17. Diagnosen zweier neuer Bulimi, von W. Dunker. S. 28. Die Fortsetzung von Rossmässlers Iconographie, von W. Kobelt 8. 33. Zur Kenntniss der Anodonta complanata, von W. Flemming 8. 35. Die Gattung Leucochroa Beck., von W. Kobelt 8. 37. Ein Jubiläum S. 49. Malakologische Notizen aus dem Jahre 1874, von F. Sandberger S. 51. Diagnosen neuer Landconchylien aus Japan, von W. Kobelt S. 55. Diagnosen neuer Landschnecken aus Neu-Granada, von Dr. H. Dohrn 8. 56 Die Gruppe Pomatia Leach, von W. Kobelt, S. 65. Zur Kenntniss der Molluskenfauna Europas, von Carl Agardh Westerlund Seh, 81: Conchylien aus Central-Afrika, von V. Gredler S. 87. Gesellschafts-Angelegenheiten $. 30, 49, 64, 79, 96. Mitglieder-Verzeichniss S. 8, 31, 48, 79, 96. Literaturbericht S. 8, 15, 29, 45, 59, 77, 92. Tausch-Catalog S. 30, 41, 89. Kleinere Mittheilungen. Lebensfähigkeit von Süsswassermuscheln S. 29. — Lungenschnecken, Wasser athmend $. 53. — Cycelostoma elegans S. 58. — Palästinen- sisches Museum in Jerusalem $. 58. — Tudicla porphyrostoma und recurva 8. 58. — Die Placostylen der Viti-Gruppe 8. 58. — Riesen- hafte Cephalopoden 8. 59, 77. — Neptunea gracilis da Costa 8. 77. Necrologe. Robert James Shuttleworth S. 8. — C. Wessel S. 47. — Dekan Sterr 8. 47. — John Edward Gray $. 48. — Patricio Maria Paz y Membiela $. 48. — Deshayes 8. 77. No. 1. Februar 1875. Nachrichtshlatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. Siebenter Jahrgang. Mittheilungen aus dem Gebiete der Malakozoologie. Zur Mollusken-Fauna der Insel Wollin. Von Apotheker F. Wiegmann in Jüterbog. Im Vorliegenden gebe ich eine Zusammenstellung derjenigen Mollusken, welche ich während eines längeren Aufenthaltes in der Umgebung des Ostseebades Misdroy sammelte und hoffe da- durch zur Vervollständigung der Angaben von Dr. Lehmann in seinem Werke „Die lebenden Schnecken und Muscheln der Um- gegend Stettins und in Pommern“. worin Misdroy nur selten als Fundort Erwähnung findet, einen kleinen Beitrag zu liefern. Die Zeit, welche ich zum Sammeln verwenden konnte, er- streckte sich theils von Mitte Juni bis Anfang August 1873, theils von Anfang August bis Mitte September 1874, und war zu diesem Zwecke insofern eünstig, als während derselben eine vorwiegend feuchte Witterung herrschte. Wenn ich trotzdem nicht hoffen darf, in der kurzen Zeit meines dortigen Verweilens die Durchsuchung des betreffenden Terrains zum vollständigen Abschluss gebracht zu haben, so gelingt es doch, wie allen Sammlern auf diesem Felde bekannt ist, in verhältnissmässig kurzer Zeit eine ziemlich genaue Uebersicht von der Schnecken- fauna einer Gegend zu erlangen, und dass mir dieses so ziemlich glückte, glaube ich aus dem Umstande folgern zu können, dass ich bei meiner zweiten Anwesenheit, vielleicht mit Ausnahme von ein Paar kleinen Mulmschnecken, nichts Neues hin- zubrachte. Misdroy liegt bekanntlich an der Westküste der ca. 4 []Meilen grossen Insel Wollin. Im Nordosten wird es von einer bewaldeten, vu | 1 bis zu 300 Fuss hohen Hügelkette begrenzt, welche dicht am Haff mit den Lebbiner Bergen beginnend, sich an der Nordküste der Insel hart am Meeresstrande hinzieht. Im Nordwesten breitet sich die Ostsee aus, während im Süden eine weite Ebene, be- stehend aus Wiesen- (Liebesule) und Ackerland sich erstreckt, welche die an der Swine gelegene bewaldete Halbinsel Pritter mit dem Haupttheile der Insel verbindet. Dieses Terrain wird von Süden nach Norden von einem ca. 10—12 Fuss breiten Canal durchschnitten, der in der Nähe der Laatziger Ablage den Vietziger See, eine Bucht des Haffs, verlässt und unmittelbar vor Misdroy am Schützenhause endet. Sowohl die oben erwähnte Wiesenfläche von Liebesule, wie der längs derselben bis zum Strande verlaufende Kieferwald, unterscheiden sich in ihrer Bodenbeschaffenheit wesentlich von dem übrigen Theile der Insel. Während nämlich letzterer aus lockeren sandigen und thonigen Bildungen besteht, aus welchen an mehreren Punkten ältere Gebirgsmassen inselartig hervor- treten, welche Veranlassung zur Anlage von Cementfabriken gegeben haben, wie die Kreidebrüche bei Lebbin, lassen jene das Vorhandensein eines früheren Moores vermuthen, wofür so- wohl der Torfgehalt der Wiese spricht, wie die Flora des an- grenzenden Waldes, worunter Pteris aquilina mit überaus üppigen, bis 6 Fuss hohen Wedeln, daneben aber ächte Moorpflanzen wie Ledum palustre, Erica tetralix, Drosera rotundifolia, Vacein. oxycoccus, Vacc. uliginosum, Sphagnum-Arten u. a. m. In den hügeligen Waldungen in unmittelbarer Nähe von Misdroy fehlen sowohl Quellen, wie andere Wasserläufe, so dass die dort lebenden Schnecken hinsichtlich der Bodenfeuchtigkeit allein auf die atmosphärischen Niederschläge angewiesen sind; nur’ in einer Entfernung von ca. zwei Stunden liest im Norden der von Laubwald umgebene Jordan-See und in etwa gleicher Entfernung gegen Nordosten die beiden Warnow-Seen. Was die Beschaffenheit der Waldungen betrifft, so herrschen gemischte Bestände — (Kiefern mit Unterholz von Buchen) — meistens vor. Dies ist besonders bei dem im Osten gelegenen Theile, der sich an die sogen. Waldpromenade anschliesst, der Fall. Der im SW. längs der Wiesenfläche von Liebesule ver- laufende, etwas moorige Wald, zeigt fast reine Kiefernbestände, . ar eh PR TRIERER 5 stellenweise mit Unterholz von Eichen und Erlen. Bei beiden, besitzt der Untergrund eine üppige Vegetation von Moos und Vaceinium-Arten, wodurch selbst bei anhaltender Dürre hin- reichende Feuchtigkeit in den tieferen Schichten zurückgehal- ten wird. Anders verhält es sich dagegen in den Beständen, wo der Laubwald (fast nur Buchen) überwiegt, wie dies im NO,., in der Nähe des sogen. Kaffeeberges bis weiter zum Gosanberge der - Fall ist, denn wo das Laubholz am dichtesten wird, verschwindet die Vegetation des Untergrundes fast gänzlich, indem der Boden von vielen Lagen abgefallenen und vermodernden Laubes be- deckt wird. Diese Bodenverschiedenheiten üben natürlich auch ihren Einfluss auf die Vertheilung der Schneckenarten aus. Die nähere Umgebung von Misdroy, welche ich vorwiegend auf meinen täglichen Wanderungen durchsuchte, ist keineswegs reich an Mollusken zu nennen, weder was die Zahl der Arten, noch die der Individuen betrifft. Verhältnissmässig die meiste Ausbeute liefert der Buchenwald in der Umgebung des Kaffee- berges, aber auch hier trifft man eigentlich nur Hel. lapicida, Claus. laminata, Hyal. striatula und Hel. rotundata in grösserer Menge an; Clausil. nigricans (wovon hier nur .die Var. septen- trionalis vorkommt) zeigt sich schon weniger häufig und Hel. hortensis, fruticum und strigella nur vereinzelt. Claus. plicata, wovon ich im Sommer 1873 zwei Exemplare sammelte, ver- mochte ich trotz eifrigen Suchens im vergangenen Sommer nicht wieder zu ünden. Interessant ist hier jedenfalls das Auftreten von Balea fragilis, welche bisher weder in Pommern noch auf Rügen, sondern nach Mittheilung des Hrn. Dr. O. Reinhardt (Nachrichtsblatt 1871 S. 164) in dortiger Gegend allein auf der Greifswalder Oie, einer kleinen zwischen Rügen und Usedom gelegenen Insel, beobachtet wurde. Das grösste ÜContingent stellen in diesem Terrain die Mulmschnecken, wovon ich neben den schon oben genannten häufigeren Arten: Hyal. striatula und Hel. rotundata, noch Hyal. subterranea, Hyal. pura, Hel. fulva, pygmaea, aculeata, Pupa substriata, pusilla, edentula und verein- zelt antivertigo erwähne. Von Nacktschnecken fand ich dort nur Arion fuscus Müller und Limax arborum Bouch., während die in den angrenzenden gemischten Beständen vorhandenen grösseren Arten: Arion empiricorum und Limax maximus niemals angetroffen werden konn- ten. Auch suchte ich an den kahlen, sonnigen Abhängen dieser Hügelkette, an deren Fusse man herabgerollte, verwitterte Ge- häuse von Hel. hortensis, fruticum und strigella auflesen kann, nach den Xerophilen vergeblich. Auf den Laubwald folgt dem Artenreichthum nach die Wiesenfauna. Hier zeigte sich an den mit Elsen und Brombeer- gebüsch bewachsenen Grabenrändern, neben den allgemein ver- breiteten Arten, auch Hel. bidens, Hyal. subterr., Hel. fruticum, Hel. hortensis, Arion empiricorum, Arion fuscus u. a., während die gleichfalls dort vermutheten Hel. arbustorum und rubiginosa nicht bemerkt werden konnten. Erstere, nach Lehmann’s Angaben bis an den Strand verbreitet, habe ich überhaupt nicht auffinden können und letztere erst mehr landeinwärts in der Nähe des Vietziger See’s. Ziemlich selten ist hier Hyal. nitida, wogegen Hyal. striatula allgemeine Verbreitung zeigt. In den der Ausbeute nach nun folgenden gemischten Wald- beständen (Kiefern mit Unterholz von Buchen) fehlte Hel. lapi- eida gänzlich, Clausil. laminata wird seltener und scheint gegen Clausil. nigricans zurückzutreten; dagegen zeigen sich die grösse- ren Nacktschnecken: Arion fuscus, Arion empiricorum und Limax maximus. Von grösseren Gehäusschnecken wird nur Hel. hortensis vereinzelt angetroffen und ausserdem die kleineren Mulm- schnecken: Hyal. striat., Hel. fulva, rotundata, aculeata und ein paar Pupa-Arten. Am dürftigsten ist die Fauna des moorigen Kiefernwaldes bei Liebesule, wo ich überhaupt nur Limax maximus, Arion empiricor., Arion fuscus, Cionella lubrica, Hyal. striatula und fulva sammelte. Nach Wasserschnecken konnte ich nur den oben erwähnten Canal und den Vietziger See, letzteren allerdings nur flüchtig, durchsuchen; sehr dürftig war die Ausbeute des Jordansee’s. Ich lasse nun eine Zusammenstellung der von mir gesam- melten Arten mit ihren Fundorten folgen: Arion empiricorum Fr. nur die ganz schwarze Form. Wiesengraben am Canal, Waldpromenade im O und NO, Wald bei Liebesule. VRR ARE a A AL as ne NL BD SR LER en AH Rai VRR TEE Farak 0 Ru LEERE LET PUR 24 N NEE a PN I RR BET ARE DR N Arion hortensis Fer.? ein ganz junges und desshalb nicht genau zu bestimmendes Exemplar, Wiesengraben am Canal. Arion fuscus Müller. Wiesengraben am Canal, Wald bei Liebesule, Waldpromenade im O., seltener am Kaffeeberge. Besonders gern auf Pilzen. Limax maximus L. Schwarzgrau mit grünlichem Schein, hellem Kiel und hellen unterbrochenen Rückenstreifen. Wald- promenade im ©. und NO. Wald bei Liebesule. Limax marginatus M. (arborum Bouch.) An Buchenstämmen in der Umgebung des Kaffeeberges, besonders nach Regen wetter. Limax agrestis L. Am Canal und anstossenden Wiesengräben. Vitrina pellucida M. Wegen der Sommerzeit nur leere Gehäuse im Moose alter Baumstubben am Kaffeeberge. Suceinea putris L. Am Canal, Vietziger See, Jordansee u. a. O. “Suecinea Pfeifferi Rossm. Am Canal. Suceinea oblonga Drp. Nur leere Gehäuse, Wiesengraben am Canal; in einer feuchten Bodensenkung am Kaffeeberge; Garten in Neuen-Kryg bei Liebesule. | Hyalina alliaria M.? Zwischen abgefallenen Blättern am Kaffee- berge. (Das Vorkommen muss unentschieden bleiben, weil ich befürchte, dass das Gläschen mit diesen Schnecken aus einer anderen Gegend stammte.) Hyalina nitidula Drp. Wiesengraben am Canal. Hyalina striatula Gray. In feuchtem Moose in den Waldungen und an den Wiesengräben überall verbreitet. Hyalina pura Ald. Zwischen faulenden Blättern am Kaffeeberge. Hyalina cerystallina M.? Ebenda; der Jugend wegen aber uch | mit Sicherheit zu bestimmen. Hyalina subterranea Bourg. Ebenda und auch am Canal. Helix nitida M. Wiesengraben am Canal, Ufer des Jordansee’s, aber überall nicht häufig. Helix fulva Drp. Im Moose alter Baumstubben, zwischen abge- fallenem Laube am Kaffeeberge; im gemischten Walde gegen NO; Wald bei Liebesule. Helix pygmaea Drp. Mit der vorigen am Kaffeeberge. Helix rotundata M. Mit der vorigen am Kaffeeberge; im ge- mischten Walde in NO; an den Ufern des Jordansee'’s. Helix pulchella M. An den Wiesengräben; einzeln in einer feuchten Bodenvertiefung im Buchenwald; zahlreich in der Nelkeneinfassung eines Gartens in der Bergstrasse zusammen mit Pupa muscorum. „ eostata M. Desgl. „ lapieidaL. Zahlreich an Buchenstämmen in der Umgebung des Kaffeeberges. | » bidens Chemn. An Wiesengräben am Kanal. „ aculeata M. Zwischen Moos und faulendem Laube im Buchenwald und angrenzendem Terrain; Ufer des Jor- dansees. „ rubiginosa Zgl. Wiesengraben zwischen Vietzig und Lekbin. „ strigella Drp. Buchenwald hinter dem Kaffeeberge und an den Abhängen des letzteren hinter dem Strande. „ fruticum M. In einem Garten der Bergstrasse; gebänderte Exemplare an einem Wiesengraben nahe bei dem Canal. „» hortensis M. In den Waldungen am Kaffeeberge und an- grenzendem Terrain: an den Wiesengräben. Einfarbig gelb oder mit 5 Bändern. Cionella lubrica M. An Wiesengräben;; seltener zwischen Moos in Waldungen (z. B. bei Liebesule); häufiger an Garten- mauern in der Bergstrasse. Pupa edentula Drp. Zwischen Laub und Moos am Kaffeeberge. „ muscorum L. Zahlreich in einem Garten der Bergstrasse zwischen Nelken, zusammen mit Hel. pulchella und costata; Garten im Neuen Krug (Liebesule). „ antivertigo Drp. Zwischen Moos und abgefallenen Blättern am Kaffeeberge. „ substriata Jeffr. Desgl. „ pusilla M. Desgl. Balea fragilis Drp. Nicht vollständig ausgewachsene Exemplare (von deren Identität sich aber Hr. Prof. von Martens über- zeugte) an Buchenstämmen in der Umgebung des Kaffee- berges mit der nachfolgenden Clausilia, für deren Junge sie leicht zu halten sind. Clausilia nigricans var. septentrionalis. Diese kleinere, fast glatte Form ündet sich.unter abgefallenen Blättern und an Buchen- stämmen in der Umgebung des Kaffeeberges und in im anderen gemischten Waldungen. Clausilia plicata Drp. habe ich nur in 2 Exemplaren an Buchen- stämmen in der Nähe des Kaffeeberges im Sommer 1873 gefunden. laminata Mont. kommt in ziemlicher Menge an Buchen- stämmen, besonders am Kaffeeberge vor; darunter auch 2 Albinos gesammelt. Carych. minimum M. Wiesengraben zwischen Vietzig und Leb- bin; einzeln in feuchtem Moose im Buchenwald. Limnaea auricularia L. Im Canal; Vietziger See. h stagnalis L. Desgl. und Jordansee. a palustris M. Im Canal; Vietziger See. Physa fontinalis L. Im Canal. Planorbis corneus L. Im Canal und Vietziger See. 5 marginatus Drp. Desgl. n carinatus M. Im Canal. a contortus L. Im Canal, Vietziger See. a vortex L. Im Canal, Vietziger See. fontanus Lightf. Im Canal. Belalina vivipara M. Im Canal, Vietziger See. Bithyn. tentaculata L. Desgl. » Leachii Shepp. Im Canal. _ Hydrobia baltica Nils. Am Strande. Nerit. fuviatilis L. nur einige leere Gehäuse am Strande. Tellina baltica L. am Strande. Cyclas cornea L. Im Canal. „ ealyeulata Drp. Nur 1 Exemplar im Canal gefunden. Pisidium pulchellum Jenyns? Wiesengraben in der Nähe des Schützenhauses. Mya anenaria L. Am Strande. Cardium edule L. Desgl. Unio tumidus Retz. Leere Schalen am Strande. Anodonta piscinalis Nilss. im Canal. Mytilus edulis L. am Strande. Literatur-Bericht. Martens Ed. von, Purpur und Perlen. — In Samml. gemeinverst. Vortr. v. Virchow und Holtzendorff. IX. Serie. Heft 214. Eine mit gewohnter Gründlichkeit gearbeitete populäre Zusammenstellung alles über Purpur und Perlen Bekannten. Martini-C'hemnitz, Conchylien-Cabinet. 2. Ausgabe. Lfg. 230. Conus von H. C. Weinkauff. Lfg. 231. Pyrula und Fusus von Kobelt. Neu: Ficula tessellata unbekannten Fundortes. Lfg. 232. Anodonta von Clessin. Neu: An. Gruneriana und spatiosa. Robert James Shuttleworth Y. Der bei Eröffnung der Jahresversammlung der schweize- rischen naturforschenden Gesellschaft in Chur von unserem Mit- gliede Herrn Dr. Killias gehaltenen Rede entnehmen wir die Nach- richt, dass der wenigstens allen älteren Oonchyliologen wohl- bekannte R. J. Shuttleworth am 19. April 1874 zu Hyeres ge- storben ist. Aus einer begüterten englischen Familie stammend, wohnte er seit 1833 in der Schweiz, hauptsächlich mit Botanik beschäftigt, wurde aber durch Charpentier für die Conchylien- kunde gewonnen und brachte sehr rasch eine sehr reiche Samm- lung und eine nicht minder reiche Bibliothek zusammen. Da- mals erschienen auch rasch hintereinander mehrere conchyliolo- gische Arbeiten, namentlich die Notitiae malocologicae, 1856, und mehrfache Reihen von Diagnosen neuer Arten, auch die Gat- tung Perideris wurde von ihm begründet. Ausserdem bereicherte er viele Sammlungen dadurch, dass er eigene Reisende nach ver- schiedenen Gegenden aussandte. Aus Gesundheitsrücksichten siedelte er nach Südfrankreich über und scheint sich seitdem ausschliesslich wieder mit botani- ‚schen Studien beschäftigt zu haben, bis er im Alter von 64 Jah- ren einem langjährigen Leiden erlag. Seine kostbare Sammlung hat er dem Museum in Bern vermacht. K. Wohnortsveränderungen: Herr D. O. Speyer wohnt jetzt Berlin, N. Elsasserstrasse 6, 2. Etage. Eingegangene Zahlungen. \ Von den Herren: Futh **; Damon *; Haupt *; Sandberger ** Gustav Graf Egger *; Franz Graf Egger *; Ressmann 7; Wilckens * Fromm **; Schepmann 7; Gmelch 7; Parreys *. * Zahlungen für das Nachrichtsblatt . . . NR, SE FERHIT Te Rx “ für Nachrichtsblatt und Tauschverein oO 8 Re) ERR a für Nachriehtsblatt und Jahrbücher . . » 6. a ” für Nachrichtsblatt, Jahrbücher und Tauschverein 6:80: Redigirt von Dr. W. Kobelt. — Druck von Kumpf & Reis in Frankfurt a. M. No. 2. März 1875. Nachrichtsblatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. Siebenter Jahrgang. Mittheilungen aus dem Gebiete der Malakozoologie. Beiträge zur Mollusken-Fauna von Elsass-Lothringen. | Von F. Meyer. Seit Malherbe in „Chastellux, statistique du Departement de la Moselle 1854°, gestützt auf Holandre's „Fauna von Metz“ und Joba’s Catalogue des Molluques observes dans le De- partement dela Moselle, welcher nebst zwei Supplementen, deren letztes aus dem Jahre 1851 datirt, in „Bulletin de la societe: d’histoire naturelle de Metz (einer seit dem Kriege aufgelösten Gesellschaft) ein Verzeichniss der um Metz gefundenen Mollus- ken gegeben hat, ist über die Fauna des nordwestlichen Thei- les dieses nunmehr wieder deutsch gewordenen Landes kaum mehr etwas bekannt geworden. Für die Fauna des Elsasses war man noch immer auf Puton hingewiesen, dessen Arbeit aber durch die wenig rühm- liche Bemühung des Apothekers Laurent in Hagenau, rein süd- europäische Arten in die Fauna des Unterelsasses einzuschmug- geln, bei den deutschen Malakologen kein grosses Vertrauen genoss. Selbst die minder verdächtigen Angaben des Vorkom- mens von Hel. silvatica, personata, bidentata etc. im sogenannten Hagenauer Forste beruhen, wenn man nicht absichtliche Täu- schung annehmen will, auf Unkenntniss. Genauer und zuverlässiger sind die neuern Berichte über die oberelsässische Fauna in Morlet’s Catalogue des Mollusques terr. et fluv. des environs de Neuf-Breisach, Colmar et Belfort. Lassen wir die Fauna von Belfort, als nicht mehr zum deut- schen Faunengebiete gehörig, ausser Betracht, streichen wir BEA a ferner die Arten der neufranzösischen Schule namentlich aus der Gattung Arion, so ergiebt sich für ganz Deutsch-Elsass mit Ausnahme der Hel. plebeja und Physa acuta, wenn diese Be- stimmung richtig, auch eine rein deutsche Fauna. Nachstehend die mir während eines zweijährigen Aufenthal- tes in Weissenburg dortselbst bekannt gewordenen Mollusken. Arion Fer. A. empiricorum Fer. Gemein in allen Varietäten. A. fuscus Müll. Nicht selten in den Ruinen Gutenburg und Fleckenstein, im Hagenauer Forste. 3. A. hortensis Fer. Ueberall sehr gemein. Junge Thiere einer milchweissen Varietät, durch den kielartigen Streifen deutlich als zu dieser Art gehörend erkenntlich, fand ich öfter auf den Höhen rechts an der Strasse nach Weiler, aber nur an einer Stelle; Zuchtversuche wurden leider durch meine Wohnortsveränderung unterbrochen. Amalia Moq. Tand. 4. A. marginata Drp. Selten unter Steinen auf dem sogenann- ten Wormberge. u Lehmannia Heyn. L. marginata Müll. Häufig am Walle, in den Ruinen und Laubwäldern. ot Limas List. . cinereus List. Häufig in Gärten und Kellern. cinereoniger Wolff. Nicht selten im Gebirge. tenellus Nilss.. In den Ruinen und Laubwäldern. . agrestis L. Ueberall sehr gemein. . lJaevis Müll. Gemein in der Nähe der Gewässer. Vitrina Drap. SODWÄUH See 10. 11. V. pellucida Müll. Gemein. Hyalina Fer. 12. H. cellaria Müll. Häufig unter Gebüsch und Steinen. 13. H. nitens Mich. Häufig, und in der Grösse sehr veränder- lich. (H. nitidula Drp. ist entschieden nur eine unausge- wachsene nitens wie ich mich durch Zuchtversuche über- zeugt zu haben glaube.) 14. H. subterranea Bourg. Sparsam. 15. H.nitida Müll. Häufig im Stadtgraben u. am Ufer der Lauter. 16. 17. 18. 19: 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 23. 29. S0. 31. 32. 99. 34. 3D. le H. fulva Drp. Häufig im Stadtgraben; ein Exemplar auf der Höhe Schärhold mit Hel. aculeata. H. H. H. H. Helix L. pygmaea Drp. Sehr häufig an grasigen Bergabhängen. rotundata Müll. Gemein. obvoluta Müll. Ebenfalls gemein. aculeata Müll. Ein Exemplar auf der Höhe des Schär- hold unter abgefallenem Laube. H. costata Müll. Sehr häufig mit folgender. H. pulchella Müll. H. sericea Rossm. Nicht selten. H. hispida L. Häufig; subfossil als H. terrena Clessin im Löss von Hundsbach und Schweigen. H. incarnata Müll. Gemein. H. ericetorum Müll. Häufig und in grossen Stücken an sonnigen Abhängen mit Bul. detritus; gebänderte Formen, jedoch selten. H. candidula Stud. Bei Sulz unter dem Walde. H. lapieida L. An Felsen und Bäumen der Ruinen des Gebietes; sämmtlich kleine dünnschalige Formen. H. nemoralis L. Massenhaft in den Weinbergen; an Bän- dervarietäten wurden beobachtet: 00000, 00305, 00045, 10045, 00345, 10345, 02345, 12345, 12345, 12345, 12345, 0038. H. hortensis Müll. In der nächsten Umgegend Weissen- burgs fast selten und nur in den Abänderungen 00000, 12345, 12345. H. pomatia L. Häufig, namentlich in den Weinbergen. B. Buliminus Ehrb. obscurus Müll. Häufig. B. detritus Müll. Häufig auf dem Wormberge bei Rech- lenbach. B. tridens Müll. Ein einziges lebendes Stück an der Wall- mauer; häufiger bei Winden und Sulz u. W. Ferussacia Risso. F. lubrica Müll. Gemein. 36. a1. 38. ad. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49. 50. 51. 52. 53. a \ Pupa Drp. P. muscorum L. Nicht häufig; subfossil im Löss bei Hundsbach. P. doliolum Brug. Selten in einem Hohlwege rechts an der Strasse nach Weiler. Vertigo Müll. V. minutissima Hartm. Sehr häufig auf Wiesen mit V. pygmaea und Hel. pygmaea. V. columella Benz. Subfossil im Löss von Leitersweiler und Hundsbach. (Gysser.) V. antivertigo Drp. Hin und wieder an sehr feuchten Stellen. V. pygmaea Drp. Gemein. V. pusilla Müll. Bei Keffenach (Gysser). Balea Prid. B. perversa L. Selten an einer Stelle der Stadtmauer, dann in den Ruinen Gutenburg und Wegelnburs. Clausilia Drp. C. laminata Mont. Sehr häufig. C. lineolata Held. Häufig im Stadtgraben und in den Ruinen. C. plieatula Drp. Wie vorige. C. parvula Stud. Sehr gemein, immer mit C. plicata ver- gesellschaftet, subfossil im Löss von Hundsbach. C. dubia Drp. Gemein mit C. nigricans in den Ruinen des Gebietes. C. nigricans Pult. Weniger häufig als vorige. C. pumila Zgl. Sehr selten in der Ruine Wegelnburg. C. plieata Drp. Hier die gemeinste Clausilie; massenhaft an allen Mauern, in Gärten ete. Das grösste Exemplar misst bei 14 Umwindungen 22 mm. Höhe; das kleinste 14mm. bei 12 Umgängen. Caecilianella Bourg. C. acicula Müll. Nur in todten Exemplaren an Lösswän- den gefunden. Succinea Drp. S. putris L. Gemein an den Ufern der Gewässer und Strassengräben,_ 62. 63. 64. 62. 66. 67. 68. 69. 70. nl 72. 73. — BB — S. elegans Risso. Weniger häufig. 8. oblonga Drp. Selten im Stadtgraben, im Hagenauer Forste. Subfossil im Löss von Schweigen, Hundsbach und Sulz u. W. Carychium Müll. C. minimum Müll. Häufig im Geniste des Stadtgrabens. Limmaea Lam. L. ovata Drp. Gemein in den mannichfachsten Formen in allen Gewässern. var. ampullacea Rossm. in einer schlammigen Lache der Lauter an der Eisenbahngrenzbrücke. . »L. peregra Drp. Gemein. L. stagnalis L. Im Stadtgraben und in sumpfigen Gräben längs der Bahn nach Schaidt. L. palustris L. Im Stadtgraben und Graben an der Strasse nach dem Windhof. L. truncatula Müll, Sehr gemein; meist ausserhalb des Wassers. Physa Drp. P. bhypnorum L. In Wiesengräben; ein grosse Form an der Lautergrenzbrünke. P,. fontinalis L. In schönen grossen Ilmm. hohen Stücken im Stadtgraben; ferner in einem Graben längs der Lauter am Fusswege nach Weiler. Planorbis Guett. P. corneus L. Gemein. P. albus Müll. An der Eisenbahnlauterbrücke. P. carinatus Müll. Sumpfige Gräben längs der Bahn nach Schaidt. | P. marginatus Drp. Häufig im Stadtgraben. P. vortex L. In Wiesengräben häufig. P. rotundatus Poir. Im Stadtgraben und bei Sulz u. W. P. contortus L. Häufig. P. nitidus Müll. Häufig an Phryganeengehäusen. | Ancylus Geoffr. A. fluviatilis L. Im Sulzbache bei Sulz u. W. und in der Lauter. A. lacustris L. Nicht häufig im Stadtgraben, — 4 — Paludina Lam. 74. P. contecta Mill. Sumpfige Gräben längs der Bahnlinie nach Schaidt. Bythinia Leach. . tentaculata L. Gemein, Unio L. 76. U. batavus L. In den Bächen der Ebene. Anodonta Brug. 77. A. cygnea L. Gräben an der Bahnlinie nach Schaidt. Cyclas Drp. 78. C. cornea L. Gemein. Pisidium C. Pfr. 79. P. pusillum Gmel. An Phryganeengehäusen. 80. P. obtusale Pfr. In einem Graben bei St. German und bei Sulz u. W. Hiermit soll nun die Fauna des Lautergebietes keineswegs als erschöpft bezeichnet werden. Ist dieselbe für das kleine Gebiet eine verhältnissmässig reiche zu nennen, so dürften in der Folge doch noch die kleinen Hyalinen, Vitrinen, noch ein oder die andere Art aus der Gattung Vertigo, sowie Valvaten, Cyelas und Pisidium gefunden werden. Es wird an unsrem Mitgliede, Hrn. Gysser sein, zur Vervollständigung, nämlich auch der Löss- Fauna beizutragen. Auffallend ist das vollständige Fehlen von Helix fruticum, arbustorum , obwohl es an passenden Wohnplätzen für diese eigentlich nicht mangelt; (Hagenauer Forst); das Fehlen von Lymnaea auricularia dürfte seinen Grund in dem gänzlichen Mangel von passenden grösseren Gewässern haben; sie wird durch L. ampullacea vertreten. Valvaten dürften in den Schlammgräben am Bahnkörper bei Kapsweier noch entdeckt werden können. Die Lauter selbst, welche ein sehr starkes Ge- fäll (per Kilometer einen Meter) hat, beherbergt wenigstens in ihrem mittleren Laufe kein Mollusk; Ancylus fluviatilis, in einem Exemplare innerhalb der Stadt gefunden, dürfte vom oberen Laufe mitgebracht sein. Was die topographischen und geognostischen Verhältnisse betrifft, so haben wir zunächst das Gebiet des bunten (Vogesen-) Sandsteins — das Vogesengebirge — mit Höhen bis zu 570 75. X — bb — Meter (Wegelnburg); in ihm die interessante Fundorte bieten- den Ruinen Gutenburg, Wegelnburg, Wasenstein und Flecken- stein. Ein niedriger Ausläufer der Vogesen, der Wormberg, be- steht aus Muschelkalk; doch tritt derselbe nicht in solcher Mächtigkeit auf, um Einfluss auf Fauna und Flora zu üben. Die Rheinebene, Diluvialbildungen, von vielfachen Gräben und Bächen durchschnitten, für die Wassermollusken äusserst günstige Wohnplätze bietend. Die hier auftretenden Lösslager bei Sulz, Hundsbach, am Geisberge etc. wurden leider zu wenig berücksichtigt. Durch Terrainveränderungen wurde übrigens der Fundort für Limax laevis, Hyalina nitida, H. fulva, Bul. tridens, Vert. antivertigo, Cl. lineolata, plicatula, Succ. oblonga, Carychium minimum, Physa fontinalis, Plan. corneus, marginatus, rotundatus, nitidus, Anc. lacustris vernichtet, indem der Festungswall theil- weise eingeebnet und der Stadtgraben zugeworfen wurde. Literatur-Berieht. Reinhardt, D. O., die Binnenmollusken Magdeburgs. — Separat- Abdruck aus? Es werden 86 Arten angeführt, darunter von nicht allgemein verbreiteten Vitrina diaphana, Hel. aculeata, bidens, rubiginosa, striata Müll. (costu- lata Zgl.), Pupa costulata, Planorbis discus, Bith. Troschelii. ‘Journal de Conchyliologie. — 1874. Heft 4. p. 333. COrosse et Marie, Catalogue des Cones de la Nouvelle-Caledonie et des iles qui en dependent. (90 Arten). _ p- 359. Monterosato A., de, Recherches Conchyliologiques effeetudes au cap San Vito en Sicile. Suppl&ment. Die Zahl der gesammelten Arten wird durch 26 neue auf 258 gebracht, darunter auch Stylifer Turtoni, dessen Gegenwart im Mittelmeer der fleissige Autor schon früher nachgewiesen. p- 366. Lischke, C. E., Observations sur le Meroe excavata Hanl. et les especes voisines. ’ p- 367. Crosse, H., Addition au Catalogue des especes du genre Meroe. p- 368. Fischer, P., Note sur le Sepia offieinalis L. de la Mediterrande. Diese Art wird für verschieden von der nordischen und mit C. Filliouxi Lafont zusammenfallend erklärt. p- 369. Lafont, A., Description d’un nouveau genre de Nudibranche des cötes de France. (Drepania fusca von Arcachon). p. 370. Crosse, H., Description d’un Pupina nouveau d’Australie. (P. Pettardi aus Nordost-Australien.) ee p- 372. Morelet, A., Description d’un Achatina nouveau du Gabon (A. Vig- noniana). — Fischer, P., Diagnoses specierum novarum (Trochus Zeus, vermiculatus, fanuloides, sämmtlich unbekannten Fundortes). — 374. Lambert, P., Description d’un Stomatella Da de la Nouvelle- Caledonie. (St. Eros! — 375. Gassies, J. B., Descriptions d’especes nouvelles terrestres .et fluvio- lacustres de la Nouvelle-Caledonie. (Suceinea calcarea, Helix rufotineta, ineulta, Physa ineisa, doliolum, Melanopsis fasciata, fragilis, aurantiaca, elongata, Brotiana). — 378. Crosse, H., Description d’especes de Mollusques inedites, provenant de la Nouvelle-Caledonie. Sämmtliche Arten sind schon in den früheren Heften dieses Jahrganges diagnosticirt. Thielens A., Voyage en Italie, Mai-Juwin 1874. Description de la collection de la Marquise Paulucei, & Novoli pres, Flo- rence. — Tirlemont 1874. Enthält eine flüchtige Aufzählung der in der genannten Sammlung enthal- tenen Gattungen nebst Angabe der besonders bemerkenswerthen Arten; den einzelnen Gattungen ist, wohl meist noch Woodward, eine Angabe der Zahl der bekannten Arten und der ungefähren geographischen Ver- breitung beigefügt. Die Zahl der vorhandenen Arten wird auf etwa 9000 geschätzt ; eine Specialität ist die 244 Arten umfassende Conus- sammlung. Malm, om för den svenska faunan äfvensom för vetenskapen nya 1) Crustacea, 2) Disciferae och 8) Molluska. — Separatab- druck aus den Verhandlungen der 11. skandinavischen Naturforscher-Versammlung in Kopenhagen. — Als neu für die schwedische Fauna oder doch für die von Bohuslän werden aufgeführt: Panopaea plicata, Neaera abbreviata, Lucina (Axinus) Crou- linensis, Nucula tumidula, Lima excavata, Siphonodentalium quinquan- gulare, lofotense, Cadulus subfusiformis, Rissoa abyssicola, Seissurella erispata, Cerithium metula, Eulima polita, stenostoma, Turbonilla niti- dissima, Admete viridula, Natica affinis, Trophon MED Pleurotoma nivalis, cylindracea, Scaphander librarius. Zeitschrift der deutschen geologischen Gesellschaft XXVI. 3. p. 517. Berendt, @. Marine Diluvialfauna in Ostpreussen und zweiter Nachtrag zur Diluvialfauna Westpreussens. Den unermüdlichen Nach- forschungen des Autors ist es gelungen, diluviale Seeeonchylien (Cardium edule, Nassa reticulata, Cyprina islandica, Mactra solida, Tellina soli- dula, Ostrea edulis) auch in Ostpreussen nachzaweisen und der west- preussischen Diluvialfauna eine Anzahl Arten (Cardium echinatum, Sca- laria communis, Ostrea sp.) und neuer Fundorte beizufügen ; die gefun- denen Exemplare sind auf Tafel 10 abgebildet. Die Quittungen über die eingegangenen Beiträge folgen in der April- nummer, der auch ein Tauschcatalog beiliegen wird. Redigirt von Dr. W. Kobelt. — Druck von Kumpf & Reis in Frankfurt a. M. No. 3 & 4. April 1875. Nachrichtsblatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. Siebenter Jahrgang. Mittheilungen aus dem Gebiete der Malakozoologie. Studien zur Systematik der Clausilien. Von Dr. O. von Möllendorff in Peking. An die kurzen Notizen über Clausiliastra, die im Nachrichts- blatt No. 8, 1874 abgedruckt wurden, schliessen sich die nach- stehenden Bemerkungen über Clausilien der übrigen Gruppen; dieselben machen nicht auf Vollständigkeit Anspruch, sondern sollen nur Winke für ein künftiges Clausiliensystem geben, welches selbst auszuarbeiten es mir nach Verlassen Europa’s an Zeit und Material gebricht. Ich schliesse mich wesentlich an Kobelt’s Catalog an, welcher eine fast vollständige Aufzählung des Artenschatzes und eine fleissige Wiedergabe der bisherigen Ansichten über Clausiliensystematik bietet. Auf Alopia, in welcher noch immer die entgegengesetzten Ansichten von A. Schmidt und den Siebenbürgern über die Stellung der Baleen einer kritischen Würdigung bedürfen, Clausiliastra und Triloba lassen wir mit Vest zunächst Sieiliaria ‚folgen, obwohl sich Herilla besser anschlösse; indessen sind die Beziehungen der Herillaarten zu Delima grösser. Zu Siciliaria, die nicht mit Medora zu vereinigen ist, rechnen wir: erassicostata Ben. septemplicata Phil. var. eminens. Calearae Phil. Grohmannviana Prtsch. incerta Ben. var. minor. Adelinae Ben. Tiberii Ben. ° confinata Ben. var. pallida. nobilis Pfr. VI. 3 Se, Unter Medora fassen wir die echten dalmatischen Medoren, die Albinarien und Agathylla zusammen; weder zwischen ersteren beiden, noch den letzteren, noch zwischen Medora und Agathylla fehlt es an Uebergängen, die die Scheidung in Gruppen hin- fällig machen. Vest stellt z. B. Cl. gisea zu seiner Medora, die wesentlich dalmatische Arten enthält, lacteas und contaminata zu Albinaria, während letztgenannte zwei Arten ohne Zweifel die nächsten Verwandten’ der grisea sind. Die Verwandtschaft von abrupta Kstr. und agnata Prtsch. ist nicht zu verkennen. Die Costulirung gibt keinen Anhalt. Die gerippte Cl. leucopleura Br. ist eine ächte Medora (im engern Sinne); andererseits sind manche unbestrittenen Agathyllen fast glatt, z. B. CI. Goldi Kut. Wie nahe manche griechische gerippte Arten den Aga- thyllen kommen, zeigen retusa Oliv. und Verwandte, die dann Kobelt auch zu Agathylla setzt. Immerbin aber lassen sich in ausgeprägten Typen, wie Cl. macarana, coerulea und exarata drei Centren aufstellen, um die sich die Arten gruppiren. Aus Kobelt’s Medora sind auszuschliessen: Cl. Boissieri Chrp., Albersi Chrp., Colbeauiana Parr., welche zu Cristataria, Cl. syracusana Phil., intrusa Parr. (und oscitans FEer.), welche zu Isabellaria gehören, sowie die oben erwähnten Arten der Gruppe Siciliaria. Cl. gravida Kstr. ist schwerlich mehr als eine Var. von aquila. Ol. albescens Mke. identifieire ich mit carniolica F. J. Schm., ohne dessen sehr sicher zu sein. Sicher ist indessen, dass im süd- lichen Krain und Istrien nicht 3 verschiedene Medoren vorkommen, dass albescens also mit carniolica oder istriana zusammenfällt. Ol. punctulata Kstr. setzt Kobelt neben cinerea und candi- descens (Papillifera) wohl nach Pfeiffer, der die Art als var. von candidescens — wenigstens früher — auffasste. Die Aehnlichkeit mit candidescens ist rein äusserlich; von den Gruppencharakteren der Papillifera hat sie nichts, sondern schliesst sich zunächst an istriana an. Ueber die Albinaria-Arten und ihre fast unentwirrbare Nomen- klatur fehlt es mir an Material; jedenfalls sind hier viele Arten zu combiniren. Zu Agathylla bringen wir Cl. graeca Pfr. (s. Martens, Mal. Bl. XX. p. 44), welche am passendsten zu Cristataria überleitet. P2 N ON Re Cl. Goldi Kut. (= angustata Parr. nec. Blz. = angustella Pfr.) ist nicht bloss früher benannt, sondern auch früher beschrieben (bei Walderdorff, Moll. Cattaro, 1864) als angustella (Malac. Bl. 1866). Cl. Walderdorfii Parr. nec Kutschig ist, wie es scheint und wie Brusina behauptet, ein weiteres Synonym von Cl. Goldi. Cl. Walderdorffi Kutsehig, 1864 bei Walderdorff I, c. beschrieben, ist identisch mit Cl. regularis Parr. und hat auch die Priorität vor ihr. Ich muss gestehen, dass ich auch in Fragen der Priorität, die weniger klar sind, als diese, einen Parreyss’schen Namen lieber zurücktreten lasse, als irgend einen anderen. Medora (erweitert). b. Albinaria Kst. Cl. Schuchii Voith. a. Medora s. str. Cl. Kutschigi Kstr. — Cl. ©. Cl. Cl. Brusinae Kut. Asgesilaos Mart. Cl. leucopleura Brus. scopulosa Parr. Cl. Almissana Kstr. castrensis Parr. var. minor. inspersa Parr. var. minima A. Schm. Liebetruti Charp. Cl. macarana Ziegl. * obliqua Mühlf. var. minor munda Zgl. var. gracilior A. Schm. senilis Zgl. Cl. Eris A. Schm. modesta Zgl. Cl. carniolica F. J. Schm. naevosa Fer. var. grossa A. Schm. var. minor Pfr. proxima Walderd. var. elongata Walderd. aquila Parr. var. gravida Kstr. dalmatina Partsch. var. ingrossata A. Schm. var. epidaurica Kutsch. var. attenuata Kutsch. var. minor Kutsch. . stenostoma Rm. grisea Desh. Massenae P. M. maculosa Desh. contaminata Zel. var. soluta Mouss. corcyrensis Mouss. lactea Zgl. muraria Parr. flammulata Pfr. ‚Voithi Rm. Menelaos Mart. troglodytes Parr. Cl. lesinensis Kutsch. straminea Parr. Cl. Barbieri Zeleb. byzantina Parr. C]. Urlaiensis Zel. confinis Parr. ©. cı. . istriana F. S. Schm. var. graciliformis Kutsch. var. Orsiniana Villa. punctulata Kstr. agnata Partsch. eretensis Mühlf. teres Oliv. * mitylena Alb. filumna Parr. coerulea Fer. an OEL Draparnaldi Beck virgo Mouss. Olivieri Rth. eburnea Pfr. avia ‚Parr. nivea Pfr. Lerosiensis Fer. Spratti Pfr. saxatilis Pfr. solidula Pfr. retusa Oliv. terebra Pfr. * olabricollis Parr. profuga Chrp. * rufospira Parr. | Hellenica Kstr. * jonica Parr. cretacea Kstr. Kreglingeri Zeleb. einerascens Kstr. altecostata Zeleb. cristatella Kstr. praeclara Pfr. | alba Kstr. indigena Parr. goniostoma Kstr. eremita Parr. tenuicostata Pfr. maculata Zgl. | soluta Kstr. bigibbosa Chrp. inconstans Mouss. Forbesiana Pfr. zebriola Kstr. Hedenborgi Pfr. colorata Kstr. anatolica Rth. undulata Mühlf. petrosa Parr. eylindrelliformis Bourg. Die mit * bezeichneten Arten sind Raymondi Bourg. mir in Bezug auf ihre Selbstständig- keit zweifelhaft, die folgenden über- haupt unbekannt. Cl. abrupta Kstr. diminuta Parr. ec. Agathylla. homaloraphe Pfr. virginea Pfr. irregularis Zgl. discolor Pfr. cataphracta Parr. compressa Pfr. exarata Zgl. turrita Pfr. candida Pfr. armata Kutsch. | var. minor. narentana Parr. lamellosa Waen. var. striolaris Zgl. puella Pfr. strigata Pfr. birugosa Parr. striata Pfr. Milleri Pfr. inflata Oliv. extensa Pfr. brevicollis Pfr. Grayana Pfr. var. epirotica Mouss. var. elongata Wald. Goldi Kutsch. (angustella Pfr., Walderdorffi Parr.) Walderdorffi Kutsch. (regularis Parr.) strigillata Mühlf. formosa Zgl. sealaris Pfr. glabella Pfr. graeca Pfr. N el Oristataria Vest. Cl. strangulata Fer. | Boissieri Chrp. nervosa Parr. Albersi Chrp. fauciata Parr. porrecta Friv. Zelebori Rm. Colbeauiana Parr. vesicalis Friv. Carinigera Mlldff. Cl. eximia Mlldff. Serbien (vgl. meinen Aufsatz über serbische Schnecken Mal. Bl. 1373). Herilla Ad. (ex rec. Vest). Unter Herilla verstehen wir die von Vest charakterisirte Gruppe, während Adams und danach Albers, Ed. II und Kobelt nur nach äusserer Achnlichkeit echte Herillen und manche Delimen (wie albocineta, conspurcata u. v. a.) zusammenfassen, andrerseits sichere Herillaarten bei Delima unterbringen. Die Lage des bald ausgeschnittenen, bald Sförmig gekrümmten Schliessknöchelchens, welches die untere Gaumenfalte übergreift, die Mondfalte, welche hier noch deutlich als Gabelast der untern Gaumenfalte erscheint, das Vorhandensein einer mittleren Gaumenfalte sind völlig durchgreifende Charaktere, welche die beiden Gruppen in den meisten Arten scharf scheiden. Nur eine Reihe dalmatischer Clausilien könnte als Uebergang von Herilla zu Delima betrachtet werden; dazu gehören aber die gewöhnlich zu Herilla gerechneten Delima-Arten gerade nicht. Wir unterscheiden 5 kleinere Gruppen: 1) der Formenkreis von Cl. dacica, zu dem Serbien neuerdings einige Novitäten geliefert hat und zu dem auch Cl. Ziegleri Kstr. gehört; 2) Cl. cattaroensis und Verwandte; 3) (Cl. hectica Kstr. nebst einer Anzahl andrer Küster’scher Arten, die noch genauerer Prüfung bedürfen, ob- wohl ihre Stellung hier nicht zweifelhaft, ist; 4) Cl. gibbula, bisher ganz isolirt; 5) CI. stigmatica mit lamellata und Sturmii, deren Beziehungen zu Delima und Olausiliastra bei Besprechung letzterer Gruppe erwähnt worden sind. Cl. pieta Pfr. gehört schwerlich hierher. Nach der unge- nauen, d. h. für eine Clausilia zu wenig ausführlichen Diagnose ‚und Küster’s mangelhafter Abbildung möchte sie am ehesten eine Delima sein, OD a. Cl. Frauenfeldi Zel. Serbien. c. Cl. heetica Kstr. Dalmatien. accedens Mlldff. Serbien, soror Kstr. a costulifera Mlldft. Serbien. miles Kstr. N dacica Friv. Serb., Bosnien, Banat. decorata Kstr. 5 distinguenda Mlldff. Serbien. concinna Kstr. n Ziegleri Kstr. Herzegowina. fallaciosa Kstr. ,„ bosnensis Zel. Kroatien, Nord- diaphana Kstr. 2 westbosnien. semmulata Kstr. „ magnilabris Zel. Kroatien. proboscidea Kstr. „ b. Cl. cattaroensis Zgl. Dalmatien. d. Cl. gibbula Zgl. Italien (Dalmatien ?) laxa A. Schm. 5 e. Cl. lamellata Zgl. suberistata Kstr. 5 Sturmii Kstr. helvola Kstr. n stigmatica Zel. rugilabris Mouss, Albanien. ? Ol} pietu Pfr. als jJaninensis Mouse. ” Delima Hartm. In dieser Gruppe herrscht noch grosse Verwirrung theils in den Namen, theils über den Artbegriff; eine grosse Anzahl Arten, über deren Zugehörigkeit zu der Gruppe kein Zweifel herrscht, können wir nur aufführen, ohne ihnen eine sichere Stellung unter den Arten zu geben. Aus Kobelt’s Delima müssen ausscheiden: 1) cattaroensis und die übrigen bei Herilla erwähnten Arten; 2) Cl. flava Kstr. und vallata Mouss., die zu Papillifera gehören, während eine Anzahl als blosse Synonyma oder Varietäten andrer Arten weg- fallen. Im Ganzen bin ich A. Schmidt gefolgt, dessen Meister- schaft sich gerade auf diesem schwierigen Felde bewährt. Abtheilung a) Cl. piceata Zgl. und Verwandte schliessen sich an die letzten Arten von Herilla an; b) ornata und itala; hier halte ich es für unnöthig, die vielen abweichenden Formen. als Varietäten aufzuführen. Eine wirkliche Varietät ist ornata var. callosa Zgl. Cl. conspersa schliesst sich hier am besten an. 6) cincta etc. — Ül. saccata Kstr., die Kobelt nicht erwähnt, ist Var. von eineta Brum. d) conspurcata ete. — Ül. egena Kstr. scheint selbstständig zu sein und würde zwischen conspurcata und decipiens treten. Cl. opaca ist synonym mit decipiens. Ob latilabris Wagn. wirklich deeipiens Rossm. ist, ist noch zweifel- haft; jedenfalls thun wir besser, an dem Rossmässler’schen Namen mit A. Schmidt’s Umgrenzung der Art festzuhalten. e) satura und Verw. — Öl, ceroatica Parr., die nicht aus Kroatien, son- - NINE dern aus Dalmatien stamınt, ist eine Form der satura Zgl. f) laevissima und pachygastris. g) cerenulata etc. h) robusta ete. — Dass Cl. semilabiata Kutsch. der ältere Name für Cl. Preescarii Parr. ist, hat schon E. v. Martens (Nachrichtsbl. 1872 p- 10) nachgewiesen. Cl. morlachica Parr., wenigstens was Parreyss mir unter diesem Namen schickte, ist eine Form von Cl. muralis Kstr., und zwar am meisten mit montenegrina Kstr. übereinstimmend; letztere gehört als var. zu muralis, nicht zu leucostoma. CI. Vidovieii Kutsch. ist ebenfalls var. von muralıs. i) vibexr und Verw. — CI. albida Parr., Sandri, soll nach Vest zu Herilla gehören; er muss jedenfalls eine andere Art gehabt haben, als die von A. Schmidt besprochene, die auch ich aus Parreyss Hand gesehen habe. Diese ist die nächste Verwandte von vibex Rm. CI. planata Parr. ist identisch mit obesa Pfr. und var. von vibex Rm. Cl. callida Parr. ist. var. von crassi- labris Kstr. Cl. planilabris Rm. hält Küster, schwerlich mit Recht, für eine unausgebildete bilabiata. Zu Delima gehören ausserdem eine Anzahl dalmatischer Arten, deren Artgültigkeit und Stellung mir noch unsicher ist. Die Arten von Euboea, sowie CI. Paroliniana Betta, welche Kobelt hierher setzt, benenne ich noch nicht. Vielleicht gehören auch Cl. Tristrami Pfr. und Letourneuxi Bourg. zu Delima. a. Cl. piceata Zgl. var. sororia Parr. var. minor. | egena Kstr. paestana Phil. deeipiens Rm. ex rec. A. Schm. Neumeyeri Kstr. var. Hoffmanni Stentz. b. Cl. ornata Zgl. ? var. fuscata MllAR. var. callosa Zgl. | var. Michahellis Kstr. itala Mart. blanda Zgl. Leccoensis Villa. var. castanea. Baldensis Parr. | pachystoma Kstr. costulata Jan. alboeincta Pfr. conspersa Parr. e. Pfeifferi Kstr. c. Cl. cincta Brum. | binodata Zgl. (binotata Bm.) var. saccata Kstr. var. consentanea Zgl. Stentzii Rm. var. Hercegovinae Mlldff. Balsamoi Strob. satura Zgl. Rossmaessleri Pfr. | gastrolepta Zgl. d. Cl. conspurcata Jan. var. tabida Kstr. var. minima A. Schm. f. laevissima Ze]. var, suberenata A, Schm. var. superstructa A. Schm. pachygastris Partsch. cerassilabris Kstr. var. bulla Parr. var. callida Parr. g. erenulata Zgl. bilabiata Wagen. subeylindrica Zgl. var. planilabris Rm. var. minor A. Schm. Alschingeri Kstr. var. minima A. Schm. var. magniventris Kstr. substricta Parr. tenella Parr. pellueida Pfr. Biasolettiana Chrp. amoena Kstr. tichobates Parr. semicostata Kstr. fulerata Zgl. Sirkii Parr. h. robusta Kstr. muralis Kstr. var. Vidovicii Kutsch. var. montenegrina Kstr. Cl. eylindricollis Kstr. (? Abtheilg. d.) Gospiciensis Zeleb. (? Abtheil. d.; an Cl. decipiens var. ?) constrieta Kutsch. (? Abtheil. d.) macrostoma Kstr. (? Abtheil. h.) Sinjana Kutsch. platystoma Kstr. (?? Abtheil. a.) Curzolana Zeleb. (? Abtheil. h.) leucostemma Kstr. (? Abtheil. g.) eallifera Kstr. } acieula Kstr. semilabiata Kutsch. leucostoma Kstr. ji. vibex Rm. planicollis Parr. acnella Parr. var. planata Parr. (obesa Pfr.) Paroliniana de Betta. albida Parr. (Sandri?) lunellaris Pfr. . semirugata Zgl. negropontina Pfr. var. major. Hanleyana Pfr. var. minor. Charpentieri Pfr. Blaui Mlldff. sericata Pfr. * callocincta Kstr. Idaea Pfr. Papillifera Hartm. Mit Papillifera möchte ich Isabellaria Vest wieder verbinden, als besondere Untergruppe. Zu Papillifera s. str. habe ich der Aufzählung von Kobelt nichts hinzuzufügen, als dass Cl. Hava Kstr. und vallata Mouss. hier einzureihen sind und dass Cl. brevissima Ben., monilifera Parr. und anguina Parr. mir nicht sichere Arten sind. Isabellaria umfasst ausser Cl. isabellina Pfr. noch Cl. intrusa Parr. und syracusana Phil. (beide unter Medora bei Kobelt). Cl. oscitans Fer. hält A. Schmidt für wahrscheinlich identisch mit intrusa Parr., Pfeiffer für synonym mit senilis Zgl. Dilataria Vest. Cl. nympha Parr. ist —= succineata var. croatica Zeleb., Cl. striaticollis Parr. — suceineata var. substriata Zeleb., 2 Beilaoe zum Nachrichtshlatt der deutschen Malakozool. Gesellschaft, Tausch-Catalog des Tauschvereins der deutschen malacozoologischen Gesellschaft. Adresse: T. A. Verkrüzen in Schwanheim bei Frankfurt a. M. Die nachstehend verzeichneten Arten sind zu den bei- gesetzten Preisen gegen baar oder, nach vorheriger Verständi- gung, in Tausch gegen andere lebende oder fossile Conchylien zu beziehen. Die Preise sind in Reichsmark und Pfennig; für die Mitglieder der deutschen malacozoologischen Gesellschaft tritt bei Bezug gegen baar eine Ermässigung um 10°), ein. Eine Preisverminderung tritt auch ein, wenn mehr als 2 Exemplare einer Art bestellt werden. Für gute Exemplare wird, wo nicht das Gegentheil bemerkt ist, garantir. Sammlern, welche die . europäischen Arten vollständig erwerben wollen, empfiehlt sich, in einem Exemplar des Catalogs der europäischen Seeconchylien von H. C. Weinkauff, der von dem Unterzeichneten zu 2 Rmk. zu beziehen ist, die in ihrem Besitz befindlichen Arten zu markiren und den Catalog dann dem Unterzeichneten einzu- senden; derselbe wird sich bemühen, auch die nicht in dem Catalog aufgeführten Arten zu billigstem Preise zu beschaffen. Europäische Seeconchylien, welche nicht in diesem Catalog ent- halten sind, werden jederzeit in Tausch genommen. Die Gültigkeit der früheren Tauschvereinscataloge erlischt mit dem Erscheinen dieses Catalogs. Schwanheim bei Frankfurt a. M. Ende März 1875. T. A. Verkrüzen. I. Europäische Seeconchylien. (Die genaueren Fundorte sind auf der Etikette bemerkt.) | ML 1. Ovula adriatica Sow. — carnea Poiret Cypraea lurida L. — pyrum Gmel. — spurea L. — europaea Mtg. — pulex Sol. Marginella miliaria L. — celandestina Br. — secalina Ph. Mitra ebenus, L. — cornieula L. — trieolor Gmel. Columbella rustica L. Mitrella seripta L. — Holbölli Möll. Cassis sulcosa Br. Cassidaria echinophora L. Dolium galea L. Cyelope neritea L. Nassa limata Chemn. — reticulata L. — incrassatı Müll. — variabilis Phil. — mutabilis L. — cornicula Oliv. Buceinum undatum L. var. planum Verkr. — grönlandicum Ch. Purpura lapillus L. var. imbricata Lam. — haemastoma L. Ocenebra erinacea L. — acieulata Lam. — Edwardsi Payr. Murex brandaris L. — trunculus L. — cristatus Br. Ranella gigantea Lam. Faseciolaria lignarvia L. Triton corrugatus L. — cutaceus L. 0,2-0,5 03 0,2-0,4 0,3-1 0,5-1 0,5-1 0,2-0,4 0,5-0,8 0,5-1 0,2-0,5 0,2-0,4 0,1-0,3 0,2-0,5 0,2-0,5 0,1-0,3 2-3 0,3-0,5 2-3 2-3 0,3-0,5 Triton retieulatus Blv. Trophon muricatus Mtg. — barvicensis Johnst. — truncatus Ström — clathratus L. — var. Gunneri Lov. Taranis Mörchii Malm Pollia d’Orbignyi Payr. var. Gaillardoti Pet. — leucozona Phil, | Pisania maculosa Lam. Euthria cornea L. var, minor Neptunea antiqua L. — despecta L. — tornata Gould Fusus syracusanus L. Lachesis minima Mte. — candidissima Phil. Bela turricula Mtg. var. rosea Lov. var. exarata Möll. var. nobilis Möll. — pyramidalis Ström. — violacea Migh. — gigas Beck. — costata Don. — septangularis Mtg. — rufa Mte. — nebula Mtg. var. elongata Jefir. — linearis Mtg. -—— purpurea Mtg. — reticulata Ren. Conus mediterraneus Brug. Chenopus pes pelecani L. Cerithium vulgatum L. — mediterraneum Desh. — scabrum Olivi — conicum Blv. — metula Loven. Triforis perversa L. 05 0,4-0,6 0,4-0,6 0,4-0,6 0,6-1 0,6-1 08-1,5 0,1-0,2 0,2-0,3 0,3-0,5 0,1-0,2 0,2-0,5 0,3 0,5-1,5 1,5-3 0,2-0,5 1 0,2-0,5 0,4-0,6 0,5-0,8 0,6-1,2 0,4-0,8 0,4-0,8 1-3 0,2-0,6 0,4-0,8 0,2-0,6 0,4-0,6 0,5-0,8 0,4-0,6 0,5-1 0,3-0,5 0,2-0,5 0,2-0,3 0,1-0,2 0,2-0,4 0,1-0,2 0,2-0,4 0,5-1 0,2-0,5 E Cerithiopsis tubereularis Mtg. — pulchella Jeffr. Admete viridula Fabr. Triehotropis borealis Brod. Natica affinis Gmel. hebraea Mart. ‚millepunctata Lam. helieina Brocch. catena da C. Guillemini Payr. Alderi Forbes. Montacuti Forbes grönlandica Beck. Josephinia Risso. Velutina laevigata Penn. Lamellaria perspieua Mtg. Solarium conulus Wkftf. Adeorbis subcarinatus Mtg. Skenea planorbis Fabr. Homalogyra atomus Phil. Littorina litorea L. — rudis Maton — obtusata L. var. palliata Say. — neritoides L. Lacuna divaricata Fabr. var. canalis Mtg. — pallidula var. patula Rissoina Brugierei Payr. Rissoa striatula Mtg. cancellata da ©. calathus Forbes reticulata Mtg. cimicoides Forbes punctura Mtg. abyssicola Forbes zetlandica Mtg. costata Ad. ineonspicua, Alder. parva da Costa. var. interrupta Ad, — albella Loven. var. Sarsii Loven — membranacea Ad. 0,2-0,5 1-1,5 0,5-1 0,5-1,2 0,5-1 0,5-1 0,3-0,5 0,2-0,5 | ,2-0,5 0,5-1,5 0,2-0,4 0,5-0,8 0,3-0,5 0,2-0,3 0,1-0,2 0,1-0,2 0,1-0,2 0,2-0,5 l 0,3-0,5 | 0,3-0,5| 0,4-0,6 | var. baltiea Rissoa violacea Desm. — costulata Alder — striata Ad. var. arctica — vitrea Mtg. pulcherrima Jeffr. fulgida Ad. soluta Phil. semistriata Mtg. eingillus Mtg. castanea Möll. var. an n. sp.? octona L. cimex L. auriscalpium L. oblonga Desm. variabilis Müblf. — ventricosa Desm. Hydrobia ulvae Penn. var. baltica L. Barleia rubra Adams Jeffreysia diaphana Ald. — globularis Jeffr. Caecum trachea Mtg. -— glabrum Mtg. Turritella communis Risso. Scalaria communis L. -—- Turtonae Turt. — pseudoscalaris Br. Eulima polita L. — intermedia Cantr. — distorta Desh. var. gracilis Forbes — bilineata Alder — subulata Donov. — stenostoma Jeffr. Odostomia Seillae Scacch, — nivosa Mtg. — clavula Lov. — rissoides Hanl var. dubia Jeffr. — pallida Mtg. var, angusta Jeffr. co-T‘o ) 0,1 0,1 0,1-0,2 0,1-0,2 0,1-0,2 0,1-0,2 0,1-0,2 0,2-0,4 0,2-0,5 0,5-1 0,3-0,5 0,6-1,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,5-0,8 1-1,5 0,2-0,5 0,2-0,5 2 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 72 ME Odostomia eonoidea Brocch. var. australis Jeffr. — acuta Jeffr. — unidentata Mtg. — turrita Hanl. — plieata Mtg. — insculpta Mtg. — decussata Mtg. — indistineta Mteg. — interstincta Mtg. — spiralis Mtg. — eximia Jeffr. — excavata Phil. — scalaris Phil. — lactea L. var. paullula Jeffr. — pusilla Phil. — acicula Phil. var. ventricosa Forbes var. obeliscus Jeffr. Ringicula auriculata Men. Actaeon tornatilis L. Cylichna cylindracea Penn. — nitidula Lov. — alba Brown Utrieulus truncatulus Br. — obtusus Mtg. — mamillatus Phil. — Gouldii Couth. Bulla striata L. — hydatis L. var. cornea L. Scaphander lignarius L. — librarius Lov. Akera bullata Müll. Philine aperta L. Lobiger Philippii Krohn Assiminea Grayana Leach. Melampus bidentatus Mtg. — myosotis Drp. — var. ringens Turt. — Firminii Payr. Gadinia Garnoti Payr. Calyptraea chinensis L. | = 0-20 0,2-0,4 0,2-0,4 0,4-0,6 0,2-0,8 0,2-0,8 0,3-0,5 0,3-0,5 0,2 0,2-0,5 0,2-0,5 0,5-1 1-1,5 0,2-0,6 0,2-0,4 0,5-1, 0,1-0,2 0,2-0,3 0,2-0,3 0,3-0,4 0,2-0,3 0,2-0,5 0,2:0,3 Capulus hungarieus L. Crepidula unguiformis L. — Moulinsii Mich. Neritina viridis L. Phasianella pulla L. Turbo rugosus L. Cyelostrema nitens Phil. — serpuloides Mtg. — basistriatum Jeffr. Mölleria costulata Möll. e. opere. Claneulus corallinus Gm. — cerueiatus L. — Jussieui Payı. Trochus turbinatus Bv. — artieulatus Lam. -— zizyphinus L. — conulus L. — oceidentalis Mich. — millegranus Phil. — exasperatus Penn. — striatus L. — exiguus Pult. — Richardi Payr. — umbilicaris L. — ceinerarius L. — divaricatus L. — villicus Phil. — varius L. — tumidus Mtg. — Adansonii Payı. — albidus Gmel. — Fermonii Payr. — magus L. — lineatus da C. — Montagui Wood Margarita helicina Fabr. — groenlandica Chemn. — cinerea Couth. — varicosa M. et A. — obsceura Couth. | Scissurella crispata Flem. Haliotis tuberculata L. Fissurella graeca L. 0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,1-0,2 0,1-0,2 0,3-0,5 0,2-0,8 0,2-0,3 0,5-0,8 0,2-0,8 1-2 0,1-0,2 0,1-0,2 0,1-0,2 0,2-0,3 0,2-0,3 0,2-0,6 0,2-0,4 1-1,5 0,2-0,8 0,1-0,1 0,1-0,2 0,1-0,2 0,2-0,4 0,2-0,4 0,1-0,2 0,1-0,2 0,2-0,4 0,1-0,2 0,1-0,2 0,1-0,2 0,2-0,4 0,1-0,2 0,2-0,5. 0,2-0,4 0,1-0,2 0,2-0,5 0,2-0,5 0,4-0,8 0,5-2 0,5-2 0,4-0,6 '0,5-1, 0,3-0,4 ME MR Puneturella noachina L. Emarginula fissura L. — rosea Bell. Lepeta caeca Müll. Tectura pellucida L. — testudinalis Müll. — virginea Müll. Pilidium fulvum Müll. Patella ferruginea Gm. — Jlusitanica L. — coerulea L. — vulgata L. Chiton marginatus Penn. — cinereus L. — rüber L. — marmoreus Fabr. — cancellatus Sow. — albus L. — discrepans Brown — siculus Gray — olivaceus Spgl. Dentalium entalis L. — abyssorum Sars — agile Sars Siphonodent. lofotense Sars — quinquangulare Forbes Cadulus subfusiformis Sars Hyalaea tridentata Forsk Carinaria mediterranea Per. Argonauta argo L. Sepia officinalis L. Clavagella melitensis Sow. Teredo navalis L. — megotara Hanl. Xylophaga dorsalis Turt. Pholas dactylus L. — cerispata L. juv. — candida L. — parva Penn. Pholadidea papyracea Turt. Solen vagina L. — siliqua L. — ensis L. 0,2-0,4 0,2-0,5 0,4-0,6 0,5-1 0,2-0,4 0,2-0,4 0,2-0,4 0,2-0,5 1-1,5 0,3-0,5 0,1-0,3 0,1-0,3 0,1-0,3 0,1-0,2 0,1-0,2) 0,1-0,2) 0,1-0,3 0,3-0,5 0,3-0,4 0,2-0,8 0,2-0,3 0,1-0,2 0,2-0,3 0,2-0,4 0,1-0,2 0,2-0,3 0,2 0,5-2 0,5-2 0,2 1-2 0,5-1 0,5-1 0,5-2 0,5-1 0,2 0,5-0,8 0,5-0,8 1-2 0,2-0,5 0,2-0,5 10,4-0,61 0,2-0,5 Ceratisolen legumen L. Soleeurtus strigilatus L. Saxicava rugosa L. Panopaea aldrovandi L. Mya arenaria L. — truncata L. Corbula gibba Lam. Pandora inaequivalvis L. Neaera costellata Desh. — rostrata Spengl. — obesa Loven. — euspidata Oliv. — abbreviata Forbes — lamellosa Sars Thracia papyracea Poli — var. villosiuscula — corbuloides Desh. — myopsis Möll. juv. Lutraria elliptica Lam. Mactra helvacea Chemn. — stultorum L. — var. lactea Gm. — Pauluceiae Ben. — solida L. juv. var. elliptica Br. Mesodesma cornea Poli Syndosmya alba S. Wood. — tenuis Mtg. — nitida Müll. Scrobieularia plana da C. — (Cottardi Payr. Capsa fragilis L. Donax truneulus L. — vittatus da C. — semistriatus Poli — politus Poli Psammobia vespertina Ch. — ferroensis Ch. — tellinella Lam. Tellina baltica L. — calcarıa Chemn. — crassa Penn. — nitida Poli — planata L. 0,2-0,5 0,3-0,5 0,2-0,6 10-15 0,3-1 0,3-1 0,1-0,3 0,3-0,5 0,5-1 0,5-0,1 0,5-0,1 0,5-0,1 0,5-0,1 0,8-1,3 0,5-1 0,5-1,2 0,5-1 10,5-1 \0,5-1,5 0,5-2 0,2-0,5 0,2-0,5 0,5-1 0,1-0,2 0,1-0,2 0,2-0,3 0,2-0,4 0,2-0,4 0,2-0,4 0,2-0,4 0,5-0,6 0,2-0,5 0,1-0,2 0,2-0,4 0,4-0,6 0,6-0,8 0,4-0,8 0,4-0,8 0,5-0,8 0,1-0,2 0,2-0,6 0,2-0,5 0,2 0,3 ML |\ Tellina incarnata L. — exigun Poli — fabula Gmel. — donacina L. — squalida Pult. Petricola lithophaga Retz. Venerupis irus L. Cypricardia lithophagella Lam. Cyamium minutum Forbes Tapes decussatus L. aureus Gmel. pullastra Mte. virgineus L. geographicus Gmel. Venus verrucosa L. — gallina L. striatula da C. — ovata Penn. var, — fasciata Don. Cytherea chione L. — rudis Poli Artemis exoleta L. — Jlupinus Poli Astarte fusea Poli — sulcata da C. elliptica Brown crebricostata Forbes compressa Mtg. arctica Gray triangularis Mtg. Cyprina islandica L. Isocardia cor L. Kelliella abyssicola Forb. 12 St. Cardium erinaceum L. — aculeatum L. echinatum L. do. juv. paueicostatum Sow. tuberculatum L. nodosum Turt. minimum Phil. fasciatum Mtg. srönlandicum Ch. juv. islandieum Ch, 0,1-0,2| 0,1:0,2 0,1-0,2 0,2-0,5 0,4-0,8 0,3-0,5 0,2-0,5 05-1 0,2-0,3 0,2-0,5 0,2-0,6 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,4-0,6 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,3-0,5 0,51 | 0,4-0,6 0,3-0,4 0,3 0,2-0,5 0,4-0,6 0,5-1 0,1-0,4 0,1-1 0,3-0,5 0,2-1 3 0,5 1-3 0,3-1 0,3-1 0,2-0,4 0,3-0,5 0,2-0,6 0,3-0,5 0,2-0,5 0,3-0,5 0,2-0,5 0,4-1,5 Cardium edule L. var. major — oblongum Chemn. — Norvegieum Spglr. — papillosum Poli Cardita suleata Lam. — calyceulata L. Diplodonta rotundata Mtg. Lucina borealis L. — spinifera Mtg. Axinus flexuosus Gmel. — ferruginosus Forbes — Gouldii Phil. — eumyarius Sars. — Sarsii Phil. Lasea rubra Mtg. Montacuta bidentata Mtg. — Maltzani Verkr. Galeomma Turtoni Sow. Arca Noae L. — barbata L. — lactea L. — nodulosa Müll. — pectunculoides Sc. Nueula sulcata Brown — nucleus L. — tumidula Malm. Yoldia pygmaea Münst. — nana Nars — Jueida Loven — obtusa Sars Leda minuta Müll. Crenella decussata Mtg. 6 St. Modiolaria laevigata Gray — marmorata Fabr. Dacrydium vitreum Möll. Modiola modiolus L. — barbata L. — adriatica Lam. var. ovalis Sow. — phaseolina Phil. Mytilus edulis L. — minimus Poli Lithodomus lithophagus L. 0,3-0,8 0,3-0,4 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,8 0,3-1 0,2-0,5 0,1-0,3 0,1-0,2 0,2-0,4 0,4-0,6 0,4-1,5 0,2-0,3 0,2-0,5 1 0,8-1,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,5-0,8 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,2-0,5 0,4-0,6 0,2-0,4 3 0,2-0,5 0,5 0,5-1 0,4-0,6 1,5-2 0,3-0,5 0,2-0,3 0,3-0,5 0,3-1 0,3-0,5 0,1-0,5 0,1-0,2 0,3-0,5 Avicula tarentina Lam. Pinna nobilis L. Lima excavata Chemn. squamosa L. inflata Chemn. Sarsii Loven subauriculata Mtg. elliptica Jeffr. hians Gmel. Pecten opercularis L. _— — tigrinus Müll. striatus Müll. vitreus var. abyssorum similis Laskey varius L. LM 0,9-1 Pecten aratus Gmel. 1-3 — maximus L. 3-10 — Jacobaeus L. 0,3-0,5|1 — glaber L. 0,3-0,5 var. sulcatus L. 3-4 — islandieus Müll. 0,7-1 Spondylus gaederopus L. 0,7-1 Anomia ephippium L. 0,3-0,7| — var. squamula 0,3-0,7| Terebratula vitrea Gmel. 0,3-0,5| — eranium Müll. 0,3-0,8| —- caput serpentis L. 0,3-0,5|| Megerlea truncata L. 0,2-0,5| Crania anomala L. + 0,2-1 il. Exotische Landconchylien etc. ME Helix pieta, Born Cuba alauda, Fer. Cuba muscarum, Lea. Cuba imperator, Montf. Cuba varians, Mnke. Bahama perplexa, Fer. Grenada caracolla, L. Portorico caeca, Guppy. Trinidad Sagraiana, D’Orb. Cuba Jamaicensis, Chm. Jamaica sinuata Müll. Jamaica peracutissima, Ad. Jamaica Bainbridgei, Pfr., Jamaica acuta, Lam. Jamaica aspera, Fer. Jamaica anomala, Pfr. Jamaica cubensis, Pfr. Cuba auricoma Fer. Cuba gilva Fer. Cuba. ovum reguli, Lea Cuba Bonplandi, Lam. Cuba. Poeyi, Petit Cuba soror, Fer. Jamaica cerispata, Fer. .St. Domingo lima, Fer. Portorico nemoralina, Petit. Antillen dentiens, Fer. Martinique nuxdentieulata,Chm. do. badia, Fer. Martinique Josephina, Fer. Guadal. orbiculata, Fer. Cayenne or 1 yyrmAn S oo ao ®& 6) Sur - U SmmosHmtRwnaH - — = z a SO mo so — L He Vrer- so@zoo®o Nas w ' N Ah Helix inversicolor, Fer. Mauritius; 0,8 — Iyehnuchus, Müll. Antillen 1 — marginella, Gmel. Cuba 1 — Studeriana, Fer. Seychellen 3 unidentata Chem. do. 3 lanx, Fer. Madagascar 2 sepulchralis u. var. Fer.Mad. il brasiliana, Desh. Brasilien 1,5 pellis serpentis, Chm. do. ‚2 Phoenix, Pfr., Ostindien 2 haemastoma, L. Ceylon 0,3 eicatricosa, Müll. China 0,3 Grayi, Pfr. Ost-Australien 3 Moricandi,Sow. Philippinen 1 pileus, Müll. S.-Archipel il bifasciata, Burrow. Brasil. | 0,6 rota Brod. Philippinen 1 fibula Broc. „ 0,5 Listeri, Gray. A 0,5 planulata, Sow. „ 0,5 Cochlostyla Roissiana,Fer. „ 0,3 — arata Sow., 1 1,5 polychroa Sow. - 1 pithogastra, Fer. = 1 metaformis, Fer. L il eineinna, Fer. u 1 annulata, Sow. n 1 luzonica, Sow. a 0,6 — virgata, Lam. “ 0,6 | Sagda Cookiana, Gmel Jamaica | 0,7-1 Sagda Foremaniana,Adms. „ 1,25 & | MK | oM& Macrocyclis laxata, Fer. Chili 2 Bulimus Milleri, Sow. Brasilien 5 Pfeifferia micans, Pf. Philipp. | 1,02 | -—- melanostoma, Sow. Bras. 1 Orthalicusundatus,Brug.Trinid. 0,3 — bilabiatus, Sow. Bras. 1 Nanina ovum, Valenc. Philipp. 2 — distortus, Brug. Bras. 1 — Humphreysiana, Lea. Bulimulus auris leporis, Brug. Singapore 1 Rio Janeiro 0,4 — stolephora, Valene. Philipp. 1 — navicula, Wag. Brasilien 1.5 — citrina, L., Ostindien 0,25 — scalariformis, Pfr. Peru 0,6 — vitrinoides, Desh. Caleutta 1 — peruvianus, Brug.Valparaiso| 0,5 — trochiformis, Fer. Tahiti 0,3 || — Chilensis, LessonValparaiso| 0,5 — troilus, Gould Upolu 0,6 — Coquimbensis, Brod. — Metcalfi, Pfr. Philippinen | 0,6 Coquimbo 1 — rectangula, Pfr. Marquesas ‚6 Auricula auris Judae, L. Java 2 5 0) Cylindrella gracilis, Wood Jamaic — auris Midae, L. Ostindien | 2, — brevis, Pfr. Jamaica 0,6 Achatina marginata, Swains. 0 — brevis, Pfr. v. obesa, C.B.Ad. Guinea 1,5 Jamaica ‚Ö — bicarinata, Brug. Prinz. — elongata, Chem. Jamaica i Insel Guinea 5 — elegans, Pfr. Cuba 0,6 — fulica, Fer. Mauritius 1 — rosea, Pfr. Jamaica 0,75 Diplommatina Huttoni v. occi- — sanguinea, Pfr. Jamaica | 0,75 dentale, Guppy, Trinidad | 0,25 — nobilior, C.B. Ad. Jamaica | 0,75 Truncatella caribx&ensis, Sow. — seminudaC.B.Ad. Jamaica | 0,6 || Jamaica 0,2 — trinitaria Pfr. Trinidad 0,6 | Suceinea approximans, Shuttlw. —? St. Thomas | 0,6 | Trinidad 0,3 — (Lea) Maugeri Wood v. uni- Amphibulina patula, Brug. color, ©. B. Ad. Jamaica | 0,25 Dominico 1 — v. tricolor ©. B. Ad. Amnicola caudeana, D’Orb. Jamaica 0,25 Jamaica 0,25 — v. eitrina C. B. Ad. Melampus Coffea, Jamaica 0,2 Jamaica 0,25 | Physa Sowerbyana, D’Orb. — v. fusiformis C. B. Ad. Jamaica 0,25 Jamaica» 0,25 || Ampullaria urceus, Müll. Trinid. 1 Bulimus oblongus, Müll. Trinid| 3 | Marisa cornu Arietis L. do. 0,9 Eier von do. Müll. Trinidad 5 Neritina virginea, Lam. Bulimus vincentinus, Pfr. Trinid.; 1,5 Yallahs, Jamaica 0,3 — vincentinus v. eitrinus — meleagris, L. Brackwasser Pfr. Trinidad 1065) Jamaica 0,1 -— auris sciuri, Guppy Pfr. 0,6 — meleagris L. Brackwasser Trinidad vom Ufer, Jamaica 0,1 — exilis, Gmel. St. Thomas | 0,25 Cerithidea ambigua, Adm. — virgulatus, Fer. St. Thomas | 0,3 Brackwasser, Jamaica 0,25 — .cylindrus, Gray St. Thomas | 0,4 Cerithium gibberulum Adm. Stenogyra octona Ch. 0,2 Trinidad 0,25 Nachtrag. Buceinum ? nov. spee. Finmarken 5—15 Mk. dünne Lippe, deshalb meist etw. unvollkommen. ? ist vielleicht — glaber Jeff., wovon die Porcupine-Expedition 1 Stück erlangte. Fusus islandieus Chem., 1 todtes Expl. unvollkommen 4 Mk. 1 do. sehr gross; vollkommenes Gewinde und Apex; Mund und Canal etwas beschädigt 6 Mk. 1lebend. Expl. Epidermis mehr als gewöhnl. erhalten ; Gewinde und Apex vollkommen, Canal etwas beschädigt 8 Mk. 1 lebend. Expl. Canal und Mund vollkommen; Apex lebend verloren 10 Mk. — Turtoni Bean, je nach Beschaffenheit 10—20 Mk. — despeetus L,, 1,5—3 Mk. eine Reihenfolge von 6 Stück zu 6 Mk. Peecten islandieus Müll., 0,5—1,5 Mk. 6 Stück zusammen 4 Mk. Rhynconella psitiacea Gml., 3—5 Mk. - NR Cl. Dazuri —= pulchella var. — Cl. diodon und Verwandte könnten eine eigene Gruppe bilden, da sie zwischen Dilataria und Uncinaria vermitteln; doch lassen sie sich ohne Zwang hier einreihen. ; a. Cl. succineata Zgl. var. Dazuri Zeleb. var. compacta Zel. Cl. capillacea Rm. var. eroatica Zel. (nympha Parr.) var. Spiersi Zeleb. var. substriata Zel. (striaticollis var. Kirkmari Zeleb. Parr.) b. Cl. diodon Stud. var. gracilis Zeleb. Cl. verbanensis Stab. Cl. Marcki Zeleb. Cl. alpina Stab. Cl. pulchella Pfr. Cl. Meissneriana Shuttl. Uneinaria Vest enthält nur die 4 Arten aus Siebenbürgen und der Bucovina: elata Zgl.,, gulo Rm., procera Blz. und turgida Zgl. Alinda Ad. Die Trennung von Cl. biplicata und plicata in zwei Gruppen, die eine bei Alinda mit Cl. fallax und Consorten, die andere als Typus einer Gruppe Laciniaria, ist unbedingt zu verwerfen. Ferner ist die Abtrennung der Gruppe Strigillaria Vest (Cl. vetusta, cana etc.) nur künstlich auf Differenz des Clausiliums basirt. Auch Idyla ist durch Uebergänge mit Strigillaria und Alinda verbunden und fällt besser weg. Fusulus Fitz., eine kleine Gruppe, deren Selbstständigkeit mir zweifelhaft ist, hat neben Beziehungen zu den hier genannten Gruppen doch mehr Verwandtschaft mit Iphigenia (Andraea Hartm.). Wir theilen diese erweiterte Gruppe in 7 Abtheilungen, zu denen nur wenig Einzelheiten zu bemerken sind. Cl. mirabilis Parr. kenne ich nur nach der Diagnose; sie scheint hierher zu gehören. — Cl. biformis Parr. und iberica Roth sind identisch. Cl. dentieulata Oliv. gehört trotz der Fal- ten auf dem Mundsaum zu den Verwandten von Cl. cana Held. Die varr. von biplicata und plicata, welche Schmidt in reicher Fülle aufführt, sind noch zu wenig auf geographische Verbreitung geprüft; nur wenig werden sich als gute Varietäten halten lassen. Cl. hasta Kstr. ist var. von rugicollis, vielleicht Schmidt’s var. elongata, Cl. mirabilis Parr. 26 — — Cl. obseura Parr. (ex rec. A. Schm.) tallax Rm. (ex rec, A. Schm.) var. serbica Mlldff. stabilis Zel. bajula A. Schm. jugularis Blz. montana Stz. Cl. biplicata Mouss. *ravanica Zel. *citrinella Parr. Michaudiana Pfr. comparata Parr. macilenta Rm. plicata Drp. iberica Rth. corpulenta Friv. var. expansa Parr. Cl. somchetica Pfr. ossetica Parr. Hübneri Rm. promta Parr. hetaera Friv. eircumdata Friv. e. (Strigillaria Vest.) Cl. cana Held. var. praepinguis Parr. var. farta A. Schm. var. iostoma A. Schm. vetusta Zgl. Siebenbürgen. striolata Parr. Serbien, Bosnien, Kroatien. Kroatien. Serbien, Öst- *Sabljari Brus. conjuncta Parr. bosnien. Cl. varians Zgl. Die Gruppen bei Krain, Kroatien, Siebenbürgen, Pancici Zeleb. Serbien. index Mouss. denticeulata Oliv. semidentieulata Pfr. serrulata Mus. Petr. f. (Idyla Ad.) Fusulus Fitz. Cl. pagana Zgl. var. elongata A. Schm. var. mendax A. Schm. var. bulgariensis Friv. rugicollis Zgl. var. maxima A. Schm. var. elongata A. Schm. (= hasta Kstr. ?) oleata Rm. var. carissima Zgl. . bella Stz. var. ochracea Kstr. Stolensis Zeleb. serbica Mlldf. fraudigera Parr. var. var socialis Friv. varnensis Pfr. fritillaria Friv. thessaloniea Friv. bitorquata Friv. Rothi Zeleb. Pikermiana Rth. Kephissiae Rth. attica Parr. oxystoma Rm. tetragonostoma Pfr. laevicollis Parr. bicarinata Zgl. brunnea Zegl. foveicollis Parr. | Cl. interrupta Zgl. Cl. viridana Zgl. ist nach Vest und A. Schmidt Varietät oder vielmehr nur Blendling von Cl. montana Stz. — critica Blz. Pirostoma Vest. Vest: Olympia, Graciliaria, Iphigenia, Pirostoma, welche bis auf die erste Kobelt zu einer Gruppe 2 ur RN Iphigenia vereinigt hat, gehören auch meiner Ansicht nach zusammen. So scharfsichtig und zutreffend auch Vest's Beo- bachtungen und Scheidungen sind, so ist doch nicht zu verken- nen, dass die in Rede stehenden Arten ein Ganzes bilden, dessen Unterschiede von den übrigen Gruppen jedenfalls grösser sind, als die Unterschiede seiner Glieder unter sich. Es handelt sich nun darum, welchen Namen diese Gruppe führen soll. Iphigenia Gray, Cusmicia Brus., Pseudocerva Schauf., auch die von mir früher vorgezogene Andraca Hartm., sind alle zu verwerfen. Ich schlage Pirostoma Vest vor; die Bedeutung des Namens, birnförmige Mündung, passt auf alle Abtheilungen, ferner bilden die Arten von Vest’s Pirostoma entschieden den wichtigsten Theil der Gruppe. Von Einzelheiten Folgendes: Cl. druitica Bourg., Pauli Mabille, subuliformis Kstr., nana Kstr., hepatica Kstr. sind unsichere Arten, die sich bei genauerem Studium vermuthlich mit bekannten Arten combiniren lassen werden; ich habe keine Exemplare derselben gesehen. Cl. Eggeri Frauenfeld ist eine nicht sehr nennenswerthe Varietät von plicatula. Olausilia Bergeri- Meyer hat Vest unnöthiger Weise zum Typus einer eigenen Gruppe erhoben; sie ist allerdings äusserlich ziemlich abweichend, schliesst sich aber doch den Pirostoma- Arten an. Pirostoma Vest (erweitert). a. (Olympia Vest.) Cusmicia Brus., Pseudocerva Ol. olympica Friv. Schauf.) b. (Graciliaria Blz.) Cl. pygmaea Mlldff. Cl. filograna Zel. Grimmerii Parr. var. minor. pumila Zgl. var. transsylvanica A. Schm. eruciata Stud. var. catarrhactae Blz. nigricans Pult, gallinae Blz. rugosa Drap. concilians A. Schm. dubia Drap. var. undulata Parr. Tettelbachiana Rm. corynodes Held (= gracilis Rm.) approximans Zgl. styriaca A. Schm. parvula Stud. Stabilei Chrp. Villae Meg. caucasica Parr. var. Whatelyana Villa. Castaliae Rht. exoptata A. Schm. c. (Iphigenia autt,, Andraea Hartm., Mellae Stab, Schmidti Pfr. carinthiaca A. Schm. var. rablensis Gall. | badia Zel. d. (Pirostoma Vest s. str.) mucida Zgl. Cl. ventricosa Drp. plicatula Drp. Rolphii Leach. latestriata Blz. tumida Zgl. densestriata Zgl. lineolata Held. e. (Trigonostoma Vest, Erjaveeia Brus.) asphaltina Zgl. | Cl. Bergeri Meyer. Hierher würde die Gruppe der Clausilien von Madeira ge- hören und zwar mit eigenem Gruppennamen, da sie im Schliess- apparat vieles mit Pirostoma gemein haben, im Habitus aber gänzlich isolirt stehen. Schliesslich folgt Mentissa Ad., eine Gruppe, die mir ein Gemisch von sonst nicht unterzubringenden Arten zu sein scheint. Mit Cl. strumosa und subulata sind einerseits litotes Parr., quadriplicata A. Schm., Hueti Mort., rupestris Friv., subtilis Parr., andrerseits Schwerzenbachi und galeata verwandt; letztere beiden werden häufig, auch von Kobelt, unter Alinda resp. Idyla ge- stellt, mit denen sie nichts zu thun haben. Andrerseits scheinen Cl. gracilicosta, sodalis, acridula, canalifera, detersa sich von strumosa ebenso sehr, als von andern Arten zu scheiden. Doch habe ich von allen diesen Arten wenig gesehen, ausser strumosa keine auf ihren Schliessapparat untersuchen können. Aber schon nach Schmidts Bemerkungen erscheint eine Vereinigung von strumosa und canalifera zu einer Gruppe unmöglich. Diagnosen zweier neuer Bulimi von W. Dunker. >) Bulimus Appuni Dunker. T. ovato-acuminata, anguste umbilicata, solidiuscula, per lon- gitudinem irregulariter striata, ubique rugosa, quasi malleata, infra suturam inaequiplicata, unicolor pallide fusca, epider- mide fuscocornea paene virescente obducta, anfr. 51), con- vexis sutura satis profunda sejunctis instructa, anfr. ultimus subventrosus spira circiter triplo longior; columella leviter *) Abbildung und Beschreibung folgen im Jahrbuch. - RE N plicata paullo recedens; apertura ovata vix obliqua, peri- stoma incrassatum, expansum plus minusve reflexum, fusco- aurantium. Long. 60—65, diam. 34—36 Mm., apert. 34—55 Mm. longa, 18 lata. — Hab. Sierra nevada di St. Martha. Bulimus Tetensit Dunker. T. oblongo-ovata, subglandiformis, vix umbilicata, tenuicula, rubens ex parte subalbicans, maculis nonnullis pallide fuscis passim aspersa, epidermide nitida cornea flavescente vestita, anfraetibus 5 per longitudinem dense plicatis et rugatis sutura perspicua separatis instructa, ultimo spira satis duplo longiore; apex obtusiusculus subfusco-roseus; apertura ovata; columella subtorta; labrum intus subincras- satum, paululum reflexum roseum. — Long. 50, lat. 25 Mm., apert. 30 Mm. longa, 16 lata. —- Hab. Sierra Nevada di St. Martha. Kleinere Mittheilungen. (Lebensfähigkeit von Süsswassermuscheln.) Im Journal de Con- ehyliologie 1875 Heft I. p- 83 erwähnt Deshayes, dass Anodonten aus Tonking, von dem leider gleich nach seiner Ankunft erkrankten Dr. Julien gesammelt, nach 8 Monaten Aufbewahrung im Trockenen lebend in Paris ankamen. Dieses interessante Faetum ist aber nicht, wie Herr Deshayes annimmt, ein Unicum; vielmehr führt Woodward schon in der ersten Ausgabe seines Rudimentary Treatise p. 18 an, dass Gray 1850 eine lebende Teichmuschel (pond mussel, in ausdrücklichem Gegensatz zu den nachher erwähnten pond snails, den Ampullarien) aus Australien erhielt, welche ca. 500 Tage ohne Wasser lebte. K. Literatur-Bericht. Journal de Conchyliologie. 1875. Vol. XXIII Heft 1. p- 5. Crosse, H., Distribution geographique et synonymie des Bulimes auriculiformes de l’archipel Viti. Vierzehn Arten aus den beiden Gruppen Placostylus und Charis, welch letztere Crosse nur für eine Unterabtheilung von Placostylus hält. Abgebildet sind Bul. Koroensis Garrett, Moussoni Gräffe, elobatus Gould var. 8 und Hoyti Garrett. p- 21. Morelet, A., Appendice & la Conchyliologie de l’ile Rodriguez. — Meistens Arten, die sich nur subfossil finden und einer erst in neuester Zeit ausgestorbenen, wahrscheinlich mit der Dronte gleichalterigen Fauna anzugehören scheinen. Als neu werden beschrieben: Helix Bewsheriana, Melampus Dupontianus, Cyelostoma bipartitum, Bewsheri. p- 31. Morelet, A., Testacea in insula Mauritio a Cl. Dupont nuperrime detecta (Helix eyelaria, Boryana, Pupa helodes, Mulleri, Limnaea mauritiana). p- p- REN 323 0) DE 33. Souverbie et Montrouzier, deseriptions d’especes nouvelles de l’Ar- chipel Caledonien (Haliotinella Montrouzieri, Stomatella granosa, Trochus rhodomphalus, Lamberti, fossulatulus, Poupineli, calcaratus, Amathina angustata, Mitra turturina). 44. Fischer, P., Catalogue des Mollusques appartenant aux genres Turbo, Calear et Trochus, recueillis dans les mers de l’Archipel Cale- donien. (11 Trochus, 3 Calcar, 31 Trochus.) 52. Crosse et Fischer, Diagnoses molluscorum novorum Guatemalae et reipublicae Mexicanae incolarum (Bulimulus Sargi, Botterii). 53. Fischer, P., Supplöment & la liste des espöces du genre Vaginula. (Als Nr. 37 und 38 werden olivacea Stearns aus Nicaragua und Para- nensis Burm. aus den La Plata-Staaten aufgeführt.) 57. Crosse, H., sur les caractöres de l’opereule dans le genre Neritopsis. 66. Mayer, ©., Description de Coquilles fossiles des terrains tertiaires superieure (Oypraea Cocconii, longiseata). 68. Fougeroux de Denaivilliers, A. de, Description de quelques esp&ces de coquilles fossiles des terrains tertiaires des environs de Paris. (Valvata Deshayesii, Carychium Crossei, Helix Dometi, Glandina Noueli, Tournoueri, Pupa novigentiensis, Heberti.) Tournouer, R., Diagnoses d’especes nouvelles de Coquilles d’eau douce, recueillies par M. Gorceix dans les terrains tertiaires superieurs de Vile de Cos. (Limnaea Cosensis, Melanopsis Gorceixi, aegea, proteus, Delessei ; Vivipara Forbesi, Gorceixi, Cosensis, trochlearis.) 79. Crosse, H., Description du nouveau genre Berthelinia (elegans, mikroskopisch aus dem Grobkalk von Courtagnon.) Sitzungsbericht der Gesellschaft naturforschender Freunde in Berlin. Sitzung vom 16. December 1874. Herr von Martens über einige Landschnecken aus Tunis etc., sowie über Cerithium conicum Blainv., das Prof. Zittel lebend in der Ammons- oase gefunden. Sitzung vom 19. Januar 1875. Herr von Martens über einige neue ostasiatische Land- und Süss- wasserconchylien (Helix triscalpta, angusticollis, Kiangsinensis, Paludina auriculata, Modiola lacustris aus dem Tungting-See; Cristataria mega- desma, Unio Richthofeni, retortus; ausserdem sind Unio (Chama) plumbea Chemn. und Unio contortus Lea durch Richthofen in China aufgefunden worden). Tausch-Verein. An unsere Mitglieder. Die stete Zunahme unserer Gesellschaft und meine wissen- schaftlichen Arbeiten machen es mir unmöglich, für die Zukunft den Tauschverein in der Weise zu betreiben, wie er betrieben . RL NEN, werden muss, um seinen Zweck zu erfüllen. Ich habe deshalb mit unserem Mitgliede Herrn Verkrüzen, seither in London, das Uebereinkommen getroffen, dass derselbe die Leitung des Tausch- vereins übernimmt, und bitte von nun an Sendungen und Be- stellungen an denselben (vorläufig ebenfalls nach Schwanheim bei Frankfurt a. M.) zu richten. Schwanheim, Ende März 1875. Dr. W. Kobelt. Bezugnehmend auf obige Mittheilung erlaube ich mir hier- mit die höfliche Anzeige, dass ich von Ende März ab den Tausch- verein übernommen habe und mich bemühen werde, die Auf- träge der Mitglieder möglichst rasch und gut zu erledigen. Ein Tauschkatalog, europäische Seeconchylien und exotische Binnen- conchylien umfassend, liegt dieser Nummer bei. Schwanheim a. M., Ende März 1875. T. A. Verkrüzen. Gesellschafts - Angelegenheiten. \ Neue Mitglieder: J. H. Ponsonby Esq., Lord Chamberlains office St. James Palace, London. J. W. Davis Esq., Albert House, Greetland near Salifar. Herr Spiridion Brusina, Zoologisches Museum, Agram. » Michel Vimont, Tonlonfe, »„ J. Ankarerona, Revisor, Carlskrong, Schweden. „ Oberlehrer R. Oberndörfer, binyburg, Bayern. „ Apotheker A. Wetzler, in Giinzburg. „ J. T. Marshall Esq., Foxley Villa, Foxleyroad Nth. Briston Tome S. »„ P. Hesse, Pr, Minden. Mrs. M. de Burgh, 61 Eccleston sqr. London S. W. Für die Bibliothek eingegangen: 187. Boettger, über die Gliederung der Cyrenenmergelgruppe im Mainzer Becken. Vom Verfasser. .188. Journal de Conchyliologie 1874. Heft 4. 189. ® & “ 1875. Heft 1. a go ah 190—91. Pfeiffer, Dr. L., Monographia Heliceorum viventium. Voll. 5 et 6. Vom Verfasser. 192. Pfeiffer, Dr. L., Monographia Pneumonopomorum viventium. Vom Verfasser. 195. Say, Descriptions of terrestrial Shells of North America, ed. by Binney. Von Herrn Dr. L. Pfeiffer. 194. Pfeiffer, Dr. L., on Formosan Landshells. 1865. Vom Verfasser. Mittheilungen .und Anfragen. Ich suche folgende Arten in je mehreren lebenden Exemplaren: Hyal. margaritacea, alliaria, hyalina, petronella; Helix solaria, holoserica, eden- tula, vieina, foetens, cornea, bidens, umbrosa, rufescens, cobresiana, rubiginosa, Preslii, austriaca. Metz, rue Glossinde 2. Meyer. Der Unterzeichnete wünscht Conchylien von sicheren Fundorten des süd- atlantischen Oceans, sowohl der afrikanischen als der amerikanischen Seite, sowie Exemplare von Fusus (die Gattung im weiteren Sinne genommen) in - Tausch oder gegen baar zu erwerben. Schwanheim a. Main. Dr. W. Kobelt. M. M. Schepmann in Rhoon bei Rotterdam, Holland, sucht (©. Pfeiffer’s Naiurgeschichte deutscher Land- und Süsswassermollusken, und bittet um Preisangabe. Von der Redaction des Nachrichtsblattes sind zu beziehen: Reinhardt, Molluskenfauna der Sudeten & 1 Rm. Weinkauff, Catalog der europäischen Seeconchylien & 2 Rm. Weinkauff, Catalog der Gattung Conus; auf geleimtes Papier gedruckt. Rm. 1.25. Kobelt, Catalog der europäischen Binnenconchylien & 2 Run, Eingegangene Zahlungen. Dr. Kästner, B., Mk. 3., Gysser, S. a. W., Mk. 15, Friedel, B., Mk. 18, Olsson, V., Mk. 20, Kohlmann, V., Mk. 3, Fromm, Schw., Mk. 15, Dufft, R., Mk. 20, Mangold, P., Mk. 5, Wiegmann, J., Mk. 18, Koch, G., Mk. 20, Dr. Hensche, K., Mk. 20, Jetschin, B., Mk, 20, Schacko, B., Mk. 20, C. F. Jickeli (. 74) Mk. 15, Brusina Agr. Mk. 20, Leche, L., Mk. 5, Poppe, Br., Mk. 3, Becker, B., Mk. 3, Lüders, L., Mk. 20, Greim, D., (f. 74) Mk. 6, Löbbecke, D., Mk.18, Dr. Böttger, O., Mk.20, Prof. Troschel, B., Mk. 18, Dr. Kretzer, D., Mk. 20, R. Oberndorfer, G., Mk. 5, A. Wetzler, G., Mk. 5, Fr. Nötling Mk. 3, Fromm, Schw. (f. 74) Mk. 15, Prof. v. Fritsch, H., Mk. 20, Dr. Westerlund, R., Mk. 20, Andersson, $., Mk. 3, Prof. Arnold, M., Mk. 3, O. Semper, A., Mk. 18, Dr. Meyer, B., Mk. 3, Prof. Dr. Metzger, Mk. 18, Kretzer, M., Mk. 20, C. Arndt, B., Mk. 5, Usbeck, R., Mk. 5, Kreglinger, C., Mk. 3, Zool. Museum Berlin Mk. 18, Strebel, Hamburg, Mk. 20, Pagenstecher H., Mk. 3, Sutor, H., Mk. 20, Dr. Schaufuss, D., Mk. 3, Dr. Nowicki, Kr., Mk. 3, C. M. Poulssen, K., Mk. 3, Dr. Lischke, E., Mk. 3, Arnold Mk. 5, Petersen Mk. 5, Hans Mk. 3, Killias Mk. 20, Ponsonby Mk. 20, Davis Mk. 20. Redigirt von Dr. W. Kobelt. — Druck von Kumpf & Reis in Frankfurt a. M. No. 5 & 6. Mai-Juni 1875. Nachrichtsblatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. Siebenter Jahrgang. Mittheilungen aus dem Gebiete der Malakozoologie. Die Fortsetzung von Rossmässlers Iconographbie. Rossmässlers Iconographie der europäischen Land- und Süss- wasserconchylien mit ihren unübertrefflich treuen Abbildungen wird wohl noch für lange Zeit die Grundlage unserer Kenntnisse . der europäischen Fauna bleiben. Da sie aber nicht vollendet worden ist und in ihrer jetzigen Gestalt kaum mehr als die Hälfte der wirklich aus unserem Faunengebiete bekannten Arten enthält, lag der Gedanke an eine in Form und Behandlungsweise sich genau anschliessende Fortsetzung so nahe, dass man sich billig wundern muss, dass dieselbe nicht schon längst wieder auf- genommen worden ist. Der Unterzeichnete hat sich schon seit die Rossmässler’sche Sammlung in den Besitz unserer Gesellschaft sekommen, mit dem Plane eines solchen Unternehmens getragen, doch wurde die Ausführung immer wieder verschoben. Der von der Generalversammlung unserer Gesellschaft bei Gelegenheit der Naturforscherversammlung mir ertheilte Auftrag, die Heraus- gabe einer Fauna europaea in die Hand zu nehmen, liess mich meinen alten Plänen wieder näher treten und jemehr ich erkannte, dass die Fauna ohne umfassende anatomische Vor- studien, die eben noch fehlen, unausführbar sei, um so practischer erschien es mir, zunächst die gegenwärtig bekannten Arten sämmt- lich abzubilden und dazu die Iconographie Rossmässlers fortzusetzen. Eine solche vollständige Iconographie der europäischen Binnenconchylien wird vorläufig zur Deckung der dringendsten Bedürfnisse der Sammler genügen. Zugleich aber wird dadurch die Herausgabe einer Fauna europaea eher erleichtert als erschwert, vo. 4 N a denn dieselbe braucht dann keine Abbildungen der Gehäuse, sondern kann sich mit dem Citat einer Figur aus der Iconographie begnügen, was bei dem Umfang den sie nothwendigerweise doch erhalten muss, immerhin ein bedeutender Vortheil sein dürfte. Die Entscheidung gab der von hossmässler in seiner Selbst- biographie betonte Wunsch, sein Unternehmen fortgesetzt zu sehen. Einige noch entgegenstehende Hindernisse bezüglich des Verlagsrechtes etc. wurden durch die Kreidel’sche Buchhandlung, welche den Verlag der Fortsetzung übernommen hat, beseitigt, und so bin ich heute in der Lage, unseren Mitgliedern das dem- nächstige Erscheinen des ersten Heftes des vierten Bandes anzu- zeigen. Die Fortsetzung wird sich genau an die früheren Bände anschliessen und in zwangloser Folge die noch fehlenden Formen der europäischen Fauna beschreiben und abbilden. Das erste Heft enthält die Sippschaft der Hel. atrolabiata, die noch fehlenden Macularien und einen Theil von Campylaea; das zweite, ebenfalls schon ziemlich vollendete, die Gruppe von desertorum und die Limnäen. Die Figuren sind von mir gezeichnet, und wenn sie sich auch mit den Rossmässler’schen des dritten Bandes in der Ausführung nicht messen können, so kann ich doch für Genauig- keit der Zeichnung garantiren und hoffe, dass die Tafeln genügen werden. Da ausreichendes Material vorhanden ist, werde ich den ersten Band in verhältnissmässig kurzer Zeit zum Abschluss bringen können. Die Wissenschaft ist eben darin jetzt etwas günstiger gestellt als zur Zeit Rossmässlers; der erleichterte Verkehr macht es möglich, aus allen Theilen unseres Faunen- gebietes Suiten von Arten zu beziehen und nur in den seltensten Fällen bin ich genöthigt, auf wenige oder einzelne Exemplare hin eine Art zu beschreiben. Auch in anderer Beziehung ist das Werk bedeutend erleichtert. Als Rossmässler seine ersten Bände der Iconographie herausgab, war die Fauna europaea ein kaum bebautes Terrain; von literarischen Hülfsmitteln war kaum die Rede und die vorhandenen waren schwer oder gar nicht zu beschaffen. Jetzt ist dies anders und in gar vielen Puncten kann sich meine Arbeit auf die Abbildung und die Wiedergabe dessen beschränken, was Andere kritisch gesichtet haben. Be- sonders aus diesem Grunde wage ich auch zu hoffen, dass es mir gelingen werde, die Fortsetzung auf der Höhe der ersten BON Bände zu halten und ein Werk zu liefern, das dem heutigen Stand der Wissenschaft entspricht. Denjenigen unserer Mitglieder, welche die drei ersten, im Buchhandel leider vergriffenen Bände nicht besitzen, erlaube ich mir hiermit mitzutheilen, dass ein Wiederabdruck derselben im Falle sich zeigenden Bedürfnisses in Aussicht genommen ist; derselbe würde die Tafeln in getreuer Nachbildung, den Text wörtlich, die seitdem nöthig gewordenen Oorrecturen in Form von Anmerkungen bringen. Schwanheim, 1. Mai 1875. Dr. Kobelt. Zur Kenntniss der Anodonta complanata. Von W. Flemming in Prag. Bei Untersuchungen über die Entwicklungsgeschichte der Najaden, deren Ergebnisse demnächst an anderer Stelle publicirt werden und deren Objeete hauptsächlich Anodonta piscinalis und cellensis des Schweriner Sees und der Moldau waren, stiess ich in der letzteren auf eine kleinere Anodonta, die ich, in dem schwierigen Geschäft des Najadenbestimmens weniger erfahren, wohl als eine beliebige Variante hingenommen haben würde, wenn sie nicht in einigen histiologischen Punkten merkwürdige Abweichungen gezeigt hätte. Herr Dr. W. Kobelt, der so gütig war, mir sein erbetenes Urtheil über dieselbe mitzutheilen, erklärte sie darin für die ächte Anodonta complanata Zgl. Da die Artberechtigung dieser Form in Zweifel gezogen worden ist, so mag hier eine kurze Erwähnung jener Punkte Platz finden. Der eine betrifft die Eierstockseier, speciell deren Micropyle. Hätte ich dieses Object zuerst gesehen, ohne seine Herkunft zu kennen, so würde ich in Zweifel gewesen sein, ob ich überhaupt Najadeneier vor mir hätte. Die „Micropyle“, d. h. der Membranstiel, mit welchem das Ei an der Epithelwand des Ovarialschlauchs befestigt liegt, erscheint bei Anodonta cellensis und piscinalis, wie bei der Nebenform, die man als ‚anatina bezeichnet, als eine dünnwandige, hohl eylindrische Fort- ‚setzung der Bihaut, welche, wenn keine Verstümmelung vorliegt, im Inneren eine zart längsgestreifte Substanz erkennen lässt, am Zen Ausgang meistens ein abgerissenes Klümpchen Epithelplasma der Eierstockswand hängen hat, und an deren Innenpforte häufig, doch nicht immer, dem Keimplasma anheftend jener eigenthüm- liche scheibenförmige Körper zu finden ist, welcher einst von Keber in dessen vielbesprochener Abhandlung „De spermato- zoorum introitu in ovulo“ mit einem Spermatozoenkopf verwech- selt worden ist.*) Bei mittelreifen Eiern der genannten Arten misst der Micropylencylinder in der Länge 3, 5—6 m., in der Weite, die mehr variürt, 4—7 m.; die Dimensionen nehmen auch bei den reiferen Eiern nicht, oder nur um wenige m. zu. Ebenso oder doch nur sehr wenig abweichend sind die Ver- hältnisse bei Unio (tumidus, pictorum), die Dimensionen sind hier oft um Etwas, doch nur um Geringes grösser. Bei Anodonta complanata nun hat die Micropyle ein ganz auffallend verschiedenes Ansehen. Um den Fuss des hervor- stehenden Hohleylinders, welcher viel grösser ist und oft mehr als die doppelte Weite wie bei A. piscinalis und bei Unio hat, zeigt sich ein dicker, stark lichtbrechender Ring; er entspricht einer Einstülpung des Eihautrandes, welcher mit einer dickeren Lamelle sich gegen den Keim aufkrempt, mit einer inneren, dünneren sich an den Micropylenschornstein anlehnt, der seiner- seits mit einer kegelförmigen, basalen Erweiterung vom Keim aufsteigt. Dass hier etwa ein temporäres, an eine bestimmte Entwicklungsperiode gebundenes Verhalten vorliegen könne, ist ausgeschlossen, da ich Eier von Anodonta piscinalis das ganze Jahr hindurch untersucht habe und niemals an ihnen diese eigenthümliche Form und Grösse, welche dem Complanatenei eigenthümlich ist, gefunden habe. Umio und An. piseinalis sind sich also in diesem Punkte viel ähnlicher wie die Letztere und An. complanata. Ferner sind die jungen und mittelreifen Eier der Letzteren noch dadurch auffallend, dass die gröberen, stark lichtbrechenden Dotterkörner im Plasma ihrer Keime viel spärlicher vertheilt liegen, wie in den Eiern der gleichen Wachsthumsformen bei €) Mittheilungen über diesen Punkt, sowie über das Eierstocksei über- haupt, habe ich an einer anderen Stelle (Archiv für mieroscop. Anat. Bd. X p. 257) gegeben. 2 ' 1 den anderen erwähnten Najaden, wodurch sie ein viel helleres Aussehen bekommen. Eine andere merkwürdige Abweichung zeigen die Kiemen- embryonen der An. complanata. Oeffnet man die Kieme einer piscinalis im October bis December, so fällt sofort die gelb- bis dunkelbraune Farbe des Laichs auf. Bei complanata sieht der- selbe dagegen weiss aus, was seine Ursache findet theils in der viel grösseren Dickschaligkeit der jungen Muschelkeime, theils in der geringen Entwicklung ihrer Byssen. Auch reisst bei den Complanata-Keimen äusserst leicht das freiliegende Ende der Byssusdrüse mit dem Faden heraus und die meisten der heraus- genommenen Embryonen werden deshalb byssuslos gefunden, während bei piscinalis dieses Organ in sehr hartnäckiger, bei der Untersuchung der en Keimtheile störender Weise fest- zuhaften pflegt. Ich zweifle hiernach nicht, dass sich bei histiologischer Untersuchung des Weichkörpers von complanata noch manche andere erhebliche Abweichungen ergeben würden; bei der Schwierigkeit, hier während des Winters die Thiere zu erhalten, konnte ich solche noch nicht anstellen. Aber auch nach dem Mitgetheilten wird man diese Muschel nicht mehr wohl als eine blosse leichte Abänderung von An. piscinalis auffassen können, da schon der intraovare Keim von dem der piscinalis erheblicher verschieden ist, als letzterer von dem der Unioniden. Prag, December 1874. Die Gattung Leucochroa Beck. Von Dr. W. Kobelt. Leucochroa wurde als Untergruppe von Helix zuerst von Beck (Ind. moll. p. 16) 1837 aufgestellt; dieselbe umfasst ausser Helix cariosa, turcica, cariosula, Leachii und candidissima noch eine grosse Anzahl ächter Helices, theils Xerophilen, wie amanda, rugosa, explanata, theils maderenser Ochthephilen, sowie eine Art von den Bermudas. Eine solche Gruppe konnte natürlich nicht als naturgemäss angesehen werden und die Untergattung fand vorläufig keinen Beifall. u ag Dagegen wies Moquin-Tandon (Memoires de l’Academie de Toulouse 1848, IV) nach, dass Helix candidissima einen glatten Kiefer mit mittlerem Vorsprung und einen sehr einfachen Genitalapparat ohne Pfeil und Pfeilsack besitze, somit nicht zu Helix im engeren Sinne gehöre, sondern zu Zonites; er gründete darum auf sie ein eigenes Subgenus Calcarina, über dessen Um- fang er sich aber nicht näher ausspricht. Da aber die Arten im Habitus sowohl, wie in der Lebensweise von den ächten Zonites sowohl (Gruppe des Z. verticillus), wie von Hyalina weit abweichen und sich keinerlei Uebergänge finden, war es vollkommen gerechtfertigt, dass Albers-von Martens in der zweiten Auflage der Heliceen die generische Abtrennung aus- führten; da der Name Calcarına schon bei den Wurzelfüsslern vergeben ist, griffen sie auf Beck’s oben angeführte Gruppe zurück, und da der Name nun einmal eingebürgert ist, wird man wohl thun, es dabei zu belassen, aber Leucochroa (Beck) Albers zu schreiben. Die Diagnose, soweit sie das Thier betrifft, lautet: Maxilla arcuata, medio dente rostriformi (duplici sec. Erdl) prominente munita, non sulcata. Systema sexuale sub- simplex; sagitta ejusque bursa desunt, musculus retractor penis longus, flagellum liberum, subulatum; bursa copulatrix mediocris, obovata; folliculorum mucosorum loco corpus granulosum, globosum, virescens, pedunculatum. Die Gattung umfasst bei Albers-von Martens nur die nächste Sippschaft der candidissima und cariosa Olivier; so habe ich sie auch in meinen Catalog der europäischen Binnenconchylien her- übergenommen und nur noch einige neuere Arten, sowie die maroccanischen mograbina uud tetragona Mor. dazubezogen; letztere, schon von Chemnitz als Trochus tureicus beschrieben, wurde schon von Beck zu Leucochroa gestellt. Ganz anders umgrenzt aber Bourguignat die Gruppe. In seinem Catalogue du Zonites de la section des Calcarina (Amenites II. p. 145) zählt er 24 Arten auf, rechnet aber die Gruppe der mogadorensis nicht dazu und das, wie wir später sehen werden, mit Recht. Bourguignat fasst, unbekümmert um die anatomische Beschaffenheit, alle in den Wüsten lebenden Heliceen, die ja mehr oder minder durch kreideartiges Gehäuse ausgezeichnet sind, zusammen. So kommt eine sehr heterogene Gesellschaft BON zusammen. Voran steht die Gruppe der Helix desertorum, aus der fünf Arten gemacht sind, zu denen als sechste noch Hel. Dillwyniana Pfr., Mart.- Chemn. ed. II t. 140 f. 15—14 von unbekanntem Fundorte kommt. Diese haben mit Leucochroa in unserem Sinne weder nach dem Gehäuse, noch nach dem Thier zu thun. Jickeli hat in den „Land- und Süsswassermollusken Nordost-Afrikas“ Kiefer und Zunge der beiden Hauptformen von desertorum abgebildet, es sind ächte Heliceen, auch mit einem Liebespfeil ausgestattet. Ob Helix Dillwyniana hierher gehört, scheint mir nicht ausgemacht und dürfte sich nach der Abbil- dung allein kaum mit Sicherheit entscheiden lassen; immerhin könnte es eine plattgedrückte, genabelte Form, vielleicht auch eine individuelle Abnormität von desertorum sein. Ferner finden wir bei Bourguignat Hel. eremophila Boissier, offenbar eine Xerophile aus der nächsten Verwandtschaft der Hel. cespitum, aber mit dem Habitus einer Wüstenschnecke, und Helix planata Chemn., neben der arietina Rossm. und erythro- stoma Phil. als eigene Arten aufgeführt werden. Diese Arten sind aber mit pisana durch Uebergänge so verbunden, dass man sie unmöglich von ihr abtrennen kann. Endlich finden wir noch Hel. tectiformis Lowe von Madera, welche auch Beck schon zu seinen Leucochroen zählt; sie dürfte wohl besser bei ihren Verwandten aus Madera bleiben. Nicht zu Calcarina rechnet aber Bourguignat Hel. tureica Chemn., mograbina Morelet, tetragona Morelet, die ich freilich von tureica nicht zu unterscheiden weiss, und tunetana Pfr., denen sich nun degenerans Mouss. anschliesst. Auch in der Malacologie de l’Algerie bleibt Bourguignat bei dieser Ansicht und, wie mich die Untersuchung der von Rein und von Fritsch mitgebrachten lebenden Exemplare belehrte, vollkommen mit Recht. Ausser den Unterschieden in Zunge und Kiefer haben diese Arten nämlich einen Pfeilsack und, wie mir Herr Schacko in Berlin mittheilte, zwei kleine Liebespfeile. Nun entsteht aber eine kitzliche Frage: wie steht es mit Leucochroa cariosa Olivier und ihren Varietäten, die ja der Schale nach der mogadorensis so nahe kommen und sich von der Sipp- ‘schaft von candidissima und Otthiana durch ihre rauhe Sculptur unterscheiden? Leider bin ich ausser Stande, diese Frage zu Da entscheiden, denn es ist mir bis jetzt noch nicht möglich gewesen, das Thier dieser Art zum Untersuchen zu bekommen. Es muss somit diese Frage vorläufig noch eine offene bleiben, doch zweifle ich kaum daran, dass auch diese Gruppe zu Helix und zwar zu Xerophila in die Nähe von tuberculosa Conr. gehört, deren Mund- theile eine bedeutende Aehnlichkeit mit us der verwandten Marokkaner Formen haben. 7 Noch weniger zweifelhaft ist das von Hel. tunetana Pfr., die der mograbina ebenfalls sehr nahe steht. Leachi Fer. ist mir unbekannt, scheint aber auch keine ächte Leucochroa zu sein. Dagegen dürften die drei neuen, von v. Fritsch entdeckten und von Mousson beschriebenen Arten von den Canaren, accola, pressa und ultima, dem Habitus nach mit aller Wahrscheinlich- keit in die Gruppe der candidissima, also zu Leucochroa gehören. Die Gattung Leucochroa umfasst im palaearctischen Faunen- gebiete mithin folgende Arten: 1. candidissima Drap. Rossm. fig. 560. var. rimosa ÜUrist. et Jan Rossm. fig. 367. hierochuntina Boissier. „ fimbriata Bourg. Cat. Sauley t. 1 f. 17—19. 2. prophetarum Bourg. Cat. Sauley t. 1 f. 20—22. 3. baetica Rossm. Icon. f. 812, 813. — Mayrani Gassies Act. Linn. Bord. 1856 p. 8 £. 1-23. 4. cariosula Michaud Rossm. f. 561. 5. Boissieri Charp. Zeitschr. f. Malac. 1857 p. 133 Mart. Ch. ed. IEit. 114 46,809, 6. filia Mousson. 7. Otthiana Forbes Bourg. Mal. Alg. t. 6 f. 6—10. — Jeannotiana Terver Cat. Alg. t. 2 f. 11, 12 non Rossm. var. umbilicata — Jeannotiana Rossm. Ic. f. 564. — Zonites piestius Bourg. Amen. II p. 153. Mal. Alger. t. 6 f. 11—15. var. carinata — chionodiscus Pfr. Mal. Bl. 1856 t. 2 f. 12, 13. Bourg. Mal. Alg. t. 6 f. 1—2. 8. argia Bourguignat Amen. II p. 153. Mal. Alger. t. 6 f. 16, 17. R)] 41 — Tausch-Catalog der deutschen malacozoologischen Gesellschaft. N. B. Die Preise in Reichsmark per Stück. se Cyelostomus Banksianus, Sow., v. hyacinthium, ©. B. Ad. Jamaica. — Jayanus,C.B.Ad. „ — Jayanus, v. rufilabre , C. B. Ad. Megalostoma antillarum, Sow. St. Thomas. Registoma grande, Say. Philipp. Jamaica. Dermatocera vitrea, Less. Ternate. Cyelotus seminudus, C. B. Ad. Jamaica. — translucidus v. trinitensis, Trinidad. — rugatus, B H — grenadensis, Shuttlew. Grenada. Choanopoma fimbriatum, Sow. Jamaica. — fimbriatumv.album „ — pulchrum, Wood E Chondropoma erenulatum, Fer. Guadaloupe. — Newcombianum, C. B. Ad. | St. Thomas. Cuba. Tudora columna, Wood, Jamaica — armata, C.B. Ad. ig — megacheila, P. & M. — claudicans, Poey. Curacao. — Augustae,C.B. Ad. Jamaica — Adamsi, Pfr. 1 Cistula Sauliae, Sow. 5 — aripensis, Guppy, Trinidad. — pupaeformis,Sow. Anguilla — bilabris, Mke. St. Thomas. Blandiella reclusa, Güppy, Trinidad. Lueidella aureola, Gray, Jamaica. ME 0,40 0,40 Lueidella aureola, v.granulosa, C©. B. Ad., Jamaica. Proserpina nitida, Sow., „ Trochatella pulchella, Gray, Jamaica. — pulchellav. parra „ Helicina Adamsiana, Pfr., Jamaica. | — jamaicensis, SoW., neritella, Lam., 4 barbata, Guppy, Trinidad. acutissima, Sow. jun., Bohol. Alcadia Hollandi, C. B. Ad., Jamaica. — palliata, C. B. Ad., „ — major, Gray, + Adamsiella grayana, Pfr., „ — variabilis, C. B. Ad., Jam. Helix carseolana Fer. Subiaco. — tuberculosa Conr. Palästina — vestalis Parr. R Leucochroa candidissima var. hierochuntina Boiss. Bulimus septemdentatus Roth, Palästina. — Cantori Phil. China. Clausilia fusca de Betta Oberit. — leucostigma Zgl. Mittelit. Melanopsis jordanica Roth Jordan. Paludina okaensis Clessin Oka. — praerosa Gerstf. Amur. Seeconchylien vom Rothen Meer wo nicht anders bemerkt ; die näheren Fund- orte auf den Zetteln. Plicatula ramosa, Lm. Mactra fuscata, Mactra decorata, Desh. Re) D Hrn oO 42 Lueina Fischeriana, Strigillina lactea, Dkr. Tellina opalina, Sow. Donax Dohrni, Jick. — trifasciata, Reeve. Artemis ceretacea, Reeve. — alta, Dkr. var. Turbo (Lunella) Hempr. Tros. Cerithium variegatum, Q.&G. — moniliferum, Drp. — obeliscus, Brug. — erythraeense, Lam. Conus acuminatus, Brug. — — v. grossa. — 2 — y. unicolor. — arenatus, Brug. Kl.&Gr. — classiarius, Brug. do. — Deshayesi, Reeve. erythraeensis, Bk. Triton trilineatum, Rve. Pyrula rapa, Lam. Murex foraminiferus,Tapp. v. -— rota, Sow. — digitatus Sow. Mitra harpaeformis, Reeve Plecotrema rapax, Dohrn Scaliola elata, Semper Laemodenta affınis, Desh. Atys cylindrica, Helb. Truncatella teres, Pfr. — semicostulata, Beck Cassidula nucleus, Martyn — labrella, Desh. Melampus massauensis, Pfr. — siamensis, Martyn Marine -Conehylien von Westindien, wenn nicht anders bemerkt; die nähern Fundorte auf den Zetteln. Ostrea rubella, Lam. von Mangrove Zweigen ME 0,30 1-1,50 0,50 0,50-1 0,50 0,50 0,30 1,50 0,30 0,30 0,20 0,50 3 0,50 4,50 0,20-0,40 0,80-1,50 2 0,80 1 0,50 1 4-6 15 0,20 0,40 0,10 0,40 0,20 0,10 0,60 0,20 0,30 0,10 0,10 0,30 Ostree parasitica, Gmel. von Brettern ete. Ostrea plicatula, Gmel. Plicatula ramosa, Lm. Perna bicolor, ©. B. Ad. Vulsella elongata und var. Pecten ziezac, Chem. — subnodosus, Sow. — japonicus, Gmel. Japan. Lima scabra, Born Mytilus perna, Lam. Rio Janeiro. — exustus, Lam. — brasiliensis, Chm. Modiola americana, Leach. Lithodomus lithophagus, L. Pectunculus pallium, Reeve. Arca Noae, L. St. Thomas — oceidentalis, Phil. — incongrua, Say Lucina tigerina, L. occidentalis, Phil. muricata, Spnglr. scabra, Lam. antillarum, Reeve und ornata, C. B. Ad. pecten, Lam. var. aurantia, Desh. jJamaicensis, "Lam. — globosa, Tellina bimaculata und v.,L. punicea und var., Born alternata, Say —- fausta, Don. — interrupta, Wood radiata, L. Donax denticulata, Lam. — serra, Vorgebirge der guten Hoffnung Strigilla pisiformis, L. — .— v. alba — carnaria, Lm. und var. Chama macrophylla, Chem, | 0,50-2 0,50 0,40 0,30 0,50 0,40 0,80 0,25-0,80 0,50-1 0,40-0,80 0,20-1 0,30-0,80 1 0,25-0,60 0,40-0,60 0,60 0,60-1 0,50-0,80 1 0,20-0,40 0,30-0,50 0,30-1,50 0,40-1 0,75-1,50 0,60-1,50 0,30 4 0,10 0,10 0,50-1 0,60-1,50 Asaphis coccynea, Martyn und var. Amphidesma (Semele) reti- eulata, Lm. Papyridea bullata, L. Venus granulosa, Lm. ziezac, L. paphia, L. Dione, L. asperrima, Sow. flexuosa, Lam. mercenaria,L. Newyork. maculata, L. Circe minima, Mont. Cardium, muricatum, L. — haitense, Say — oviputamen, Reeve — subelongatum, Sow. Cardita (Lazaria) graeilis, Shuttlew. — dactylus, Brug. Trinidad Mactra alata, Spengl. Solecurtus floridanus, Cour. Pholas caribea, D’Orb. Neaera ornatissima, D’Orb. Corbula Lavalleana, D’Orb. — Knoxiana, C. B. Ad. -- Kjaeriana, C. B. Ad. — Barrattiana, C. B. Ad. Periploma inequivalvis, Schum. W.-1. Dentalium antillarum D’Orb — politum, L. Chiton occidentalis, Reeve (Salamander, Spengl.) — squamosus, L. (undatus, Spengl.) — acutiliratus, Reeve Patella melanosticta, Gmel. — pustula, Helbrich Siphonaria lineata, D’Orb. Tectura leucopleura, Gmel. Fissurella viridula, Lm, Bin 0,40-0,80 0,50-0,80 1-2 0,50-0,70 0,50-0,75 0,75-1 1-1,50 0,50-0,70 0,40-0,60 2 0,50 0,30-0,50 0,50-1 0,50-0,80 1 0,50-1,50 2 4 1,50 0,25-0,50 1,50 0,20 0,40-0,80 0,50-0,80 1 3,50 0,50 0,50 0,50-0,80 0,60-0,80 0,30-0,50 0,20-0,30 0,20-0,40 0,20-0,40 0,30-0,50 0,30-0,50 Fissurella nodosa, Born Calyptrea Jamaica Crepidula aculeata, Lam. — unguiformis Lain. Trochus pica, L. — excavatus, L. — carnmeolus, Lam. Modulus antillarum, Chm. — perlatus, Gmel. Xenophorus conchyliophorus, Born Astralium calcar, L. Litorina muricata, L. — nodulosa, Gmel. — ziezac, Chm. — — v. earinata, D’Orb. — angulifera, Lm. Planaxis semisulcata, Born. — lineatus, Da. Cos. Litiopa melanostoma, Rang. Sargasso Tange Rissoa elegantissima, D’Orb. Caecum regulare, Carp. — imbricatum, Carp. — cornu-bovis, Carp. — nitidum Carp. Neritina viridis, L. Cerithium eriense, Val. minimum, Gmel. atratum, Gmel. litteratum, Brug. gibberulum, ©. B. Ad. striatissimum, Sow. Cerithidea ambigua, C. B. Ad. Turbo hyppocastaneus, Lam. — tuber, L. Natica lactea, Guilding — canrena, L. — fuscata, Chem. Panama Nerita variegata, Chm. — versicolor, Lm. — peloronta, L. Mitra barbadensis, Gmel. EN TE 0,30-0,50 0,10-0,20 0,20-0,40 0,20-0,40 0,20-0,50 0,25-0,40 0,20-0,40 0,10-0,30 0,40-0,50 1,50-5 2-5 0,10-0,30 0,10-0,20 0,10-0,20 0,10-0,20 0,20-0,30 0,20-0,30 0,10-0,20 0,40 0,10-0,20 0,10 0,20 0,10 0,20 0,20 0,10 0,25 0,20 0,20 0,20 0,30 0,20 0,50-0,80 0,60-1 0,10-0,30 0,20-0,40 1 0,10-0,30 0,10-0,40 0,50-1 0,50-0,80 Conohelix marmorata, Sw. Pelew-Ins. Cancellaria retieulata, Dillw. Pyramidella (Obeliscus) do- labrata, L. — terebellum, Müll. Terebra einerea, Born — hastata, Gmel. Columbella mercatoria, L. — cribraria, Sow. — nitida, Lam. Marginella pallida, L. Volvaria avenacea, Klein Conus columba, Hwass. — verrucosus, Hwass. Ovula gibbosa, L. Trivia pediculus, L. — suffusa, Gray — vitrea, Gaskoin — subrostrata, Gray Olivella oryza, Lm. — — yar. Oliva reticularis, Lm. Marginella interrupta Sol. Ancillaria (Dipsacus) gla- brata, L. Purpura patula, L. — trapa, Bolten — undata, Lm. Curacao Pisania coromandeliana, Lm. — aurita, L. Turbinella nassa, Gmel. Fasciolaria tulipa, L. Pyrula melongena, L. Nassa antillarum, D’Orb. Phos textilinum, Mörch. Cassis testiculus, L. Oniscia oniseus, Lam. Triton tuberosum, Gmel. — femorale, Lm. — pileare, Lam. Murex pomum, Gmel. c. op. — cealeitrapa, Lm. c. op. ME 0,50 1.50 0,30-0,50 0,20-0,30 0,50-1 0,30-0,60 0,10 0,10-0,20 0,10-0,20 0,10-0,20 0,10-0,20 0,10-0,30 0,10-0,30 0,20-0,30 0,10-0,20 0,10-0,20 0,20-0,30 0,20-0,30 0,10 0,20 0,10-0,20 0,30 2-3 0,30-0,70 0,40-0,80 0,20-0,50 0,40-0,60 0,30-0,50 0,20-0,40 0,80-6 0,80-3 0,20-0,40 0,40-0,60 1-2 0,50-0,80 0,20-0,30 0,50-1 1 1-2.50 1-1.50 ME Strombus gigas, L. c. op. — aceipitrinus, Lm. c. op. — pugilis, L. c. op. Bulla striata, Brug. — naucum, L. Ostindien Stiliola vitrea, Dkr. N. sp. Desterro Conchylien von Abys- sinien und Egypten. Helix desertella, Jick. — obstructa, Fer. — Darnaudi, Pfr. — desertorum, v. inflata — — v. depressa Pupa Klunzingeri, Jick. — lardea, Jick. Reinhardti, Jick. fontana Kırss. — bisuleata, Jick. na She Sa | Clausilia socialis, Friv. Bulimus insularis, Ehrenb. Succinea striata, Krss. var. | limicola Morel Unio aegyptiacus u. var. Corbieula consobrina, Fer. — fluminalis, var. | — radiata, Phil. Cleopatra bulimoides, Olivi Isidora sericina, Jick. Ancylus abyssinicus, Jick. Vivipara unicolor, Oliv. Lanistes carinatus, Oliv. Sputha Caillaudi, Mart. Europäische See- Conchylien fortgesetzt. | Rissoa Jefireysi, Waller Odostomia albella, Sow. Trochus umbilicatus, Mont. — — v. agathensis, Recl. 6 4 1-2 0,10-0,30 0,30-0,60 0,20 0,30-0,50 ' 0,30-0,50 0,10-0,20 0,10-0,20 em NE Rd Saxicava rugosa, v. pho- Sepia offieinalis, L. 0,20-0,50 ladis, L. 0,40-0,80 | Mactra solida, L. 0,10-0,30 Lutraria oblonga, Chem. 0,60-1.50] — — v. elliptica, Br. ju- Tellina pusilla, Phil. 0,20-0.30 venis. 6 Stück] 0,30 Cardium exiguum, Gmel. 0,30-0,60 | Psammobia vespertina, Ch. | 0,30-0,50 Axinus croulinensis, Jefir. | 0,30-0,40 | Isocardia cor., L. 1.50-3 Nassa reticulata, L. 0,30-0,60 | Arca nodulosa, Müll. 1-2 Homalogyra atomus, Phil. | 0,50-1 Argonanta argo, L., Gross) 6-12 Trochus exasperatus, Penn. | 0,10-0,30 | Sceissurella erispata, v. bo- — striatus, L. 0,10-0,30 realis, Sow. 1 Haliotis tuberculata, L. 0,30-1 Solen pellueidus, Penn. 0,20-0,40 Hyalea tridentata, Forck. | 0,20-0,50 Eine Sammlung britische Land-, Süsswasser- und See-Conchylien, so gut wie complet, meist in langen Reihenfolgen, woran über 20 Jahre gesammelt ist; Catalog besagt das Nähere . . . Se Eine Sn europäischer See-Conchylien, dualen hauptsächlich englische, norweger, isländische etc., viele in längerer Reihenfolge, über 900 Arten und Varietäten . . . - i ES) Eine Sammlung Uniohidae von ca. 800 Aren Bra Varietäten aus allen Welt- DOSeNnden lan LER NEN AG EN A a re A) Eine Anzahl japanesischer See-Conchylien von A. Adams, meist von seinen kleinen interessanten Arten, viele nicht mehr zu haben, etwa 160 STERN ehe er ee A SE a. NEE Literatur-Bericht. Jeffreys, Gwyn, Submarine Cable Fauna. In: Annals and Maga- zine of Natural History, March 1875. Es handelt sich um das Kabel von Falmouth nach Lissabon, das in 1870 gelegt und im Herbst 1874 einer Ausbesserung wegen zwischen 47° 58° und 47° 35‘ nördl. Br. und 7° 6‘ westl. Länge aus einer Tiefe von 89—205 Faden wieder aufgenommen wurde. Folgende Mollusken- arten fanden sich daran befestigt (die gesperrt gedruckten lebend): Terebratula caput serpentiis, Anomia ephippium, Ostrea cochlear, zu der ©. rosacea Desh. als Varietät gezogen wird, Pecten opercularis, similis, Lima subauriculata, Losecombi, Avicula hirundo, Mytilus phaseolinus, Kellia suborbicularis, Axinus eycladius, Cardium minimum, Astarte triangularis, Circe minima, Venus ovata, Tellina pusilla, Mactra solida var. elliptica; — Cyelo- strema nitens, Trochus millegranus, Rissoa soluta; Triforis perversa. Zusammen 21 Arten. Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft. XXVI. Heft 4. p- 741. von Martens, fossile Süsswasserconchylien aus Sibirien, N A Dieselben stammen von den Ufern des Jrtysch bei Omsk. Als neu werden beschrieben und abgebildet: Paludina tenuisculpta, Lithoglyphus vonstrietus, Unio Pallasii, U. pronus, U. bitubereulosus; überhaupt wer- den 12 Arten aufgeführt, davon 5 noch lebend. Martini-C'hemnitz Conchyliencabinet, neue Ausgabe. Lig. 233. Conus von H. C. Weinkauf. — Neu ©. Lischkeanus, Suto- reanus, epistomioides. Lig. 234. Anodonta von S. Clessin. — Neu An. Martensiana. Lfg. 255. Melania von Brot. — Enthält die centralamerikanischen Arten, } \ DR nnd ! ' die Gruppen Suleospira, Nigritella und Melunoides; als neu wird be- schrieben Mel. filocarinata Mouss. von Polillo. Calkins, W. W., the Land- and Freshwater Shells of La Salle County, Ills. — Aus: Proceedings of the Ottawa Academy of Natural Science, 1874. — 48 S. mit 1 Tafel. Zur Anleitung, für den Anfänger bestimmt. Von circumpolaren Arten werden aufgeführt: Zonites viridulus (eleetrina Gould), fulva Drp. (ehersina Mke.), Bulinus hypnorum, während die Limnäen und oivipara eontectoides für von den europäischen Arten verschieden erklärt werden. Jahrbücher der deutschen malakozoologischen Gesellschaft. Il. 1875. Heft T. p- 1. Dunker, W., Verzeichniss der Species einiger Gattungen zweischaliger Mollusken des Rothen Meeres. p- 7. Kobelt, Zur Fauna Italiens. 1. Die Heliceenfauna von Sicilien und ihre Vertheilung. p: 25. Clessin, 8., Hyalina erystallina Müll. Mit Abbild. p- 36. Olessin, S., Mollusken des Wolgagebietes. Mit Abbild. p-. 43. Jickeli, ©. F., Studien über die Conchylien des Rothen Meeres, II. Die Gattung Conus. Mit einer colorirten Tafel. p- 72. Literaturbericht: von Martens, Semper’s Reisen im Archipel der Philippinen. Jahrbücher der Deutschen Maloccozoologischen Gesellschaft. 1875. Heft. II. p. 97. von Martens, Bemerkungen über marokkanische Landschnecken. p. 106. —_ über Solarium luteum, hybridum und stramineum. p. 116. _ eine linke Trichotropis. p- 118. von Möllendorff, Chinesische Landschnecken. p- 126. von Martens, Bemerkungen hierzu. p- 136. — Cristaria Reiniana n. sp. p- 137. Schacko, G., Radula und Kiefer des Genus Acme. p- 152. Literatur. Boettger, Dr. O., über die Gliederung der Cyrenenmergelgruppe im Mainzer Becken. Separatabdruck_ aus dem Bericht über 1 ERROR die Senekenbergische naturforschende Gesellschaft für 1873 — 74. 8%, 55 8. Diese interessante Arbeit ist leider keines Auszuges fähig. Als neue Arten werden aufgeführt, jedoch ohne Diagnose: Lacuna obtusa, Cionella macrostoma, Omphaloptyx supracostata, Clausilia nenineformis, flexi- dens, Alexia mucronata, Auricula glandina, Capulus altus, Sphenia neaera, elongata, Cultellus sarras, Tellimya siliqua, Seintilla fragilis, Nematura minima, Amnicola glaberrima, Corbulomya arcuata, Cardium planistria. Monterosato, Allery de, nuova rivista delle Conchiglie Mediter- ranee, — Aus Atti della Academia Palermitana. 24. Jan. 1875. Der fleissige Autor liefert hier einen neuen namentlich auch die Tief- seeforschungen der Engländer und seine eigenen Drakarbeiten bei Pa- lermo enthaltenden Catalog der aus dem Mittelmeer bekannten schalen- tragenden Arten; die Zahl derselben beläuft sich auf 874, wobei zu be- denken, dass Monterosato eher im Zusammenziehen als im Zersplittern zu viel thut, und somit die Artenzahl sich eher höher belaufen dürfte. Wir werden diese Arbeit im nächsten Jahrbuch ausführlicher besprechen. Pfeiffer, Monographia Heliceorum viventium. (Supplementum quar- tum). Vol. VII. fase. 1. Wir machen unsere Mitglieder speciell auf das Erscheinen dieses neuen Supplementes aufmerksam, das in der altgewohnten Weise alle bis zum Druck jedes Bogens publicirten Arten enthält. Das ausgege- bene, zehn Bogen starke Heft enthält Testacella mit 17 Arten, Gaeotis mit 3, Parmella mit 1, Bruneya mit 1, Daudebardia mit 16, Vitrina mit 159, Simpulopsis mit 20, Suceinea mit 210 Arten und den Anfang von Helix, welche Gattung nach der vorgedruckten Uebersicht 3451 Arten umfassen wird. Dass der Verfasser die Gattung im alten Sinne nimmt, wird man ihm wohl jetzt noch weniger verdenken als früher, da Semper’s Untersuchungen das sogenannte natürliche System wieder sehr ins Schwanken gebracht haben und jedenfalls noch ausgedehnte anatomische Untersuchungen nöthig sind, ehe ein haltbares System aufgestellt wer- den kann. Uebrigens hat Pfeiffer seine Anordnungsmethode niemals als ein System, sondern immer nur als ein Schema zur Ermöglichung der Auffindung einer unbekannten Art gegeben. Todesnachrichten. Unsere Gesellschaft hat wieder zwei ihrer Mitglieder ver- loren, welche ihr fast seit ihrer Gründung angehörten: C, Wessel in Hamburg und Dekan Sterr in Donaustauf. An dem ersteren haben wir den einzigen wirklich im Interesse der Wissenschaft wirkenden Händler in Deutschland verloren und es wird durch seinen Tod eine ziemlich empfindliche Lücke entstehen. Sterr, "unsern Mitgliedern durch seine im Nachrichtsblatt veröffentlichten Beobachtungen über Schneckenzucht bekannt, war ein eifriger aa Erforscher der heimischen Fauna, leider aber seit längerer Zeit durch schweres Leiden an der Fortsetzung seiner Studien ver- hindert. Ferner haben wir unseren Mitgliedern den Tod von John Edward Gray mitzutheilen, dem Leiter des britischen Museums und Mollusken-Systematiker par excellence. Sind auch seine rasch wechselnden Systeme von zweifelhaftem Werthe, so verdankt ihm doch die Wissenschaft viele Bereicherungen und wird sein An- denken stets in Ehren halten. Dem Journal de Conchyliologie entnehmen wir noch die Nachricht, dass einer der eifrigsten Erforscher der spanischen Fauna, Patricio Maria Paz y Membiela, am 14. Januar gestorben ist; seine reiche Sammlung hat das Museum in Madrid erworben. Gesellschafts - Angelegenheiten. Neue Mitglieder: Herr F. H. Diemar in Cajlel, (Diemar & Heller). Mittheilungen und Anfragen. Bryce M. Wright, vormals Great Russel Street, wohnt jetzt in 38 South- hampton Row London W. C. Derselbe ist mit Vergnügen zu Auswahlsendungen an die Mitglieder bereit. Jickeli, Fauna von Nordost-Afrika ist von C. Frohmann’s Verlag in Jena zu 20 Rm. zu beziehen. Ein Cireular der Smithsonian Institution bittet um Einsendung von Material an nordischen Mollusken und Tunicaten, um Mr. W. H. Dall in der Bearbeitung des seit 1865 angesammelten Materials aus dem Behringsmeer zu unterstützen, und offerirt dafür Suiten aus diesen Gegenden. Besonders er- wünscht sind Thiere in Alcohol. Zusendung direct oder durch die Agenten der Smithsonian, für Deutschland Dr. Felix Flügel in Leipzig. Theodor Fischer in Cassel sucht gegen Zahlung oder auch in Umtausch gegen Artikel seines Verlages ein Exemplar Rossmässler’s Iconographie der Land- und Süsswasser-Mollusken, vollständig und gut erhalten. Eingegangene Zahlungen. Von den Herren: Ankarerona **, Hesse *, Appelius }, Adami **. Redigirt von Dr. W. Kobelt. — Druck von Kumpf & Reis in Frankfurt a. M. No.7& 8. | Juli und August 1875. Nachriechtsblatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. Siebenter Jahrgang. Ein Jubiläum. Am vierten Juli dieses Jahres hat der Altmeister der Binnenconchylienkunde, Louis Pfeiffer in Oassel, sein fünfzigjähriges Doctorjubilläum gefeiert. Die Vor- stände der deutschen malakozoologischen Gesellschaft waren leider verhindert, dem Jubilar persönlich ihre Glückwünsche darzubringen und mussten sich begnügen, ihm telesraphisch zu gratuliren. Möge es unserem ver- ehrten Mitgliede vergönnt sein, noch recht lange in voller Rüstigkeit und Geistesfrische, wie gegenwärtig, der Wissenschaft zu dienen und sich des Fortschrittes zu freuen auf der Bahn, zu welcher er in so vielfacher Beziehung den Grund gelest! An die geehrten Herren Mitglieder der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. Es gibt wohl Niemand, der nicht darin mit einstimmt, es sei von Nöthen und an der Zeit, dass eine kritische descriptive Arbeit über die Binnenconchylien unseres Welttheils erscheine» eine Arbeit, die alles Bekannte, das der Fauna wirklich zuge- hört, aufnimmt, aber das irrige und synonyme verbannt. Noch ist nicht einmal einen Versuch in dieser Richtung gemacht. "Natürlich wird der erste Versuch mit Fehlern belastet sein, aber die Kritik darf nicht mit dem Unternehmer zu streng sein, denn r\ ee er wird doch gewiss einen Weg brechen und sein Werk ein Ausgangspunkt und ein Vereinigungspunkt der weiteren Forschung werden, während jetzt ein jeder der fleissigen Arbeiter für sich und ohne Einheit im Plan mit den übrigen, oft ohne zu wissen was früher geschehen, hinzubaut. Seit vielen Jahren, und besonders eifrig in den letzten, habe ich Materialien zu einem Handbuch der europäischen Binnenconchylien gesammelt. Durch die grosse Liberalität und das ausgezeichnete Entgegenkommen, das ich in allen Theilen von Europa erfahren habe, ist es mir gelungen, ein sehr bedeutendes Material sowohl, als auch Kenntniss der meisten und wichtigsten der äusserst grossen und oft sehr schwer zu- gänglichen Literatur ‘zu bekommen. Ich habe lange gehofft, dass eine solche Arbeit von grösseren Kräften als den meinigen übernommen würde. Eine Arbeit im selben Sinne, aber von weit grösser Bedeutung und Umfang ist auch im Nachrichtsblatt 1873, pag. 73 angezeigt, eine Fauna Europaea, die aus einer Sammlung Monographien, von verschiedenen Autoren, bestehen sollte. Gewiss sind viele Jahre erforderlich für eine solche Arbeit und weil ich glaube, dass ein jeder mit mir lebhaft das Bedürfniss eines Werkes fühle, wo man auf einer Stelle alle bisher bekannten Arten und Formen beschrieben findet, nach demselben Plan und denselben Principien gegenseitig vereint und mit einer genauen Synonymik versehen, Formen, die man jetzt in vielen hunderten Schriften zu suchen hat, habe ich mich endlich entschlossen, eine Fauna extramarina molluscorum europaea (alle Diagnosen lateinisch, übrigens deutsch) erscheinen zu lassen und fordere hiermit zur Subscription auf dieselbe auf. Man mag diese Arbeit nur als die Stimme eines Rufenden in der Wüste, wie einen anspruchlosen Vorgänger des grossen verkün- digten Werkes oder wie eine ausführliche Excursionsfauna be- trachten. Ich habe sie mit Lust und Liebe vorgenommen und habe mich keine Mühe verdriessen lassen um sie brauchar zu machen. Besonders habe ich mich bemüht durch vergleichende Beschreibungen und durch Vertheilung der grösseren Gattungen und Gruppen, in viele Sectionen, auf Kennzeichen von denselben Organen ge- gründet, die Bestimmung der Formen zu erleichtern. Jede Gattung, jede Gruppe habe ich für sich bearbeitet und bin ich Be; so weit gekommen, dass ich hoffentlich spätestens im October d. J. das Werk unter die Presse geben kann. Im Voraus ist es mir aber nothwendig zu wissen, ob ich die Druckkosten bedeckt bekommen kann, wesshalb ich hiermit bitte, dass die geehrten Herren Mitglieder unserer Gesellschaft, welche wünschen diese Fauna molluscorum zu bekommen, gefälligst sich entweder direct bei dem Unterzeichneten oder bei Herrn Dr. Kobelt mit erstem anmelden. Der Preis wird 4 Sgr. per Bogen in gr. 8°. on (Schweden), den 1. Mai 1875. Dr. Carl Agardh Westerlund. Für die schliessliche Revision des Manusecripts bitte ich mir den gefälligen Beistand der Herren Malakologen aus, und dass sie mir zur Untersuchung neue oder kritische Formen, besonders der südöstlichen Clausilien und der Paludinellen, zukommen lassen, und will ich mit Vergnügen meine Dankbarkeit durch Uebersendung seltener scandinavischer Conchylien zeigen. Mittheilungen aus dem Gebiete der Malakozoologie. Malakologische Notizen aus dem Jahre 1874 Von F.Sandberger. Von Excursionen in dem württembergischen und badischen Jura wurde nur wenig Bemerkenswerthes mitgebracht. In Be- zug auf ersteren möchte nicht uninteressant sein, dass zu Steinheim neben Helix obvia auch H. ericetorum in grossen Exemplaren vorkommt, es wäre daher nicht zu verwundern, wenn auch Bastarde von beiden gefunden würden, die ich indess nicht zu entdecken vermochte. Interessanter war mir. das Vorkommen der Clausilia eruciata ‚Stud. typus unter Kalkbrocken bei Klein- kems zwischen Basel und Freiburg, wo ich schon früher Pomatias septemspiralis entdeckt, hatte. Sie lebt mit dieser und Pupa muscorum zusammen, ist aber seltener als beide. Würzburg hat nur eine Neuigkeit geliefert, Sphaerium solidum Norm. gross ‘und dickschalig, aber bis jetzt nur in wenigen Exemplaren in der Nähe der Militär-Schwimmschule von mir entdeckt. Wochen- 7* aber lang in Schapbach im Wolfthale des nördlichen Schwarzwaldes ungefähr 1400' bad. ü. d. M. verweilend, habe ich im August und September die dortigen Mollusken beobachtet, für welche die geologische Beschaffenheit der Gegend sehr ungünstig ist; da nur Gneiss, Granit, Rothliegendes und Buntsandstein die Berge zusammensetzen und schon in geringer Höhe Nadelwald an die Stelle des Laubwaldes tritt. Folgende Arten wurden gefunden: 1., Pisidium n. sp. 6 Mm. breit, 5 hoch, in einem Quellsumpfe des Granitgebiets am Bachhofe bei Schapbach. Gleichzeitig von Clessin im Urgebirge des bayerischen Waldes entdeckt und Pis. ovatum benannt. 2. Bythinella Dunkeri Frauenf. sp. In Quellen bei Rippoldsau. 3. Limneus pereger Müll. Nicht selten in Strassen- und Wiesen- gräben in allen Thälern. 4. Aneylus fluviatilis Müll. An Steinen in der Wolf. 5. Carychium minimum Müll. An faulem Holze, Wurzeln auf nassen Wiesen. 6. Succinea oblonga Drap. Sehr selten an Uferpflanzen längs der Wolf. 7. Suceinea putris L. sp. Wie die vorige, aber weit häufiger. 8. Vertigo alpestris Alder. Auf feuchten Wiesen bei Schapbach. 9. V. pygmaea Drap. Desgleichen. 0 1 . V. antivertigo Drap. Desgleichen. . Clausilia dubia Drap. An Baumstämmen und Mauern in der Nähe der Bäche bei Schapbach und Wittichen, stets gesellig. 12. Clausilia lineolata Held. Desgleichen, aber seltener. 13. Cionella lubrica Müll. Auf feuchten Wiesen und unter ' Steinen bei Schapbach. 14. Helie pomatia L. Mauern und Felsen in der Nähe der Wohnungen, ziemlich hoch und dünnschalig, bei Schapbach und Wittichen. 15. H. hortensis Müll. Klein und dünnschalig, einfarbig gelb oder gebändert an Mauern oder Felsen in allen Thälern. 16. A. arbustorum Müll. Ziemlich dünnschalig am Thor (Pass vom Wolf- in’s Kaltbrunner Thal 2338‘ bad.) auf Roth- IERREDR Voll liegenden, var. picea am Bockseck (Pass vom Wolf- in’s Wittichener Thal 2781‘) auf Vogesensandstein. 17. H. lapicida L. Klein und dünnschalig, an Mauern bei Schapbach. 18. H. incarnata Müll. Daselbst, äusserst dünnschalig. 19. H. hispida var. coneinna Jefr. An feuchten Felsen und Uferrändern im Gebüsch, nicht selten. 20. H. pulchella Müll. Auf feuchten Wiesen meist mit Cionella und Vertigo, nicht selten. H. costata fehlt. 21. Patula rotundata Müll. Unter Steinen und an Mauern be- Schapbach und Kaltbrunn. 22. Hyalinia nitida Müll. Klein und ziemlich hoch, an der Wolf häufig. 23. Hyalinia glabra Stud. Nur ein unausgewachsenes Stück an einer feuchten Mauer in Schapbach. 24. Limax agrestis L. In Gärten gemein. 25. L. tenellus Nilss. Auf feuchten Wiesen nicht selten. 26. L. cinereoniger Wolff. Im Dorfe Schapbach an der Wolf nicht häufig. 27. Arion empiricorum L. Fast stets roth, in Wäldern gemein. Pisidium ovatum und Hyalinia glabra sind ebenso wie die typische Olausilia eruciata für Baden neu. Lungenschnecken Wasser athmend. Der Nr. 4 des Zoologischen Garten 1875 entnehmen wir folgende Notiz: '„F. A. Forel, der die Tiefseefauna der Schweizerseen seit einigen Jahren untersucht, hat aus beträchtlichen Tiefen des Genfer Sees zwei Arten Lungenschnecken, Lymnaea stagnalis und abyssicola, erbeutet, deren Lungenhöhlen keine Luft, sondern Wasser enthielten, sich also durch Adaptirung in Kiemenhöhlen umgewandelt hatten. Prof. von Siebold in München gibt in einem interessanten Vortrage weitere Belege zu dieser Thatsache, die dadurch ausser allen Zweifel gestellt wird. Als er 1857 im Bodensee nach dem Kilch, Coregonus hiemalis fischte, erhielt er aus einer Tiefe von 70 Meter viele lebende Exemplare von Lymnaea auricularia, während er nirgends eine der Schnecken sn > an der Oberfläche Athem holen sah. 1859 beobachtete er im Ferchensee bei Reit im Winkel dieselbe Schneckenart in Menge auf den Steinen des Seebodens, und doch kam kein Exemplar an die Oberfläche, um zu athmen. Dasselbe zeigte sich an Thieren der Limaea mucronata (lagotis Schrank) in dem hölzernen Aquäduct einer Sägemühle ‘bei Riet, und auf dem Boden des Königssees in Berchtesgaden, in welch letzterem auch Planorbis carinatus und laevis dasselbe Verhalten zeigten. Selbst in einem Aquarium der landwirthschaftlichen Ausstellung zu München, in das sich ein beständiger Strahl von zulaufendem Wasser ergoss, blieben Exemplare von Limnaea stagnalis an dem Boden, - ohne an die Oberfläche kommen zu müssen. In allen diesen Fällen war eine lebhaftere Strömung, durch seitlichen Zufluss oder durch Quellen in der Tiefe, die Ursache, dass das Wasser reichlich mit Luft imprägnirt war und so dem Athembedürfniss der Schnecken genügen konnte. Merkwürdig ist noch der Um- stand, dass Schnecken, die Forel aus einer Tiefe von 25—250 Meter heraufgezogen hatte, in ein Aquarium versetzt, sofort wieder Luftathmung vornahmen.“ Wir machen unsere Mitglieder auf die Forel’sche Beob- achtung aufmerksam und ersuchen namentlich diejenigen, welche über ein Aquarium mit Zufluss von frischem Wasser verfügen, die Erscheinung auf experimentellem Wege zu prüfen. Wir brauchen kaum zu bemerken, dass die Siebold’schen Beobach- tungen durchaus keinen Beweis liefern; sie beweisen eben nur, dass die Schnecken nicht an die Oberfläche kamen, so lange H. von Siebold beobachte, aber nicht, dass sie nicht kommen konnten. Es müsste in einem Aquarium mit genügendem Zu- fluss ein Netz unter der Oberfläche ausgespannt werden, das es den Schnecken factisch unmöglich macht, an die Luft zu gelangen. Auch wenn die Schnecken in diesem Falle Monate lang am Leben blieben, wäre noch kein Beweis geliefert, denn -im Winter leben sie auch unter dem Eise, und noch kein Mensch hat daraus den Schluss gezogen, dass die Limnäen im Winter ihre Lungen als Kiemen benutzten, so wenig wie bei den Fröschen im gleichen Falle. Es müsste der Beweis geliefert werden, dass die Thiere wirklich gedeihen und fortwachsen, und dass ihre Lungenhöhlen wirklich mit Wasser gefüllt sind. K. N Diagnosen neuer Landeonchylien aus Japan. Von W. Kobelt.*) 1. Helic Senckenbergiana. Testa magna late umbilicata orbiculato-depressa, solida, striata, sub lente minutissime granulata, rufo-fuscescens, lutescente strigata et variegata, plerumque trifasciata fascia media angusta, infera latissime diluta, strigis lutescentibus interrupta; anfractus 5), rotundati, leniter accrescentes, apertura late lunata; peristoma reflexum, incrassatum, marginibus callo tenuissimo junetis, livide purpurascens; fauces livide trifas- ciatae. Diam. maj. 56, min. 47, alt. 30 Mm. Hab. in insula Nippon dicta Japoniae. Leg. Dr. Rein. Observ. Forma testae simillima Helici Pouzolzi Desh. Dal- matiae, differt testa solidiore, rude striata, umbilico latiore etc. 2. Helix Amaliae. Testa umbilicata, depresse conica, tenuis, subpellucida, regula- riter striatula, sericea, sub lente minutissime granulata, cinnamomeo-rufescens, brunneo-bifasciata, fascia supera angusta, infera lata distinctissimis, macula umbilicali brunneo- rufescente; umbilicus angustus, pervius. Anfractus 5, superi subplanati, ultimus rotundatus, ad aperturam vix descen- dens. Apertura subeircularis, marginibus conniventibus callo tenuissimo junctis, supero expanso, basali reflexo, umbilici partem tegentee Diam maj. 27, min. 24, alt. 20 Mm. Hab. Nippon (Dr. Rein.). Obs. Species ad Camenas pertinens ab omnibus hucusque notis forma subconica distinguitur. 3. Helix Brandtiü. Testa umbilicata, depresse conica, solida, rugose striatula, nitore destituta, sub lente minutissime granulosa, lutescens, fusco strigata, fasciis brunneis supera vix conspicua, infera latiore interrupta,in faueibus distinctiore, ornata, ad umbilicum sub- augustum, vix pervium non maculata. Anfr. 5, superi plani *) Abbildung und genauere Beschreibung folgen im vierten Hefte der Jahrbücher. spiram conicam formantes, ultimus bene rotundatus, ad aper- turam vix descendens. Apertura subeircularis fere diagonalis late lunata, albolabiata, margine supero expanso, externo et basalı reflexis, ad columellam et medium versus brunneo maculatis. Diam. maj. 26, min. 23, alt. 17 Mm. Hab. Nippon (Dr. Rein). Obs. Species ad Camenas pertinens Helicem nimbosam Crossei in mentem vocat, differt statura minore, forma aperturae, umbilico angustiore. 4. Helix papilliformis. Testa vix rimata, ovato-globosa, tenuis, irregulariter striatula, sericea, griseo-lutescens, fascia rufa mediana angustissima ornata. Anfr. 6 rotundati, regulariter crescentes, ultimus ad aperturam leniter descendens. Apertura parum obliqua rotundato-lunaris, columella recta, fere verticali, peristomate simplici, parum expanso, marginibus distantibus, callo tenui, umbilicum fere omnino tegente junctis. Diam. maj. 23, min, 21,5, alt 27 Mm. Hab. Nippon (Dr. Rein). Observ. Affinis Helici japonicae, forma Cochlostylam balteatam et affınes in mentem vocat. Diagnosen neuer Landschnecken aus Neugranada. Von Dr. H. Dohrn‘*) 1. Helix (Isomera) aenigma n. sp. Testa umbilicata, depressa, solida, distinete striata, sub lente subtiliter granulata, carinata, castaneo-fusca; spira brevis, convexa; anfr. 41,—5 convexiusculi, ultimus lateraliter carinatus, subtus valde inflatus, pone aperturam constrictus, oblique descendens, carina versus aperturam evanescente; umbilicus mediocris pervius, partim anfractu ultimo in- flato tectus;apertura perobligua rhombeo-auriformis, ringens ; peristomium pallide fuscum, continuum, incerassatum, in *) Die Abbildungen, nebst einem grösseren Aufsatze des Verfassers folgen im vierten Hefte der Jahrbücher. 2 u a. marginibus mediis parietali et basali sinuosum , margine externo late expanso, lamina ex sinu parietali exeunte valida, irregulari, dentibus 2 in margine externo brevibus, tuber- culo valido, obtuso in sinu basali coaretatum, ad umbilicum linguaeforme protractum. Diam. maj. 46—48, min, 38--39, alt. 23—25; apert. diam. maj. 23>—24 Mill. Hab. Frontino, leg. Wallis. 2, Helix (Isomeria) vexans n. sp. Testa umbilicata, depressa, solida, striata, nitida, angulata, casta- neo-fusca; spira subconvexa; anfr. 4'), subplani, ultimus angulatus, subtus convexus, pone aperturam subito deflexus, coarctatus et bası biscrobieulatus; apertura fere horizontalis, rhombeo-auriformis, ringens; peristomium undique patens, margine parietali medio angulatim retracto, laminam longe intrantem emittente, margine dextro bituberculato, basali medio incurvato et bidentato, columellari supra umbilici partem protracto. Diam. maj. 28, min. 24, alt. 12 Mm. Hab. Canas gordas. 3. Bulimus (Plecocheilus) Gwidingi n. sp. Testa anguste perforata, acuminato-ovata, solidula, laevigata, nitida, fulva vel castanea, epidermide albido-straminea de- cidua varie marmorata; spira elongato-conica, acutiuscula ; anfr. 4',—5 parum convexi, ultimus ventrosior, antice des- cendens; columella oblique valde plicata, alba; apertura acuminato-ovalis, vix obliqua; peristomium undique expan- sum, incrassatum, album. Long. 43, diam. 21, long-apert. 25, lat. 16 Mm. Hab. Neugranada. 4. Rrhodea Wallisiana n.. sp. Testa sinistrorsa, eylindraceo-turrita, tenuis, confertim oblique rugoso-striata, sub epidermide pallide cornea, decidua, parum nitente calcarea; anfr. 11—12, summi convexiusculi, medii plani, 2 ultimi carina acuta, prominente discreti, medio concavi, ultimus basi circa columellam filiformem, subrectam, valde protractam, basi truncatam excavatus; apertura BU, obliqua, triangularis, peristomii marginibus areuatis; colu- mella lamina lata eireumvoluta. Long. 34-—36, med. lat. 5—6 Mm. Hab. in parte superiore vallis Magdalenae. Kleinere Mittheilungen. (Cyclostoma elegans) habe ich in lebenden Exemplaren aus Constanti- nopel erhalten; es scheint diese Art somit über die ganze Balkanhalbinsel bis nach Morea verbreitet. K. (Palästinensisches Museum in Jerusalem). Nach einer Mittheilung des Herrn Dr. Kersten wird gegenwärtig in Jerusalem ein Localmuseum errichtet, welches alle Zweige der Naturwissenschaft umfassen und namentlich auch der Erforschung Palästinas in jeder Beziehung dienen soll. Wir machen unsere Mit- glieder auf dieses Unternehmen aufmerksam und bitten dieselben das palästinische Museum namentlich durch Mittheilung von Literatur zu unterstützen. Die Redac- tion ist gern bereit, Bücher zur Uebermittlung nach Jerusalem in Empfang zu nehmen. K. (Tudicla porphyrostoma und recurva). In meiner Monographie der Gattung Tudicla in der neuen Ausgabe von Martini-Chemnitz habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass Fasciolaria porphyrostoma Adams et Reeve, Reeve Conch. icon sp. 11 und Tudicla recurva Adams Proe. zool. Society, London 1854 p. 135, pl. 28 f. 4, bis auf die — wie ich nachwies — veränderliche Färbung der Mündung vollkommen identisch seien, nahm aber doch keine Vereinigung derselben vor, weil T. recurva sicher vom Seregal stammen soll, während Reeve die Voy. Samarang und die östlichen Meere nennt. Seitdem hatte ich Gelegen- heit, die Voyage Samarang nachzusehen, und fand zu meinem Erstaunen, dass diese Art nirgends erwähnt ist. Damit fällt also wahrscheinlich auch Reeve’s Fundort und jeder Zweifel über die Identität beider Arten. K. (Die Placostylen der Viti-Gruppe). In den Verhaudlungen des Hamburger Vereins für naturwissenschaftliche Unterhaltung spricht Herr Schmelz, gestützt auf das von Herrn Garrett gesammelte Material von den Viti-Inseln die Ansicht aus, dass mit Ausnahme von Bulimus malleatus Jay von Viti-Levu und B. morosus Gould von Koro die sämmtlichen beschriebenen Arten: fulguratus, elobatus, Seemanni, Moussoni, Koroensis, Rambiensis, Guanensis, rugatus, oehrostoma, Hoyti und crassilabrum — nur Localvarietäten einer und derselben Stammform seien, eine Ansicht, die mir durchaus nicht unwahrscheinlich vor- kommt. Ewas Aehnliches dürfte für eine grosse Anzahl der grossen Placostylen aus Neucaledonien gelten, deren Unterscheidung um so schwieriger wird, je mehr Material man bekommt. K. 2 a (Riesenhafte Cephalopoden). Zeitungsberichten zu Folge hat ein Mitglied der französischen Expedition zur Beobachtung des Venusdurchganges, Mr. Velain, in der Nähe der Insel St. Paul einen riesenhaften Cephalopoden beobachtet, dessen Körper über sieben Meter mass. — Auch bei Halifax wurde ein Tinten- fisch mit schenkeldicken Armen gefangen. K. Literatur-Bericht. Jhering, H. von, über die Entwicklungsgeschichte von Helix. — Zugleich ein Beitrag zur vergleichenden Anatomie und Phylogenie der Pulmonaten. — (Aus der Jen. Zeitschrift für Naturwissenschaft). Die an Eiern von Hel. pomatia und nemoralis gemachten Beobachtungen, bieten viel Neues und Interessantes. Besonders wichtig ist die Ent- deekung eines rudimentären Velums, sowie die genaue Verfolgung der Entwicklung des Nervensystems, durch welche der Verfasser zu Resultaten kommt, die den Ansichten von Gegenbauer widersprechen. Malakozoologische Blätter XXII. Bogen 8—12. p- 118. Pfeiffer, L., zur Mollüskenfauna von Portorico. (Vorläufiger Be- richt über neue Forschungen Gundlach’s auf dieser Insel. Neu: Megalo- mastoma Hjalmarsoni, Macroceramus Johannis). . p. 120. Westerlund, C. Ay. Malakozoologische Studien, Kritiken und Notizen (Conspeetus Speeierum et varietatum Europam habitantium Gen. Pupa Drap. et Alloglossa Lind. p- 142. Mörch, O. A. L., Synopsis Molluscorum marinorum Indiarum ocei- dentalium. (Als neu werden beschrieben, aber nicht abgebildet: Scala, Krebsii, pretiosula, Swiftii, novemcostata, spuria, spinae-rosae, soluta, volubilis, ereetispina, mieromphala, quindecimcostata, gradatella, undeeim- costata, octocostata, turritellula, aeospila, Nautlae, filaris, scaeva. subvaricosa. — Architeetonica Wroblewskyi, Krebsii; — Torinia Riisei ; — Obeliseus candidus, floridanus, niveus; — Chemnitzia Krebsii, erythrosclera, Riisei; — Mathilda trochlea; — Spiroclimax ' scalaris; — Monoptygma styliformis, clathratula; — Actaeon exiguus Dkr., splendidula; — Retusa omphalis; — Cylichna Krebsii; — Volvula persimilis; — Murchisonia spectrum). p- 185. Martens. Ed. von, Binnen-Mollusken aus dem mittleren China. (Helix angusticollis, triscalpta, Kiangsinensis, Paludina auriculata, Modiola lacustris, Cristaria megadesma, Unio Richthofeni, retortus). Jahrbücher der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. II. 1375. Heft 3. Mit 3 Tafeln. p- 181. Koch-Güstrow, über die Rissoen und Cardien der Ostsee. p. 192. Kobelt, zur Fauna Italiens, II. Die Campyläen Oberitaliens, N p- 214. Martens, Ed. von, Diagnose einer neuen Macrochlamys (M. sinica). — Möllendorff, O. von, Landschnecken der nordchinesischen Provinz Chili (Neu: Helix Kalganensis, lineolata, tehiliensis, tetrodon, Suceinea alpestris). p. 220. Dunker, W., zwei neue Bulimi aus der Sierra nevada (B. Appuni t. 6, fig. 1, 2. Tetensii t. 6, fig. 3, 4). p. 222. Kobelt, Conchologische Miscellen (Rhodea gigantea Mouss, t. 6, fig. 5; — Porphyrobaphe Powisiana t. 7, fig. 2, Carelia turrieula Mgh., t. 7, fig. 1. Bulimus morosus Gould t. 7, fig. 7, 8. Nenia Karsteniana Dohrn t. 7, fig. 3, 4, Nenia perarata von Mart. t. 7, fig. 5, 6). p-. 228. Verkrüzen, T. A., Bericht über einen Schabe-Ausflug im Sommer 1875. Mit Taf. 8. (Neu Montacuta Maltzani t. 8, fig. 8, Margarita bella, Admete undatocostata, Buceinum Finmarkianum t. 8, fig. 1-5, Pleurotoma gigas t. 8, fig. 6, 7). p. 240. Dunker, W., über Conchylien von Desterro, Prov. St. Catharina, Brasilien. (Neu Styliola acus, Eulima breviuscula, Caeecum corneum, Galerus parvulus, Patella Mülleri, Mytilus Mülleri, exiguus). p- 255. Kobelt, Catalog der Gattung Strombus. p- 262. _ _ _ — _ Chenopus. p- 263. — —_ _ — Deolium. p- 266. _ — En — Pterocera. p- 268. Literatur. Proceedings of the zoological Society of London for the year 1873. P- 73. Gulick, John T., & Edgar A. Smith, Description of new Species of Achatinellinae. Mit 2 Tafeln. Die Herren Autoren erwerben sich das etwas zweifelhafte Verdienst, die Gattung Achatinella um fünfzig neue Arten zu bereichern, von dem Rev. J. Gulick auf den Sandwichs-Inseln ge- sammelt. Es sind: Achatinella consanguinea, longispira, augusta, rhodo- raphe, diluta, fuscolineata, concolor, pygmaea, tricolor, lehuiensis, fus- cozona, ligata, bellula; — Bulimella fuscobasis; — Apex albospira Gulickii, albofaseiatus, innotabilis, negleetus, leucoraphe, lilaceus, versi- color, flavidus, coniformis, tuberans, polymorpha, turbiniformis, tume- factus, leucophaeus, leucozonus; — Amastra carinata, tenuilabris, ellip- tica, decorticata, rubida, rustica, conifera, malleata, nucula, nigrolabris, . eonicospira, Peasei, amieta; — Auriculella tenuis, diaphana, perpusilla, erassula, uniplicata, brunnea, patula. p- 89. Gulick, John T., on the Classification of the Achatinellinae., Die Gruppe wird, leider ohne alle Berücksichtigung des Thieres, in zehn Gattungen zerfällt, wovon sieben : Achatinella, Bulimella, Apex, Laminella, Partulina mit Perdicella und Eburnella, Neweombia und Auriculella mit Frickella, Baumbewohner sind, während Carelia, Amastra und Lepta- chatina mit Labiella auf der Erde leben. Anspruch auf Anerkennung als Gattung dürften nur Auriculella und Carelia haben; letztere gehört überhaupt schwerlich in die Gruppe. „ N / p. 145. Sowerby, G. P., Deseriptions of five new Cones, pl. XV (Conus Fergusoni fig. 1 von Panama, tenuisulcatus fig. 2, articulatus fig. 3 von Mauritius, altispiratus fig. 4 von der Agulhas-Bank und cuneatus fig. 5 unbekannten Fundortes.) p. 146. Cox, James C., Description of new Land-Shells from Australia and the Salomon-Islands. pl. XVI. (Geotrochus miser, Discus cerealis, Geotrochus Quirosi, blanda, Mendanae, Barneyi, Howinsulae, Yatalaensis, serena, fatigata, gelata, erustulum, zelina, Leptopoma Hargravesi, Heli- “ earion Hilli, Brazieri, Helix Rockhamptonensis, Eumecostylus Seottii). p. 182. Angas, G. French, Deseriptions of eight new species of Land- and Marine-Shells from various localities. pl. XX. (Euthria aracanensis von Arakan, allem Anschein nach eine Siphonalia, Helix Silenus von Neu- Irland, Juanita von den Salomons-Inseln, Philippsiana aus Südaustralien, Pectunculus Gealei von Port Macquarie, Limopsis Loringi von Queens- land, Leda Hanleyi, Pecten formosus). p: 205. Adams, H., Descriptions of seventeen new species of Land- and Marine-Shells; pl. XXIII. — Coralliophila Barelayana, Mitrella daedala, Zafra purpurea, Odostomia carinata, Amphiperas pulchellus, Collonia munda, Liotia bellula, Cyclostrema carinatum, Clanculus pusillus, Minolia variabilis, Helix Everetti, Bulimus Rawsonis, Corbula pygmaea, Telli- dora Pellyana, Thyellalamellosa, Hargravesi, Anomalocardia crassicostata). p- 361. Watson, Robert: Boog, on some marine Mollusca, including a new Genus of the Muricidae, a new Eulima and the whole of the Rissoae from Madera (pl XXIV—XXV]). Die neue Gattung Chascax (!), auf Ch. Maderensis gegründet, dürfte unnöthig sein, es’ ist eine Plicatella mit obsoleten Spindelfalten, meiner T. trochlearis (Mart.-Chemn. ed II, t. 19, fig. 1, 2) aus Westindien sehr nahe stehend. — Als neu werden ferner beschrieben und abgebildet: Eulima Paivensis, Rissoa Leacocki, auran- tiaca, striata var. lirata, crispa, gibbera, Macandrewi var. spreta, Moni- ziana, Watsoni Schwartz, novarensis, albugo, abjecta, lineta, tenuisculpta). p. 452. Sowerby, G. B., on three new Species of Land-Shells from Mada- gascar (Cyclost. suffusum, vexillum, perspectivum). p- 564. Cox, J., Descriptions of new Species of Land- and Marine Shells from Australia and the Solomon and Luisiade Islands (pl. 48). (Helix Arthuriana, Rawnesleyi, Challisi von Nordaustralien, Balcombei, redempta, Macfarlanei von den Salomons-Inseln, Leei von den Louisiaden, Voluta Brazieri vom Clarence River, Macgillivrayi von Woodlark-Island, Cypraea Coxeni von den Salomons-Inseln). p. 718. Sowerby, @. B., Descriptions of twelve new Species of Shells. (pl. 59) Cycelostoma balteatum, filostriatum, consanguineum von Madagascar, Typhis expansus, Eutrochus alternatus, Tornatella alba, Drillia brunneo- maculata, strigata, Cardium arcuatulum, Cancellaria turrita). nr Verhandlungen des Vereins für naturwissenschaftliche Unterhaltung zu Hamburg 1871—74. Ausser zahlreichen kleineren malakozoologischen Notizen, welche in den Sitzungsprotocollen eingestreut sind, enthält das Heft folgende Mollusken betreffende Aufsätze: p.- 93. Hübner, über ein Verfahren, Nacktschnecken inookene in Samm- lungen aufzubewahren (dieselben werden in Spiritus getödtet, gereinigt, und dann ausgenommen und mit Watte gestopft). p- 94. Filby, D., Reise-Erinnerungen aus dem Sommer 1874 (Enthält ein Verzeichniss der im Portlandsandstein bei Weymouth vorkommenden Fossilien). p. 101. Sutor, A. Kurze Bemerkungen über einige Cypräen (C. caurica erosa, helvola, moneta, variolaria, arabica und Verwandte). p- 166. Petersen, Hartvig, die Conchylienfauna der Nieder-Elbe (Schliesst sich an die im Nachrichtsblatt gegebenen Aufzählungen an. Unter den Anodonten werden neben mutabilis Clessin — die doch alle Anodonten mit Ausnahme höchstens von complanata umfassen soll — noch cygnea piseinalis und anatina aufgeführt, was doch vom Uebel ist. Der Clessin’sche Name hat übrigens den Regeln der Priorität nach keinen Anspruch auf Anerkennung). Flemming Walther, Studien in der Entwicklungsgeschichte der Najaden. Mit 4 Tafeln. Aus dem LXXI. Bande der k. Akademie der Wissensch. III.Februar 1875. Wir werden diese schöne Arbeit im Jahrbuch eingehender besprechen. Pfeiffer, Dr. L., Monographia Heliceorum viventium. (Supple- mentum quartum.) Heft II. Wu benachrichtigen hiermit unsere Leser von dem Erscheinen des zweiten Heftes des siebenten Bandes, welches die Gattung Helix bis No. 2171 umfasst. Auch ein neues Supplement zur Monographie der Pneumono- pomen wird noch in diesem Jahr erscheinen, ein sprechender Beweis für die ungeschwächte Frische und Arbeitskraft des greisen Altmeisters der Heliceenkunde, der vor wenigen Wochen sein fünfzigjähriges Doctorjubiläum gefeiert. Paetel, Fr., die bisher veröffentlichten Familien- und Gattungs- namen der Mollusken. Es liegt hier ein Werk vor, das in vieler Beziehung einen Pendant zu dem Catalog desselben Verfassers bildet, der trotz seiner anspruchslosen Form und ohne grosse wissenschaftliche Wichtigkeit zu prätendiren bald in den Händen jedes Sammlers sein und ihm manche Mühe sparen wird. Ist es doch eben, wo die neuen Gattungen wie Pilze aus der Erde schiessen, selbst dem wirklich arbeitenden Malakologen kaum möglich, alle Gattungen im Kopf zu haben und zu wissen, in welche Gegend des Systems sie gehören. Seit vielen Jahren hat Herr Paetel mit 65 — unermüdlichem Fleiss alle ihm bekannt gewordenen Namen von Gruppen, Gattungen und Familien, sowie deren Varianten, die leider in Folge der Nachlässigkeit einiger Haupt-Gattungsfabrikanten nur zu zahlreich sind, gesammelt. So ist nach und nach ein wenigstens annähernd voll- ständiges Verzeichniss zusammengekommen, das auf Zureden einiger Con- chologen nun zum Nutz und Frommen aller Freunde der Conchologie veröffentlicht worden ist, und — wir zweifeln nicht daran — gar Manchem willkommen sein wird. Der Text ist in fünf Columnen eingetheilt; die erste enthält den betreffenden Namen, die zweite den des Autors, die dritte gibt an, ob es sich um eine Gattung, eine Untergattung oder eine Familie handelt, die vierte gibt an, in welche Gattung oder Untergattung der Name ge- hört, in der fünften endlich ist durch ein „f“ oder „n“ bezeiehnet, was nur fossil vorkommt oder keine Schale trägt, während die mitaufgenom- menen Cirrhipedien durch „Cirr.“ als solche erkenntlich sind. Leider hat Herr Paetel beim Anlegen seiner Colleetaneen versäumt, für jeden Namen das betreffende Citat zu notiren, und als er sich zur Heraus- gabe entschloss war diese Unterlassung nicht mehr nachzuholen. Doch erfüllt das Werk seinen Zweck, den Sammler über jeden ihm aufstossen- den Namen rasch zu orientiren, auch ohne gelehrte Citate. Zuviel Sorgfalt ist vielleicht auf die Aufführung aller Schreibarten eines jeden Gattungsnaniens verwendet, selbst solcher, die offenbar auf einem Schreib- oder Druckfehler beruhen; doch hat am Ende auch das sein Gutes, an- gesichts der Thatsache, dass gar manche Namen, z.B. von den Adams, existiren, die von älteren nur in einem Buchstaben abweichen und doch etwas ganz anderes bedeuten sollen. Dass manche Flüchtigkeiten und selbst Irrthümer untergelaufen sind, ist bei einer solchen Arbeit kein Wunder und schon Leuten passirt, die mit Recht für Autoritäten ersten Ranges gelten. Alles in Allem haben die Conchologen alle Ursache, Herın Paetel für die Veröffentlichung seiner Collectaneen ihren Dank abzustatten. Mittheilungen und Anfragen. Seeconchylien von sicheren Fundorten des südatlantischen Oceans, nament- lich der afrikanischen Seite, wünscht in Tausch oder gegen baar. Schwanheim a. M. Dr. W. Kobelt. Jickeli, Fauna von Nord-Ost-Afrika, ist von C. Frohmann’s Verlag in Jena zu 20 Rm. zu beziehen. Bryce M. Wright vormals Great Russell Street, wohnt jetzt 38 Southampton Row London W. C. — Derselbe ist mit Vergnügen zu Auswahlsendungen an die Mitglieder unserer Gesellschaft bereit. Aretische Mollusken von sicheren Fundorten in Spiritus, wünscht zu kaufen oder einzutauschen. Federow b. Waren, Mecklenburg. Freiherr von Maltzan, a a Gesellschafts - Angelegenheiten. Tauschverein. Den Mitgliedern des Tauschvereins zur Nachricht, dass Herr T. A. Verkrüzen im Auftrage der Senckenbergischen Gesellschaft eine Sammelreise nach dem nördlichen Finmarken — Vadso&, Porsangerfjord, Hammerfest — angetreten hat und erst im Laufe des Septembers zurückkehren wird. Für die Bibliothek eingegangen: Journal de Conchyliogie 1875 Nr. 2. Pfeiffer, L., Monographia Heliceorum viventium. Vol. VII, fasc. 1 u.2 vom Autor. Adami, @. Battista, Molluschi raccoltı in Val di Caffaro nel Agosto 1874. Vom Autor. Lischke, Japanische Meeresconchylien. Bd. III. Vom Autor. Verhandlungen des Vereins für naturwissenschaftliche Unter- haltung zu Hamburg 1871— 74. Paetel, F., die bisher veröffentlichten Familien- und Gattungs- namen der Mollusken. Vom Autor. Malacozoologische Blätter XXI1I. Heft 3, Bogen 8—12. — Für die Normalsammlung eingegangen: Von Herrn Dr. Dohrn: Rhodea Wallisiana, Helix vexans, Perideris torrida, Streptaxis Recluzianus, Ampullaria vitres, Unio Orfaensis. Von Dr. Kobelt: Porphyrobaphe Kellettii, Fungairinoi, Saturnus, Thompsoni, Helix Faunus, Raymondi. In der Normalsammlung ist die Aufstellung und. Catalogi- sirung der Pulmonaten und Pneumonopomen nun vollendet; die Zahl der aufgestellten Arten beläuft sich noch nicht über 2500, sehr viele sind nur durch ein einziges, nicht immer tadelfreies Exemplar vertreten; namentlich schwach sind Nanina, Streptaxis und Glandina. Wirklich befriedigend vertreten sind eigentlich nur die Europäer. Verhältnissmässig noch schlimmer steht es mit den Seeconchylien, zu deren Vervollständigung bisher noch die Mittel fehlten. Vorhanden sind etwa 6000 Arten, leider die meisten in wenig glänzenden Exemplaren, nur wenige von sicheren Fundorten.‘* Ich bitte unsere Mitglieder, welche gute Doubletten besitzen, dringend, von ihrem Ueberflusse mitzutheilen, damit die Sammlung unserer Gesellschaft mehr den Ansprüchen genüge, welche man an sie zu stellen berechtigt ist. Redigirt von Dr. W. Kobelt. — Druck von Kumpf & Reis in Frankfurt a. M, No. 9 & 10. Septbr. und Octbr. 1875. Nachrichtsblatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft, Siebenter Jahrgang. Mittheilungen aus dem Gebiete der Malakozoologie. Die Gruppe Pomatia Leach. Von W. Kobelt. Die Gruppe Pomatia bietet, obschon sie gerade ‘die grössten Arten der europäischen Heliceen umfasst, in synonymischer wie in geographischer Beziehung die bedeutendsten Schwierigkeiten dar. Selbst in den neuesten Arbeiten der besten Kenner der Fauna europaea finden wir ganz divergirende Ansichten über einzelne Formen; möge man mir darum vergönnen, hier einige Bemerkungen über diese Gruppe zu machen, mit deren Be- ‚arbeitung für die Iconographie ich eben beschäftigt bin. Die Pomatien haben ihr Verbreitungscentrum ganz ent- schieden im Orient. Beginnen wir im Westen, so finden wir auf der iberischen Halbinsel keine einzige ächte Pomatia, nur die beiden in vielfacher Beziehung vom Typus abweichenden Küstenarten des Mittelmeeres, Helix aspersa und aperta, von denen die erstere dem Meeresstrande ja bis nach Südengland folgt, bis dahin, wo die Herrschaft des Winters beginnt. Ob Helix pomatia, die man nach Mogquin-Tandon auch in den öst- lichen Pyrenäen angesiedelt hatte, auf spanischem Boden vor- kommt, weiss ich nicht, unmöglich ist es nicht, denn der Spanier ist in Beziehung auf Caracoles ein Gourmand und hat seine Lieblingsarten, lactea und alonensis, sogar mit ‘übers Meer ge- nommen: es wäre also kein Wunder, wenn man auch in Spanien selbst hier und da in der Umgebung von Gebirgsklöstern unsere Weinbergsschnecke fände. 8 ARE ya) 2 Helix pomatia, der Typus der Gruppe, ist zugleich die einzige im Norden der Alpen verbreitete Art; sie scheint im Löss nicht vorzukommen, wohl aber in alten Alluvionen, z. B. nach Sandberger bei Burgtonna; auch in dem Thon der Main- ebene, der gewöhnlich als Löss angesprochen wird, aber doch wohl jünger ist, findet man sie. Sie scheint also ihren Stamm- sitz doch nicht in Deutschland zu haben, sondern erst nach der Eiszeit, wenn auch schon in frühester postglacialer Zeit, einge- wandert zu sein. Jetzt verbreitet sie sich über Nordfrankreich, Deutschland und das gesammte Alpengebiet bis nach Siebe ı- bürgen und tief ins Innere der Balkanhalbinsel — Hel. Schläfflü Mousson ist nur eine ganz unbedeutende Varietät. — Nach Asien geht sie nicht hinüber, ebensowenig findet sie sich in der russischen Steppe Nach Norden ist ihre ursprüngliche Ver- breitungsgrenze ziemlich verwischt, Dank den Mönchen, welche die leckere Fastenspeise an ihren Klöstern ansiedelten. Sicher ist, dass sie nach Scandinavien und in die Östseeprovinzen in dieser Weise kam; dass sie auch in England ursprünglich nicht einheimisch gewesen, wird vielfach behauptet, aber von Jeffreys entschieden bestritten. — Nach Süden hin endet ihr Reich überall am Südabhang der Gebirge eben da, wo ihre Gattungsverwandten, eincta und lucorum in Italien, secernenda in Dalmatien, auftreten. Bei Riva kommt auf den Höhen pomatia, im Thal cincta vor, und in den Läden sieht man beide gemeinsam ausgeboten, doch besitze ich die ächte pomatia noch von Ascoli im Agro piceno. In Frankreich finden wir ausser pomatia noch Hel. mela- nostoma an einigen Punkten der Provence, besonders in den Umgebungen von Marseille: diese Art ist sonst ächt nordafri- kanisch und findet sich von Marocco bis Egypten, aber nicht mehr in Syrien und Kleinasien; sollte sie nicht aus Algerien, vielleicht schon in vorrömischer Zeit, eingeschleppt worden sein? In Italien haben wir ausser pomatia noch drei Arten, welche gleichzeitig als Typen von ebensoviel Untergruppen die- nen können: Helix eincta, lucorum und ligata. Alle drei ge- hören der Halbinsel an, auf Sieilien und meines Wissens auch auf Sardinien findet sich keine ächte Pomatia, nur aspersa und auf Sieilien die mit derselben mindestens sehr nahe verwandte Helix Mazzullii, auf Corsica die sonderbare Helix tristis, welche N ee nach der Textur der Schale neben aperta, nach Gestalt und Zeichnung neben die kleinasiatischen Arten gehört. Helix eincta ist charakteristisch für Oberitalien; in allen Thälern des Südabhanges der Alpen ersetzt sie von einer ge- wissen Höhe ab die Helix pomatia, herrscht dann auch in der Lombardei und am Nordabhang des Apennin, wo sie oft mit lucorum zusammen vorkommt; nach dem Süden hin verschwindet sie. Ferner herrscht sie im illyrischen Küstenlande, findet sich an vielen Punkten von Dalmatien, auf den jonischen Inseln (ambigua Mousson nec Adams, eyrtolena Bourg., die ich nur für eine Varietät halten kann), in Bulgarien und Thessalien. Sie überschreitet den Bosporus und findet sich auch in Klein- asien und Syrien; doch sind die dortigen Angaben noch einmal zu revidiren, da Verwechslungen mit verwandten Arten, nament- lich mit Helix solida Ziegler, leicht möglich sind; ich besitze sie von Beirut (Bagge, Löbbecke), von Cypern (Löbbecke). Was Martens als var. anctostoma von Orfa in Mesopotamien beschreibt (Vorderas. Conch. p. 19 t. 4 fig. 21), halte ich für eine nah verwandte, aber gut unterschiedene Art. Fast parallel diesem Verbreitungsgebiete läuft das von Helix lucorum, die ich hier in weiterem Sinne, inclusive radiosa resp. taurica, onixiomicra und mahometana, nehme. In Italien hat diese Art ihren Hauptsitz im toscanischen Apennin und in der Romagna; sie kommt auch an einigen Punkten nördlich der lombardischen Ebene vor, mag aber dort, wie auf Elba, wohl angesiedelt sein. Nach Süden hin scheint sie auf die Gebirge beschränkt, die Abruzzen, den Monte Gargano, weiter südlich wird sie nicht mehr angeführt. In Istrien und Dalmatien fehlt sie, herrscht aber dann auf einem breiten Striche der Balkan- halbinsel, nördlich von Helix pomatia und deren var. Schläfflii, südlich von figulina Parr. begrenzt; sie zeigt hier verschiedene Ausprägungen, auf denen Helix onixiomiera und mahometana Bourg., die var. rumelica und castanea Mousson beruhen. Weiter findet sie sich auch in ganz Kleinasien, im Kaukasus und noch im oberen Mesopotamien, sowohl die typische Form, als die Bel. taurica Krynicki, welche weder räumlich noch testaceologisch von ihr zu trennen scheint. Die dritte italienische Art, Heli« ligata Müller, als deren 8*+ Da OR RL Typus ich die neapolitanische Form (Gussoneana Shuttleworth) ansehe, gehört mehr dem Süden der italienischen Halbinsel an. Rom und Umbrien sind die nördlichsten Punkte, von denen ich sie besitze; südlich von Neapel tritt sie in einer Anzahl ab- weichender Formen auf, auf die allerhand, zum Glück meistens noch nicht publieirte Arten gegründet worden ‚sind. Ein Fundort‘ ausserhalb Italiens ist mir für die typische Iıgata nicht bekannt; namentlich scheint sie weder auf der südlichen Balkanhalbinsel, noch in Kleinasien vorzukommen. Dagegen finden wir in Dal- matien und der Herzegowina die nah verwandte, aber doch wohl zu unterscheidende Helix secernenda Rossmässler, welche aber auf das Gebiet des Adriatischen Meeres beschränkt scheint und landeinwärts rasch durch Helix Schläfflii ersetzt wird. Ä Nah verwandt mit diesem Typus ist die siebenbürgische Helix lutescens Ziegler; sie führt hinüber zu der südrussischen Hel. obtusalis, aber ohne meines Wissens Zwischenformen dar- zubieten; freilich sind Moldau, Walachei und Bessarabien noch kaum durchforscht. Bezüglich der Balkanhalbinsel haben wir schon erwähnt, dass im Donaugebiet Helix pomatia herrscht und dass ihre var. Schläfflii sich tief nach Epirus hinein ausbreitet; südlicher kom- men dann die Gebiete von Helix lucorum und ceincta, und im südlichsten Theile tritt eine kleinere Form auf, welche hier ihre Westgrenze erreicht, Helix figulina Parreyss. Auch sie ist der Typus für eine ganze Anzahl nahe verwandter Formen, welche im Orient herrschen. Den Typus kenne ich von Athen, von Rhodos und Cypern; in Palästina schliesst sich unmittelbar daran Helix pachya Bourguignat, welche an einigen Punkten ganz respectable Dimensionen erreicht, so dass sie der pomatia nicht viel nachgibt. Dann gehören zu diesem Typus noch Helix pomacella Parreyss, an beiden Ufern des Bosporus lebend, und Helix Philibinensis Frivaldsky, nach dem Autor aus Macedonien stammend, nach Mousson von Dubois auch in Georgien gefun- den. An diese schliesst sich, durch ihren kolossalen Nucleus genügend unterschieden, die südrussische obtusalis (vulgaris Rossm. fig. 582), welche bis auf den Südabhang des Kaukasus reicht und andererseits durch Helix lutesceus mit der Gruppe der ligata zusammenhängt. In Transkaukasien schliesst sich an oe sie die schöne Helix Nordmanni in Somchetien, Imeretien und Armenien, und im eigentlichen Kleinasien die noch etwas un- sichere Helix pathetica Parreyss. | Das eigentliche Verbreitungscentrum der Gruppe Pomatia liegt, wie schon oben erwähnt, in Vorderasien. Hier finden wir zunächst mit Ausnahme der Helix ligata, für die mir eine ent- sprechende Form nicht bekannt geworden ist, alle seither be- sprochenen Typen vertreten: Helix pomatia durch die eng ver- wandte Buchii Dubois im Kaukasus und Armenien, lucorum durch den Typus, radiosa Ziegler und taurica Krynicki, cincta durch die Stammform, anctostoma von Martens und die nahe verwandte, aber in der Mündung nie gefärbte solida Zglr.; end- lich figulina durch pachya, pomacella, pathetica, Philibinensis und Nordmanni. Ausserdem treffen wir in Palästina noch eine eigenthümliche Gruppe, ausgezeichnet durch die Grösse des letzten Umganges, wodurch sie sich an Helix aperta anschliesst; durch Helix cavata Mousson verbindet sie sich mit der Gruppe von figulina; es ge- hören hierher noch engaddensis Bourg. und prasinata Roth, nah verwandt, aber doch gut unterschieden, und die mir noch un- bekannte pycenia Bourguignat, welche der Abbildung nach wie- der zu pachya hinüberzuführen scheint. Helix nilotica Bourguignat von Damiette ist noch ver- schollen geblieben; ausser ihr haben wir in Nordafrika noch melanostoma Drp. inclusive nucula Parreyss und nach Bour- guignat auch pachya, eine Angabe, für welche ich eine Bestäti- sung abwarten möchte. Das von mir in meinem Catalog der europäischen Binnen- conchylien gegebene Verzeichniss der Arten der Gruppe Pomatia bedarf einiger Abänderungen; ich würde gegenwärtig die Arten der Gruppe im engeren Sinne folgendermassen gruppiren: 1. pomatia Linne Rossm. fig. 1, 2. Mitteleuropa. var. Schläfflii Mousson, Ooq. Schl. p. 266. | Epirus, Serbien. 2. Buchii Dubois, Mart. Ch. ed. II. t. 148 fig. 6, 7. Mart. Vorderas. t. 4 fig. 20. Icon. fig. 1028, 1029. Kaukasus, Transkaukasien. 10. {1 12. 13. Weise AL . luacorum Müll. Rossm. 291. var. straminea Brig. Bourg. Amen. II. t. 20 fig. 3, 4. — castanea Olivier Voy. p. 224 t. 17 fie. 1 = maho- metana Bourg. Amen. II. t. 20 fig. 5, 6.*) — rumelica Mousson Cogq. Schl. — onixiomiera Bourg. Amen. H. t. 19 fig. 1, 2. — euphratica v. Mart. Vorderas. t. 4 fig. 22. Oberitalien bis Kurdistan. . taurica Kryn. var. radiosa Ziegl. Rossm. 456. Kleinasien, Kaukasus. . ligata Müller Icon. fig. 2835, 290, 1041—43 —= Gusso- neana Shuttl. var. pomatella Tib. Icon. 1040. — calabrica m. Icon. 1037. — albescens Jan Icon. 585, 586. — praetutia Tib. Bull. ital. II. p. 122 t. 3 fig. 12, 13. — campana Tib. ibid. fig. 1, 2. Mittel- und Unteritalien. . secernenda Rossm. Iconogr. 289. Dalmatien, Herzogowina. . lutescens Ziegl. Iconogr. 292. Siebenbürgen, Serbien, Bessarabien. . obtusata Ziegl.-Iconogr. 581. (vulgaris Rossm., bicineta Dub.) Südrussland, Krim, Kaukasien. . Philibinensis Friv. Iconogr. 582. Rumelien, Macedonien, Georgien ? pathetica Parr. Kleinasien. Nordmanni Parr. Iconogr. 1047, 1048. Transkaukasien, Armenien. cavata Mousson Cog. Bell. p. 21. Iconogr. 1046. Palästina. prasinata Roth Mal. Bl. 1855 t. 1 fig. 1, 2. N Palästina. *) Mousson (Coq. Schl. in Journ. Conch. 1874 p. 11) zieht seltsamer diese Art, die ausdrücklich auf castanea Olivier gegründet ist, zu eincta. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. BR 7 a engaddensis Bourg. Cat. Saule. t. 1 fig. 42,43. Iconogr. 1044, Palästina. pyenia Bourg. Amen. Il. Palästina. tristis Pfr. Iconogr. 1049 — ceratina Shuttl. Corsica. eincta Müller Iconogr. 287, 583, 564. var. Pollinii da Campo (albina). — ambigua Parreyss. subvar. borealis Mousson. Oberitalien bis Syrien. anctostoma von Martens Vorderas. p. 19 t. 4 fig. 21. Iconogr. 1034, 1035. Kleinasien. asemnis Bourg. Amen. II. p. 176 t. 24 fig.4,5. Iconogr. 1032, 1033 —= solida Ziegl. Alb. ed. II. p. 142 nec. Pfr. Libanon, Taurus. figulina Parreyss Iconogr. 580. var. pomacella Parr. in sched. - Griechenland, Rhodos, Kleinasien. pachya Bourg. Amen. II. p. 180 t. 21 fig. 6—9. Iconogr. 1030, 31, 38, 39. Vorderasien. melanostoma Drap. Iconogr. 286, 576, 1036. var. vittata Rossm. Iconogr. 577,78 — nucula Parr. in sched. — rugosa Ant. Iconogr. 579. Zur Kenntniss der Molluskenfauna Europas. Von Carl Agardh Westerlund. T; Gen. Helix Lin. In den Jahrb. d. Deutsch. Malak. Ges. 1874 p. 193 sagt Freund Ulessin: „Neuerdings zählt Dr. Westerlund in seiner Fauna Moll. Sueciae, Daniae et Norvegiae (im Nachtrage) Helix rufescens Pennant auch aus Schweden und Dänemark auf. Ich zweille jedoch trotzdem, ob diese Schnecke wirklich so hoch RO im Norden sich findet. Ihr Vorkommen in Dänemark und Schweden stünde wenigstens ausser aller Verbindung mit ihrem übrigen Verbreitungsbezirke, und will mir daher dasselbe sehr unwahrscheinlich erscheinen.“ Bei diesem Votum von Misstrauen ist es hinlänglich, den Leser in Kenntniss zu setzen, dass ich die in grossen Massen vorkommende Schnecke von der Umgegend der Stadt Kalmar an Clessin gesandt und dass er in derselben sogleich, wenn auch mit Erstaunen, die Form von H. rufescens Penn. erkannt, die Studer Helix montana genannt. Dieselbe ist auch in der Insel Oeland aufgefunden. Helix ericetorum Müll. var. devians mh. Testa latissime umbilicata, depressa, supra convexiuscula; .anfr. 6, ultimus ad aperturam dilatatus, valde deflexus; apertura perobliqua, obovata (externe rotundata, interne valde angustata), marginibus valde approximatis; diam. 15—18, alt. S mm. — Gallia ad Agen (alba, unicolor: Gassies ex.), German. ad Saalfeld (fasciata et minor). In den Malak. Bl. 20 p. 386 nimmt Prof. E. v. Martens eine Helis ericetorum Müll. var. graeca aus Griechenland auf, be- schreibt sie und bildet sie Tab. 2 Fig. 1 ab. Ich kann dem celebren Malakologen nicht beistimmen, wenn er diese Form unter H. ericetorum subsumirt. Es scheint auch, dass er zu diesem Resultat nicht willig und nur mit Anstrengung gekommen sei. Durch die von Herrn M. in seiner Beschreibung nicht erwähn- ten Kennzeichen hat in meinen Augen die Schnecke Beweise senug, dass sie nicht in H. ericetorum ihre nächste Verwandte habe, nämlich ihre voran ganz gerade Naht, die grosse, fast kreisrunde Mündung, die ziemlich weit getrennten Mündungs- ränder u. s. w. „Unsere Griechen, sagt Prof. M., erinnern in der Form sehr an instabilis von Galizien, doch sind sie nicht ganz so weit genabelt und mehr glänzend, regelmässig und schwach gestreift, nicht runzlig.“ Dessen ungeachtet bin ich der Meinung, dass unsere griechische Schnecke der H. instabilis, die auch in der Krim vorkommt, zugehöre, wenigstens viel näher als H. ericetorum Müll. Helix spirilla nov. sp. Testa anguste umbilicata, valde depressa, regulariter costata, lutescens, saepius fascia brunnea supramediana; spira acutiuscula, prominula; anfr. 41, —5, 2 ra ultimus latior, antice dilatatus, supra subplanus, superne obtuse carinatus, infra convexus, antice descendens; apertura magna, supra et infra angulata, securiformis, valde et late 2—3 labiata, margine peristomatis exteriore superne horizontali, columellari brevi cum basali angulum subreetum formante; diam. maj. 5°), min. 42),, alt. vix 3 mm. Diese Helix, die ich in zahlreichen Exemplaren aus Frank- reich, Grasse, von Abb& Dupuy (als H. costulata Z. var.), von Lyon (Heynemann) und aus Sicilien, Syracusa (J. Collin) be- kommen habe, kann ich mit keiner anderen Art vereinigen. Sie scheint mir sehr ausgezeichnet durch ihre sehr niederge- drückte Gestalt, kleines spitziges Gewinde und eigenthümliche beilföormige Mündung. Am nächsten steht sie H. candidula Stud. und H. rugosiuscula Mich. Helix candidula Stud. var. vortex mh.: testa globoso-convexa, dense costulata; anfr. 5, lente vel lentissime accrescentes, con- vexi, ultimus vix major ; apertura rotundato lunaris; diam.5—51],, alt. 31, mm. — Gallia merid. (Dupuy sub nomine H. costu- latae Z. misit). - Gen. Pupa Drap. Hier nur einige kleine Bemerkungen an die Seite meiner Uebersicht der Formen dieser Gattung in den Malak. Bl. 22 p- 120 und folgende. „P. baillensis Dup.“ muss heissen P. baillensii Dup. Dr. Pfeiffer giebt in seiner Monographia Tom. VI. p. 313 not. die Beschreibung einer Pupa, die er als eine var. eximia apertura majore von P. fusiformis Kstr. betrachtet. Die Be- schreibung ist so ausführlich und so vortrefflich, dass ich nur nach dieser und ohne ein Exemplar gesehen zu haben, sehr ge- neigt bin, die Schnecke für eine distinete Art zu erklären und sie Pupa eximia zu nennen. In dem „Neunten Bericht der naturforschenden Gesellschaft zu Bamberg“, 1870, p. 97 schreibt Dr. Küster: „Theils an gleichen Orten, theils jede für sich, kommen zwei Formen der Pupa Müchlfeldi Kstr. vor, die eine doppelt so gross, 6—6!/, mm. h., 3 mm. br., die kleine nur 4 mm. h., 2 mm. br. Die grosse Form ist gewöhnlich dunkler, bis tief kirschbraun, mit 6 bis 8 Falten der Mündung, indem sich vberhalb der zwei normalen MN Gaumenfalten noch ein kleines Fältchen zeigt und eine vierte, jedoch selten vorhandene, an der Basis steht. Die kleine Form ist bräunlich hornroth, die normalen sechs Falten, zwei am Gaumen, zwei an der Spindel und zwei an der Mündungswand, sind zwar oft vorhanden, nicht selten schwindet aber von den beiden letzteren Paaren je eine, oder es fehlt nur die untere Spindelfalte.e Bei Ragusa fanden sich beide Formen, jedoch nicht gemengt, eine Mittelform auf Lesina, die grössten sind bei Spalato, mehr landeinwärts ist nur die kleine, ebenso bei Ma- karska. Auf Lissa ziemlich gross, jedoch die Spalatiner darin nicht erreichend.“ Hiermit verhält es sich so nach Originalexemplaren, dass die kleine Form die echte P. Mühlfeldi Kstr. ist, die grosse da- gegen Pupa ventilatoris Parr. -- Gehört also auch diese zur Alloglossa Lindstr.? Pupa sSterri Voith bei Regensburg gesammelt und in Naturh. Topogr. v. Regensburg 1838 beschrieben, ist nach brief- licher Mittheilung von Herrn Clessin und nach seiner Unter- suchung der Originalexemplare ganz dieselbe wie P. aridula Held, und da diese, wie ich selbst beim Studium von den Ori- ginalen in der Küster’schen Sammlung gefunden habe, identisch mit P. alpicola Charp. (1837) ist, sind die zwei ersten Namen aus der Liste der europäischen Pupaarten zu streichen. Unter einer grossen Menge von Alloglossa avenacea Brug., die mir M. Gassies (e Gallia ad Tournou d’agenais) geschickt, . befanden sich zwei Exemplare vollkommen entwickelt und übri- gens wie die normale avenacea gestaltet, aber ohne jede, auch die geringste Spur der Lamellen und der Zähne in der Mün- dung. Sind diese Exemplare als Abnormitäten zu betrachten, oder wie? Gen. Clausilia Drap. Wenn man eine gerade Linie vom Adriatischen Meer (z. B. Triest) nach dem südöstlichen Ende der Ostsee (z. B. Königsberg) zieht und eine zweite nach Pas de Calais, trennt die östliche dieser Linien die germanischen Nationen von den slavischen und die westliche von den celtoromanischen. Am nördlichen Ende des adriatischen Meeres treffen alle diese drei Völker zusammen, die östliche Linie geht durch Länder, deren Bevölkerung von Bu N ne deutschen und slavischen Elementen vermischt ist, wogegen an der westlichen sowohl Deutsche als Celtoromanen wohnen. Süd- westlich liegen die celtoromanischen Länder, nordwestlich die rein germanischen. Es scheint mir als ob die Verbreitung der Landmollusken innerhalb Europa in nicht geringer Uebereinstimmung mit dieser Vertheilung der Völker sei. Hier ist keine Gelegenheit, dieses weiter zu entwickeln, nur in Betreff der Clausilien will ich die bekannte Thatsache erwähnen, dass diese Schnecken östlich von der östlichen Linie nicht nur weit zahlreicher an Arten und Formen sind, sondern sie bilden dort ein so eng geschlossenes Ganzes (im Süden von einer Linie zwischen den Mündungen Memels und Wolgas), dass man sogar die Gattung in zwei geographische Gruppen vertheilen könnte, je nach dem sie west- lich oder östlich der Linie Triest-Königsberg vorkommen. Die europäischen Formen der schönen Gruppe Agathylla Ad. lassen sich vielleicht so vertheilen: I. Testa peristomate interrupto. Cl. abrupta Kstr. Cl. diminuta Parr. Cl. irregularis 2. Ol. cataphracta Parr. Cl. oleosa nov. sp. Testa prorsus exumbilicata, oleo nitens, fusiformis, gracilis, violascens, distanter costata, costis humilibus, obtusis, erassiuseulis, concoloribus, anfr. ult. postice et penultimus antice dense et tenuiter costulati; spira sensim attenuata, subu- lata, obtusiuseula; anfr. 10, supremi convexi, ceteri planiusculi, ultimus basi obtuse et arcuatim cristatus; apertura semiovali- pyriformis, intus fulva, marginibus peristomatis omnino et longe sejunctis, exteriore longo, leviter arcuato, columellari brevissimo in lamellam inferam assurgentem subito et omnino transiente; lunella nulla; plicae palatales 2 supera elongata, parallela, infima usque sub aperturam producta; subcolumellaris vix emersa; lamella supera a margine exteriore sejuncta; long. 11, diam. 21], mm. — Sub nomine „Cl. suleosae Wagn.“ clar. Parreyss e .Sluno, Dalmatiae, misit. Species pracipue nitore, costis, forma apertura, transitu marginis colum. in lamellam inferiorem et penuria tota umbiliei a ceteris distincta, ze II. Testa parva peristomate superne appresso vel brevissime soluto. Cl. formosa 2. Cl. strigillata Mühlf. III. Testa elongata peristomate continuo, breve soluto (testa argute costata, lunella indistincta). Cl. armata Kutsch. (Cl. Lanzai Dkr., Cl. cancellata Parr.). Cl. narentana Parr. Cl. lamellosa Wagn. Cl. regularis Parr. IV. Testa elongata peristomate continuo et valde soluto. *Lunella inconspicua; anfr. ult. medio sulcatus, bicristatus. Cl. exarata 2. **Lunella distineta; anfr. ult. non sulcatus, nec ceristatus. Cl. longicollis nov. sp. Testa eylindrico-fusiformis, gracilis, violacea, costis sublamelliformibus lacteis regulariter munita; spira elongata, apice obscura, laevi; anfr. 11 planiusculi, sutura sat impressa separati, ultimus attenuatus, protractus, basi obsole- tissime cristatus (periomphalum intumescens); apertura oblongo- pyriformis, fauce rufo-brunnea, peristomate continuo, valde soluto, patulo; lamellae approximatae, supera tenuis, infera sat valida, spiralis sejuncta; lunella distincta, forte arcuata, in dorso palati fere posita; plica palatalis 1 supera, fortis; long. 16, diam. 3 mm. — Hab. ad Glinta Dalmatiae (exempl. 3 misit cl. Parr.). Cl. angustella Parr. proxima, sed differt testa regulariter lamelli- costata (nee „laevis, irregulariter subrugulosa*), apertura magis producta et ad sinistrum posita, margine exteriore superne magis impresso et sinulo adeoque distinctiore, lamella infera minus valida et minus curvata, lunella multo distinctiori, arcuata et in dorso palati posita (non „reeulens, verticalis, arcuatula et brevis“), plica palatali forti (non solum „conspicua®) etc. (Schluss folgt.) en Kleinere Mittheilungen. (Riesenhafte Cephalopoden.) Ueber den ungeheuren, bei St. Johns gefangenen Tintenfisch, dessen wir in voriger Nummer erwähnten, bringt. der Zoologische Garten nach einer in der Zeitschrift „the Field“ vom 31. Januar 1874 enthaltenen Photographie genauere Angaben. Der Körper hat eine Länge von 8‘, einen Umfang von 5’; von den zehn Armen — es scheint ein Loligo zu sein — waren die Fangarme je 24‘, die acht kürzeren 6’ lang, die Saugnäpfe hatten einen Durchmesser von 114“. Das Thier ist für die Wissenschaft er- halten und steht eine genaue Beschreibung zu erwarten. — Ein ähnliches, noch grösseres Exemplar soll in 1873 in derselben Gegend ein Fischerboot an- gegriffen haben, ganz in der Weise, wie es im seligen Raff nach dem bekann- ten Votivgemälde von St. Malo abgebildet ist; die Fischer hieben ihm die Fangarme ab und brachten sie ans Land; sie sollen 35° lang gewesen sein. (Neptunea gracilis da Costa) ist von M. Martin in Martigues nun auch in einem ausgewachsenen lebenden Exemplare im Golfe du Lion gefun- den worden, und zwar mit Buecinum Humphreysianum zusammen etwa 40 Ki- lometer von der Küste; junge Exemplare hat er mehrfach im Magen von Trigla Gurnardi gefunden. (Journal de Conchyliologie 1375 Nr. 3.) (Deshayes +.) Nach einer Notiz des Journal de Conchyliologie hat die Conchologie eine ihrer Zierden verloren: G. P. Deshayes, der Verfasser der neuen Ausgabe von Lamarck und der Fossiles des environs de Paris, ist nach einer mehrmonatlichen Krankheit zu Boran, Dep. Oise, am 9. Juni 1875 gestorben. Er war zu Naney 1795 geboren, somit 80 Jahre alt. Literatur-Bericht. Bland, Thomas, Notes on the Subgeneric Character of Heli Ja- maicensis Chemn. and on certain Terrestrial Mollusks from Haiti; with Description of a new speeies of Helix from Colorado. — In Ann. Lyc. New-York XI. Juni 1875. Helix jamaicensis wird nach Kiefer und Zunge zu Thelidomus verwiesen ; für Hel. obliterata wird Haiti als Heimath nachgewiesen; als neu wird Hel. (Mierophysa) Ingersollii aus Colorado beschrieben. Von Achatina Gundlachi Pfr. wird das augenlose Thier nebst seinen Mundtheilen be- schrieben; der Autor stellt die Art zu Geostilbia, bezweifelt aber die Nothwendigkeit dieser Gattung gegenüber Caecilianella. Brusina, Spiridion, Cenno sugli studj naturali in Dalmazia seguito dalla descrizione di alcuni fossili terziari. — Inserito nel manuale del regno di Dalmazia compilato da Luigi Maschek. — Zara 1875. a no Enthält eine Aufzählung der um die Erforschung der dalmatischen Natur verdienten Naturforscher, sowie eine kurze Beschreibung der dalma- tinischen Süsswassermergel und ihrer eigenthümlichen Fauna. Küster, Dr., Malacozoologische Notizen. 1. Ein Analogon der Spirallamelle in der Olausilienmündung bei Arten der Gat- tung Pupa. — Im X. Bericht der naturf. Gesellschaft zu Bamberg. Es werden die inneren Mundtheile einer grossen Anzahl von Pupen be- schrieben und für einen Theil (uva, frumentum, pachygastra ete.) die Existenz einer mehr oder weniger deutlichen Spirallamelle nachgewiesen. Gelegentlich wird die Verschiedenheit von Cl. pachygastra und fru- mentum bewiesen. Die Eocänformation von Borneo und ihre Versteinerungen. I. Theil. Geognostisches von R. D. M. Verbeck. — Fossile Mollusken von Dr. O. Böttger. Mit 10 Tafeln. Cassel 1875. Die kohlenführende Eocänformation des südöstlichen Borneo, speciell der Umgebung der Kohlengrube Oranje-Nassau bei Pengaron wird hier zum ersten Male einer genaueren Untersuchung unterworfen, und wer- den freilich nach sehr schlecht erhaltenen Versteinerungen eine grosse Anzahl neuer Arten beschrieben, welche theils der Strand- und Brack- wasser-Fauna, theils dem Süsswasser angehören und somit auf Bildung der Schichten aus Anschwemmungen und Sumpfpflanzen im Mündungs- gebiet eines Flusses hindeuten dürften. — Die beschriebenen und sämmtlich gut abgebildeten Arten sind: Cerithium filoeinetum, Turbo borneensis, paucicingulatus, Natica patulaeformis, sigaretina Lamarck (?), spirata Lam. (2), Rimella iniquicostata, ? Buccinum pengaronense, Terebra bifilifera, Conus gracilispira, Voluta Barrandei Desh. (?), Mitra aequiplicata (der Abbildung nach schwerlich eine Mitra, eher zu Mar- ginella oder Columbella gehörig), Cypraea angigyra, paniculus.. — Teredo striolatus, Teredina annulata, Psammosolen truncatus, Siliqua annulifera, Panopaea älifera, Corbula Lamarcki Desh., Anatina annuli- fera, Tellina rotundata, donacialis Lam., biornata, Cytherea Heberti Desh., suesconiensis Desh., Sunetta sinuosa, Venus suleifera, Cyrena pengaronensis, borneensis, Cypricardia tenuis, sulcosa, Cardium eduli- forme, deplanatum, subfragile,. anomalum Math., limaeforme d’Arch, Corbis minor, Lueina borneensis, corbulaeformis, Cardita borneensis, arcaeformis, Arca lueinaeformis, Avicula peregrina, Pecten rete, sub- arcuatus, Terebratula Pengaronensis. DO NRTON DL Gesellschafts - Angelegenheiten. Neue Mitglieder: Herr Zademann in Minden ın Westphalen. „ Oberstlieutenant von Heimburg in Oldenburg. »„ Dr. Rudolph Bergh, Primararzt am Communehospital in Kopenhagen. Wohnortsveränderungen:; Herr Ober-Telegraphist Meyer wohnt jetzt in larkirii, Oberelsass. Für die Normalsammlung eingegangen: _ Von Herrn Dr. Westerlund: die Originale der in den malacozoologischen Blättern vol. 22 abgebildeten Arten. Von Herrn D. F. Heynemann: eine Suite vorderasiatischer Conchylien. Für die Bibliothek eingegangen: Journal de Conchyliologie. 1875. Heft 3. Verhandlungen und Mittheilungen des siebenbürgischen Vereins für Naturkunde. XXV. Brusina, Spir., Secondo Saggio dalla Malacologia Adriatica. Pisa 1872. Vom Autor. Brusina, Spir., Cenno sugli Studj naturali in Dalmazia. Vom Autor. Verbeck und Böttger, die Eocänformation von Borneo und ihre Versteinerungen. Von Dr. Böttger. Bulletino della Societd malacologica italiana. 1. 1875. 1. Olessin, Beiträge zur Molluskenfauna der oberbayrischdn Seen. Vom Verfasser. Stefani, ©. de, Descriptione di nuove specie di molluschi plio- cenici italian. Vom Verfasser. Tijdschrift der Nederlandsche Dierkundige Vereeniging. Jahrgang 1874. I—IV. Mittheilungen und Anfragen. Der Unterzeichnete, eben mit der Bearbeitung der von Dr. Rein im Inneren von Japan gesammelten Binnenconchylien beschäftigt, bittet, um ein vollständiges Bild der japanischen Fauna geben zu können, diejenigen unserer Mitglieder, welche authentisches Material von Japan, den Liu-kiu-Inseln und _ Formosa besitzen, ihm dasselbe für einige Zeit anvertrauen zu wollen. Schwanheim a. M., September 1875. Dr. W. Kobelt, a Mr. Michel Vimont, rue Montplaisir in Toulouse, Hte. Garonne, bietet südfranzösische, namentlich pyrenäische Conchylien in Tausch gegen andere europäische Arten. Derselbe besitzt ausserdem ein grosses Lager exotischer Conchylien und ist gerne zu Auswahlsendungen erbötig. Ich meinte, ich könnte schon im October d. J. das Manuscript meines Handbuches der europ. Binnenmollusken unter die Presse geben. Es ist mir unmöglich geworden, und zwar ist dies ein Glück für meine Arbeit. Sehr viele Freunde der Wissenschaft sind mir mit Sendungen zu Hülfe geeilt. Un- ter diesen Sendungen ist eine sehr interessante mit Clausilien, eine grosse mit Frauenfeldschen Paludinellen und Bythinien, eine Sammlung italienischer Sel- tenheiten und eine beträchtliche Anzahl Originalexemplare der Spanischen und der älteren Portugiesischen Faunisten. Ich habe noch 9 mir versprochenene Sendungen zu bekommen. Darfich noch länger warten?! Meine Arbeit besteht eigentlich aus 3 verschiedenen, die auch mit ver- schiedenen Titeln, aber fast gleiehzeitig, erscheinen werden. 1. Fauna extra- marina molluscorum europaea (Beschreibung der in Europa lebenden und sub- fossilen, nackten und gehäusetragenden Binnenmollusken, ihrer Synonymie und Verbreitung). 2. Conspectus systematicus et alphabeticus molluscorum extramari- norum Buropam habitantium. (Ein Catalog der europ. Binnenmoll., worin lo. alle Arten und Formen systematisch geordnet aufgezählt werden, mit Vater- landsangabe und mit allen Gruppen und Sectionen kurz diagnostieirt, 2o. ein alphabetisches Verzeichniss aller Synonymen mit Hinweisungen auf die Seiten in der Fauna und im Conspectus, das Ganze also eine systematische und alpha- betische Uebersicht des Inhalts der Fauna oder das vollständige Register der- selben.) 3. Bibliographia malacologica europaea: I. Opera descriptiones mollus- corum extramarinarum eorumque distributionem et mores tractantia. (Ein mög- lichst vollständiger Catalog der von älteren Zeiten bis 1876 erschienenen Werke innerhalb der Grenzen der betreffenden Fauna, ein Verzeichniss auch aller Abhandlungen und Aufsätze in Zeitschriften u. s. w., nebst Angaben der älteren und neueren Preise, hoffentlich kurzen biographischen Notizen über die Autoren u. s. w.) Alle diese werden so gedruckt und paginirt, dass sie zu- sammen eingebunden werden können, aber es wird jede für sich verkauft. Dann wird eine Malakologische Terminologie (alle lateinische termini techniei deutsch und französisch erklärt, das Innere der Gehäuse der Clausilien, Pupen, Unionen u. s. w. ausführlicher beschrieben, mit vielen Holzschnitten und einem lateinisch-deutsch-französischen Register) unverzüglich ausgearbeitet und aus- gegeben werden. Ueber die malakologischen Auctoren in Frankreich bekomme ich bio- grapbische Notizen aus geschickten Händen. Wenn die Mitglieder der Gesell- schaft dasselbe grosse Interesse an einer näheren Kenntniss der älteren und jüngeren Verfasser in unserer Wissenschaft finden wie ich, bitte ich dringend, dass sie mir die gesuchten Notizen ihrer resp. Personen gütigst mittheilen wollen. Ronneby, den 28. September 1875. ©. A. Westerlund. Redigirt von Dr. W. Kobelt. — Druck von Kumpf & Reis in Frankfurt a. M. No. 1 & 12. November-December 1875. Nachrichtsblatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft, Siebenter Jahrgang. Mittheilungen aus dem Gebiete der Malakozoologie. Zur Kenntniss der Molluskenfauna Europas. Von Carl Agardh Westerlund. (Schluss.) Cl. angustella Parr., Pfr. Herr Möllendorff nimmt die Namen Cl. Goldi Kutsch. (statt Cl. angustella Pfr.) und (2. Walderdorffi Kutsch. (statt Ol. regu- laris Parr.) im Nachrichtsbl. 1875 p. 19 und 20 an. Brusina (Contr. pella Fauna dei Moll. Dalm., 1866, p. 113) und Pfeiffer (Monogr. Helie. VI, 1868, p. 439), wie auch Möllendorff (1875 l. e.) stellen Cl. Walderdorfii Parr. als ein Synonymon zu Cl. Goldi. Kutschig hat selbst seine neuen Arten nicht be- schrieben, es ist durch Walderdorff (im System. Verz. der im Kreise Cattaro vorkomm. Mollusken) 1864 geschehen. Ol. Wald. Parr., wie sie Dr. Pfeiffer in den Mal. Bl. 1861 p. 170 und in Monogr. Helic. VI. p. 438 darstellt, ist kaum mehr als eine schwache Varietät von Cl. regularis Parr., ob aber Ül. Goldi Kutsch. mit Cl. Walderd. Parr. in solchem Falle identisch ist oder mit angustella Pfr., wie Brusina und Möllendorff behaupten, kann ich jetzt nicht mit Sicherheit entscheiden. So viel ist doch gewiss, dass der Name Walderdorffi Parr. und Kutsch. zu streichen ist, denn die Art von Kutschig wurde erst 186% beschrie- ben, wogegen ihr Synonymon Cl. regularis schon 1861 in den Malak. Bl. beschrieben und abgebildet war. Wie ein Vater ‘vieler Kinder oft ihre Namen verwechselt, so ist es kein Wun- der, dass ein Auctor mehrerer Hunderte von SIR Ba zuletzt nicht mehr die Kinder seines Gehirnes erkennen kann. Anders will ich nicht erklären, was mir sehr oft geschehen ist, dass ich nicht nur als gute Arten mit Artennamen ausgestattet, Hunderte käuflich erworben, die offenbar unmöglich selbst die schwächsten Varietäten genannt werden können, sondern auch, dass ich vom Auctor selbst in verschiedenen Zeiten 2, 3 bis 4 verschiedene, oft weit getrennte Formen unter demselben Arten- namen bekommen habe. Ein glänzendes Beispiel dieser Art er- zählt Herr A. Schmidt in seinem System der europ. Claus, p. 86: „Als Cl. Heldreichi waren mir 3 Exemplare mitgetheilt, deren eins —= Ül. ceinerea, die beiden anderen aber auch von einander verschieden, so dass ich nicht entscheiden konnte, welche die richtige Cl. Heldreichi Parr. sein sollte!“ Ja, ganz so ist es mir sehr oft gegangen. Wie unendlich schwer es dadurch wird, eine kritische europäische Fauna ans Licht zu bringen, ist wohl einem Jeden klar. Als Cl. Walderdorffii sind mir von Herrn Parreyss 3 schöne, gänzlich übereinstimmende Exemplare mit- getheilt, die aber mit der Beschreibung in Pfeiffer's Monogr. VI. p. 435 sehr wenig zu thun haben. In meinen Augen repräsen- tiren sie eine gute, neue Art, der ich hier oben den Namen Cl. longicollis gegeben habe. Ihre einzige mögliche Stellung ist zwischen Ol. exarata Z. und Cl. angustella Parr. Neuerdings hat Herr Möllendorff im Nachrichtsblatt grosses Verdienst erworben durch seine Zusammenstellung der Olausilien- formen. In sehr vielen Fällen bin ich mit ihm zu demselben Resultat gekommen. Leider hat er mir zu Mühe und Sorge so viel hinter sich gelassen. Es ist eine weit grössere Ehre, hier die alten Arten zu fixiren oder zu streichen und ihre richtige Stellung zu constatiren, als neue Arten in dieser mit solchen schon längst überfüllten Gattung zu creiren. (Und doch habe ich soeben zwei neue Species beschrieben! „Diffieile est satyram non scribere.*) Welch eine riesige Arbeit es ist, Ordnung in die verwirrten Schaaren zu bringen, sämmtliche in möglichst kleinen Cohorten nach ihrer Verwandtschaft aufzustellen und logisch zu beschreiben, kann man kaum fassen, ehe man selbst durch Versuche in dieser Richtung halb zur Verzweiflung ge- bracht wird. Weniger Rosen auf dornigem Weg sind schwer zu finden. ” IN Von vielen, freilich kleinen, aber systematisch nicht un- wichtigen Beobachtungen über die Clausilien will ich hier dies- mal nur einige wenige mittheilen. Die Herren A. Schmidt, Kobelt und Möllendorff stellen Cl. thermopylarum Pir. in der Gruppe Papillifera Hartm., Albers, von Martens in Delima Hartm. Ich erkläre mich sogleich für die letzte Meınung, besonders weil ganz gewiss kein mit der Schnecke Unbekannter sie unter den Papilliferen suchen wird. Sie ist eine der intermediären Formen, deren Stellung so schwer ist zu bestimmen. Wie bei Papillifera kann man nur ein Rudiment einer Spirallamelle wahrnehmen, wogegen Delima diese Lamelle erhaben hat, lang vortretend und von der Ober- lamelle getrennt. Uebrigens stimmt sie viel besser mit den Delima-Formen überein, wie diese hat sie eine lange obere Gaumenfalte, die nahe an der Mondfalte beginnt, eine kurze Mondfalte, die sich nicht länger streckt als bis ans Ende der Gaumenfalte, eine kaum vortretende Spindelfalte u. s. w. Ich meine, dass die Herren Albers und v. Martens ihren richtigen Platz gefunden, in Delima nahe an der (Cl. Stentzi Rossm. Cl. brevissima Ben. v. Collini mh.: testa non nitens, anfr. 11, callus palatalis crassus, peristoma omnino solutum; long. 15 —15'],, diam. 31, —4 mm. — Syracusa (J. Collin ex.). Wo im Clausiliensystem hat Cl. Pauli Mab. ihre Verwandten? Dass sie nicht neben Cl. plicatula Drp. stehen kann (wie im Catalog d. Binnenconch. von Kobelt, welcher sie wahrscheinlich da gestellt, weil Mabille sie zuerst im Journ. Conch. VII. Cl. plica- tula nannte), ist augenscheinlich. Weder v. Vest oder Möllen- dorff, noch irgend ein anderer Systematiker hat sie aufgenommen. Obwohl ich recht viele Exemplare besitze, war diese Schnecke ohne Obdach in meiner Sammlung, bis mich (CI. ‚filograna Z. auf die vermuthlich richtige Spur führte. Ja, grosse Exemplare der Zieglerischen Cl. distinguenda, oder die Schmidt Cl. filogr. var. major transsilvanica nennt, gleichen in hohem Grade einer Cl. Pauli Mab. en miniature, nicht nur durch die Form ihres Gehäuses, den aufgetriebenen, lamellenartig gerippten, am Grunde nicht gekielten Nacken, den letzten, mehr oder weniger vorge- zogenen freien Umgang, die schräge, birnförmig gerundete Mün- dung mit dem distineten emporgezogenen Sinulus, durch fehlende 9*F BB Mondfalte u. s. w., sondern sogar auch durch die gut überein- stimmende eigenthümliche Unterlamelle. Ich kann daher nicht anders als Cl. Pauli ganz in die Nähe von Cl. filograna stellen, aber wie v. Vest die Gruppe Graciliaria charakterisirt, kann unsere Pyrenaeenschnecke nicht innerhalb dieser Gruppe placirt werden. Wenn der geübte Clausilienkenner Herr Möllendorff sagt, dass sie eine unsichere Art sei, kann ich dies nicht anders verstehen, als dass er niemals die Schnecke unter den Augen gehabt. Sie ist ganz gewiss eine der ausgezeichnetsten und interessantesten unter den in den letzten Zeiten beschrie- benen Arten. Im Botanischen Garten in Kjöbenhavn lebt unter einer Ulmenhecke eine Menge Individuen von Cl. biplicata Mont., eine kleinere Anzahl von Cl. ventricosa Drp. und einige wenige von Cl. dubia Drp. Die erstgenannte Art ist in diesem kleinen Flecken weit reicher an Monstrositäten, als ich jemals früher oder später gesehen, ja so, dass fast jedes 5. oder 6. Exemplar auf irgend eine Weise abnorm ist. Fast immer ist es die Mün- dung, die eine abweichende Form bekommen hat, bisweilen die ganze letzte Windung. Oft bleibt die Mündung oben unvollendet und die Mündungsränder weit getrennt. Die Mündungsform variürt von eirkelrund (und dann ohne Spur einer Basalfurche und der Spindellamellen) bis lang und schmal birnförmig. Zuweilen ist die Mündung so verdreht, dass die obere Lamelle, anstatt die gewöhnliche senkrechte Richtung zu haben, eine horizontale be- kommt und fast parallel mit der unteren wird. Die eigenthüm- lichste dieser Missbildungen ist folgender Art gestaltet: Nachdem das Thier das Gehäuse bis auf die Hälfte der Mündung mit Clausilium und Lunella vollendet, hat es gleiehsam die äussere Seite der Mündung ausgebrochen und da den Anbau einer neuen Mündung mit vollständigen Lamellen angefangen, so dass die Schnecke neben einander zwei unvollendete Mündungen hat. Welches die Ursachen dieser Missbildungen sind, gewiss sind sie nicht in dem nördlichen Vorkommen der Species zu suchen, weil dieselbe Art vor Kurzem in grossen Massen weit nördlicher (in Carlskrone, Schweden) und doch ohne jede Spur einer Mon- strosität gefunden ist. Bei dieser Gelegenheit will ich auch eine höchst merkwürdige und sicher äusserst- ungewöhnliche Mon- Lk Be N strosität von Cl. Rossmässler! Stentz, die ich bei Malborgeth in Kärnthen fand, erwähnen: In der Mündung der vollständig aus- gebildeten, obwohl ungewöhnlich schlanken und kleinen Schnecke, ist eine neue Mündung gebildet, die tubenförmig sich weit ausser der ersten streckt und eine fast kreisrunde Oeffnung hat! In einer folgenden Abtheilung dieses Aufsatzes die Fort- setzung der Resultate meiner Clausilienstudien. Gen. Limnaea Drp. Obwohl ich im Manuscript der europäischen Fauna meine Zuflucht fast zu dem ganzen griechischen Alphabet habe neh- men müssen, um die verschiedenen, gewöhnlich als gute Arten angesehene Varietäten der Limnea peregra Drp. darzustellen, habe ich mich doch gezwungen gesehen, die lange Liste mit noch drei Namen zu vermehren, Namen dreier Formen, die ich mit früher bekannten nicht identifieiren kann und doch scheinen mir diese ausgezeichneter als die meisten. Limnaea peregra Drp. v. Ullepitschi mh.: testa subrimata, elongato-ovata, subventricosa, nitida, cornea; spira elongata, acuta; anfr. 5 convexi, ultimus inflatus, ventricosus, sursum non attenuatus; sutura profunda antice ascendens; apertura magna, infra lata, intus concolor, obscura, peristoma acutum margine columellari reflexo, arcuato et margine exteriore subpatente elato; long. 17, diam. 10 mm., apert. 11, 2 7 mm. — Oarinthbia ad Raibl (Ullepitsch ex.). Nach der Fig. 4 Tab. VIII in Fauna d. Nass. Moll. von Kobelt zu beurtheilen, gehört L. vulgaris var. peregro-vulgaris (ein Name, den ich seiner hybriden Natur wegen nicht adoptiren kann) hierher, wenigstens als eine Modification. Man denkt freilich bei dieser Form, wenn man die spitzen und schlanken Gewinde und die an ihrem vorderen Ende oft stark empor- steigende Naht sieht, auch an L. lagotis Schrank, aber die aus- gezogenen Gewinde, die 2), des ganzen Gehäuses ausmachen, zwingen uns, die Schnecke in die Reihe der Peregraformen zu stellen. Limnaea peregra Drp. v. producta mh.: testa rimata, elon- gato-oblonga, flavescenti-cornea; spira longe attenuata, turrita; anfr. 5 planiuseuli, ultimus elongatus, convexus; sutura antice N leviter ascendens; apertura acuto-ovata, intus lucida, albo-vel flavescenti margaritaceo-fasciata; long. 20, diam. 10 mm., apert. 11, spra 9 mm. — Transsylvania ad Mediasch (Jiekeli ex.). Limnaea peregra Drp. v. alpicola mh.: testa perforata, elon- gato-ovata, subventricosa, crassa, solida, violaceo-cornea, albido- subnebulosa, sericina, densissime regulariter striata; spira atte- nuato-conica, acutiuscula saepe superne truncata; anfr, 5 con- vexiusculi, ultimus leviter eonvexus; sutura antice recta; apertura oblongo-ovata, superne acuta, intus uniformiter lutescenti-brunnea (vel raro lutescens), valde nitens; peristoma margine exteriore recto et. acuto, columellari reflexo; long. 19, diam. 11 mm,, ap. 10, spira 8S—9 mm. — Carinthia in Kanalthal ad Catharinen- schlucht sat frequens inveni; in Bavaria, Oberdehingen, Ülessin formam minorem legit et misit; e Gallia misit clar. Parreyss sub nomine falso L. melanostoma. Limnaea gingivata Goupil Moll. de la Sarthe (1835) p. 63 t. 1 fig. S—10 ist nichts anders als eine junge, nicht ausge- wachsene L. glabra Müll. Was mir Herr Parreyss als L. gingi- vata gesandt, gehört der I.. truncatula zu. Die Schnecke, die Küster in seiner Monographie der Lymnaeen (1853) p. 19 tab. 3 fig. 28 und 29 unter diesem Namen aus dem Starnbergersee beschreibt und abbildet, habe ich in einem Bache, der aus der warmen Quelle in Bad Villach in Kärnthen kommt, mit zahl- reichen Exemplaren von Planorbis cupaecola v. Gall, Bythinia proxima v. Frauenf. ete. gefunden, und ist diese eine distinete Art, die ich im Manuscript mit dem Namen Zimnaea hydrobia getauft habe. Gen. Planorbis Guett. Planorbis centrogyratus nov. sp.: Testa depressa, supra con- cava, subtus omnino plana, lutescenti-cornea; anfr. 61), —7, infimi tardissime accrescentes, utrinque teretes, convexi, ultimus latus, supra penultimo quadruplo latior, subtus vix sesqui plus, ad suturam altus, peripheriam versus sensim deplanatus, subtilissime, vix sub lente visibile, striatulus, ad aperturam non dilatatus, superne et deorsum obtuse angulatus; sutura utrinque profunda; apertura perobligua, horizontalis, subsemicordata, apice obtusis- sima, peristomate simplice, acuto, margine exteriore medio arcua- . Ber tim producto; diam. 7 mm. — E Tirolia sub nomine Pl. sep- temgyrati hanc speciem novam et egregiam misit cl. Parreyss. Gehört der Gruppe „Vortices“ zu. Planorbis Ressmannianus nov. sp. Testa albido-cornea, nitida, tenuissime striata, supra convexa, subtus plana, deorsum acute angulata; anfr. 5 tardissime accrescentes, supra et infra convexi, supra semiteretes vel cylindracei, infra suturam pro- fundam versus declivi; apertura obligua, angulato-rotundata, angulo inter marginem exteriorem arcuatam et interiorem stric- tam distincto, intus labio crasso albo; peristoma marginibus dis- junetis; diam. 4 mm. — E Transsylvania et „Untergorumbach“ sub nomine Pl. leucostomi amic. Jickeli misit. Gehört der Gruppe „Spirorbes“ zu. Planorbis rotundatus B perezii Graälls ap. Dupuy Hist. Moll. (1850) t.25 fig. 6 ist — Pl. rotundatus ß gracilis Gredler et Westerl. in Malak. Blätt. 22 t. 3 fig. 43-—45. Variat minor. Planorbis Clessini Westerl. B clausulatus Fer. (teste Parr. in sched.): testa obscura, rufo-brunnea, supra convexiuscula, medio punctiformi impressa, spira minima (vix !/, latitudine test, apud Pl. nitidus sub '/,, ap. Pl. cless. !/,), subtus plano-convexius- culus, angustissime umbilicata; anfr. ad summum 4, rapide accrescentes, ultimus forte ampliatus, supra convexus, subtus convexiusculus, infra medium compresso-marginatus; sutura late eburneo-marginata; apertura subhorizontalis, elongato -cordata, margine exteriore longe arcuato; diam. 6 mm. — Heidelberg (raer., ex.). Conchylien aus Central-Africa. Von V. Gredler. Buliminus Fabianus Gredler, n. sp. Gehäuse oval-länglich mit konisch verschmälertem, an der Spitze stumpfem Wirbel, dünnschalig, stark durchscheinend, horn- gelb, lebhaft seidenglänzend; die 5 Umgänge ziemlich gewölbt, seicht und unregelmäss gestreift, der letzte mässig gross. Nabel- ritz deutlich, wenig schief. Mündung gross, schief, oval, oben durch die Mündungswand schräg abgestutzt. Mündsaum fast rechtwinklig umgeschlagen, innen mit schmaler weisslicher Lippe, I IN kurz und flach ausgebreitet, scharfrandig; der Innenrand nicht verbreitert, der Aussenrand bogig, an der Anheftungsstelle einge- krümmt, daneben eine rudimentäre kurze Falte auf der Mündungs- wand. — Höhe 2; Breite 14,“ — Ein Buliminus pupa Brug. en miniature (von unsern ein- heimischen Thieren einer Pupa umbilicata Drp. vergleichbar, jedoch bedeutend grösser, stärker, konischer) und wenig von andern Typen dieser Gattung im Baue abweichend, — nur durch ausserordentliche Kleinheit ausgezeichnet. Es liegen mir ungefähr 100 Stücke vor und scheint die Art — ausser in wenig schlankern oder gedrungenern Formen — nicht abzuändern; auch an Ort und Stelle keine Rarität zu sein. Sämmtliche Exemplare tragen hintereinander mehrere, diekhäutige Verschlüsse in der Mündung, was auf trockenen Aufenthalt (beziehungsweise klimatische Verhältnisse) gedeutet werden mag. Dieser Buliminus ward mir von meinem Mitbruder, dem vieljährigen Missionär in Chartum P. Fabian Pfeifer, dem ich ihn auch zubenenne, aus dem Lande der Schilluck - Neger überbracht. — Mehr berichterstattend als diagnosirend (welches letztere bei einer so polymorphen Gattung, bei meinen unzureichenden Spezial- kenntnissen derselben und mit einzelnen Exemplaren dreifach gewagt wäre) erwähne ich anhangsweise zweier Muscheln der Gattung Aetheria Lam., von denen die kleinere (an- scheinlich junge?) ebenfalls aus dem Lande der Schilluck (P. F. Pfeifer), die andere vom Nil, bei Nedi am Dumpalm - Wäldchen (P. Dismas Stadelmayr) stammt. Ob beide Exemplare derselben Art (?) angehören und das eine nur der Jugendzustand, das andere dagegen, welches aller Epidermis entbehrt, ein überreifes Stück? — vermag ich nicht zu entscheiden. Das junge Exemplar aus dem Gebiete der Schilluck scheint einmal unbekannt, zweifelsohne neu zu sein. — Es ist eirund, tief napfförmig, mit eingedrücktem, abgeriebenem Wirbel, tief und senkrecht eindringender Ligament- spalte, davor mit einer quer ” -förmig geschwungenen, nach dem Vorderrand hin erhabenern Schlossplatte; innen lebhaft perlmutter glänzend, uneben, — äusserlich dunkel pistaziengrün, mit 9 radialen Reihen dornartiger, an der Spitze drehrunder Falten am Rande Kr a der Hauptjahresringe, welche jedoch in dem Grade abgestossen, je älter selbe sind; zwischen diesen Reihen einzelne, wenig regel- mässig gestellte, warzenartige Erhöhungen. Die Jahresringe, wie alle Ränder, unregelmässig auf und niedergebogen oder ausge- schnitten. Der Vorderrand niedriger, spitz-, der Hinterrand breit- zugerundet. — Länge 1“, 9; Höhe 1“, 3“, Das grosse Exemplar aus dem Nil bei Nedi stimmt in den allgemeinen Umrissen mit vorigem überein, nur dass der Hinterrand etwas geschnabelt, die Ligamentspalie und Schloss- platte (welch letztere aus eben so zahlreichen, bogigen Quer- lamellen besteht, als die Schale Schichten besitzt) horizontaler gelegen und grösser (diese 16“ lang) und von den oben erwähn- ten Falten keine Spur mehr vorhanden ist. Das Gehäuse innen und Aussen ganz perlmutter, abgerieben, ungleichschalig, die rechte Schale tief, grubig uneben, am einwärts gestülpten Schilde und an der Abdominalwölbung am dieksten (9), die linke flacher (deckelartig), mit aufgerichtetem Schilde und stumpfer Rücken- leiste, die um den Muskeleindruck herumbiegt; der vordere Muskeleindruck stark — fast sichelförmig gebogen, schmal, von 13“ Länge, der hintere Eindruck (v. 9“ Länge) breiter, wenig gebogen, fussförmig. Die Schalen zeigen zwischen den überaus zahlreichen, wellig gebogenen Ablagerungsschichten elliptische Spalten, an der Innenseite durch eine oder mehrere Schichten gehende Löcher. Die Epidermis, soweit davon noch Spuren vorhanden, scheint ockergelb gewesen zu sein. — Länge 3'),“; Höhe 3. — Tausch-Catalog der deutschen malacozoologischen Gesellschaft. N. B. Die Preise in Reichsmark per Stück. ME ME Helix similaris, Fer. 0,60 californiensis, Lea 0,70 pyramidalis, Wag. 0,60 | devia, Gould ii polygyrata, Born 4 Dupetitthouarsi, Desh. 0,60 brasiliana, Desh. 1,50 | exarata, Pfr. 0,50 . helieycloides, D’Orb. 1,50 ; fidelis, Gray 0,70 arrosa, Gould 0,80 | facta, Newcomb 0,80 columbiana, Lea 0,70 | infumata, Gould 1 Kelletti, Forb. loricata, Gould Newberryana, Bin. reticulata, Pfr. Stearnsiana, Gabb. Townsendiana, L. tudieulata, Binn Traskii, Newcomb. Tryoni 5 Vancouverensis, L. chersina, Say striatella, Anth. . Binneyana, Morse. exigua, Stimpson. asteriscus, Morse. texasiana, „ varians, Mke. Caldwellei, Bens. eubensis, Pfr. auriformis, Bland. auriculata, Say arborea, Say barbigera, Redf. Carpenteriana, Bld. cumberlandiana, L. demissa, Binney Febigeri, Bland gularis, Say Huzardi, Bland interna, Say indentata, Say Leaii, Ward. labyrinthica, Say lineata, Say limatula, Ward. pustula, Fer. Sayii, Binney Römeri, Pfr. obstricta, Say septemvolva, Say cereolus, Mühlf. Hopetonensis, Sh. Kopnodes, Binney Mooreana, Binney stenotrema, Fer. spinosa, Lea. Troostiana, Lea Rugeli, Shuttlew. suppressa, Lea. multilineata, Say Mitcheliana, L. uvulifera, Shuttlew. laevigata, Pfr. unidentata, Chemn. rectangula, Pfr. Swainsoni, „ trochiformis, Fer. pennsylvanica, Gr. fringilla, Pfr. vittata, Müll., Ceylon notabilis, Shuttlew., W.-Ind. eicatricosa, Müll., China Phönix, Pfr., Ostindien haemastoma, L., Ceylon Valeneiennesii, Guill. Tranquebaria, Fabr. Ostindien semirugata, Beck., ” muscarum, Lea, Cuba badia, Fer., dentiens, Fer., 5 ligulata, Fer., Madras Martinique bifasciata, Burr., Brasilien Incei, Pfr., Australien Grayi, „ „ Mackenzii, Val., Japan Cochlostyla. Dryas, Brod., Philippinen Luzonica, Sow., 5 » v. ovoidea. 5 eineinna, Sow., = h varietates cn Roissyana, Fer., $ Nanina ovum, Val. Ostindien 1 bis Humphreysiana, Lea,Singapore troilus, Gould, Samoa-Inseln Tabiti nigritella, Pfr., " cressida, Gould, Huahin-Inseln Clausilia Reiniana, Kob., Pupina planorbis, Lesson, Japan japonica, A. Ad., Japan Balea variegata, A. Ad., Japan Bulimus angiostomus, Wag. bahiensis, Mer. bilabiatus, Brod. caleareus, Born durus, Spix exilis, Gmel. almeida Spix albus, Sow. Largillierti, Phil. navieulus, Was. pubescens, Mor. peruvianus, Br. argutus, Pease. dealbatus, Say elongatus, Bolten auris leporis, Brug. Rio J. fulvicans, Pfr., Sichellen strigilosus, „ H pudicus, Müll., morosus, Gould, Persa costata Q. & G., melanostoma, Gol., Physa parvula, Mouss., Brasilien Viti-l. Viti-I. Viti-l. Viti-I. Oyclotus blanchetianum, M. Oyclostoma hzemastoma, Anton Michaudi, Grat. Schwanheim a. M. Tudora versicolor, Pfr. megacheila, Pfr. Helieina Maugeri®, Gray rubicunda, Pease orbiculata, Say Rohri, Pfr. submarginata, Gr. Sloanei, D’Orb. variabilis, Wag. buzelina, Gould, Viti-1. solida, Pease, Tahiti flavescens, Pease, Cooks-I. ” „ Karstings-lI. Vitiensis, Mouss., Viti-l. Streptasxis dejeeta, Petit Oylindrella elegans, Pfr. erispula ,„ fastigiata, Gund. cyclostoma, Pfr. Partula hyalina, Brod. hebe, Pfr. glutinosa, Pfr. rubiginosa, Reeve trilineata, Pease und ca. 12 bestimmte Species von den Südsee-Inseln & St. Achatinella eitrina, Migh. radiata, Gould bacca, Reeve Melampus fasciatus, Desh., Viti-1. semisulcata, Mouss., ” striata, Pease, Tahiti 6 unbenannte Sps. Viti-I. & St. 0,20 0,20 0,20 0,20 T. A. Verkrüzen, STONE Literatur-Bericht. Bulletino della Societä malacologica italiana. — Volume I, Fascicolo 1. 1875. Von dem Organ der nach dem Muster unserer Gesellschaft gegründeten italienischen malacozoologischen Gesellschaft, welches von dem Vice- secretär derselben, Carlo de Stefani, herausgegeben wird, ist nun das erste Heft erschienen, sechs Bogen Text und zwei recht gute schwarze Tafeln umfassend. Dasselbe enthält ausser dem Statut der Gesellschaft: p. 11. Meneghini, @., Discorso di apertura delle Societä Malacologiea Ita- liana letta nella Adunanza del 29. Nov. 1874. p- 16. Bellardi, A., Novae Pleurotomidarum Pedemontii et Liguriae fossilium dispositionis prodromus. Ausser verschiedenen neuen Gruppen werden als neue Gattungen aufgestellt: Dolichotoma (Pl. cataphracta), Oligotoma (Pl. Meneshinii Mayer), Aphanitoma (Pl. labellum Bon.), Homotoma (Pl. reticulata Ren. und semicostata Bell.), Atoma (Pl. hypothetica Bell.). p- 25. Prete, Raimondo del, Nota di aleune Conchiglie raceolte nei comuni di Viareggio, Massarosa e Camaiore. p: 32. Lawley, Roberto, Nota di Conchiglie fossili di Val’ Lebiaia. Zählt 22 von Manzoni in dieser Localität nicht aufgefundene Arten auf. p- 35. Stefani, Carlo de, Molluschi viventi nella Valle del Serchio superiore (an der ehemaligen Grenze von Toscana und Modena, die Apuaner Alpen einschliessend). Es sind die bekannten norditalienischen Arten. Für Claus. Isseli Villa wird derName crenulata Risso wieder aufgenommen, lucensis Gent. wird als Varietät zu comensis gezogen; eine zweifelhafte Bythinia wird beschrieben, aber nicht benannt. Im Ganzen werden 57 Arten aufgeführt. p-: 68. Monterosato, A. de, Note intorno ad aleuni articoli di Conchiologia Mediterranea, pubblicati nel Jahrbücher der Deutschen Malacozoologi- schen Gesellschaft dal Sig. H. C. Weinkauff e dal Dokt. Kobelt. Der Verfasser sucht die Gattung Pseudomurex dadurch zu retten, dass er bezweifelt, ob die von Troschel untersuchten anderen Corallio- philen wirklich dieser Gattung angehören und nicht vielmehr zu Pseudo- murex und den Muriciden. p. 74. Stefani, Carlo de, Descrizione delle nuove specie di Molluschi plio- cenici, raccolte nei dintorni di San Miniato al Tedesco. Con tav. I. (Venus Amidei, Cytherea subappeninica, Melampus Serresi, Rissoa Meneghiniana.) p. 80. Stefani, Carlo de, Descerizione de nuove specie di Molluschi pliocenici italiani. Con. tav. 2. (Murex Soldanii Menegh., dumosus; Chemnitzia varicosa, Scalaria fenestrata Men., Pleurotoma Angelonii Men., Cocconii, Rissoina Vola- terrana, Trochus trieinetus, Arca lineolata.) p- 89. Manzoni, A., una proposta di Ostreocultura. Vorschlag, eine künst- liche Austernzucht nächst Livorno anzulegen. — 3 — p. 93. Adami, @. B., Molluschi raccolti in Val di Caffaro nell’ Agosto di 1874. COlessin, ., Beiträge zur Molluskenfauna der oberbayerischen Seen. Separatabdruck aus dem Correspondenzblatt des zool. miner. Vereins zu Regensburg 1374. Wir werden über diese wichtige Arbeit in den Jahrbüchern genauer berichten. Novitates Conchologicae. Abth. I. Von Dr. L. Pfeiffer. Liefrg. 46—47. Mit 4 Tafeln. Die Tafeln sind leider dem Text noch immer voraus; sie enthalten: Taf. 131: Ampullaria semitecta, Cerato des rotula, Plagiodon rotundatus Castalia ecarinata. — Taf. 132: Achatina Schweinfurthi, Unio Parreyssi var. — Taf. 133: Helix Wallisiana, Bulimus Grevillei, Peeli, asperatus, Stenogyra Wallisi, Spiraxis incertae — Taf. 154: Helix triscalpta, teetum sinense, anguvsticollis, Riehthofeni, Kiangsinensis. Sitzungsberichte der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin. 16. 15. 20. Februar 1875. Herr von Martens legt der Gesellschaft einige Meeresconchylien vor, welche durch die Gazelle bei den Capverden in 46 Faden Tiefe gesam- melt worden sind; es sind Nassa prismatica Brocchi, Xenophora medi- terranea Tib. und die beiden seither für ausgestorben gehaltenen Ranella marginata Gmelin und Mitra scerobieulata Brocchi; ausserdem wurde bei Madera auch Nassa semistriata Brocchi gedrakt. Es ist dies ein neuer Beweis dafür, dass der Schlüssel zum Verständniss unserer Subappenin- fauna in den westafrikanischen Meeren liegt und dass eine Durch- forschung derselben unbedingt nöthig ist. Juni 1875. Herr v. Martens machte eine vorläufige Mittheilung über die zoo- logischen Sammlungen der Gazelle an der Kerguelen-Insel.e. Von Mol- lusken sind darunter Arten der Gattung Margarita und eine neue Stru- tbiolaria. (Es scheint das auf eine eigene, bis jetzt freilich noch kaum bekannte Fauna antarctica hinzudeuten, als deren Ausläufer vielleicht die Faunen von Chile, Neuseeland und dem Cap zu betrachten sind.) Die einzige Landschnecke ist Hel. Hookeri. Juli 1875. Herr von Martens sprach über die von Ehrenberg in Russland und Sibirien gesammelten Landeonchylien, von denen wieder eine neue Partie aufgefunden worden ist; die sibirische Fauna wird dadurch wie- der um eine Anzahl Arten bereichert, namentlich interessant ist das Vor- kommen der .ächten Helix fruticum bei Barnaul und von Unio pietorum, tumidus und crassus im Gebiete des Kaspischen Meeres. Paludina okaönsis wird für synonym mit fasciata Müll. erklärt. Derselbe sprach ferner über die von Stoliczka auf seiner letzten Expedition gesammelten Binnenconchylien aus Yarkand; die Süsswasser- US arten sind sämmtlich europäisch, von den Landschnecken Helix costata, Pupa muscorum und Suceinea Pfeifferi; ausserdem finden wir noch die ächt centralasiatischen Arten plectotropis und phaeozona und eine an Campyläa erinnernde neue Form, Helix Stoliezkana Neville. Strebel, H., Beitrag zur Kenntniss der Fauna mesicanischer Land- und Süsswasserconchylien. U. Theil, mit 15 Tafeln. Ham- burg 1875. Da eine ausführliche Besprechung dieser Arbeit im Jahrbuch erfolgen wird, begnügen wir uns, hier unsere Leser auf das Erscheinen des zwei- ten Theiles aufmerksam zu machen. Derselbe umfasst die Gattungen Strebelia und Glandina. Als neu beschrieben werden Glandina cognata, lueida, pseudoturris, radula, simplex und tenella. Die Tafeln sind von dem Verfasser selbst lithographirt. Rossmässler's Iconographie der europäischen Land- und Süsswasser- Mollusken. Fortgesetzt von Dr. W. Kobelt. IV. Band, Lfg. 1, mit 5 Tafeln. Das erste Heft der Fortsetzung ist nun endlich erschienen; dasselbe enthält: Taf. 91: Helix atrolabiata et var., nemoralis var., tigriana, punica. — Taf. 92: Helix massylaea, Rerayana, Jourdaniana, Constan- tinae var. — Taf. 93: Helix serbica, Paneiei, Pouzolzi var., Raspailii var., Revelierei. — Taf. 94: Helix styriaca, Gasparinae, olympica, chamaeleon, Joannis, Langi, phocaea. — Taf. 95: Hel. trizona et varie- tates. — Das nächste Doppelheft, ebenfalls nur Helices aus den Gruppen Eremophila, Pomatia und Campylaea umfassend, ist bereits im Druck und wird gegen Ostern erscheinen. Pfeiffer, L.. Monographia Heliceorum viventium. Vol. VI. Fase. 3. Enthält den Schluss von Helix, zusammen 3476 Arten. Der Schluss des siebenten Bandes, Streptaxis und Ennea entbaltend, wird demnächst erscheinen. Martini-Chemnitz, zweite Ausgabe. Lfg. 238. Pleurotoma, von H. C. Weinkauffl. Als neu werden beschrieben: pieturata, Graeffei, Jickelii, gracillima Wkff., erythraea Jickeli. Lfg. 239. Anodonta, von Clessin. Lfg. 240. Pyrula et Fusus, von Kobelt, enthält Neptuneen. i Lfg. 241. Conus, von H. C. Weinkauff (Schluss). Neu: C. gradatilis, papalis, saphyrostoma. Journal de Oonchyliologie. 1875. No. 3. p- 197. Fischer, P., sur l’anatomie des Neritopsis. Mit Tafel XI. p- 204. —, Catalogue des Nudibranches et des Cephalopodes des cötes oc&eaniques de la France. — 3. suppl. Durch die Errichtung von zoologischen Stationen in Arcachon, Wimereux, Roscoff und Concarneau, sowie durch die Untersuchungen von Crouan und Hesse an der Bretagne ist die Zahl der aus Frank- ng reich bekannten Arten von 43 seit 1867 auf 106 gestiegen, nämlich 81 Nudibranchien, 3 Pleurobranchien, 1 Lungenschnecke und 21 Cepha- lopoden. ’ p- 215. —, Remarques sur l’opereule du genre Naticina Gray. p- 216. Crosse, H., Description d’especes de Mollusques inedites, provenants de la Nouvelle Cal&donie. Für Bul. Eddystonensis Pfr. wird der Name Hiengunensis vorge- schlagen, da diese Art in Neucaledonien, aber nicht auf der Insel Eddy- stone vorkommt, — Neu Cypraea nigricans Montr., eine äusserst inter- essante Form, die man nach Crosse für eine dunkle, abnorm geschnäbelte Form der C. mappa halten könnte, zu der sie in einem ähnlichen Ver- hältniss steht wie Scotti zu Thersites, Barthelemyi zu moneta, caledoniea zu lynx, Noumeensis zu annulus, Crossei zu stolida. Mit Recht fragt freilich Cr., warum alle diese geschnäbelten Formen, falls sie Abnormi- täten sind, nur an Neucaledonien vorkommen ? p: 223. Crosse, H., Note sur une espece manuscrite de M. le prof. G. P. Deshayes. (Conus pseudomarmoreus.) p- 225. Crosse et Fischer, Diagnoses Molluscorum novorum, Guatemalae incolarum. (Streptostyla Sargi, Melania Sargi.) p- 226. — —, Diagnosis Helicis novae, insulae Madagascar dietae incolae (Hel. Grandidieri, zunächst mit Goudotiana Fer. verwandt). p- 227. Gassies, J. B., Description de Mollusques terrestres et fluviatiles provenant de la Nouvelle-Cal&donie. (Helix confinis, Neritina Montrou- zieri, guttata, expansa.) p- 232. Mayer, ©., Description de Ooquilles fossiles des terrains jurassiques. (Peeten Toarcianus, Avicula pernula, Arca solitaria, Astarte Gillieroni, Lucina Gabrieli, Hipponyx anachoreta, Turbo viator, Ammonites navi- gator, Dalmasi, Neoburgensis, Doublieri, Saemanni.) p- 242. Tournouer, Addition & l’&tude sur quelques especes de Murex fossiles du Falun de Pont-Levoy en Touraine. p- 242. Tribolet, M. de, sur l’Unio Cornueli d’Orb. p. 245. Bland, Th., Examen critique de certaines especes du Continent Americain et des Antilles, deerites dans la Monographie des Helicina de L. Reeve comme appartenant & ce genre. Bland geht hier. sehr scharf mit Reeve’s Monographie von Helicina ins Gericht und nennt die Menge der Fehler eine wahrhaft erstaunliche und überraschende. Hidalgo, Dr. J. G., Catalogo iconografico Y deseriptivo de los Mol- luscos terrestres de Espanja, Portugal y las Baleares. — Erste Abtheilung. Wir haben das Vergnügen, unseren Lesern das Erscheinen eines neuen Werkes des unermüdlichen Erforschers der spanischen Fauna, J. G. Hidalgo, anzukündigen. Dasselbe, von ausgezeichneten, in Paris angefertigten colorirten Tafeln begleitet, soll aus drei Theilen bestehen, fer 5 2 TU ‚endet vorlieger Je, enthält ein äusserst vollständiges Literaturverzeiv. ass und einen Catalog der sämmtlichen, mit Sicher- heit aus Spanien bekannten Arten. Der zweite wird eine genaue Be- schreibung und Besprechung sämmtlicher Arten bringen und von Tafeln begleitet sein, von denen 24, sämmtlich Helices enthaltend, bereits mit dem ersten Bande ausgegeben sind; der dritte ist für kritische Unter- suchungen und Nachträge bestimmt. Das Ganze wird, wie das Werk desselben Autors über die spanischen Seeconchylien, eine äusserst werth- volle Bereicherung der europäischen faunistischen Literatur sein; hoffen wir, dass es unbeeinflusst durch die politischen Verhältnisse Spaniens bald zur Vollendung gelangt. Mittheilungen und Anfragen. Im Commissionsverlag von L. Friedrichsen & Co. in Hamburg erschien : Strebel, H., Beitrag zur Kenntniss der Fauna mexicanischer Land- und Süss- wasser-Conchylien. II. Mit 15 Taf. Preis Rm. 12. Der Unterzeichnete wünscht gegen andere Werke über Conchylien oder Petrefacten folgende Bücher umzutauschen: Brocchi, Conchologia subappenina fossile. Zweite Auflage nebst Atlas. Dunker, Index Molluscorum Tams. Philippi, Enumeratio Molluscorum Sicilie. 2 Bde. Agram. Sp. Brusina. Von dem Tauschverein sind folgende für Schulen und zu Weihnachts- Geschenken geeignete Sammlungen zu beziehen: 100 Arten Land-Conchylien . . . . . Rm. iO 200, 7; N ae RD) 100,29... Bee-Conehylien. 9. a. ua 200,7, ” a a AR Schwanheim a. M. T. A. Verkrüzen. Gesellschafts - Angelegenheiten. Neue Mitglieder: Herr Dr. M. Braun, Würzburg. Wohnortsveränderungen: Herr Prof. von Martens wohnt jetzt Berlin, W., Kurfürstenstr. 35. Für die Bibliothek eingegangen: Strebel, Beitrag zur Kenntniss der Fauna mexicanischer Con- . ehylien. II. Theil. Vom Verfasser. Pfeiffer, Monographia Heliceorum. Vol. VII. Fasc. 3. Vom Verfasser. Rossmässler’s Iconographie, Fortsetzung. Vol. IV. Heft 1. Vom Verfasser. Unsere Mitglieder werden gebeten, ihre Beiträge für 1876 direct an die Buchhandlung von Johannes Alt in Frank- furt a. M. einzusenden, nicht an den Tauschverein oder die Redaction. Redigirt von Dr. W. Kobelt. — Druck von Kumpf & Reis in Frankfurt a. M. Rn In “ N RN KEARTEN , a A) E N BT BRD 12) ENT NA N | | IBRARIES 127 N | | 3 9088 01 276 6 SMITHSONIAN INSTITUTION L! | —— — — |